Alba Fachverlag, BestNr. nv201011
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Der Nahverkehr, Heft 11/2010
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Reiner Metz Alles umsonst? Betrieb
Thomas G. Köhler / Dr. Dipl.-Vw. Thomas Schaffer Besser informiert mit RIS ► Fahrgastinformationssystem bietet Bahnreisenden aktuelle Auskünfte per Handy und Internet ZusammenfassungDie Reisendeninformation spielt für einen erfolgreichen öffentlichen Verkehr eine zentrale Rolle. Die DB Mobility Logistics AG hat daher das Reisenden-Informations-System ? kurz RIS genannt ? zur Bereitstellung von hochwertigen Reisendeninformationen vor und während der Reise entwickelt. Insbesondere während der Reise erwarten die Reisenden eine optimale Reisendeninformation. RIS ist eine zentrale Datendrehscheibe, die intra- und intermodale Informationen zusammenführt und mit den Aufgabenträgern, Infrastrukturbetreibern und Eisenbahnverkehrsunternehmen austauscht. Rund sieben Millionen Reisende und 20000 Mitarbeiter profitieren jeden Tag von RIS. SummaryBetter informed with RIS Passenger information plays a central role for successful public transport. So the DB Mobility Logistics AG has developed the Reisenden-Informations-System ? shortly RIS ?to provide high quality passenger information pre trip and on trip. Especially on trip the passengers expect to be optimal supported with passenger information. RIS is a central data hub that collects intra- and inter-modal information and exchanges this with official bodies, infrastructure undertakings and other rail undertakings. About seven million passengers and 20000 employees benefit from RIS every day. Dipl.-oec. Jürgen Burmeister Mit Erfolg restrukturiert ► Die Aseag Aachen positioniert sich mit Innovationen und Service auf dem heimischem Nahverkehrs-Markt ZusammenfassungIm Rahmen zweier Restrukturierungsprogramme konnte die Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-Aktien-Gesellschaft in den letzten zehn Jahren ihren Zuschussbedarf wesentlich verringern. Zugleich konnte das Unternehmen die Voraussetzungen für eine marktorientierte Direktvergabe schaffen. Auf dem Arbeitsprogramm stand die ständige Überprüfung des Angebotes. Um ein gutes Angebot unterbreiten und zugleich die Betriebskosten senken zu können, wurden acht Doppelgelenkbusse beschafft. Neben den Maßnahmen zur Reduzierung des Aufwandes spielten und spielen Ansätze zur Gewinnung neuer Kunden und damit zusätzlicher Einnahmen eine zentrale Rolle. SummaryRestructuring with success Within the scope of two restructuring programs, the local public transportation company Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-Aktien-Gesellschaft has considerably reduced its subsidy requirement for the last ten years. At the same time, the company was able to create the conditions for a market-oriented direct awarding process. However, a permanent control of the offering was on their job schedule. In order to submit good offerings by reducing operational costs as well, eight double-articulated buses were procured. Besides cost reduction, the acquisition of new customers and hence additional income is of importance. Literatur
Nachhaltiger Nahverkehr Kommentar zum Vertragsrecht Praxiswissen zum deutschen Steuerrecht Kommentar zu Rechtsschutzbedingungen Personalwirtschaft
Dr. phil. Uwe Rennspieß / Patrick Werner Gefühlte Qualität steigern ► Schulungsfilm und Schulungsprogramm der WVG-Gruppe ZusammenfassungDer Arbeitsplatz im Bus hält beinahe täglich besondere Herausforderungen bereit: Situationen, für die es nicht immer Anweisungen gibt und die eine hilfsbereite Grundhaltung verlangen. Um dem Fahrpersonal dafür praktische Unterstützung zu geben, hat die Unternehmensgruppe der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG) den Film Netter geht´s besser produziert. Mit neun typischen Situationen aus dem Fahrdienst ist er eine Grundlage des Schulungsprogramms zur Steigerung der Servicequalität. Die Anstrengungen werden durch eine im deutschlandweiten Vergleich besonders hohe Kundenzufriedenheit belohnt. SummaryImprove perceived quality The bus driver?s job offers almost every day particular challenges; behavior models are not always available but a helpful attitude is required. In order to give the staff practical support, the transportation business group Westfälische Verkehrsgesellschaft (WVG) produced the training movie ?Netter geht?s besser?, giving the staff some hints and instructions for a better and friendlier customer service. Showing nine typical situations which may happen in the transportation service, it is the basis for the trainee program to improve service quality. Reward of the efforts is very high customer satisfaction compared to other transportation companies all over Germany. Recht
Dipl.-Betr.wirt (FH) Victor L. Fry Leitlinien auf dem Prüfstand ► Antwort der Bundesländer zur ausstehenden PBefG-Novellierung ZusammenfassungDie ausstehende Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes führt seit Inkrafttreten der VO 1370 am 3. Dezember 2009 zu praktischen Problemen und Rechtsunsicherheiten aus dem Zusammenspiel von vergabe- und beihilferechtlichen Aspekten der neuen Verordnung und genehmigungsrechtlichen Regelungen nach dem Personenbeförderungsgesetz. Länderspezifische Leitlinien, die mit dem Ziel angetreten sind, auf der Grundlage von Grundpositionen der Länder für Rechts- und Verfahrenssicherheit und einheitliche Anwendung des neuen Rechts sorgen zu wollen, können den eigenen Anspruch wohl nicht erfüllen. Es ist zu konstatieren, dass die Bemühungen der Bundesländer zur bundesweit einheitlichen Anwendung der VO 1370 im Genehmigungsverfahren durch Leitlinien als gescheitert zu betrachten sind, wenn auch die zukünftige Prägung des Personenbeförderungsgesetzes am Horizont erkennbar wird. SummaryGuidelines on trial Page Since the enactment of the EU regulation VO 1370 on 3rd December 2009, the outstanding amendment of the German Passenger Transportation Act induces to practical problems and legal uncertainty. This is due to the fact that awarding and subsidies aspects in view of the new regulation and the legal rules according to the Passenger Transportation Act have to be taken into consideration. Local guidelines which should ensure a consistent application of the new regulation involving the base position of the federal states in legal security and process reliability can obviously not fulfill their own claim. All efforts of the German Federal States to a uniform and nationwide application of VO 1370 are to be regarded as failed within the approval process due to these guidelines even though the future character of the passenger transportation act is to be recognized on the horizon. Technik
Dipl.-Ing. Steffen Raff / Dipl.-Ing. Reinhold Schröter / Dipl.-Ing. Markus Wiedemann Großer Bus auf steiler Strecke ► Erste Erfahrungen der SSB mit Großraumbussen des Typs Mercedes-Benz Capacity ZusammenfassungSeit 2008 setzen die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) Großraum-Gelenkbusse vom Typ Mercedes-Benz Capacity ein. Starke Steigungen im Stuttgarter Busliniennetz und betriebliche Besonderheiten sorgen für ausgeprägte Belastungen im Einsatz der acht Fahrzeuge umfassenden Flotte. Die Autoren beschreiben die Vorbereitungen für den Linieneinsatz der Großraumbusse und geben erste Erfahrungen aus Werkstatt und Betrieb wieder. SummaryGreat bus on challenging streets Since 2008, SSB, the public transport company in Stuttgart operate a fleet of eight articulated extra-long buses of the type Mercedes-Benz Capacity. The SSB bus network sports several severe inclines and operational peculiarities, thus making the operation of extra-long buses rather challenging. The authors provide an overview of the technical preliminaries and offer a first insight into the operational experiences. Verkehrsplanung
Prof. Dr.-Ing. Peter Kirchhoff / Univ.-Prof. Dr.-Ing. Fritz Busch / Dr.-Ing. Antonios Tsakarestos / Dipl.-Geogr. Andreas Hanitzsch ÖPNV-Planung für ländliche Räume ► Der Ablauf der Planung ZusammenfassungGegenwärtig wird eine Orientierung der Planung an explizit formulierten Zielen gefordert. In dem Beitrag werden ein dementsprechender Planungsablauf für den ÖPNV im ländlichen Raum skizziert und die einzelnen Planungsschritte erläutert. Im Mittelpunkt steht die Formulierung von Zielen, an denen sich sowohl die Analyse und Bewertung des Zustandes als auch der Entwurf der Maßnahmen auszurichten hat. An die Stelle einer aufwendigen und dennoch unsicheren Prognose tritt die kontinuierliche Erfolgskontrolle, die eine regelmäßige Anpassung des Angebots an die Ziele zulässt. SummaryPublic transport planning for rural areas Nowadays the planning procedure of public transports requires explicitly verbalized aims. In this essay a planning process for the public transport in rural areas is outlined and the individual phases are explained having the focus on setting objectives. Analysis and rating of the condition as well as the concept of the required measurements are to be aligned. Instead of expensive but unreliable forecasts, a permanent success control takes place enabling a regular adjustment of the offers referring to the fixed objectives. Dipl.-Ing. Ralf Jäger / Dipl.-Ing. JulianLins Lins / Dipl.-Geogr. Florian Krummheuer Das Ringen um die Zukunft vonStraßenbahnen in Mittelstädten ► Strategien zur Sicherung von Straßenbahnsystemen ? dargestellt am Beispiel von vier ostdeutschen Mittelstädten ZusammenfassungAnders als in den westlichen Bundesländern, wurden Straßenbahnsysteme im Osten Deutschlands in Klein- und Mittelstädten vielfach nicht im letzen Jahrhundert eingestellt, sodass sich diese Städte eines hochwertigen ÖPNV-Systems erfreuen. Derzeit aber sehen sich diese Straßenbahnbetriebe hohem ökonomischem Druck ausgesetzt. Die demographische Entwicklung, nachholende Suburbanisierung und Massenmotorisierung haben die Nachfrage stark reduziert. Im Artikel stellen die Autoren anhand von Fallbeispielen vier Strategien zur Erhaltung der Straßenbahnen in schrumpfenden Mittelstädten dar. SummaryFighting for the future of tramways in medium-sized cities In opposition to the Western German states tram systems in the former German Democratic Republic?s medium-sized towns were in many cases not closed down during the last century. Nowadays these systems face problems with their viability. Due to the demographic development and in succession of the reunification starting suburbanization and mass motorization the demand for public transport constantly shrinks. In the essay the authors are going to highlight in case studies different strategies to save trams in such middle sized towns in transformation. Jens Wächter / Sabine Tkatzik Verkehrskonzept für Millionen ► Groß-Event Still-Leben Ruhrschnellweg: Organisation des ÖPNV und Kommunikation des Angebots ZusammenfassungEin voller Erfolg war das Projekt Still-Leben Ruhrschnellweg am 18. Juli 2010 auf der A40. Als Mobilitätsdienstleister für die Rhein-Ruhr-Region entwickelte der VRR zu diesem Event ein umfassendes Verkehrskonzept, um die reibungslose An- und Abreise der Gäste zu organisieren, die Mobilität der Anwohner zu gewährleisten sowie alle 37 betroffenen Auffahrten des Ruhrschnellwegs an den Öffentlichen Nahverkehr anzubinden. Bei mehreren Millionen Besuchern, sechs beteiligten kommunalen Verkehrsunternehmen, vier Eisenbahnverkehrsunternehmen und fünf involvierten Städten stellte die Verkehrsplanung eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Eine besondere Herausforderung war die Kommunikation der Verkehre und Mobilitätsangebote. SummaryTraffic concept for millions of people The project Still-Life Ruhrschnellweg, a standstill for six hours on the motorway A40, on July 18th, 2010, was a complete success. For this event the transportation association VRR, responsible for the Rhine-Ruhr region, developed a comprehensive traffic concept to grant the guests a smooth travelling, the mobility of the habitants and the connection of all 37 influenced ascents of the Ruhrschnellweg to the public transport possibilities. This was a real sophisticated task for the association Still-Life Ruhrleben as some million visitors, six municipal transportation companies, four railway companies and five cities were involved. A special challenge within the A40 project was to communicate the transport and mobility offers. Verkehrspolitik
Dr.-Ing. Andreas Kossak Umstieg auf den ÖPNV ? ein volkswirtschaftlicher Schaden? ► Kritische Bewertung einer bemerkenswerten Studie zur Pkw-Maut ZusammenfassungMitte Juni 2010 veröffentlichte der ADAC eine Studie zur Mobilität. Das Ergebnis wird in der Mitgliederzeitschrift mit der Überschrift zusammengefasst: Pkw-Maut: Nutzlos und zu teuer. Zu den Hauptgründen für dieses Urteil zählt, dass der durch die Einführung einer Pkw-Maut bewirkte Umstieg auf den ÖPNV zu einem beträchtlichen volkswirtschaftlichen Nutzenverlust führe. Die Ergebnisse des Gutachtens insgesamt stehen in diametralem Widerspruch zu den Erkenntnissen aller hochrangigen Gremien, die sich in den vergangenen Jahren weltweit mit dem Thema beschäftigt haben sowie auch zu den verkehrspolitischen Zielsetzungen aller Regierungen und Kommunen hinsichtlich der Einflussnahme auf den Modal Split zu Gunsten des ÖPNV. Nicht zuletzt belegt die Studie die grundsätzlichen Schwächen der angewendeten Methodik der Nutzen-Kosten-Analysen. SummaryShift of car users to public transport as a loss of economic benefit? In June 2010 the Common German Automobile Club (ADAC) published a study on mobility. The result was summarized in the member-journal under the headline: Car-tolling: useless and too expensive. One of the main reasons for this judgment was that the introduction of car-tolling would cause a reasonable shift of car users to public transport and thus result in a massive loss of economic benefit. The results of the study as a whole are completely contrary to the findings of all high ranking commissions and experts groups, which worked on the respective issue worldwide during the last years as well as to the political aims of all governments and communities regarding influencing the modal split in favour of public transport. Not at least the study is an evidence for the basic weaknesses of the applied methodology of benefit-cost analysis. Verkehr/Umwelt
Dipl.-Ing. Ralf Lüdeking / Dipl.-Ing. Udo Lenz Instandsetzung mindert Emissionen ► Messtechnische Untersuchungen zeigen: Eine gepflegte Gleiskreuzung ist leiser ZusammenfassungBekanntlich kann die Pflege von Rad und Schiene die Schall- und Schwingungsemissionen einer Gleisanlage mindern. Im Gleisnetz der Rheinbahn in Düsseldorf bestand die Möglichkeit, die Emissionen einer Gleiskreuzung vor und nach der Sanierung messtechnisch zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Messungen werden im Beitrag vorgestellt SummaryMaintenance lowers emission It is a well-known fact that maintenance of wheels and tracks can reduce sound and vibration emission of track systems. While renovating a track crossing of the Düsseldorf Rheinbahn rail network, the possibility of a technical measurement before and after the procedure arose. The results of these measurements are presented in this article. Wirtschaft
Takeru Shibayama, MEng, DI Tadej Brezina Geschäftsmodelle multinationaler Verkehrsunternehmen im ÖPNV ► Status quo und Hintergründe der Tätigkeit so genannter MOLTS ZusammenfassungIn den letzten beiden Dekaden tauchten neue Organisationsformen des öffentlichen Personenverkehrs auf und verbreiteten sich signifikant. Eisenbahn, Straßenbahn- und Buslinien werden betrieben von MOLTS, multinationale Betreiber lokaler Verkehrsdienste. Der Beitrag gibt einen Überblick der Hauptakteure aus Frankreich, Britannien und Asien mit ihren jeweiligen Beteiligungen, Strategien und Hintergründen. Zum Schluss wird eine Klassifikation der operationellen Beziehung zwischen Heimatland und Gesellschaft abgeleitet. SummaryBusiness strategies of multinational operators in public transport In the last two decades new organizational forms of public transport appeared and spread significantly. These railway, tram and bus lines are run by MOLTS ? short for Multinational Operators for Local Transport Services. An overview of the main nine corporations from France, Britain and Asia with their backgrounds, key properties, expansion paths and strategies and their main focus of operations is given. As conclusion a classification of the operational relationship between home country and corporation is derived. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Olaf Hartmann / Dipl.-Geogr. Mirko Steinbuß Werkstattstandorte und Wettbewerb ► Regionale Standortanalyse für Eisenbahnwerkstätten im SPNV ZusammenfassungDie Verfügbarkeit eines geeigneten Werkstattstandorts ist einer der wichtigen Faktoren für die Entscheidung, sich an einer Verkehrsausschreibung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu beteiligen, und anschließend ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Zuschlagerteilung und Realisierung eines langfristig wirtschaftlichen Betriebs. Der Artikel stellt eine Methodik zur Identifikation eines Werkstattstandortes vor. Nach Aufstellung von individuellen Standortkriterien erfolgt die Bewertung von identifizierten Standorten zuerst nach K.O.-Kriterien. Im zweiten Schritt werden die verbleibenden Standorte mit Hilfe von Soll-Kriterien in eine Reihenfolge gebracht. Vorgehensweise und betrachtete Standorte werden abschließend in Text und Kartendarstellungen dokumentiert. SummaryWorkshop location and competition The availability of a suitable workshop location is certainly one of the key decision factors for the general expression of interest in a bidding procedure in regional rail and then a key success factor for winning the contract and the implementation of long-term economic operations. The article introduces a methodology for identifying a workshop site in the context of regional rail tenders. After preparation of individual site criteria as part of an evaluation matrix, the sites identified are asessed first by KO-criteria. In a second step, the remaining sites can be brought in a descending order with the help of set criteria. The procedure used in the project and and the sites are finally documented in text and maps.
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