|
Erscheinungsweise: 4 Ausgaben im Jahr Bezugsgebühren: Einzelheft € 10,,
Jahresabonnement (4 Hefte) € 40, im Inland inklusive Porto,
im Ausland jeweils zuzüglich Porto
Suche in der Güterbahnen - Artikeldatenbank
Ausgaben ab 2002:
|
|
GÜTERBAHNEN
Güterverkehr auf der Schiene: Markt Technik Verkehrspolitik
Die Fachzeitschrift GÜTERBAHNEN behandelt Themen rund um den Güterverkehr auf der Schiene, dessen Logistik und Vernetzung. Es ist die erste Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum, die sich speziell mit dem Schienengüterverkehr beschäftigt. Sie ist ein Forum für verschiedene Meinungen und Ansätze und lädt zur Diskussion ein; sie wendet sich an Praktiker aus Unternehmen und Wirtschaft, an Akteure aus Politik, Verbänden, Forschung und Lehre sowie an Studenten einschlägiger Fachrichtungen.
GÜTERBAHNEN ist offizielles Organ des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen.
Veröffentlichungen in 2011 und 2010 (Auswahl)
Alexander Vogt, M.A.: Zukunft des Einzelwagenverkehrs aus Sicht der NE-Bahnen. Ralf Roman Rossberg: Deutsche Bahn setzt bei Dieselloks weiterhin auf Hydraulik. Dr.-Ing. Tom Reinhold / Dr. Markus Rometsch: Eisenbahn in Deutschland 2025 Perspektiven für den Güterverkehr. Dipl.-Soz. Steffen Kerth: Der richtige Weg zum leiseren Schienengüterverkehr. Prof. Dr. Paul Wittenbrink: Ausblick Logistik 2015. Dr.-Ing. Georg Speck: Die Stilllegung im Lebenszyklus einer Eisenbahninfrastruktur. Dipl.-Ing. Horst Hackenthal: Individuelle Standards bei Instandhaltung und Wartung. Dipl.-Kfm. Nazif Günes / Prof. Dr. Stephan Zelewski: Kompetenzen im Güterverkehr sicher erkennen und nutzen.
Güterbahnen, Heft 4/2011
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Kommentar
Dipl.-Ing. Axel Schuppe Technik-Regeln verantwortlich mitgestalten Betrieb
Alexander Vogt, M.A. Zukunft des Einzelwagenverkehrs aus Sicht der NE-Bahnen ► Kein zweites nationales Einzelwagen-Netz in Sicht ZusammenfassungDie Zukunft des Einzelwagenverkehrs in Deutschland, besonders jedoch in Europa ist ungewiss. Der Verfasser hat im Rahmen seiner Doktorarbeit erstmals eine empirische Untersuchung unter mehr als 50 Prozent der in Deutschland aktiven Güterbahnen durchgeführt, um den Status-quo wie auch die zukünftigen Perspektiven des Einzelwagenverkehrssystems zu eruieren. Die Studie, deren Ergebnisse zum Teil in diesem Beitrag abgedruckt sind, kommt zu folgenden Ergebnissen: Die 111 EVU die auf dem deutschen Schienengüterverkehrsmarkt aktiv sind, lassen sich in fünf Geschäftsmodellen zuordnen: den Regionalbahnen, den Fern- und Regionalbahnen, den Ferngüterbahnen, den Werks- und Industriebahnen sowie den Hafenbahnen. Die Wettbewerbsintensität in den einzelnen Gütergruppen ist unterschiedlich. Im Einzelwagenverkehr ist auch zukünftig keine Alternative zur DB Schenker Rail in Sicht. Auf Europäischer Ebene werden zukünftig vier bis fünf ?Staatsbahnen? den europäischen Schienengüterverkehr maßgeblich gestalten. SummaryFuture of single Wagon Traffic: The Perspective of the New Entrants The future of single wagon traffic in Germany but especially in Europe is uncertain, and many questions remain. With his PhD Thesis, the author has conducted on-site interviews with over 50 percent of all rail freight companies exploiting the largest rail freight market in Europe. The study aims on the status-quo and the perspectives of single wagon traffic. The following results of the PhD Thesis are published in this article: The 111 rail freight companies active on the German market can be grouped, according to their geographical operating range, in the following business models: the regional railways as ?care-taker? of the rail freight connection between a defined region and the national respective international network; the long-distance and regional railways; the exclusively long-distance carriers, the industrial railways and the railways of inland ports. The degree of competition differs between the categories of freight. In the future there won?t be an alternative to the single wagon system of DB Schenker Rail. The future is rather seen as a better connectivity of the different national systems operated by the incumbents. Igor Belov Russische Güterbahn im Aufbruch ► Ein Riese mit gewaltigen Aufgaben und gewichtigen Problemen ZusammenfassungDer Bericht befasst sich mit dem aktuellen Stand des Eisenbahngütertransports in der Russischen Föderation vor dem Hintergrund der begonnenen Privatisierung staatlicher Bahnstrukturen. Diese gewaltigen Vorhaben sind mit gewichtigen organisatorischen und technologischen Problemen begleitet, die wenigstens zum Teil auf die ?wilden 1990er Jahren? zurückzuführen sind SummaryRussian Railway cargo transport moving ahead This report deals with the actual situation of railway cargo transport in Russian Federation against the background of initialized privatisation of state-run train structures. These tremendous evelopment plans are accompanied by grave organisational and technological problems the roots of which ? at least partly ? have to be attributed to ?wild ?90s?. Technik
Dr. Konstantin von Diest / Dipl.-Ing. (FH) Jörg Haeder Mehr Tempo beim Schienenschleifen ► Vossloh bringt mit dem HSG-2 die nächste Evolutionsstufe des High Speed Grindings auf die (Mini)Schiene ZusammenfassungBahnstrecken werden durch hohe Geschwindigkeiten und große Achslasten zunehmenden Belastungen ausgesetzt. Diese können Rollkontaktermüdungen nach sich ziehen, die zur Versprödung der Schienenoberfläche und zu Rissen (Head Checks) führen. Um dem Wachstum der Risse vorzubeugen, hat Vossloh Rail Services (VRS) ein präventives Schleifverfahren entwickelt: Mit dem High Speed Grinding (HSG) lassen sich diese Schienenschäden bei hoher Schleifgeschwindigkeit von 80 km/h material- und kostenschonend beseitigen, ohne den regulären Bahnverkehr zu stören. Seit 2007 hat VRS spezielle Schleifzüge im operativen Einsatz, nun wurde mit dem HSG-2 die zweite Generation entwickelt. In Zusammenarbeit mit Vossloh Locomotives (VL) entstand in Kiel ein Zug, dessen neue, modulare Bauweise die Flexibilität, Effizienz und Umweltverträglichkeit der Schieneninstandhaltung weiter erhöht. SummaryHigh speed grinding Due to high speed and mass on the group of axles, railways are subject to an increasing application of loads. This may cause rolling contact fatigue which will again entail an embrittlement of the railway surface and cracks, so head checks are necessary. In order to prevent the increasing number of cracks, Vossloh Rail Services (VRS) has developed a preventive grinding procedure: by using High Speed Grinding (HSG), these rail damages will be removed gently and cost efficient at a grinding speed of about 80 km/h but without any disturbances of the regular schedule. Since 2007, VRS operates special grinding rails and the second generation, the HSG-2, has now been developed. Together with Vossloh Locomotives (VL) at Kiel, a vehicle has been designed whose new modular construction increases flexibility, efficiency and environmental compatibility of the rail maintenance further on. Dipl.-Ing. Walter Vollert Antriebssysteme für Rangierloks ► Ein Erfahrungsbericht mit Beispielen aus der Praxis ZusammenfassungIn dem Beitrag befasst sich der Autor mit den unterschiedlichen Antriebssystemen von Rangierwagen, Rangiermaschinen, Zweiwegefahrzeugen und Rangierlokomotiven. Anhand von Beispielen werden in dem Erfahrungsbericht die Vor- und Nachteile von Lastschaltgetrieben, dieselelektrischen Industrieantrieben, hydrostatischen und hydrodynamischen Antrieben vorgestellt. SummaryDriving systems for shunting locomotives In this article, the author reports on the variety of driving systems for shunting vehicles, shunting machines, road-rail vehicles and shunting locomotives. Based on examples, the advantages and disadvantages of power shift transmission, diesel-electric industrial drives, hydrostatic and hydro-dynamic drives are presented in this article. Verkehrsplanung
Rüdiger Block Seehafenhinterlandverkehr: Neue Gleise gegen den Container-Stau ► Erhöhung der Güterverkehrskapazitäten zwischen Hamburg und Hannover ? die Ausbaustrecke Stelle?Lüneburg ZusammenfassungDie Internationalisierung der Märkte hat in den vergangenen Jahren zu einer dynamischen Entwicklung des Güterverkehrs geführt, von dem vor allem der Hamburger Hafen profitieren konnte. Als effizienter Hinterland-Anbindung kommt dem Schienengüterverkehr angesichts der prognostizierten Umschlagzahlen besondere Bedeutung zu. Hierzu gehört der zügige Ausbau der Nord-Süd-Strecke Hamburg?Lüneburg?Uelzen?Celle?Hannover, die bundesweit zu den am stärksten belasteten Bahnstrecken in Deutschland zählt. Die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten zur Bewältigung der sich bis 2025 auf bis zu 400 Güterzüge pro Tag verdoppelnden Zugzahlen ist dringend geboten. In einem ersten Schritt wird bis 2015 der 27,3 km lange Abschnitt Stelle?Lüneburg mit ,einem Investitionsvolumen von 277 Mio Euro dreigleisig ausgebaut. Zeitgleich erfolgt die Modernisierung der Rangieranlagen des Rangierbahnhofs in Maschen als größter Zugbildungsanlage in Europa. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen umzusetzen. Dazu zählt auch die als Y-Trasse bezeichnete Neubaustrecke durch die Lüneburger Heide, deren Bau zwingend erforderlich ist. SummaryPort hinterland traffic: New tracks against container traffic jam The internationalization of the markets has led in the last years to a dynamic development of the goods-traffic from which above all the Hamburg harbour could profit. For efficient hinterland-connections rail-traffic comes in view of the predicted freight-volume. To this, the rapid strengthening of the North-South-route Hamburg?Lüneburg?Uelzen?Celle? Hanover, one of the most strongly incriminated track in Germany ? is most important. The creation of additional capacities to the overcoming doubling of numbers of freight trains to 400 per day until 2025 is sorely offered. In a first step, the 27,3 km long section Stelle?Lüneburg becomes tripled by tracks with an investment-volume of 277 million Euro til 2015. At the same time, the modernization of the meanwhile over 30 years old marshalling yard in Maschen ? biggest switching yard in Europe ? takes place. In addition, further measures are to be done. Among this is also the new highspeed-line marked as Y-Trasse through the Lüneburger Heide whose construction is necessary despite aforementioned measures. Verkehrspolitik
Ralf Roman Rossberg Fehlende Interoperabilität bremst europäische Güterbahnen ► EU-Richtlinien in Deutschland vorerst nicht finanzierbar ZusammenfassungRund zwanzig unterschiedliche Zugbeeinflussungssysteme behindern den Güterverkehr auf dem Schienennetz Europas. Obwohl Interoperabilität, das reibungslose Zusammenwirken der Sicherungstechnik von Fahrzeugen und Strecken in allen Ländern, seit zwei Jahrzehnten von der EU angestrebt wird, kommt das dafür vorgesehene einheitliche System ERTMS (European Rail Traffic Management System) nur sehr zögerlich voran. Bei der Entwicklung ergaben sich erneut Schnittstellenprobleme. Doch vor allem die hohen Kosten lassen keine schnelle Umsetzung zu. Deutschland möchte deshalb die Interoperabilität mit einem zusätzlichen Fahrzeuggerät bewirken, um die Investitionen in ortsfeste Anlagen zunächst zu umgehen. Auch das stößt jedoch auf Widerspruch. SummaryMissing interoperability restricts European freight traffic Freight traffic on the European rail net is restricted by about twenty different systems which all have an influence on a smooth settlement. Although ?interoperability?, a project, the EU has been aimed at for about two decades, and which means a smooth settlement of vehicle and rail safety techniques in all countries providing standardized ERTMS (European Rail Traffic Management) systems, makes very hesitant progress. In the development again some interface problems occurred, but especially high costs restricted fast implementation. For this reason, Germany wants to affect interoperability with an additional vehicle device in order to avoid investigations in stationary plants. But even this proposal is in opposition. Dipl.-Soz. Steffen Kerth Der richtige Weg zum leiseren Schienengüterverkehr ► Unterfinanziertes Bonusprogramm setzt falsche Anreize ZusammenfassungMit lärmabhängigen Trassenpreisen soll ein finanzieller Anreiz zum Einsatz leiserer Fahrzeuge insbesondere im Schienengüterverkehr gesetzt werden. Im Vordergrund steht eine möglichst schnelle Umrüstung der Bestandsflotte der Güterwagen. Bund und DB AG haben sich im Sommer 2011 auf die wesentlichen Eckpunkte eines lärmabhängigen Trassenpreissystems verständigt. Kritisch ist dabei vor allem die Finanzierungsseite zu bewerten. Es ist zu befürchten, dass die beabsichtigte Anreizwirkung des Bonussystems bei der angekündigten Finanzausstattung nicht ausreicht, um Umrüstungseffekte in nennenswerter Größenordnung anzustoßen. Der Schlüssel zur Lösung der Problematik liegt in einer deutlichen Erhöhung des Finanzierungsbeitrags des Bundes. SummaryThe right way forward quieter cargo rail transport Train path charges depending on noise level are to be a financial incentive to use quieter vehicles, especially for cargo rail transports. Emphasis is placed on a conversion of the cargo wagons fleet as quick as possible. In summer 2011, the Federal government and DB AG have agreed on key aspects of a train path charge system depending on noise level. However, especially the financial side is to be valued critically. There is reason to fear, that the financial package and the intended incentive effect of the bonus system is not sufficient to push conversion effects into considerable dimensions. The key for resolving the problem is to considerably increase the federal financial contributions. Verkehr/Umwelt
Dipl.-Ing. (FH) Torsten Holzapfel Mit LäGiV zur Flüsterbremse für den Güterverkehr ► TMD Friction erforscht lärmreduzierten Güterverkehr durch Verbundstoff-Bremsklotzsohlen in Verbundprojekt ZusammenfassungDie Umrüstung auf neuartige Verbundstoff-Bremsklotzsohlen könnte bei bestehenden Güterzügen zu einer erheblichen Verringerung der Bremsgeräusche führen. TMD Friction forscht deshalb, auch im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin, intensiv an der Entwicklung von einfach umzurüstenden, leisen Reibmaterialien für Güterzüge SummaryLäGiV clears the way for ?whisper brake? for freight traffic The conversion to the new composite brake blocks could lead to a significant reduction in the running noise with the existing freight trains. TMD Friction is therefore intensively investing into the development of easy-to-convert, low-noise friction materials for freight trains, also on behalf of the German Federal Ministry of Economics and Technology in Berlin. Wirtschaft
Peter Endemann / Thomas Kaspar Online-Transportbörse soll Schienengüterverkehr stärken ► Was braucht die Praxis? ZusammenfassungUm die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu stärken und Informationsbarrieren auf dem Schienengüterverkehrsmarkt zu überwinden, ist eine Online Transportbörse ein geeignetes Instrument, um die Herausforderungen zu bestehen. Das EU-Projekt Code 24, das im Rahmen des Interreg-IVB-Programms gegründet wurde, hat das Ziel, einen solchen Online-Marktplatz zu entwickeln. In diesem Beitrag werden die Marktrelevanz eines solchen Instruments und die Anforderungen der potentiellen Nutzer ? vor allem Versender, Speditionen und Eisenbahnunternehmen ? diskutiert. Es wurde ein Workshop ausgerichtet, an dem diese Interessengruppen sowie Wissenschaftler und Vertreter der öffentlichen Hand teilnahmen. Die Online-Frachtbörse wird begrüßt, aber entscheidend für den langfristigen Erfolg ist das Betriebsmodell. SummaryOnline freight transport stock exchange aims to strengthen cargo rail In order to increase the competitiveness of rail freight and to overcome knowledge and information barriers in the rail freight market, an online rail freight transport spot exchange is a useful instrument to cope with the adherent challenges. The EU-project Code 24 ? funded under the Interreg IVB programme ? aims to develop such an online market. In this paper, the market?s relevance of such a tool and the requirements of potential users ? predominantly shipping companies, transport logistics providers and rail operators ? are discussed. Therefore, a workshop has been organised with these groups and members from the research and the public administrative side. The online freight transport spot exchange is welcomed, but the operational model is crucial for the success of such an online market in the long-run. Dipl.-Logist. Achim Klukas / Alexander Wiedenbruch Multimodal Promotion: Plattform für Verkehrsalternativen ► Internetplattform will Verlader umfassend über Transportmöglichkeiten informieren ZusammenfassungMultimodal Promotion bietet Unternehmen ein direktes D2D-Routing unter Berücksichtigung von Fahrplänen des kombinierten Verkehrs und den Aufbau sinnvoller neuer Verbindungen. Nach Eingabe der Transportmengen erhält ein Unternehmen direkte Vorschläge, welche Transporte mit dem Kombinierten Verkehr sinnvoll transportiert werden können. Die Eingabe erfolgt über eine Web-2.0-Oberfläche. Nach der Analyse der Transportdaten erhält jedes Unternehmen eine automatisierte und individuelle Auswertung zu seinen Einsparpotenzialen. Kooperationspotenziale beim Transport werden ebenfalls ausgewiesen. SummaryMultimodal promotion: platform for transport alternatives Multimodal Promotion offers companies direct door-to-door routing which takes into account combined transportation schedules (road, railroad, inland waterways) and generates suggestions for new, more efficient connections. After entering the transpor- tation volume, companies receive immediate recommendations as to which shipments would benefit from combined transportation. The information is entered via a Web 2.0 interface. After the data is analyzed, each company receives an automatic and individualized summary of potential savings. Possibilities for cooperative transportation are also displayed.
|