Alba Fachverlag, BestNr. nv201007
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Der Nahverkehr, Heft 7-8/2010
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Ing. Wolfgang Steinbrück Gemeinsam zum Wohle des ÖPNV arbeiten! Literatur
Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr Betriebsverfassungsgesetz Marketing
Dr. Bernd Rosenbusch / Dipl.-Kfm. Reinhard Saß / Bärbel Fuchs / Beate Haberler MiZ: Von ViZ über PiZ zu SiZ oder vom Verkauf zum Service im Zug ► Marketing im Zug als Klammer über drei Arbeitsbereiche ZusammenfassungBis ins Jahr 2007 galten in Bayern verschiedenste Regelungen zum Fahrscheinverkauf im Zug, die das Graufahren ermöglicht haben und für viele Kunden sehr intransparent waren. Außerdem wollte DB Regio Bayern den Service im Zug noch weiter steigern. Dafür wurde in drei Schritten, die im Beitrag beschrieben werden, das Marketing im Zug weiterentwickelt. Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem Service im Zug hat sich seit dem Projekt deutlich gesteigert. Summary MiZ: From ViZ to PiZ and SiZ or from ticket sales to service in trains Until the year 2007 there were numerous differing policies governing onboard ticket sales in trains in Bavaria. The complexity of rules made fare evasion easy and was for many customers confusing. At the same time, DB Regio Bayern had the desire to improve onboard service in its trains. For these reasons a three-step process, describes in the article, was developed to enhance marketing aboard trains. Since completion of the project customer satisfaction with onboard service has risen noticeably. Praxis
Postbus testet Treibstoffkosten-Reduktion durch Eco-Fahrsystem von Traffilog Pro und Contra
Linienverkehrsgenehmigungen nach neuem EU-Recht Recht
Dr. Stefan Pooth SPNV-Direktvergaben unzulässig? ► Nach Entscheidung des OLG Düsseldorf hat nun der Bundesgerichtshof das letzte Wort ZusammenfassungDas OLG Düsseldorf hält Direktvergaben im SPNV für unzulässig. Dies gilt insbesondere für solche, die nach § 15 Abs. 2 AEG realisiert werden sollen. Da das Gericht damit von der Entscheidung des OLG Brandenburg aus dem Jahr 2003 abweichen will, muss nun der Bundesgerichtshof abschließend entscheiden. Zudem sieht das Gericht auch in Art. 5 Abs. 6 VO 1370/2007 keine Grundlage für einen Verzicht auf Wettbewerb. Damit besteht nunmehr erhebliche Rechtsunsicherheit, ob Direktvergaben im SPNV zulässig sind. SummaryDirect procurements in rail traffic not valid? The Higher Regional Court of Düsseldorf has the opinion that direct procurements regarding regional rail transport are not valid. This is especially true for those, which shall be realised according to section 15 para. 2 General Railway Act. The Federal Court of Justice irrevocable has now to judge this case. Furthermore the Court does not accept Art. 5 para. 6 EU-Regulation of 23 October 2007 on public passenger transport services by rail and by road as a base for a waiver of competition. Due to this it exists a great legal uncertainty whether direct procurements regarding regional rail transport are valid or not. Dr. Lorenz Wachinger / Dr.-Ing., Dipl. Wirtsch.Ing. Christoph Zimmer Neue beihilferechtliche Vorgaben für Direktvergaben im SPNV ► Bestehende direkt vergebene Verkehrsverträge im SPNV an Anhang zur VO 1370/2007 anpassen ZusammenfassungSeit dem 3.12.2010 bestimmt die VO 1370/2007 auch im SPNV die beihilferechtlichen Vorgaben für Ausgleichszahlungen der zuständigen Behörde. Besondere Anforderungen gelten für direkt vergebene öffentliche Dienstleistungsaufträge; diese sind auch für bestehende Verträge sowie bei Vertragsverlängerungen mit einem Altbetreiber einzuhalten. Es wird dargelegt, wie die Berechnung des finanziellen Nettoeffekts nach dem Anhang zu erfolgen hat, wie der angemessene Gewinn bestimmt werden kann und wie ein ökonomischer Anreiz gezielt in den Vertrag zu integrieren ist. SummaryNew requirements of state aid law for public service compensations Since 3rd of Dec 2010, the Regulation (EC) No 1370/2007 stipulates requirements of state aid law for public service compensations by the competent authority. Its provisions are also applicable to rail franchises. More rigorous rules have to be followed in case of directly awarded public service contracts. Existing contracts have to meet these requirements as well as prolongations of existing contracts. The article explains how to calculate the net financial effect according to the Annex, how to determine the appropriate rate of return and how to integrate an economic incentive systematically into the contract. Ass. jur. Martin Schäfer Der gemeinsame Vorschlag von VDV und bdo zur PBefG-Novellierung ► Gesetzentwurf der Verbände im systematischen Zusammenhang ZusammenfassungVDV und bdo haben einen gemeinsamen Vorschlag zur Änderung des PBefG im Hinblick auf die EG-Verordnung 1370 vorgelegt. Er enthält fein austarierte materielle und Verfahrensregeln, um die Interessen aller Beteiligten ? unterschiedliche Unternehmen, Aufgabenträger und Verbünde ? in ein angemessenes und politisch konsensfähiges Gleichgewicht zu bringen. Der Beitrag erläutert die wesentlichen Elemente des Vorschlags. Summary Common proposal of VDV and bdo to change German passenger transport act VDV and bdo published a common proposal to change the German passenger transport act with regard to the regulation (EC) No. 1370/20007. They suggest well balanced substantive and procedural rules to bring the interests of the stakeholders ? different operators, competent local authorities and transport alliances ? in a reasonable equilibrium that can be the basis for a political agreement. The article explains the main elements of the proposal. Technik
Prof. Dr.-Ing. Rainer R. Stephan / Dipl.-Ing. Achim Oberwöhrmeier / Dipl. Ing. (FH) Sadik Cakmak Wie zuverlässig sind Zählsysteme? ► Einsatz automatischer Fahrgastzählsysteme im ländlichen Raum ZusammenfassungDie Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe mbH (KVG Lippe) führte im Jahr 2007 in den Stadtbussen der Stadt Lemgo sowie in einigen im Kreis Lippe verkehrenden Regionalbussen automatische Fahrgastzählgeräte ein. Vor dem Hintergrund, dieses automatische Fahrgastzählsystem (AFZS) in eine beabsichtigte Betriebsleitzentrale für den Kreis Lippe implementieren zu wollen, ergab sich die Fragestellung nach der Datengenauigkeit des eingesetzten AFZS. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Hochschule Ostwestfalen- Lippe wurde dieser Fragestellung nachgegangen sowie Erkenntnisse zur Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Busbetriebe abgeleitet. SummaryHow reliable are countable devices? In 2007 the Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe mbH (KVG Lippe) introduced automatic passenger?s countable devices in the city buses of the city of Lemgo as well as in some regional buses operating in the district of Lippe. Against the background of to implement this automatic passengers countable system (APCS) in a deliberate central control station for the district of Lippe, the question arose for the data exactness of the used APCS. Within the scope of a diploma thesis in the Hochschule Ostwestfalen-Lippe ? University of Applied Sciences ? this question was answered as well as knowledges were given about the transferability of the results on other bus companies. Dipl.-Ing. Udo Lenz Mit neuer Normung zu mehr Qualität beim elastischen Oberbau ► Teile der DIN 45673 zur Oberbausystem-Prüfung erscheinen neu ZusammenfassungIm Jahre 1984 wurde auf einer Initiative der STUVA e.V. der Normenausschuss Schwingungsminderung in der Umgebung von Verkehrswegen gegründet. Seit 1985 wurden in mehreren pro Jahr stattfindenden Sitzungen die Normenreihen DIN 45672 und DIN 45673 entwickelt. Die Normenreihen beschäftigen sich mit der Messung von Schwingungsemissionen an Schienenverkehrswegen und der Bestimmung von Kennwerten des elastischen Oberbaus. Im August erscheinen die Teile 5 bis 8 der DIN 45673 neu. In Teil 8 der Norm werden umfangreiche Prüfverfahren zur Beurteilung von kontinuierlichen Schienenlagerungen, wie die elastische Rillenschienenlagerung, beschrieben. SummaryNew engineering standards for better elastic superstructure Due to an initiative of the Research Association for Underground Transportation Facilities, STUVA e.V., the Standards Committee of Evaluation of Vibration in the ambiance of tram tracks was established in 1984. Since 1985, in various meetings per annum, the series of standards DIN 45672 and DIN 45673 have been developed dealing with the measurement of rail track vibration emissions and the definition of parameters referring to elastic superstructures. In August, part 5 and 8 of DIN 45673 will be reissued. Part 8 of DIN 45673 describes extensive tests to appraise continuous rail configurations like resilient rail encapsulation systems. Verkehrsplanung
Dr.-Ing. Werner Meier / Prof. Dr. Bernd Okun Verkehrsmanagement als NetzwerkErfahrungen am Beispiel Mosaique ► Ein Beitrag zur Rolle des ÖPNV in einem kooperativen Verkehrsmanagement-Projekt ZusammenfassungMosaique ist eines der sechs vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützten Vorhabens im Förderschwerpunkt Verkehrsmanagement 2010. Zielsetzung des Projektes war es, in der Region des MDV ein wirksames Verkehrsmanagement aufzubauen, das die Qualität der Verkehrsabläufe erhöht, die Verkehrsteilnehmer besser informiert und erforderliche Prozesse optimiert. Mit Mosaique wurde demonstriert, wie und unter welchen Voraussetzungen ein dezentrales, länderübergreifendes Netzwerk für ein wirksames Verkehrsmanagement aufgebaut werden kann. Der Beitrag beschreibt die technischen und organisatorischen Seiten dieses Vorhabens. SummaryTraffic management as network experiences using the example of Mosaique Mosaique is one of six projects supported by the Federal Ministry of Economics of the Traffic Management Funding Priority 2010. Purpose of the project was to establish an effective traffic management in the Central German Transport Association (MDV) region, to improve the quality of the traffic flow, to better inform passengers and to optimize the required processes. When implementing Mosaique, the conditions and instruments needed to establish a local, transnational network for an effective traffic management were illustrated. This article describes both the technical and the organizational part of this project. Dipl.-Ing. Nils Jänig / David Hand Stadtbahnen in Großbritannienin Zeiten der Finanzkrise ► Ein Überblick über Ausbaupläne und ihre (Nicht)Realisierung ZusammenfassungDie öffentlichen Kassen sind in England zu Zeiten der Finanzkrise noch leerer als in anderen Staaten. Auch der ÖPNV bekommt dies zu spüren, Projekte lassen sich immer schwieriger realisieren. Die nach wie vor sehr zentral gesteuerte Finanzierung ist ein weiterer Hemmschuh. Dieser Artikel gibt einen Überblick über neue Projekte, über laufende Stadtbahnsysteme und Erweiterungen beziehungsweise Modernisierungen. Darüber hinaus werden Fragen zur Zulassung, Projektstruktur und Gesetzgebung diskutiert. SummaryLight rail systems in the UK in times of the financial crisis In these days of the world wird financial crisis UK-public bodies and cities are suffering even more in financial terms compared to other European countries. It becomes more and more difficult to realise large scale public transport projects. One of the main problems identified is the central way of financing projects by DfT. This article aims at representing the current status of exisiting and newly planned light rail systems in the United Kingdom as well as giving a tangible outlook into the sector?s future including questions such as the regulatory framework or project structure (PPP, DBOM, ?). Dipl.-Ing. Klaus Idelberger Metro Dubai auf Expansionskurs ► Erste Linie seit 2009 in Betrieb ? zweite Linie vor Fertigstellung ZusammenfassungUm 9 Uhr 09 wurde am 9. September 2009 unter den Augen des Ministerpräsidenten Sheikh Maktoum Bin Rashid al Maktoum die erste Metrolinie Dubais eröffnet, die auch als You® Tube bezeichnet wird. Der Beitrag stellt die Strecke und die weitere Ausbauplanung sowohl der Metro wie der Monorail-Bahn vor. SummaryMetro Dubai on expansion On 9th September 2009 at 9.09 the first metro line in Dubai was opened in the presence of prime minister Sheikh Maktoum Bin Rashid al Maktoum. The metro is also called You® Tube. The article describes the line and the plans for the expansion of the metro and the monorail-line as well. Wirtschaft
Dipl.-Ing. Ralf Hoopmann / Dipl.-Kfm. Kai Daubertshäuser / Dipl.-Geogr. Gerolf Wogatzki Wiedereinsatzgarantien gegen die Fahrzeug-Finanzierungskrise ► Situation der SPNV-Fahrzeugfinanzierung im Jahr 2010 und ihre Auswirkungen auf den Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr ZusammenfassungDie auch im Jahr 2010 anhaltenden Finanzierungsprobleme für Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Beschaffung von Neufahrzeugen lassen die SPNV-Aufgabenträger über Hilfsinstrumente zur Unterstützung der Fahrzeugfinanzierung nachdenken. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen dabei Wiedereinsatzgarantien. LNVG und RMV haben gemeinsam eine Musterwiedereinsatzgarantie entwickelt, deren Anwendung sich aufgrund der Komplexität der im Detail bei einer Wiedereinsatzgarantie zu treffenden Regelungen jedoch absehbar auf wenige Fälle beschränken wird. Alternativ oder in Ergänzung können auch zum Beispiel Anschubfinanzierungen oder Zinsgarantien angeboten werden. SummaryGuaranteed continued use of rolling stock against the financing crisis As railway companies still experience problems in 2010 when financing new rolling stock, the respective regional authorities consider various ways of supporting purchases. The main focus is directed towards guaranteeing a continued use of the rolling stock after the first contact has expired. LNVG in Lower Saxony and RMV in Hessen have jointly developed a model contract which, however, will most probably not be used very often due to the complex details of each individual case. As an alternative or an addition to such a contract, start-up financing or guaranteed interest rates could be offered. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Rauh Staukosten: Ein starkes Argument für den öffentlichen Verkehr ► ÖPNV erspart 3000 Euro Staukosten pro Jahr und Nutzer ZusammenfassungStaukosten werden häufig als Argument ?der Autolobby? gesehen, die damit ihre Forderung nach Straßen-Ausbauten untermauern will. Dadurch wird verkannt, dass Staukosten, die der Pkw-Verkehr in Ballungsräumen verursacht, das mit Abstand schlagendste Argument für den ÖPNV sein könnten. Externe Staukosten können aufgrund von Messdaten der Geschwindigkeiten im städtischen Straßennetz berechnet werden. Es zeigt sich, dass der Umstieg eines einzigen Auto-Pendlers zum öffentlichen Verkehr den Bewohnern der Stadt Staukosten bis zu mehreren tausend Euro pro Jahr ersparen kann. SummaryCongestion cost: A strong argument for public transport Congestion cost tends to be seen as an argument of ?the car lobby? to underpin the demand for higher investment in road building. Therefore it is not duly appreciated that congestion cost caused by car traffic in agglomerations could be by far the most convincing argument for public transport. External congestion cost can be calculated based on empirical data of the average traffic speed within the urban road network. It turns out that shifting a single commuter from car to public transport may save congestion costs of up to several thousand Euros for businesses and for people who live and work in the city. Mathias Wolfgang Keim Noch viel Potenzial: Werbung auf Bus und Straßenbahn ► Das Beispiel Schweiz zeigt: In diesem attraktiven Zusatzgeschäft ist für Verkehrsbetriebe mehr möglich ZusammenfassungObwohl die Einnahmen durch Verkehrsmittelwerbung mit nur wenig Mehraufwand als direkter, zusätzlicher Gewinn verbucht werden können, sind die Werbeflächen vieler Verkehrsbetriebe nicht ausgelastet. Verkehrsmittelwerbung kämpft mit Vorurteilen, zudem fehlen Zahlen zum Werbemarkt ? wahrscheinlich der Hauptgrund, warum Verkehrsmittelwerbung im Vergleich zu anderen Gattungen verliert. Um mehr Transparenz in den Verkehrsmittelwerbungsmarkt zu bringen und sein Potenzial auszuschöpfen, ist die Initiative von Verkehrsbetrieben, Verbänden, Vermarktern gefragt. SummaryGreat potential: Advertising on buses and trams Due to the limited additional costs involved, revenue from vehicle advertising can be recorded as a direct, additional profit. Despite this, the advertising space on many public transport vehicles is not being fully exploited. Vehicle advertising is struggling against the perception that it is too old-fashioned, furthermore, there is no available research data for the vehicle advertising market and this is probably the main reason why it is losing ground. In order to make the vehicle advertising market more transparent, the initiative of transport companies, organisations and marketers is needed. Dr. Katrin Stroemer / Eberhard Franz Mehr als nur Ticketverkauf ► Neues Servicekonzept für private Verkaufsstellen in Frankfurt/Main ZusammenfassungDie privaten Verkaufsstellen sind einer von vielen Vertriebskanälen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) für Tages-, Wochen- oder Monatskarten. Zur Optimierung von Struktur und Umsatz dieses Vertriebskanals hat die VGF eine Studie in Auftrag gegeben. um zunächst die aktuelle Situation der privaten Verkaufsstellen zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Studie dienen als Grundlage für die Entwicklung einer geeigneten Zukunftsstrategie. SummaryMore than just ticket sales Page Private ticket offices which provide season tickets mainly all-day-, weekly or monthly tickets for the customers represent one of many sales channels of the Frankfurt transport association (Verkehrsgesellschaft Frankfurt ? VGF). To optimize the structure and sales volume of these private ticket offices, the VGF commissioned a study to describe and analyse the actual situation. The results will be used to develop a future strategy for this sales channel.
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