Alba Fachverlag, BestNr. nv200909
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Der Nahverkehr, Heft 9/2009
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Christian Schreyer Integrierte Strategie für gutes Klima Betrieb
Wilhelm Georg Hanss / Dipl.Chem. Annette Körner Öffentlicher Nahverkehr mit Fokus auf zukunftsfähige Mobilität ► Ein Praxisbericht aus Leipzig ZusammenfassungDie Leipziger Verkehrsbetriebe haben sich erfolgreich als Modellpartner für die Bundesprogramme zum Einsatz von Hybridbussen sowie Elektrofahrzeugen beworben. Inmitten des Umsetzungsprozesses schildern sie Beweggründe und Handlungsschwerpunkte und rufen zum Erfahrungsaustausch auf. Betrachtet werden nicht nur die Ansprüche ihrer Kunden und Entscheidungsträger für den öffentlichen Personenverkehr, sondern auch das Potential der mit zu verantwortenden großen Nutzfahrzeug- und Pkw-Fuhrparke in einer Kommune. Durch verbrauchsarme Hybridantriebe und zunehmende Elektromobilität soll emissionsarmes Fahren vor Ort gefördert werden. Es zeigt sich bereits, dass nur mit Unterstützung der Kommunen und ihrer Unternehmen Elektromobilität unter dem angestrebten Zeithorizont durchsetzbar ist und sich zum Leitmarkt entwickeln kann. SummaryLocal public transport to on sustainable mobility The Leipziger Verkehrsbetriebe successfully applied as a model partner for the German federal programs for the use of hybrid buses and electric vehicles. Amidst the process of implementation they describe the motives as well as the main action focus and call out for an exchange of experiences. Not only the demands of their customers and decision makers of public passenger transportation are considered, but also the potential of a big fleet of utility vehicles and cars in a local community for which they are jointly responsible. Low-emission driving in local operation is to be advanced by economical hybrid drives and increasing electric mobility. However, from past experience it is learned that only with the support of the local community and its companies electric mobility is feasible in the aimed-at time frame and can thus develop into a lead market. Dr.-Ing. Andreas Kochs / Dipl.-Kfm. Winfried Bruns / Dr.-Ing. Reinhard Bickelhaupt Für einen optimierten Umgang mit Infrastrukturdaten ► Praxisanwendung des VDV-Standards 456 Ergebnisse der IDMVU-Forschung Stufe 3 ZusammenfassungPlanen, Bauen und Instandhalten der Infrastruktur, insbesondere des Schienennetzes, sind unter den Gesichtspunkten Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit zentrale Aufgabenbereiche des Verkehrsunternehmens. Auf die Wichtigkeit eines effizienten Infrastruktur-Datenmanagements im Verkehrsunternehmen wird unter dem Titel IDMVU seit mehreren Jahren hingewiesen. Aufgrund der Vielzahl der Beteiligten ist insbesondere ein fehlerfreier Datenaustausch auf der Basis eines allgemein anerkannten Datenmodells wichtig. Hierfür beschreibt (seit 2006) die VDV-Schrift 456 Standardschittstelle Infrastruktur-Datenmanagement ein Datenaustauschformat SummarySimple dealing with infrastructure data Design, construction and maintenance of the infrastructure, especially of track nets, are the main activities for transport companies while considering safety, reliability and economy. The availability of actual and reliable infrastructural data is therefore essential. For many years, the transport companies refer to the importance of an efficient infrastructure data management. Due to the numerous participants, careful data exchange based on a general approved data model is important. For this reason, the VDV (Association of German Transport Undertakings) issue 456 Standardschnittstelle Infrastruktur Datenmanagement characterizes (since 2006) a data exchange format. Dipl.-Ing. Holger Klemens Chip wertet die Abo-Karte auf ► Leipziger Verkehrsbetriebe führen elektronische Umweltcard Gold ein ZusammenfassungDie Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben im April 2009 das System ihrer Abo-Karten grundlegend modernisiert und sind zum eTicketing nach VDV-Kernapplikationsstandard übergegangen. Der Beitrag beschreibt die Wahl der eingesetzten Technik und der Hintergrundsysteme für eine Abo-Karte mit integriertem Chip, Erfahrungen aus der Testphase sowie den eingeschlagenen Weg ? insbesondere die Pflege der Datensätze ? für Kontrollen der neuen Abo-Karten in den Bahnen und Bussen der LVB. SummaryChip grades up subscription ticket In April 2009, the Leipzig Verkehrsbetriebe (LVB) has basically modernized its system for subscription tickets and took over an eTicketing system applied to VDV standards. This article describes the choice of the techniques and the background system for subscription tickets with integrated chip cards. They also report on test experiences with data management and procedures to control the new pay cards in LVB buses and trams. All Leipzig experiences are like a test period for the Mid-German Transport Association. Dipl.-Ing. Liliane Abdul-Reda / Dr. Hans-J. Mentz / Dr. rer. nat. Markus Alefeld Fahrplanauskunft für Dubai ► Erstes intermodales Auskunftssystem im arabischen Raum ZusammenfassungDie erste intermodale Fahrplanauskunft in arabischer Sprache ist in Dubai online gegangen. Neben dem Internetauftritt (http://wojhati.rta.ae) gibt es die Fahrplanauskunft über das Handy sowie über ein Sprachdialogsystem. Die Herausforderung in Dubai bestand darin, die speziellen Anforderungen vor Ort zu erforschen und zu berücksichtigen: Weiterhin wird in dem Artikel beschrieben, wie die Herausforderungen durch die arabische Sprache gemeistert wurden. SummaryJourney Planner for Dubai The first intermodal Journey Planner in arabic language is now online. It is available on the internet (http://wojhati.rta.ae) as mobile application and as speech dialog system. The challenge in Dubai was to ascertain the specific local requirements, as the diversity of population with the high amount of foreign workers, the climate, the footpath network, the map system which is still quite new and not fully completed as well as the orientation in the city. Furthermore it is described how the arabic language has been integrated. Literatur
Vision einer neuen ÖPNV-Landschaft Marketing
Michael Zyweck / Dipl.-Geogr. Karl Erm Mitpendler: Ein Portal für Fahrgemeinschaften und ÖPNV ► Planung und Umsetzung eines deutschlandweit einzigartigen Projektes ZusammenfassungMitpendler.de ist ein neues Fahrgemeinschaftsportal für Pendler. Das nicht-kommerzielle und kostenlose Angebot beinhaltet als innovative Neuheit eine ÖPNV-Tiefenintegration, das heißt für jedes Fahrgemeinschaftsgesuch wird immer ein Ergebnis ausgegeben. Entweder als Mitfahrgelegenheit mit dem Auto oder per ÖPNV. Darüber hinaus verbindet Mitpendler.de die verschiedenen Mobilitätsangebote. Besteht auf der Fahrtroute des Suchenden für eine Teilstrecke eine PKW-Mitfahrgelegenheit, kombiniert Mitpendler.de diesen IV-Teil mit dem ÖPNV zu einem Gesamtangebot. Ermöglicht wird dies durch die Integration der EFA des ÖPNV. Träger von Mitpendler.de sind zurzeit 30 Kreise und Städte in NRW sowie als federführende Koordinierungsstelle der VRR AöR. SummaryMitpendler: A portal for carpools and public transport commuters Mitpendler.de is an innovative carpool search portal aimed at commuters. The non-commercial, free internet site is unique because it returns a result for any search by integrating public transport with the available carpool offers. If no carpool possibilities exist for a specific search, Mitpendler.de will display public transport alternatives ? either for the entire journey or segments of it. In order to accomplish this, the system combines the search results from the carpool database as well as the electronic journey planner of the local transport authority. Mitpendler.de is supported by 30 districts and towns in North Rhine-Westphalia as well as by the Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), which is also responsible for the coordination. Personalwirtschaft
Lic. rer. publ. Peter E. Vollmer / Dipl.-Ing. Gerhard Braun Qualifizierung zum Fachtrainer für das Buspersonal im RMV ► Schulungsinitiative soll Kundenzufriedenheit erhöhen ZusammenfassungFür die im Wettbewerb vergebenen Leistungen zertifiziert der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Fahrer als Fachtrainer, die dann ihrerseits im Verkehrsunternehmen ihre Kollegen besser schulen können. Der damit verbundene Input an fachlichen und didaktischen Fähigkeiten erhöht im Unternehmen das stets abrufbare Know-how. Dieses in den Ausschreibungen verankerte Modul ist in der Lage, die Motivation der Mitarbeiter zu steigern. SummaryQualifying as specialist trainer for busdrivers in RMV For the services put out to tender, the Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will certify drivers as specialist trainers who can in turn then train their colleagues in the transport company. The associated input of specialist and didactic skills enhances the expertise that the company can access at any time. This module anchored in the invitations to tender allows employee motivation to be increased. Praxis
Virtuelle Busfahrt durch Kaiserslautern mit Robobuz Hintergründe des Kostenvergleichs Bus/Tram Prozessoptimierung macht Betrieb sicherer Recht
Dr. Oliver Wittig Ein einfacher Weg zum neuen PBefG? ► Interessenlagen und Kompromissvorschläge ZusammenfassungDer Beitrag stellt die wesentlichen Probleme bei der Umsetzung der EU-Verordnung in nationales Recht dar. Er gibt einen Überblick über das Meinungsspektrum sowie die dahinterstehenden Interessen. Schließlich wird ein Kompromissvorschlag aus einer Interessenbewertung abgeleitet. SummaryA simple way to the new public transport act? The article illustrates the fundamental issues of the implementation of the EC regulation into national law. The article gives an overview of the range of opinions and the respective interests behind. Ultimately a compromise proposal will be deducted from an interest evaluation. RA Dr. Olaf Otting / RA Dr. Udo H.Olgemöller Verbundtarife und EU-Recht ► Ausgleich der Tarifbindung in Verkehrsverbünden durch allgemeine Vorschriften im Sinne der VO (EG) Nr. 1370/2007 ZusammenfassungArt. 3 Abs. 2 VO (EG) Nr. 1370/2007 ermöglicht die Gewährung von Ausgleichsleistungen für die Anwendung von Höchsttarifen auf der Grundlage allgemeiner Vorschriften. Allgemeine Vorschriften im Sinne der Verordnung können auch Verträge sein. Die Struktur der Verkehrsverbünde in Deutschland kann in der Regel mit begrenztem Aufwand an die Vorgaben der VO (EG) Nr. 1370/2007 angepasst werden. Entscheidend ist, sicherzustellen, dass keinem der beteiligten Verkehrsunternehmen Ausgleichsleistungen zukommen, die den negativen finanziellen Nettoeffekt im Sinne der Ziff. 2 des Anhangs der VO (EG) Nr. 1370/2007 übersteigen. Andernfalls würde das Verbot der Überkompensation missachtet SummaryTariffs of transport associations and EU law Art. 3 par. 2 of Regulation (EC) No 1370/2007 provides for the compensation of costs incurred for complying with tariff obligations on the basis of general rules. General rules in this context may also be contracts. For this reason, the existing structures of regional public transport associations (Verkehrsverbünde) in Germany can be adapted with moderate effort to the conditions provided by the Regulation (EC) No 1370/2007. The crucial point is to ensure that no public service operator receives an amount of compensation exceeding the negative net financial effect in terms of No 2 of the Annex of Regulation (EC) No 1370/2007. Otherwise, the prohibition of overcompensation would be violated. Technik
Dr.-Ing. Matthias Klingner / Dr.-Ing. Jan Schubert / Jürgen Lange / Dipl.-Ing. Winfried Oelmann Perspektiven der Elektromobilität im Dresdner Nahverkehr ► Zukunftsvisionen und historische Wurzeln ZusammenfassungDer ÖPNV bietet hervorragende Voraussetzungen für die hohen Erwartungen der Technologieentwicklungen in der Elektromobilität. Der Weg zur Elektromobilität ist mit Risiken und Herausforderungen verbunden, eine Kernfrage lautet: Welche Erwartungen sind an Speichertechnologien und deren Energiedichten realistisch? Elektromobilität bedeutet nachhaltige Verkehrsentwicklung unter Beachtung der Generationenverantwortung nicht nur im ökologischen, sondern auch im sozialen und wirtschaftlichen Sinne. SummaryPerspectives of the electricmobility in Dresden?s public transport Public transport is a brilliant show-case for the development of technologies for electric mobility ? high expectations are linked thereto.The way to electric mobility carries in itself risks and challenges. One key question is: What expectation to storage technologies and their energy densities is realistic? Electric mobility means sustainable transport development meeting our intergenerational responsibility not only in its ecological, but also in its social and economical sense. Verkehrsplanung
Dr.-Ing. Friedrich Krüger Unterschiedliche Straßendecken von Gleisen im Langzeittest ► Simulation der Belastung durch Busse und LKW auf einer Rundlaufanlage der STUVA ZusammenfassungUm den Einfluss der Belastung von in Straßenfahrbahnen eingebetteten Gleisen durch den Schwerlastverkehr zu ermitteln, wurden auf einer Rundlaufanlage der STUVA acht verschiedene Fahrbahn- und Gleisaufbauten geprüft. Hierzu wurden entsprechende Testkörper erstellt. Dies wurde dann mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h und einer Achslast von 100 kN ?befahren?. Im Wesentlichen wurden folgende Fahrbahnarten untersucht: Asphalt (in zwei unterschiedlichen Varianten); Pflaster und Beton (je in drei unterschiedlichen Varianten). Die Versuche werden beschrieben und Ergebnisse vorgestellt. SummaryDifferent carriageways and structures in longterm-tests To determine the influence of the load on tracks embedded in road surfaces exerted by heavy goods traffic (buses and lorries), eight different carriageway and track structures were tested on a STUVA test circuit. Corresponding test-bodies were produced for this purpose. These were then ?driven over? at a speed of 50 km/hr and with an axle load of 100 kN. The key surface types studied were: asphalt (in two variants); pavement and concrete (each in three variants). The tests are described and some summarizing results presented. Dr.-Ing. Harald Neuhaus / Dipl.-Ing. Michael Tanne / Dipl.-Ing. Mathias Schmechtig Kleinstädtischer Stadtbus-Verkehr als Flächenerweiterung des SPNV ► Microbus-Konzept für das mittelsächsische Burgstädt ZusammenfassungIm Dezember 2008 wurde im mittelsächsischen Burgstädt auf Initiative der Regiobus GmbH Mittweida und der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH ein neukonzipiertes Stadtbus-System eingeführt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass früh und abends in direkter Ausrichtung auf die SPNV-Anschlüsse gefahren wird, tagsüber die innerstädtische Fahrgastnachfrage im Mittelpunkt steht. Ein besonderes Merkmal ist der Einsatz von Microbussen. Der Ansatz, den Stadtbus als ?Flächenerweiterung? des SPNV zu den relevanten Pendlerzeiten zu konzipieren, hat bereits nach wenigen Wochen zu einem messbaren Zuwachs der Marktausschöpfung geführt. SummaryUrban bus transport is deemed to be expansion for the regional rail transport area In December 2008, however, a new urban-bus concept has been commissioned in the Saxon town Burgstädt initiated by the Regiobus GmbH Mittweida and the transport association Mittelsachsen GmbH. The system focuses on the regional rail schedule in the mornings and in the evenings but during the day the passenger?s requirement in the city is in the center of attention. A special feature is the use of microbuses. The idea to use the urban-bus system as an expansion medium in rush-hours together with the regional rail transport has lead to a significant increase of the market exploitation within a few weeks. Wirtschaft
Martin Husmann / Dipl.-Verw.wirt Peter Langenberg / Dr. Ute Jasper / Dr. Kristina Neven-Daroussis Aufgabenträger finanziert Fahrzeuge für den SPNV ► Verkehrsverbund Rhein-Ruhr entwickelt neues Finanzierungsmodell ZusammenfassungÖffentliche Auftraggeber suchen aufgrund der prekären Finanzlage im Schienenpersonennahverkehr verstärkt nach alternativen Lösungsmöglichkeiten, um Finanzlöcher zu stopfen und Kosten zu sparen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat ein neues, innovatives Modell entwickelt, bei dem der Aufgabenträger quasi an die Stelle eines Leasinggebers tritt und die benötigten Fahrzeuge für den zukünftigen Betreiber finanziert. Der Beitrag stellt dieses neue Modell vor und beleuchtet dessen Vorteile. SummaryCarrier finances vehicles for the regional rail transport Public carriers are looking for alternatives to close budget gaps and reduce costs because of the difficult financial situation in the regional rail transport. Hence, the transport association Rhein-Ruhr has developed an innovative conception taking the carrier over the lessor?s position to finance the necessary vehicles for the prospective operator. This article describes this new model and the advantages in comparison to other vehicle financing plans.
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