Alba Fachverlag, BestNr. nv201006
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Der Nahverkehr, Heft 6/2010
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Martin Zeil Im Zentrum steht der Fahrgast Betrieb
Dipl.Wirtsch.-Jurist Stefan Theilmann / Dr. Michael Plantsch Echtzeitinformationen in der Einschätzung der Fahrgäste ► Ergebnisse des Schülerprojekts TheoPrax: ein Umfrageprojekt der Schülerakademie Karlsruhe e.V. in München und Karlsruhe ZusammenfassungZahlreiche Untersuchungen zum ÖPNV zeigen, dass die Fahrgastinformation eine der zentralen Dienstleistungen eines Verkehrsunternehmens darstellt. Aus diesem Grund wählte die init AG in Zusammenarbeit mit der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH und der Karlsruher Verkehrsbetriebe GmbH dieses Themengebiet für das Schülerprojekt TheoPrax. Die zentralen Ergebnisse einer Fahrgastbefragung zum Thema Echtzeitinformationen an Oberflächenhaltestellen werden in diesem Artikel vorgestellt. SummaryReal-time passenger information systems in the view of passengers Numerous studies on public transportation prove that besides a safe and punctual service passenger information is a core service of a transportation company. For this reason the init AG ? a German supplier of passenger-information-systems ? in cooperation with the Münchner Verkehrsgesellschaft mbH and the Karlsruher Verkehrsbetriebe GmbH chose this topic for the scholar project TheoPrax. This article presents the main results of a survey on real-time passenger-information-systems at tram stops. Personalwirtschaft
Dipl.-Soz. Arnd Brinkmann / Dr. Ulrich Fischer / Wilhelm Lindenberg Wenn die Belegschaft altert: Herausforderung für Unternehmen ► Projekt der üstra zum Umgang mit demographischem Wandel und Problemen der Nachwuchsgewinnung ZusammenfassungDer demographische Wandel mit seinen Auswirkungen auf die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung stellt nicht nur neue Anforderungen an die Sozialversicherungssysteme, sondern auch an jedes einzelne Unternehmen. Am Beispiel des Projektes Demographischer Wandel aus personalwirtschaftlicher Perspektive bei der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG wird die Bedeutung personalwirtschaftlicher Maßnahmen bei älter werdenden Belegschaften diskutiert. Es werden Lösungsansätze aufgezeigt, mit denen die üstra AG auf die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung älterer Beschäftigter reagieren will. SummaryWhen the staff gets older: Challenges for traffic companies Demographic change and its impact on the age structure of the German population not only provides new challenges to the social security systems but also to each individual company. The project Demographic Change in personnel management perspective at the Hanover public transport üstra AG is an example for the discussion of the importance of personnel management measures for the competitiveness and future workforce in aging. It identifies solutions which will react üstra AG to the growing economic importance of older employees in the company. Recht
Bettina Werres, Mag. rer. publ. Losweise oder Gesamtlosvergabe? ► Lösungsmöglichkeiten für die Beauftragung von Generalunternehmern ZusammenfassungDie Beauftragung von Generalunternehmen kann ? insbesondere bei komplexen Bauwerken ? zahlreiche Vorteile gegenüber dem Einsatz mehrerer Einzelunternehmen bieten. Allerdings sieht § 97 Abs. 3 GWB zum Schutz des Mittelstandes die Aufteilung in Fach- oder Teillose grundsätzlich zwingend vor. Damit wird der Einsatz von Generalunternehmen in der Praxis erheblich erschwert. Der Beitrag lotet den Gestaltungsspielraum aus, der den Beschaffungsstellen bei der Vergabe namentlich groß angelegter öffentlicher Verkehrsprojekte verbleibt, um gleichwohl eine Gesamtlosvergabe durchführen oder den Auftrag an ein Generalunternehmen erteilen zu können. SummaryLot-by-lot or overall awarding To charge a general contractor instead of several individual contractors may have numerous advantages ? especially for complex constructions. But awarding to expert or partial lots is obligatory provided by § 97 paragraph 3 of the Act against Restraints on Competition to protect the mittelstand. In practice, this makes the situation for general contractors worse. This article explores the procurement offices? scope for action when placing capital public traffic projects with either placing an overall award or naming a general contractor. Dr. Thomas D. Würtenberger, LL.M. Eigenwirtschaftlichkeit und Teilbereichsausnahme ► Am Ende Rechtssicherheit ZusammenfassungDer Gesetzgeber führte 1996 den Unterschied zwischen eigen- und gemeinwirtschaftlichen Verkehren für die Erteilung von ÖPNV-Linienverkehrsgenehmigungen ein. Mit Inkrafttreten der VO 1370/2007 ist der Unterschied zwar obsolet geworden. Zuletzt ergingen aber mehrere Urteile zu der Eigenwirtschaftlichkeit von Verkehren, vor allem zu der Frage, ob Unternehmen, die nicht nur ÖPNV betreiben, eigenwirtschaftliche Verkehre nach § 13 PBefG genehmigt werden dürfen. Relevant sind diese Entscheidungen immer noch für alle Linienverkehrsgenehmigungen, die vor dem 3. Dezember 2009 erteilt wurden. Der Beitrag erklärt die Hintergründe der Rechtsstreite und stellt die aktuellen Urteile dar. SummaryCommercial based transport and partially exception In 1996, the German legislature introduced a distinction between transport operated on a commercial basis and transport operated in the public interest for the purpose of granting licenses for local public transport services (ÖPNV). The Regulation No 1370/2007 eliminated the distinction. However, recently, some decisions have been made which will have an impact on the question on operation on a commercial basis. The decisions deal with the question whether companies that do not only operate in the public transport-sector can be excluded from the application of Regulation No 1191/69. These decisions are still relevant for all licenses granted before 3.12.2009. The article presents the background of the decisions and their rulings. Technik
Dr.-Ing. Roland Leucker 50 Jahre STUVA ? Vergangenheit trifft Zukunft ► Wie sich die Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen auf künftige Herausforderungen einstellt ZusammenfassungNach Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit für das unterirdische Bauen und den öffentlichen Nahverkehr feiert die STUVA 2010 ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass lädt sie zu ihrer Jubiläumstagung am 17. und 18. Juni 2010 in die Tonhalle nach Düsseldorf, ihrer ?Geburtsstadt?, ein. Warum und wann wurde die STUVA gegründet? Was waren damals ihre Aufgaben und wo liegen heute und zukünftig die die Arbeitsgebiete der STUVA? Der Artikel gibt Antworten auf diese Fragen und beschreibt die vielfältigen Arbeitsschwerpunkte der STUVA, die weit über das unterirdischen Bauen hinaus gehen. Summary50 years of STUVA ? Past meets Future Following decades of successful work on behalf of underground construction and public transport, STUVA is going to celebrate its 50th anniversary in 2010. On this occasion, STUVA invites its partners and friends to its jubilee on 17th and 18th of June 2010 to the ?Tonhalle? in Duesseldorf, STUVA?s place of birth. Why and when was STUVA founded? What have been the tasks in the past and which will be the future fields of work for STUVA? The article answers these questions and describes the various focal points of work, which go far beyond the field of underground construction. Werner Mögle Videorekorder wird Herzstück der Bus- und Bahnelektronik ► Neue Systemserie macht Videoaufzeichnung, Fahrgastzählung, Datenübertragung oder ortsbezogene Buswerbung kombinierbar ZusammenfassungHydra IP, eine neue Systemserie von Derovis aus Berlin, vereinfacht die Elektronik in Bussen und Bahnen durchgreifend, indem es Funktionen wie Videoaufzeichnung, automatische Fahrgastzählung, Datenübertragung oder ortsbezogene Werbung frei kombinierbar macht. Heraus kommen hoch effiziente Kombisysteme, die genau auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten sind. Die einzelnen Module lassen sich nach dem Baukastenprinzip kombinieren und können in anderen Zusammenstellungen weiterverwendet werden. SummaryVideo recorder becomes the heart of bus- und train electronic systems Derovis, a German company located in Berlin, has developed a new modular system series named Hydra IP which radically simplifies the electronic systems within busses and trains. Hydra IP allows the free combining of modules such as video surveillance, automatic passenger counting, data transfer or location based services (entertainment/advertising) delivering highly efficient tailor made solutions for the local public transport. As Hydra IP modules can be recombined maximum investment security is guaranteed. Dipl. oec. Herbert König / Dipl.-Ing. Michael Richarz / Dipl.-Ing. Klemens Geißler Fast wie neu: München modernisiert Niederflurbahnen ► Erstes redesigntes Fahrzeug der Öffentlichkeit vorgestellt ZusammenfassungDie Stadtwerke München (SWM) modernisieren 50 dreiteilige Straßenbahnzüge vom Münchner Typ R 2.2 (GT6N). Das Maßnahmenpaket umfasst neben technisch zwingenden Sanierungsarbeiten im Bodenbereich eine Erneuerung sowie ein Redesign des Innenraums und den Austausch der Türen. Durch die im Innenraum vorgesehenen Veränderungen steigt die Fahrgastkapazität um acht auf 164 Plätze. In den Fahrerkabinen werden Klimageräte nachgerüstet. SummaryNearly new: Munich modernizes low floor tramways The SWM (Stadtwerke München; Munich Citys Utilities) are modernizing 50 3-car-units type GT6N (R 2.2). The refurbishment includes an innovative floor design as well as a complete new interior and new doorsystem at the latest safety standard. The modifications enlarge the capacity by 8 persons to 164 passengers. The drivers cabins are fitted with air-conditioning. Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Thomas Dittemer / Dr.-Ing. Uwe Kloppe Umsteigeanlagen richtig planen ► Die neuen Hinweise für den Entwurf von Verknüpfungsanlagen ZusammenfassungEnde 2009 sind bei der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen die Hinweise für den Entwurf von Verknüpfungsanlagen erschienen. Die Schrift ergänzt die Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Verkehrs um die besonderen Aspekte, die es bei der Planung von Verknüpfungsanlagen zu beachten gilt. Die Hinweise ersetzen gleichzeitig die Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Busbahnhöfen der FGSV sowie die VÖV-Schrift Verkehrliche Gestaltung von Verknüpfungsanlagen öffentlicher Verkehrsmittel. SummaryCorrect planning of interchange facilities At the end of 2009, the German Road and Transportation Research Association (FGSV) published indices for the design of interchange facilities. This publication is an addition to the former recommendation for public transport facilities, showing special aspects necessary to take care about when planning interchange facilities. These handouts replace both the recommendation for planning, construction and operation of the FGSV bus stations, as well as the information on design of interchange facilities of the association of public transportation. Dipl.-Soz. Robert Follmer / Sven Habedank, M. A. / Dipl.-Ing. Regina Jansen / Sylvia Quandt, M. A. Mobilität in Bonn und Rhein-Sieg ► Studie liefert Basis für gezielte Verkehrsplanung in der Region ZusammenfassungIm Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurde 2008 die Studie Mobilität in Deutschland (MiD) von infas und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführt. Um das Mobilitätsverhalten ihrer Einwohner zu analysieren, haben die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis die MiD-Studie auf 4000 Haushalte aufgestockt. Damit liegen für eine abgestimmte Verkehrsentwicklungsplanung in der Region Bonn/Rhein-Sieg regional differenzierbare Daten zur Mobilität vor. SummaryMobility in the Bonn/Rhein-Sieg region In 2008, a survey about mobility in Germany ?Mobilität in Deutschland (MiD)? was conducted by the private market research institute infas and the German aerospace technology centre. In order to study the mobility behavior of their citizens, Bonn and the Rhein-Sieg region have increased the number of the MiD survey participants to 4000 households. Hence, regional different mobility data were presented for a coordinated traffic planning in the Bonn/Rhein-Sieg region. Verkehr/Umwelt
Prof. Dr. rer. nat. habil. Ankea Siegl / Dipl.-Ing. Danilo Böhme / Prof. Dr. rer. nat. habil. Ankea Siegl Auswirkungen des Rasengleises auf das Klima in der Stadt ► Untersuchungen am Rasengleis der Dresdner Verkehrsbetriebe zu ökologischen Vorteilen dieser Bauweise ZusammenfassungRasengleise sind seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil eines attraktiven, hochwertigen und ökologischen Öffentlichen Personennahverkehrs in Dresden. Die Auswirkungen von Raseneindeckungen auf das Stadtklima wurden im Verlauf des Jahres 2009 intensiv untersucht. Die Ergebnisse bestätigten einerseits bereits bestehende Vermutungen und ergaben andererseits auch überraschende neue Erkenntnisse. SummaryEffects of grass tracks on the climate in the city For many years grass tracks are part of an attractive, premium and ecological local public traffic in Dresden. The effects of the green covers on the climate in the city were analysed intensively in 2009. Some results were already assumed, others are surprising new conclusions. Wirtschaft
Dr. Martin Arnold / Dipl.-Phys. Johannes Schaffner / Dipl.-Betr.wirt (VWA) Michael Schramm Mehr Nutzen als Kosten des Nahverkehrs für Stadt und Region ► VAG Nürnberg legt Ergebnisse einer Studie zum ÖPNV-Nutzen vor ZusammenfassungAus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist der ÖPNV zumeist defizitär. Sind aus Sicht der Kommunen in Zeiten knapper Kassen die finanziellen Zuweisungen an die städtischen Verkehrsunternehmen gerechtfertigt? Eine aktuelle Studie der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg führt zu beeindruckenden Ergebnissen: Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive ist der ÖPNV in Nürnberg hochrentabel; das wirtschaftliche Handeln der VAG führt auf vielen Ebenen zu positiven Effekten. SummaryLocal passenger transport means more benefits than costs for city and region From the business point of view, the local passenger transport is often in deficit. The question is: are fundings of municipal transport companies still justified in times of low budgets? A recent survey made by the transportation corporation Nuremberg, Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) shows some impressive results: from the macroeconomic point of view, the local transport at Nuremberg is much cost-efficient and the VAG economic actions mean positive effects on different levels. Dr. Christian Schneider Busunternehmen im ÖPNV steuern mit Kennzahlensystemen ► Steuerungsinstrumente zur wirtschaftlichen Optimierung ZusammenfassungBusunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr sind infolge von Liberalisierung, demografischem Wandel und Verknappung öffentlicher (Förder-)Mittel einem wachsenden Druck zur Kostensenkung sowie zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ausgesetzt. Entsprechend benötigen sie aussagefähige betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente. Hierfür eignen sich wertorientierte Steuerungssysteme. Unternehmensindividuell lassen sich so die wesentlichen Werttreiber ableiten, messen und damit steuerbar machen. Schließlich gilt: Man kann nur steuern, was man auch messen kann. SummaryKey figure control for buses of the local passenger transport Due to liberalization, demographic changes and shortage of public subsidies, bus companies of the local public transport are subject to an increasing cost lowering pressure and improvement of efficiency. Hence, they are in need of meaningful business control systems. Here, value-oriented business control systems are applicable. The companies? individual parameters, the controlled variables which are mainly responsible for economical success are allowed to be deduced, measured and to be controlled. As finally applies: it is only to be controlled what is to be measured. Themen in dieser Ausgabe: 2. S-Bahn-Stammstrecke München · Altmark trans · Auftragsvergabe · Belegschaft, alterende · Bordelektronik · Echtzeit-Information · Eigenwirtschaftlichkeit · EuGH-Urteil · Fahrgast-Information · FGSV · Generalunternehmen · Haltestellenplanung · Jubiläum · Kennzahlen · Kundenzufriedenheit · Mobilitätsuntersuchung · Modal Split · Nachwuchsgesinnung · Niederflurbahnen · Nutzen, gesamtwirtschaftlicher · Nutzen-Kosten-Untersuchung · Rasengleis · Redesign · Region Bonn/Rhein-Sieg · Stadtklima · Straßenbahn Dresden · Straßenbahn München · STUVA · Tarifsysteme · Teillose · Tunnelbau · Unternehmenssteuerung · VAG Nürnberg · Verkehrsinvestitionen · Verknüpfungsanlagen · Videorekorder · VO 1370 · Wandel, demographischer · Werttreiber
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