Alba Fachverlag, BestNr. nv200903
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Der Nahverkehr, Heft 3/2009
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Drs. Ing. Jozef A. L. Janssen Das (((eTicket überwindet weitere Grenze Betrieb
Andreas Schütze / Dipl.-Kfm. Bernd Mellenthin / Dipl.-Ing. Jörg Rompca Das Pforzheimer Modell zur Neustrukturierung des ÖPNV ► Struktur und erste Erfahrungen ZusammenfassungAls erste deutsche Großstadt privatisiert Pforzheim sein Verkehrsunternehmen und führt eine neue Organisationsstruktur im öffentlichen Personennahverkehr ein. Mit Abschluss eines Verkehrsvertrags wird die Erbringung der Verkehrsleistung auf eine neue Basis gestellt. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Ausgangssituation und die wesentlichen Bausteine der Implementierung. Erste positive Erfahrungen zeigen, dass durch die Neuorganisation Optimierungspotenziale erschlossen werden können. SummaryPforzheim as a model for the restructuring of public transport Pforzheim was the first German major city to privatise its communal public transport company. At the same time the city introduced a new organisational structure for its public transport. By signing a transport contract, the urban transit is provided on a new basis. The article describes the initial situation and the fundamental parts of the implementation. First positive experiences show that the new structure is able to make optimization potentials accessible. Dipl.-Techn. Titus Faustmann / Verw.-Betriebswirt Wilfried Brödno / Dipl.-Pol. Komm. Wirtin Birgit Christmann / Dr. jur. Gerrit Landsberg Voraussetzungen erfolgreicher Privatisierungsverfahren im ÖPNV ► Erfahrungen bei der Privatisierung der Südbrandenburger Nahverkehr GmbH ZusammenfassungIm November 2007 beschloss der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, das 100-prozentige Tochterunternehmen Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH zu veräußern. Der Beitrag skizziert, welche Erwartungen der vorherige Eigentümer an die Privatisierung hatte und wie diese erfolgreich umgesetzt wurden. Erste Erfahrungen werden kurz vorgestellt. SummaryConditions of a successful privatisation in the public transport In November 2007 the county of Oberspreewald-Lausitz decided to privatise its communal operator Südbrandenburger Nahverkehr GmbH. This article shows what the former owner wanted to archive and how the aims were realised. Above this the authors explain the first experiences in the firm with the new owner Arriva Germany. Literatur
Haftungsquoten bei Verkehrsunfällen Personalwirtschaft
Ass. Jur. Michael Fabian Fahrsimulatoren immer bedeutender für die Lokführerausbildung ► Zur Qualifizierung von Eisenbahnfahrzeugführern nach der VDV-Schrift 753 ZusammenfassungDem Einsatz von Fahrsimulatoren kommt eine zunehmende Bedeutung bei der Qualifizierung von Eisenbahnbetriebspersonal zu. Die VDV-Schrift 753 (Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie) gestattet seit je her das Fahrsimulator-Training. Die Richtlinie 2007/59/EG (EU-Triebfahrzeugführerscheinrichtlinie) hebt die Verwendung von Fahrsimulatoren hervor und empfiehlt, grundsätzlich Simulatoren der neuesten Generation einzusetzen. Etablierte Schulungseinrichtungen haben hierauf reagiert. Die Entwicklung transportabler Einheiten mit originalgetreuem Bedienpult und aktuellster Software wurde beauftragt, um In-House-Schulungen direkt bei den Unternehmen möglich zu machen. Moderne Interaktive Fahrsimulatoren (IFS) können damit ihre Leistungs- und Kostenvorteile ausspielen. SummaryRail simulators are getting more important for the driver training The application of rail simulators is getting more important during the qualification process of the rail operational staff. Since all times, the directive for railway driving licen_ses, VDV 753, allows training by using a rail simulator. The EU-directive 2007/59/EG for traction vehicle licenses which has to put into national right until 4th of December 2009 emphasizes on the application of rail simulators for the training program and recommends the application of state-of-the-art simulators to be standard. Established training centers realized that and acted on it. The development of portable units with original control panels and the up-to-date software have been commissioned to realize In-House-trainings right at the company’s localities. Modern interactive rail simulators (IRS) may take better advantages of their performance and costs. Praxis
Gruppenruf mit Handys Recht
RA Thomas Hilpert Rechtsfragen der Videoüberwachung ► Ausführungen unter Ausklammerung der Zulässigkeit nach dem Bundesdatenschutzgesetz ZusammenfassungDer Prüfmaßstab für die Videoüberwachung ist sehr unterschiedlich. Teilweise richtet sie sich nach Landesrecht, teilweise nach Bundesrecht. Innerhalb des Bundesrechts ist wieder zu differenzieren, ob diese öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich geschieht. Darüber hinaus ist zu differenzieren, ob sich die Videoüberwachung nach dem Bundesdatenschutzgesetz oder allgemeinen Bestimmungen beziehungsweise anderen Bestimmungen richtet. SummaryJudical subjects regarding video control The testing standard for video control is quite different throughout Germany. To some extent it complies with Land law and to some extent with Federal law. Within the regulations of Federal law it is to differentiate whether the control is subject to public-law or to private law. Furthermore it is to differentiate whether the video control complies with the Federal Data Protection Act (Bundesdatenschutzgesetz) or with general rules respectively rules and regulations of other sectors. RAin Daniela Klinger Das Kontrollkriterium bei der Direktvergabe an interne Betreiber ► Möglichkeiten der rechtskonformen Umsetzung mit Fallbeispielen ZusammenfassungDie am 3. Dezember 2009 in Kraft tretende VO (EG) 1370/2007 ermöglicht öffentlichen Auftraggebern, bei Erfüllung der in Art. 5 Abs. 2 VO (EG) 1370/2007 genannten Voraussetzungen Verkehrsdienste direkt an einen internen Betreiber zu vergeben. Der Beitrag stellt die Voraussetzungen für die hierfür unter anderem erforderliche Kontrolle wie über eine eigene Dienststelle allgemein und anhand von Fallbeispielen dar. SummaryControl criteria for the award of contracts to an internal operator Regulation (EC) No 1370/2007 which will enter into force on 3rd of December 2009 enables public contractors to award transport service contracts directly, that is to say without competition, to an internal operator under the conditions prescribed by Article 5 (2). This article will describe in general and on the basis of case studies how the requirement of a control similar to that exercised over its own departments may be complied with. RA Wolfgang Siederer / RAin Pia Denzin, LL.M. Tariftreueerklärung noch möglich? ► Vorgabe von Sozialstandards in Ausschreibungen von ÖPNV-Leistungen nach dem Rüffert-Urteil ZusammenfassungAufgrund spezieller EU-Bestimmungen im Bereich des ÖPNV ist das so genannte Rüffert-Urteil des Europäischen Gerichtshofes hier nicht anwendbar. Daher können öffentliche Auftraggeber von Nahverkehrsleistungen gemäß Artikel 49 EGV bei Ausschreibungen folgende soziale Anforderungen stellen: 1. Die Verpflichtung zur Zahlung bestimmter Tarife, die dort gelten, wo die öffentliche Verkehrsdienstleistung erbracht werden soll (Tariftreueerklärung). 2. Vorgabe von Sozialstandards zugunsten der von einem Betreiberwechsel betroffenen Arbeitnehmer des vorherigen Verkehrsunternehmens. SummaryAre declarations of compliance with collective agreements possible? Due to special provisions in the EC on the transport sector, the „Rüffert“ Judgement of the ECJ is not applicable to the award of public transport services. Thus, contracting authorities can in accordance with Community law, i.e. the freedom to provide services according to Art. 49 EC, request the following social requirements: 1. Declarations of compliance with the collective agreements in force at the place where the public transport service will be performed and 2. compliance with social requirements to safeguard employees’ rights as if a transfer of undertakings took place between the former and the new contractor. Technik
Dipl.-Ing. (FH) Uwe Konrath / Dipl.-Ing. (FH) Günther Schnellbögl Hochfrequentierte Tramstrecke schnell und effizient saniert ► Einsatz von Infundo-Betonfertigteilen und ERS-Schienenbefestigung auf stark belasteter Strecke in Karlsruhe ZusammenfassungDie außerordentlich hohe Streckenbelastung der Kaiserstraße in Karlsruhe führte in den letzten Jahren zu einer Schädigung des Gleiskörpers und sorgte für akuten Sanierungsbedarf. Gleichzeitig war absehbar, dass die neue Gleisanlage lediglich mittelfristige Nutzungsdauer haben würde. Aufgrund der exponierten Lage in der Fußgängerzone musste die Oberfläche den anspruchsvollen stadtgestalterischen Vorgaben gerecht werden, gleichzeitig den berechtigten Interessen des Einzelhandels nachkommend eine kurze Bauzeit ermöglichen und die aktuellen Anforderungen hinsichtlich Schall- und Erschütterungsemissionen erfüllen. Der Beitrag beschreibt den Umbau der Strecke mit dem Fertigteilsystem montagefreundlicher Gleiskörper und dem ERS-System von edilon)(sedra. SummaryQuick and efficient renovation of a highly frequented tram track The enormous traffic density on Kaiserstraße at Karlsruhe has lead to damages on the tracks during the last few years and put on a need for immediate renovation. However, it was on the horizon that the new trackage would only have medium-term service-life. Due to its exposed position in the Karlsruhe pedestrian area, the surface had to comply with the ambitious town planning requirements and rightly so consider the interests of the local retailers to keep short construction times. All actual emissions regarding acoustic and abrasion had to be fulfilled as well. The article describes the successful reconstruction of the track by using the prefabricated compound unit montagefreundlicher Gleiskörper, an easy-to-install track system, and the ERS-system by edilon)(sedra. Rainer Behmer / Tobias Engelmeier Modernisieren oder Austauschen? ► Eine Alternative zum Komplettaustausch von Rolltreppen ZusammenfassungMehr als 65 Prozent aller Rolltreppen im ÖPNV sind älter als 20 Jahre. Eine Modernisierung ist häufig kostenintensiv oder wegen der baulichen Situation schwer zu bewerkstelligen. Die Installation einer neuen Rolltreppe im bestehen bleibenden Gerüst ist eine Alternative mit sowohl ökologischen wie ökonomischen Vorteilen. SummaryFull replacement or modernization? More than 65 per cent of escalators in public transport are older than 20 years. A mo_dernization is often cost intensive or difficult due to dimensions and installation location. A new escalator installed within the existing supporting truss is an alternative with many environmental and cost advantages. Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Stephan Besier Gleisanlagen als gestalterische Herausforderung ► Das Rasengleis als bewährte Lösung für Gleiseindeckungen ZusammenfassungRasengleise bieten sich generell als bewährte Lösung und damit als Alternative zu Schottergleisen bei besonderen Bahnkörpern an. Dabei ist die hochliegende Eindeckung aus städtebaulicher Sicht klar zu bevorzugen. Sie weist nach Ansicht einer Vielzahl von Experten und Unternehmen keine entscheidenden technisch-wirtschaftlichen Nachteile auf. Hochliegende Rasengleise lassen sich daher als attraktiver Standard und Imageträger für moderne und stadtfreundliche Stadtbahnen empfehlen. SummaryTramway tracks – a challenge in design Turf tracks have generally proven reliable solutions and are alternatives to ballasted tracks for special railway constructions. As regards urban development, however, turf tracks have clearly to be favored. According to a number of experts and companies involved there are no important technical or economical disadvantages. Turf tracks are re_commended to be an attractive standard and are important for modern and pro-town tramways. Dipl.-Ing. Stephan Baute / Dipl.-Verw.Wiss. Christof Herr / Dipl.-Ing. Roland Neumann Neue Wege der Bahnhofsentwicklung ► Die Arbeit des Stationsbüros:Rasch in der Region Bremen-Oldenburg ZusammenfassungMit der für die Jahre 2010/11 geplanten Einführung der Regio-S-Bahn wird der SPNV im Raum Bremen/Oldenburg eine deutliche Qualitätssteigerung erfahren, zu der auch die schrittweise Aufwertung und der barrierefreie Ausbau der Verkehrsstationen gehören werden. Aber auch funktional und städtebaulich zufriedenstellend gestaltete Bahnhofsumfelder und Verknüpfungsanlagen gehören zu einer Station „aus einem Guss“. Und um in diesem Zusammenhang die Städte und Gemeinden zu unterstützen, wurde 2006 beim Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) das stationsbüro: Rasch! gegründet, über dessen Tätigkeiten der vorliegende Beitrag einen ersten ausführlichen Überblick bietet. SummaryNew ways of station development The start of the Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen in 2010/11 will lead to major improvements in regional public transport in the Bremen-Oldenburg region, including the development of existing railway stations into attractive interchange points, the revaluation of station surroundings and their connection with other means of transport. To support the local authorities in this process, the Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Nieder_sachsen, which is responsible for the management and organisation of the regional public transport, founded the stationsbüro:Rasch! in 2006. In this article, the authors give an overview of the work of the bureau. Verkehrspolitik
Günter Kozlowski Europäischer Dialog zu Schiene und Straße ► Messe #rail2009 stellt SPNV- und ÖPNV-Betrieb in den Mittelpunkt ZusammenfassungIm Mittelpunkt der #rail2009 in Dortmund stehen nachhaltige und erfolgreiche Betriebslösungen für den öffentlichen Verkehr auf Schiene und Straße. Damit präsentiert sich die einstige #railtec nicht nur mit neuem Namen, sondern auch mit neuer inhaltlicher Ausrichtung. Am Dialog der Marktpartner und politischen Entscheidungsträger beteiligt sich unter anderem auch Bulgarien als Partnerland der #rail2009. SummaryEuropean Dialogue on Rail and Road #rail2009 in Dortmund focuses on sustainable and successful management solutions for public transport on rail and road. The former #railtec presents itself not only with a new name but with a new alignment regarding its content. The dialogue between market partners and political decision makers will include, among others, the Republic of Bulgaria, the partner country of #rail2009. Wirtschaft
Prof. Dr. Alexander Eisenkopf / Dipl.-Vw. Christian Grotemeier Ist der Fahrscheinvertrieb eine Essential Facility? ► Diskussionsbeitrag zu Diskriminierungsproblemen beim Fahrscheinvertrieb im Schienenpersonennahverkehr ZusammenfassungDie derzeitige Rahmenbedingungen im SPNV führen zu einem faktischen Monopol der DB AG beim Vertrieb von bundesweit gültigen Fahrscheinen. Mit diesem Monopol können Wettbewerbsnachteile für Nichtbundeseigene Eisenbahnen in den Bereichen der Vertriebsprovision, der Einnahmenaufteilung und der Erlösberechnung bei der Ausschreibungskalkulation verbunden sein. Auf Basis der Netzökonomie und der Essential-Facilities-Doktrin werden alternative Bereitstellungsmodelle für den Fahrscheinvertrieb im Eisenbahnverkehr konzipiert. Zentraler Ansatz ist die Differenzierung des Fahrscheinvertriebs in die drei Ebenen: Vertriebsinfrastruktur, Vertriebssystem und Tarifsystem. SummaryIs the sale of inter-available tickets an essential facility? The regulatory framework for German passenger railway causes to a factual monopoly on the sales of inter-available tickets for the DB AG. Consequence of this monopoly are potential competitive disadvantages in the field of distribution allowance, revenue sharing and the quotation costing in terms of tenders for private competitors of the DB AG. On the basis of network economics and the essential facilities doctrine different options for providing sales services in passenger railway services are being discussed. Central idea is the differentiation of the three levels in ticket distribution: sales infrastructure, sales system and fare system. Dipl.-Ing. Helmut Leuthardt, M.Sc. / Volker Rahm Effizienter Einsatz von Bustypen ► Wie Verkehrsunternehmen flexibel auf die sich abzeichnende Bevölkerungsentwicklung reagieren können ZusammenfassungVerkehrsunternehmen in ländlich strukturierten Landkreisen müssen sich dem demographischen Wandel hinsichtlich sinkender Schülerzahlen und Überalterung der Bevölkerung anpassen. In dieser Untersuchung wird an einem konkreten Beispiel im Main-Kinzig-Kreis gezeigt, wie durch den Einsatz von unterschiedlichen Fahrzeugtypen im Vergleich zum bestehenden Einsatz von Standardbussen Kostenreduzierungen möglich sind. Dem bestehenden Fuhrpark wird eine Variante mit einer Fahrzeugmi_schung von 9, 12 und 18 m langen Bussen und von Buszügen gegenübergestellt. Es wird gezeigt, dass die Variante betriebswirtschaftlich eine Kostenreduzierung in Höhe von rund 200000 Euro pro Jahr erbringt. SummaryEfficient use of vehicle types Traffic enterprises in rurally structured districts must adapt themselves to the demogra_phic change concerning the sinking number of pupils and the ageing of the population. In this investigation it is shown with the aid of a concrete example in the Main Kinzig District how the use of different vehicle types in comparison with the existing use of standard coaches makes cost reductions possible. A variant with a vehicle mixture of 9, 12 and 18 metre coaches as well as 18 metre coach trains and minibuses is compared with the existing vehicle park of 12 and 18 metre coaches. It is shown that the variant leads to a cost reduction of about 200,000 € per year in comparison with the current costs.
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