Kommentar
Jürgen Fenske
Ein Auftakt!
Betrieb
Dipl.-Betr.-wirtin (FH) Beate Kucher / Guntram Schäfer / Dipl.-Betr.wirt (FH) Thilo Pohle
Sicherheit mit Methode ►
Security-Risk-Assessments als Teil des Qualitätsmanagements der Stuttgarter Straßenbahnen AG
Zusammenfassung
Die Stuttgarter Straßenbahnen AG hat eine Methode zur objektivierten Einschätzung der Sicherheitslage im öffentlichen Nahverkehr entwickelt. Hierbei werden kritische Ereignisse nach festgelegten Kriterien sowie die Wirkung vorhandener Maßnahmen bewertet. Bei der anschließenden Gegenüberstellung der im Assessment gewonnenen Resultate (Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß) wird das verbleibende Restrisiko mittels einer Matrix bestimmt und in Sensibilitätsanalysen kritisch überprüft.
Summary
Security by system
The Stuttgart tramway company -Stuttgarter Straßenbahn AG- has developed a system to objectively evaluate the security situation in the local public transport. Here, critical incidents as well as the effect of existing security measures are evaluated according to pre-fixed criteria. Contrasting the results of the assessment (probability of occurrence and extent of the damage), the remaining residual risk will be structured, critically examined and discussed by security experienced staff using sensitivity analysis.
Dr. Hartmut Krietemeyer / Michael Albrecht
Kalles Road Show: Mitmach-Theater für Schüler gegen Vandalismus ►
Teilnehmer-Panelbefragung bestätigt Projekterfolg in München
Zusammenfassung
Das Mitmach-Theater Kalles Road Show ist eine rund 90-minütige Show, in der Themen wie Zivilcourage, Vandalismus, Umweltschutz, klimafreundliche Mobilität und das Miteinander der Generationen im ÖPNV in Szene gesetzt werden. Sie motiviert Schülerinnen und Schüler zu verstärkter ÖPNV-Nutzung und ermutigt sie zu mehr Zivilcourage und zum Eintreten gegen Vandalismus. Dies ist das Ergebnis einer aussagekräftigen Teilnehmerpanelbefragung durch die Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV). Die Wiederholungsbefragung lieferte auch detaillierte Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit der ermittelten Verhaltensweisen und zu kommunikativen Effekten der Show. Seit Sommer 2009 waren rund 1000 Münchner Schülerinnen und Schüler bei diesem Event zu Gast.
Summary
Kalle?s Road Show: Participatory theatre for pupils against vandalism
The participatory theatre ?Kalle?s Road Show? is a show of about 90 minutes which stages topics such as civil courage, vandalism, environmental protection, climate friendly mobility and coexistence of generations in public transport. It motivates pupils to use the public transport more and encourages them to civil courage and to stand up against vandalism. This is the result of a significant panel survey among participants carried out by the Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV, Munich Transport and Tariff Association). The repeat survey provided detailed insights into the sustainability of the identified behaviour patterns and communicative effects of the show. Since the summer of 2009 about 1,000 pupils from Munich have attended this event.
Dr. Christian Schneider / Dr. Matthias Hülsemann / Marius Haardt
Der Bus kommt auf Knopfdruck ►
Rufbushaltestellen-Systeme als alternative Bedienform in strukturschwachen Gebieten
Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit teilweise deutlichen Rückgängen der Fahrgastzahlen, insbesondere in ländlichen Regionen, in Verbindung mit stetig steigenden Betriebskosten sind Verkehrsunternehmen gehalten, ihr Verkehrsangebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Eine Möglichkeit dazu stellt das hier vorgestellte Rufbushaltestellen-System dar. Rufbushaltestellen-Systeme stellen eine neuartige Variante so genannter differenzierter Bedienformen dar. Sie funktionieren nach dem Prinzip, dass Haltestellen nur bei einer Anforderung bedient werden. Dadurch ist die wirtschaftliche Bedienung gering frequentierter Orte möglich. Unnötige Fahrten und die starre Einhaltung eines festgelegten Fahrweges entfallen. Die Systeme führen zu einer Flexibilisierung der Verkehrsangebote.
Summary
Push the button to get the bus
Transport companies are to organize their transportation offers in the local public transport more efficiently and economically. This is urgent as the implementing demographic change shows considerable passenger decreases especially in rural regions but a continuing increase in operation costs. One of the possibilities to counteract this process may be the bus-call-system presented in this article. Bus-call-systems are the latest alternative in the so-called traditional transport service. They work on the call principle which means the bus will only stop after receiving a call from the appropriate station. Thus an economic service of rarely frequented stops is possible. Unnecessary drives and the stiff keeping of the routes may be omitted. Bus-call-systems offer a more flexible transport offer and make an active contribution to environmental protection.
Literatur
Direktvergabe von Verkehrsleistungen
Praxis
Einstiegsmarkierungen unterstützen Fahrplantreue
Mofis: Ein modulares Fahrgastinformationssystem
Recht
RA Jörg Manka / Michael Prechtl
Keine Selbsterbringungsquote für Verkehrsmanagementgesellschaften? ►
Gilt Artikel 5, Absatz 2 (e) der EU-VO 1370/2007 für diese nicht? Auseinandersetzung mit einer aktuellen Argumentation
Zusammenfassung
Die Verfasser setzen sich kritisch mit der These auseinander, der zufolge die von der VO (EG) 1370/2007 vorgegebene Eigenleistungsquote von so genannten kommunalen Verkehrsmanagementverkehrsgesellschaften mit eigenen Konzessionen nicht erfüllt werden müssen. Sie weisen auf die möglichen steuerlichen Auswirkungen der Einbeziehung solcher Gesellschaften in den steuerlichen Querverbund hin.
Summary
No quota for self performance of public transport management companies?
The authors critically deal with the thesis, that the share of self performance according to the regulation (EC) No 1370/2007 must not be fulfilled by public transport management companies with own concessions. Further they point out the possible taxation impact through inclusion of such companies in tax cross bracing.
RA Jan-Volkert Schmitz / Dipl.-Jur. Jörg Niemann
Beihilfekonforme Zuwendung von Mitteln im Ausbildungsverkehr ►
Anforderungen an die Finanzierung nach der VO (EG) 1370/2007
Zusammenfassung
Der Ordnungsrahmen für die Gewährung von Fördermitteln für den ÖPNV hat sich mit der VO (EG) 1370/2007 grundlegend gewandelt. Dies betrifft auch die in der Praxis bedeutsame Förderung des Schüler- und Ausbildungsverkehrs. In den Bundesländern bestehen hierzu unterschiedliche Regelungssysteme. Während zum Teil die Regelung des § 45a PBefG fortgeführt wird, ist in anderen Bundesländern die Zuständigkeit auf die Aufgabenträger übertragen worden. Die Ausführungen zeigen Lösungsmöglichkeiten für eine beihilfekonforme Gestaltung im Ausbildungs- und Schülerverkehr für Aufgabenträger auf.
Summary
Subsidy conformal grants for school traffic
The regulatory framework for the granting of subsidies for public transport has changed fundamentally with VO (EG) 1370/2007. This also relates to the important promotion of public transport of students and trainees for which various regulatory systems exist in the different states. While in part the provisions of § 45a PBefG are used continually, in other states the responsibility was transferred to the transport authorities. The comments point out possible solutions for a subsidy conformal arrangement in training and school traffic for transport authorities.
Technik
Dipl.-Inf. Thomas Winkler / Jacob Konik / Dipl.-Chem. Manfred Deutzer
Die Erfassung des lichten Raums für Schienenfahrzeuge ►
Messsystem ermittelt Lichtraumprofil und Fahrzeugbewegungen
Zusammenfassung
Von DTK wurden Systeme zur Erfassung des Lichtraumprofils und des lichten Raumes und zur Ermittlung des Platzbedarfes von Fahrzeugen entwickelt und mit diesen Systemen wurden Messungen in verschiedenen Ländern durchgeführt. Die Auftraggeber waren Verkehrsunternehmen und Fahrzeughersteller. Einige Verkehrsbetriebe wollten im Zusammenhang mit einer Fahrzeug-Neubestellung dem Fahrzeughersteller eine CD mit den Daten des zur Verfügung stehenden lichten Raumes übergeben. Die Fahrzeughersteller können so für den lichten Raum geeignete Fahrzeuge entwickeln und bauen. Die Verkehrsbetriebe dagegen wollten wissen, ob nach einem Umbau der Strecken die Fahrzeuge noch ungehindert fahren können. In diesem Beitrag wird das Messsystem beschrieben und gezeigt, wie die Messdaten weiter bearbeitet werden können.
Summary
Calculate loading gauges of rail vehicles
A system to survey structure clearance and gauges as well to define the space requirement of vehicles was developed by DTK. This system has been used for the appropriate infrastructural survey in different countries. Customers in this case were transport companies and vehicle manufacturers. In the context of this project and together with new orders of vehicles, the transport companies intended to hand out the manufacturers a CD including the data of the available gauges. The manufacturers are now able to develop and construct customized vehicles referring to the track gauge dimensions. However, transport services demanded a flow of the vehicles to be guaranteed after a reconstruction of the tracks. This article reports on the survey system and how the data are to be worked with.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Lutz Deutz / Dr.-Ing. Michael Frehn / Dr. rer. pol. Dipl. Volksw. Mehmet Hasan Sarikaya / Dipl.-Geogr. Petra Gloge
Rhein-Sieg-Kreis evaluiert eine Stadtbahnlinie ►
Qualitätsmanagement im ÖPNV am Beispiel der Stadtbahnlinie 66
Zusammenfassung
Der Rhein-Sieg-Kreis als ÖPNV-Aufgabenträger hat ein Instrumentarium zur Qualitätssicherung inklusive eines entsprechenden Anreiz- bzw. Malussystems entwickelt und in einem fast zweijährigen Testverfahren mit Hilfe externer Berater an einer kreisgrenzenüberschreitenden Stadtbahnlinie überprüft. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Qualitätserhebungen liefern dem Aufgabenträger eine wertvolle Grundlage, um im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des Nahverkehrsplanes allgemeine ÖPNV-Standards festzuschreiben und deren Einhaltung zu überprüfen und ggfs. zu sanktionieren oder zu belohnen.
Summary
Evaluation of an light rail line by the Rhein-Sieg Kreis
To guarantee and improve the standards of public transport the ?Rhein-Sieg-Kreis? has developed a specific quality control system including an appropriate incentive and penalty system, and examined in a nearly two-year test procedure with the help of external consultants. Based on the results, the administrative authority is now able to set and check universally applicable quality standards which will be part of the forthcoming update of the public transport plan. If necessary, the performance can be sanctioned or rewarded.
Benjamin Pape / Volker Torlach
VVS-Radroutenplaner: Vernetzung von ÖPNV und Rad im Umweltverbund ►
Kostenloses Planungstool kennt jeden Weg in der Region Stuttgart
Zusammenfassung
Der VVS-Radroutenplaner ist ein Planungsinstrument für Radtouren in der Region Stuttgart. Er verfügt über vielfältige Funktionen zur detailgenauen Planung, Berechnung und Ausgabe von Radrouten für verschiedenste Nutzergruppen. Seine Besonderheit ist die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel in die Routen mit einzubeziehen und somit komplette Ausflüge mitsamt Fahrplandaten für die An- und Abreise zu planen. ÖPNV und Fahrrad werden damit in einem Routenplaner des Umweltverbundes miteinander vernetzt.
Summary
VVS cycle route planner: Integration of public transport and bicycles in ecomobility
The VVS Cycle Route Planner is the basis for cycle tour planning in the Stuttgart Region. Its multifaceted features for precise planning, calculation and output of cycle routes can satisfy even the most diverse of user groups. One unique feature is the ability to incorporate public transport into routing so that entire journeys can be planned with integrated timetable data for arrivals and departures. The result is that public transport and cycle are linked together in a Route Planner of Ecomobility.
Verkehrspolitik
Dipl.-Ing. Uwe Hitschfeld / Reinhard Bohse
Auf dem Prüfstand der Proteste ►
Nicht nur Stuttgart 21: Wie können Politik und Unternehmen mit der schwindenden Akzeptanz von Verkehrsprojekten besser umgehen?
Zusammenfassung
Der öffentliche Druck auf Verkehrs- und Infrastrukturprojekte hat in Deutschland enorm zugenommen. Verschiedene Interessensgruppen nehmen Einfluss auf die Planung und Realisierung solcher Vorhaben. Es drängt sich die Frage auf, was demokratische Entscheidungen und formal fehlerfreie Planungsverfahren noch wert sind, wenn sie jederzeit und quasi von jedermann aus den Angeln gehoben werden können? Die zweite Frage ist, welche Handlungsoptionen Projektverantwortliche in dieser Situation haben? Mit dieser Problematik beschäftigt sich das Büro Hitschfeld in Leipzig seit einigen Jahren. Lösungsansätze bietet das entwickelte Instrumentarium Public Consensus Engineering, kurz PCE.
Summary
Under the pressure of protests
Public pressure on transport and infrastructure projects in Germany has increased substantially. Various different interest groups now have an influence on the planning and implementation of these projects. The question arises as to what the point in democratic decision-making and formal error-free planning processes is if they can be derailed at any point by almost anyone? The second issue is what courses of action are available to project managers in this situation? Büro Hitschfeld in Leipzig has been looking into these issues for the last few years. The Public Consensus Engineering tool, or PCE for short, offers various possible solutions.
Wirtschaft
Dr.-Ing. Bernhard Keppeler / Dipl.-Inf. (FH) Holger Kaßner / Dipl.-Ing. (FH) Jörg Kiunke / Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Winkler
Erhebung der Nutzungshäufigkeit von Zeitfahrausweisen ►
Sachgerechte Bewertung von Zeitfahrkarten bei Erlösberechnungen
Zusammenfassung
Die Nutzungshäufigkeit von Zeitfahrausweisen ist Voraussetzung zur Bewertung der Erlösansprüche von Zeitfahrausweisen. In abgegrenzten Tarifgebieten lassen sich diese leicht aus Vertriebsdaten und Nachfrageerhebungen ermitteln. In Tarifkooperationen von Eisenbahnverkehrsunternehmen geht die Gültigkeit der Fahrausweise über die Tarifkooperation hinaus. Auf die Tarifkooperation bezogene Vertriebsdaten liegen daher nicht vor. Mit der Erweiterung der bestehenden Verkehrserhebungen lassen sich dennoch zuverlässige Daten zu den in Umlauf befindlichen Zeitfahrausweisen ermitteln.
Summary
Evaluation of the frequency of season tickets
The frequency of ticket use is a prime precondition for evaluating the revenue claims of seasonal tickets. In spatially limited tariff areas these can easily be derived from tickets sales data and complementary transport surveys. Within tariff co-operations of private railway companies the tickets are valid beyond the borders of the tariff cooperation. Thus sales data that is exclusively covering the tariff cooperation is not available. With an extension of present transport survey techniques reliable data of the seasonal tickets that are circulating within the tariff cooperation can be determined.
Dr. Oliver Wittig
Eine Umweltabgabe für den ÖPNV? ►
Plädoyer für eine alternative Finanzierungsform des Nahverkehrs
Zusammenfassung
Zwar ist Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland hervorragend. Dennoch bestehen gewaltige Finanzierungsprobleme. Der Autor regt an, das Finanzierungsmodell des Semestertickets auf die Verkehrsarten im Umweltverbund zu übertragen. Durch die Einführung eines ?Umweltbeitrags? können erhebliche ökologische, aber auch volkswirtschaftliche Vorteile generiert werden. Der Autor hält den Systemwechsel im ÖPNV, auch aus (steuer-)rechtlichen Gesichtspunkten für machbar und sinnvoll.
Summary
Environmental contribution for public tranport?
Though quality of the public transport is excellent in Germany immense financing problems still exist. The author inspires to transfer the financing model of the German semester ticket in the traffic kinds in the environmental group. Considerable ecological, but also economical advantages can be generated by the introduction of an ?environmental contribution?. The author holds the system change in the ÖPNV, also from (tax) to juridical points of view for feasibly and sensibly.
Christian Rupp
Leasen oder kaufen? ►
Ein alternatives Modell zur Finanzierung von Fahrkartenautomaten
Zusammenfassung
Der deutsche ÖPV steht in den kommenden Jahren vor großen finanziellen Herausforderungen: Sanierungsstau, Wegfall von Fördergesetzen und klamme Kommunen bremsen viele Investitionen und Innovationen aus. Gleichzeitig wächst der ÖPNV weiter und muss seinen Kunden nicht nur bei Fahrzeugen und Infrastruktur, sondern auch im Verkauf ? bei Automaten, E-Ticketing & Co ? zuverlässige Technik bieten können. Für diese Herausforderung bietet die Firma Inprodi eine Lösung an: die Inprodi-Miete für Ticketsysteme. Verkehrsunternehmen können dabei flexibel zu festen Mietraten die jeweils aktuelle Technik nutzen und auf einen realistischen Lebenszyklus setzen.
Summary
Leasing or buying?
Public transport in Germany will face several challenges in the near future: decrease of public funds and discontinuation of subsidy laws along with low municipal budgets inevitably lead to a stop of innovation and investment. Meanwhile the transport market still expands and has to offer reliable technology to the customers regarding infrastructure and vehicles as well as the sales systems, such as vending machines, e-ticketing and others. The German company Inprodi offers a solution for this struggle: lease-concepts especially designed for ticketing. Companies get able to rent state-of-the-art systems at fixed rates.