Alba Fachverlag, BestNr. nv200901
|
Der Nahverkehr, Heft 1-2/2009
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Reiner Metz Schluss mit Vabanque! Betrieb
Michael Rinker Eingebaute Sicherheit ► Die BVG setzen mit Erfolg auf Videoaufzeichnung in ihrer Busflotte ZusammenfassungFür Mobilitätsunternehmen besteht eine der größten Herausforderungen darin, die Sicherheit ihrer Fahrgäste und ihres Personals zu gewährleisten. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) setzten daher schon seit Jahren auf ein Videoaufzeichnungssystem in ihren Bussen und bieten damit nicht nur mehr Schutz vor Vandalismus, sondern erhöhen auch das Sicherheitsgefühl vieler Fahrgäste. Die technisch ausgefeilte Lösung von LAT Funkanlagen Service und Verint Systems wurde speziell auf die Belange der BVG ausgerichtet. SummaryInstalled security For transport operators, protecting their passengers, staff and their assets is of paramount importance. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) have been relying on mobile video surveillance on its busses for many years, not only providing protection from vandalism, but also reducing the fear of crime among passengers and drivers. BVG uses a technically ambitious solution tailored to their needs provided by LAT Funkanlagen Service and Verint Systems. Dipl.-Verw.-Betr.wirt Walter Reinarz / Dipl.-Ing. Peter Jacobs Planung und Einführung eines digitalen Betriebsfunksystems ► Die KVB mussten hierbei zahlreiche Probleme überwinden ZusammenfassungAufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Funktechnik hat sich die KVB frühzeitig um eine Erneuerung der entsprechenden Anlagen gekümmert. In diesem Zusammenhang wurde erstmalig ein Tetra-Funksystem mit Sprach- und Datenanwendungen eingeführt. Dies war ein Pilotprojekt und hat sich über mehre Jahre hingezogen. Insbesondere die Verknüpfung von unterschiedlichen Sprach- und Datenanwendungen auf einem gemeinsamen Funknetz war eine technische und organisatorische Herausforderung. Im Hinblick auf Fragestellungen wie Folgekosten, Instandhaltungsstrategie und Umgang mit Fremdfirmen konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Weiterführende strategische Themen, wie Kooperationen auf der Ebene der Verkehrsunternehmen oder Vermarktung von freien Ressourcen, sind als weitere Arbeitsschritte zu organisieren. SummaryPlanning and implementation of a digital private radio system Due to the technical development to be expected in radio engineering, the Kölner Verkehrsbetriebe AG has taken care in time to renew the appropriate plants. For the first time, a tetra radio system combining language and data application was implemented. It was a pilot phase and has dragged on several years. In particular, the conjunction between different languages and data applications to a common radio net was both a technical and an organizational challenge. However, many valuable experiences could be made referring to costs, maintenance strategies and servicing outside companies. Further strategic topics like cooperation between transport companies or the marketing of free resources are to be organized. Dipl.-Kffr. Anja Georgi / Christine Wüst-Rocktäschel, M. A. / Dipl.-Fin.wirt. Jürgen Hoffmann / Thomas Stahl Vom Dreiklang zum Einklang mit dem Mobilitätsmanagement ► Mobilität, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz am Beispiel des betrieblichen Mobilitätsmanagements in Stadt und Kreis Offenbach ZusammenfassungSeit Beginn vergangenen Jahres bieten die beiden Lokalen Nahverkehrsorganisationen in Stadt und Kreis Offenbach Unternehmen in ihrem Verkehrsbereich einen besonderen, kostenfreien Service: Das betriebliche Mobilitätsmanagement. Damit verfolgen die Lokale Nahverkehrsorganisation Offenbach GmbH und die Kreis-Verkehrs-Gesellschaft Offenbach mbH ehrgeizige Ziele: Sie möchten den Dreiklang von Mobilität, Wirtschaftswachstum und Umweltschutz in Einklang bringen, indem sie – mit Unterstützung von Kommunen und Arbeitgebern der Region – attraktive Möglichkeiten anbieten, die zunehmend größer werdenden Ströme von Berufspendlern an den Umweltverbund heranzuführen. SummaryFrom triad to harmony with mobility management Since the beginning of 2008, the local passenger transport associations of the city and the district of Offenbach offer enterprises within their transport sector a special and free service: the operational mobility management. Therewith, LNO, the local transport association of Offenbach, and KVG, the districts Kreis-Verkehrs-Gesellschaft, pursuit ambitious aims: they want to conciliate the triad of mobility, economic growth and environmental protection. To achieve this target, they aim at introducing the growing group of commuters to ecomobility by establishing new and attractive mobility-possibilities with support of municipality and employers. Dipl. oec. Herbert König / Dipl.-Ing. Ulrich Sieg Systemeinheit oder Trennung? Organisation von Tram und U-Bahn ► Argumentationspapier des Verwaltungsrates TRAM des VDV zur Organisation von Betrieb und Infrastruktur bei Bahnen nach BOStrab ZusammenfassungDer Wettbewerb im ÖPNV ist Anlass, aktuell auch über eine gesellschaftsrechtliche Trennung von Betrieb und Infrastruktur von BoStrab-Systemen (U-Bahn, Stadtbahn, Straßenbahn) nachzudenken. Der Verwaltungsrat TRAM des VDV hat dieses Thema aufgegriffen und ein Diskussionspapier als gegenwärtigen Sachstand erstellt. Die Empfehlung sieht die Beibehaltung der vollen Systemeinheit in einer Organisationseinheit zur Erreichung bestmöglicher Ergebnisse für alle am ÖPNV Beteiligten vor. SummaryUnit or separation? Organization of tram and metro The competition situation of the public passenger transport gives reason to think about a separation of operation and the infrastructure of metros, tramways and other light rail systems. The administration board TRAM of the VDV (Association of German Transport Undertakings) has taken up this subject and issued a discussion agenda for the current stage of proceedings. They recommend the perpetuation of the complete system unit in one organizational unit to achieve the best results for all those involved in the public passenger transport. Marketing
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Holz-Rau / Dipl.-Ing. Dipl.-Verw. Birgit Kasper / Dipl.-Soz. Steffi Schubert Die Mobilität Älterer verbessern – mit dem Patenticket ► Empfehlungsmarketing für die Generation 60+ erfolgreich getestet ZusammenfassungÄltere Menschen sind eine relevanter werdende Zielgruppe im ÖPNV. Die Kölner Verkehrsbetriebe und die TU Dortmund initiierten gemeinsam mit bkforschung aus Frankfurt/M. das Projekt Das Patenticket – Beispielhafte Mobilitätsdienstleistungen für ältere Menschen durch Empfehlungsmarketing im ÖPNV. Dabei wurden mit dem ÖPNV wenig vertraute Personen ab 60 Jahre durch Stammkunden der gleichen Altersgruppe mittels eines Freitickets geworben und bei der Nutzung des ÖPNV unterstützt. Dadurch entschieden sich 30 Prozent der beteiligten Neukunden zum Erwerb eines Jahresabonnements. SummaryStrengthen the mobility of the elder ones with a Patronticket Elderly people are an important target group for public transport. The Cologne Public Transport Company and the Dortmund University of Technology initiated together with bkforschung – Agency for Municipal Research and Consulting in Frankfurt/M. the project The PatronTicket – exemplary mobility services for elderly people through a social marketing strategy in public transport. Therefore, regular customers 60 years or older supported the access for new elderly customers with little experience with public transport. As a result 30 p.c. of the new customers subscribed for an annual ticket. Personalwirtschaft
Dipl.-Pol. Michael Weber-Wernz Wenn das Personal knapp wird: Der ÖPNV auf dem Arbeitsmarkt ► Personalbeschaffung, Bildung, Image – die Personalpolitik der Verkehrsunternehmen und ihrer Branche ZusammenfassungSeit zwei Jahren sehen sich Unternehmen des öffentlichen Verkehrs mit Problemen konfrontiert, qualifiziertes und engagiertes Personal einzustellen. Der Beitrag analysiert den aktuellen und mittelfristigen Bedarf an Arbeitskräften und der benötigten Kompetenzen. Trends der beruflichen Entwicklung werden aufgezeigt, die Auswirkungen des professionellen und berufsbezogenen Trainings für die Beschäftigungsfähigkeit werden erörtert. Die Ergebnisse: Der ÖPNV benötigt ein System der Berufsbildung und des Trainings genauso wie die Verbesserung seines Images auf dem Arbeitsmarkt. SummaryWhen lack of employees becomes a challenge: Public transport in the labour market For about two years public transport companies have been afflicted with problems in recruiting qualified and engaged personnel. The Article analyses the actual and intermediate manpower requirement and the employees competencies. Trends of professional development are discussed; the impact of professional and vocational training for employability is studied. The results: public transport needs a system of professional education and training as well as a better presentation of its image in the labour market. Praxis
Waibel Aufblasbare Dichtungen – ein Stück mehr Sicherheit Recht
Dr. Christofer Lenz (Keine) Angst vor der „Null-Lösung“? ► Zur Rechtslage ohne PBefG-Novelle ZusammenfassungDie PBefG-Novelle steht vor dem Aus. Aber welcher Rechtsrahmen gilt ohne die Novelle? Die VO 1370/2007 ist zwar unmittelbar anwendbar, sieht aber eine Übergangsregelung vor. Ihre zentralen Regelungen des wettbewerblichen Vergabeverfahrens und der Beschränkung der Direktvergabe gelten vorerst noch nicht, das „alte“ PBefG bleibt in Kraft. Insbesondere bleiben die Aufgabenträger annähernd so frei wie bisher und der Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit gilt weiter. Summary(No) Fear of the zero option? Beginning of 2009, it seems that the PBefG amendment has no future. Thus, it is questionable which legal framework exists. Generally, the Regulation (EC) No 1370/2007 is directly applicable. There will be, however, a transitional period to implement it. Therefore, central regulations regarding the award of public service contracts will not apply and PBefG provisions remain unaffected, in particular the freedom of authorities for public transport or the primacy of so called Eigenwirtschaftlichkeit. Verkehrsplanung
Dipl.-Soz. Robert Follmer Mobilität in Deutschland ► Neue Ergebnisse der Studie im Sommer 2009 – regionale Vertiefungsmöglichkeiten ZusammenfassungDie inzwischen etablierte Studie Mobilität in Deutschland setzt Standards sowohl für bundesweite als auch regionale Erhebungen der Alltagsmobilität. Nach der Erhebung 2002 wird die auf dem Jahr 2008 basierende Aktualisierung demnächst zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sind bis zum Jahr 2010 im Rahmen des geplanten Anschlussprojekts Mobilität in Regionen weiterhin regionale Aufstockungen möglich. Die Erhebung liefert auch für den öffentlichen Verkehr vielfältige Ansatzpunkte und Vergleichsmöglichkeiten. Dazu gehören nicht zuletzt differenzierte Potenzialanalysen. Darüber hinaus kann sie bei entsprechender regionaler Stichprobengestaltung auch als Datengrundlage für die Verkehrsmodellierung, Angebotsplanung und das regionale Verkehrsmarketing genutzt werden. SummaryMobility in Germany The survey Mobility in Germany which has been established by now applies a standard for both a German-wide and regional survey of daily mobility. The 2008 update follows the issue of 2002 and will be available soon. Moreover, within the planned project Mobility in regions further regional budget increases are possible. The survey also gives several starting points and comparisons for the local public transport including specialized potential analysis. Moreover, with an appropriate organizing of regional random checks it may also be used as a data base for the traffic modeling, offer planning and the regional traffic marketing. Dipl.-Ing. Dr. Heinz Dörr Straßenbahnbau im urbanistischen und regionalen Kontext ► Das Beispiel der Tramway des Maréchaux in Paris ZusammenfassungDie Errichtung der ersten Straßenbahnstrecke T3 auf Pariser Stadtgebiet ist Teil eines ambitionierten und großzügig budgetierten Ausbauprogrammes für den öffentlichen Verkehr in der Region Île-de-France für die kommenden Jahre. Damit wird ein regionales Verkehrsträgersystem mit spezifischen Transportaufgaben aufgebaut, das gleichzeitig als städtebauliches Mittel zur Steigerung der urbanen Lebensqualität eingesetzt wird, um „zivilisierte Stadträume“ zu schaffen. Das System Tramway wird sichtlich als Premium-Verkehrsmittel (und nicht als Lückenbüßer) ausgestattet und in Hinblick auf die lokale urbane Identität designt. SummaryConstruction of tramways in the urban and regional context The construction of the tram line T 3 within the territory of the City of Paris is part of an ambitious and generous budgeted development programm of the region Ile-de-France enhancing public transport supply in the coming years. A specific transport system will be established which aside of passenger´s transport should fulfill objectives of urban life quality as a mean to create civilised urban spaces. The new tram system is obviously equipped not only to fill a gap but designed as a premium transport mean contributing to local urban identity. Peter Wolfgang Berndt Kunstforum U-Bahnhof ► Die Wiener Linien gestalten U-Bahn-Stationen mit Werken zeitgenössischer Kunst ZusammenfassungMit der Errichtung der neuen U-Bahn-Stationen in Wien haben die Wiener Linien ein gelungenes Zusammenspiel von Technik und Kunst anschaulich realisiert. So bilden etliche Stationen einen kongenialen Hintergrund für zeitgenössische Kunst und ein Forum für deren Künstler. SummarySubway-stations as forums of art With the construction of the new subway-stations in Vienna the Wiener Linien had realized a successful concerted acting of technics and art obviously. So some stations are an optimal background for contemporary art and their artists. Verkehrspolitik
Dr.-Ing. Andreas Kossak Denkblockade City-Maut ► Plädoyer für ein zusätzliches Lenkungsinstrument ZusammenfassungCity-Maut wird seit Jahren in Europa und weltweit als wirkungsvolles Instrument der Lösung von Verkehrsproblemen oder von durch den Verkehr erzeugten Problemen in Innenstädten eingeordnet und angewendet. In Deutschland wird dem Thema dagegen nach wie vor in der Regel reflexartig mit Argumenten begegnet, die sich in der Praxis längst als nicht belastbar erwiesen haben oder Mängel adressieren, die durch geeignete Lösungsansätze vermieden werden können. City-Maut ist kein Selbstzweck. Es ist vielmehr eine potentiell höchst wirkungsvolle Ergänzung des konventionellen Instrumentariums zur Lenkung und Finanzierung des innerstädtischen Gesamtverkehrssystems. Nicht zuletzt steht dabei die Förderung der Systeme des Umweltverbundes vielfach im Vordergrund. SummaryTaboo urban road user charging Urban road user charging is recognized in Europe and worldwide since numerous years as a highly efficient tool for solving traffic-problems or problems related to traffic in the inner cities. In Germany however, the issue is yet discriminated whenever it is raised. Most arguments used have already proven not to be consistent or refer to deficiencies that can easily be avoided by implementing an appropriate tolling concept. Urban road user charging is not an end in itself. It is a potentially highly efficient supplement to the conventional tools of traffic-management and financing the transport infrastructure. The systems of the so called environmental alliance (including public transit) are not at least in most cases important elements of city-tolling strategies. Rudolf Köberle, MdL Auf dem Weg in eine neue Dimension ► 4. ÖPNV-Innovationskongress des Landes Baden-Württemberg will richtungweisende Entwicklungen zur Zukunft des Nahverkehrs zeigen ZusammenfassungDem Nahverkehr stehen einige Veränderungen bevor. Neben den neuen europäischen Verordnungen etwa zu den Fahrgastrechten (EG Nr. 1371/2007) dürften unter anderem auch neue technische Entwicklungen oder Bezahlsysteme wie zum Beispiel das (((e-Ticket die Zukunft des ÖPNV ganz maßgeblich mitbestimmen. Der Beitrag geht auf eine Vielzahl solcher Entwicklungen ein, die auch im Rahmen des 4. ÖPNV-Innovationskongresses thematisiert werden, der vom 9. bis zum 11. März 2009 in Freiburg stattfindet. SummaryOn the way to a new dimension Local transportation faces several changes. In addition to the new European regulations regarding for example passenger rights (EG Nr. 1371/2007), new technical developments or payment systems such as (((e-ticketing may considerably influence the future of local public transport (ÖPNV). The article addresses various such developments which will be discussed at the 4th ÖPNV Innovation Congress. The congress is held by the State of Baden-Württemberg from 9th until 11th of March, 2009 in Freiburg. Themen in dieser Ausgabe: Alltagsverkehr · Arbeitsmarkt · Betriebsfunk · Betriebsorganisation · Carsharing · City-Maut · E-Ticket · EU-Verordnung · Fahrgastinformation · Fahrgastsicherheit · Gleisanlagengestaltung · Job-Ticket · Kunst am Bau · Kunstforum · LSA-Beeinflussung · Mobilität · Mobilität Älterer · Mobilitätsmanagement · Modal-Split · ÖPNV-Finanzierung · ÖPNV-Innovationskongress · Patenticket · Personalakquise · Personenbeförderungsgesetz · Rechtsrahmen · Rekrutierungsbedarf · Straßenbahn · Straßenbahn Paris · Trennung Netz/Betrieb · Türdichtungen · U-Bahn · U-Bahnhof-Gestaltung · Vandalismusprävention · Verkehrslenkung · Videoüberwachung
|