Alba Fachverlag, BestNr. nv200205
|
Der Nahverkehr, Heft 5/2002
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Betrieb
Dipl.-Ing. Bernd Schinke / Dipl.-Ing. Thomas Hempe / Cand.-Ing. Britta Kolodzinski
Regionalbahnen im Wettbewerb ►
Infrastruktur, Fahrzeugpark und Eigentumsverhältnisse Nichtbundeseigener Eisenbahnen in Deutschland ñ eine Übersicht
Zusammenfassung
Der Artikel fasst die Ergebnisse einer am Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und
-betrieb der Universität Hannover durchgeführten Marktanalyse der NE-Bahnen in Deutschland zusammen. Einleitend wird die Entwicklung der NE-Bahnen seit der Bahnreform beschrieben. Anschließend wird der Markt für NE-Bahnen im deutschen Personen- und im Güterverkehr aus heutiger Sicht (2002) erläutert. Die Struktur der NE-Bahnen sowie Infrastruktur- und Fahrzeugbesitz werden vorgestellt.
Summary
Non-Federal-Owned Railways in Competition The article summarizes the results of a market analysis of private rail operators and infrastructure managers, based on a study carried out by the Institute of Transport, Railway Construction and Operation, University of Hanover. Beginning with a presentation of the development of private activities since the so called Bahnreform, the article treats the market of passenger and freight transport in Germany. The structures of the rail-companies are discussed as well as the possession of infrastructure and rail cars.
G¸terverkehr
Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen / Dipl.-Ing. Florian Schwarz
Gleisanschlüsse: Der einfachste Zugang zum Schienennetz ►
Anforderungen der Verlader und Potenziale der Schien
Zusammenfassung
Der Beitrag stellt die Anforderungen moderner Logistikkonzepte der verladenden Wirtschaft dar und zeigt Wege auf, wie der Schienengüterverkehr aus Gleisanschlüssen vor diesem Hintergrund wettbewerbsfähiger werden kann. Dabei wird auch auf die besondere Bedeutung der Gleisanschlüsse für das System Schiene eingegangen. Anhand der unterschiedlichen Anforderungen der Verlader verschiedener Branchen werden Beispiele aufgezeigt, wie durch eine exakte Abstimmung von Transportkonzepten auf diese Anforderungen der Schienengüterverkehr erfolgreich in moderne Logistikkonzepte eingepasst werden kann.
Summary
Track Connections: The Simplest Access to the Track Network The article discusses the demands of modern logistics concepts of the cargo transport economy and offers ways through which rail cargo from track connections can become more competitive, with these in mind. The particular significance of track connections for the track system is emphasized. By using the variable demands of the loading companies of different branches, examples are given as to how rail cargo can be successfully adapted to modern logistics concepts through the exact adjustment of transport concepts to fit these demands. To conclude, resolutions for an improved use of capacity and higher quality in rail cargo are introduced, in the area of transport transactions of the trains.
Dipl.-Math. Bernd Butz
Angebotsoptimierung mit Moses ►
Strategisches Modellierungs- und Simulationstool für den Güterverkehr auf der Schiene
Zusammenfassung
Moses stellt ein strategisches Modellierungs- und Simulationstool für den Schienengüterverkehr dar. Die Modelle und die Software bilden dabei den gesamten Prozess von der Nachfrageabschätzung über die Angebotsoptimierung bis hin zu Wirtschaftlichkeitsrechnungen ab. Mit Moses lassen sich umfangreiche Fragestellungen analysieren und beantworten, wie langfristige strategische Ausrichtung aufgrund detaillierter Prognosen, Planung und Bewertung von Infrastrukturinvestitionen, Konzeptionierung alternativer Produktionsregelung zur Zugbildung, Optimierung von Fahrplänen und Angebotsstrukturen, Lokalisierung von Netzrestriktionen, Abschätzungen von Nachfragereaktionen der Wettbewerber.
Summary
Optimization of Service with Moses Moses is a strategic modeling and simulation tool for rail freight transportation. The models and the software cover the entire process from the estimation of the demand over the optimization of the level of service to the economic train management and cost benefit calculations of investments. Extensive questions can be analysed and answered, like long term strategic alignment based on detailed forecasts, planning and assessment of transport infrastructure investments, optimization of alternative regulation of wagon and train building, optimization of timetables and supply structures, localisation of bottlenecks in the network, estimation of the reactions of the competitors.
Marketing
Dipl.-Ing. Armin Langweg
Dynamische ÖV-Informationen auf den Fahrgast zuschneiden ►
Daten- und Softwaresituation zurzeit noch nicht zufriedenstellend
Zusammenfassung
Im Rahmen des Projektes Stadtinfo Köln des Bundesforschungsministeriums prüfen die Kölner Verkehrs-Betriebe AG die Möglichkeiten für aktuelle, individuelle, elektronische Kundeninformationen. Ein echter Mehrwert dynamischer Informationen kann vor allem dann erreicht werden kann, wenn auch bei größeren Betriebsstörungen den Kunden qualifizierte und zuverlässige Informationen bereitgestellt werden. Hierzu ist eine Kombination aus fahrtbezogenen und streckenbezogenen Informationen erforderlich.
Summary
Dynamic Passenger Information Perfectly Fitted to the Passenger In the Federal Research Ministryís project, Cologne City Info, the Transport Operations Inc. of Cologne are testing possibilities for up-to-date, individual, electronic customer information. A real surplus of dynamic information can be achieved especially when qualified and reliable information is made available to the customer, even in cases of large disturbances in operation. In order to achieve this, a combination of ride-related and route-related information is required.
Recht
Dr. Clemens Antweiler
Tariftreueerklärungen bei der Vergabe von ÖPNV-Leistungen ►
Gesetzentwurf stößt auf verfassungsrechtliche Bedenken
Zusammenfassung
Dem Bundestag liegt zur Zeit der Entwurf eines Gesetzes zur tariflichen Entlohnung bei öffentlichen Bauaufträgen und der Vergabe von Verkehrsdienstleistungen im öffentlichen Personennahverkehr vor. Nach dem Gesetzentwurf soll für die Vergabe von Verkehrsleistungen im ÖPNV eine Tariftreueerklärung der Bieter vorgeschrieben werden. Dagegen bestehen verfassungsrechtliche Bedenken. Außerdem verletzten die Regelungen des Gesetzentwurfs das Beihilfeverbot des EG-Vertrages.
Summary
Declaration of Pay Scale in the Allocation of Transit Services At present, there is a bill being passed through the German Parliament, which deals with wage remunerations in public building contracts and the allocation of transit services in public transit. According to this bill, a declaration of a pay scale for the tenderers should be laid down with regards to the allocation of transit services in public transit. Considerations regarding constitutional legality, however, exist. Moreover, the regulations of the bill go against the assistance restraint made in the European Community Contract.
Technik
Dipl.-Ing. Erich-Karl Freudling / Dipl.-Ing. (FH) Friedbert Schwarm / Dipl.-Ing. Christian Gruber
VAG testet Brennstoffzellenbus ►
Erfahrung mit dem MAN-Prototypen in Nürnberg
Zusammenfassung
Die VAG Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg hat 2000/2001 für sechs Monate einen Brennstoffzellenbus (BZ-Bus) der MAN im Linienbetrieb getestet. Der BZ-Bus legte 8000 km im Großraum Nürnberg zurück ñ eine bundesweit einmalige Leistung. Die Fahrgäste zeigten sich vom leisen, ruckfreien Fahren des Busses beeindruckt. Das Handling des BZ-Busses sowie der Wasserstofftankstelle erwiesen sich als unproblematisch. Der prinzipiell erfolgreiche Einsatz hat gezeigt, dass die Brennstoffzellentechnik als alternativer Antrieb im innerstädtischen Fahrbetrieb anwendbar ist. Momentan ist die Technik jedoch aus Sicht eines Verkehrsunternehmens noch nicht finanzierbar.
Summary
VAG Nuremberg Tests First Fuel Cell Bus The VAG joint stock traffic company of Nuremberg tested a fuel cell bus (BZ bus) of the MAN line haul in 2000/2001, for six months. The BZ bus did 8000 km in the Nuremberg area ñ a nationwide unique performance. The passengers were impressed by the quiet, smooth ride. Handling the BZ bus proved to be no problem, as did the hydrogen fuel station. The test-run was, principally, a success, showing that the fuel technique is employable as an alternative propulsion system in inner-city traffic operations. The reliability of the prototype was surprisingly good. For the moment, however, financing this technique remains a problem from the perspective of transit authorities.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Raimund Jünger
Das Niederflurnetz wächst weiter ►
Köln konzipiert Stadtbahnsystem neu
Zusammenfassung
Die 1991 beschlossene Aufteilung des Stadtbahnnetzes in niederflurige und hochflurige Teilnetze in Köln wird weiterentwickelt. Auf der Grundlage eines Gutachtens des Ingenieurbüros Spiekermann werden künftig auch auf den Ringen, nach Zollstock und über die Neusser Strasse in den Kölner Norden Niederflur-Stadtbahnwagen fahren. Der höhengleiche Einstieg kann so stadtverträglicher, schneller und kostengünstiger realisiert werden.
Summary
Cologne: The Low-Floor Network Continues to Grow The division of the light rail rapid transit network into low-floor and high-floor section networks, which was decided upon in 1991, is continuing to be developed. Based on a report by the engineering office, Spiekermann, low-floor light rail rapid transit cars will be driven on the ring roads of Cologne, to Zollstock, a suburb of Cologne, and via the Neusser Street to the north end of Cologne. This makes boarding easier in cities, as the platforms are on one level, as well as making it faster and reducing costs.
Ulrich Hoffmann / Dipl.-Geogr. Jürgen Heitmann / Dipl.-Geogr. Karl Seegmüller
Wiedereinführung der Straßenbahn in mittelgroßen Städten ►
Konzepte und Perspektiven: Das Beispiel Hanau am Main
Zusammenfassung
Die Neuimplementierung eines Straßenbahnsystems in Städten der Größenordnung von Hanau wurde bisher nur selten erwogen. Die Hanauer Straßenbahn AG hat nun mit der Vorlage einer Ñvorläufigenì Nutzen-Kosten-Untersuchung die Basis geschaffen für weitergehende Diskussionen und Entscheidungen. Konzipiert wurde ein Grundnetz mit zwei innerstädtischen Linien mit einer Verknüpfung zu benachbarten Städten auf Gleisen der Deutschen Bahn AG. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen einen volkswirtschaftlichen Nutzen des Projektes auf und auch auf der betriebswirtschaftlichen Seite zeigt sich ein positives Ergebnis.
Summary
Reintroduction of the Tram in Mid-Sized Towns
The new implementation of a tramway system in towns the size of Hanau has, up till now, rarely been examined. Now, with the presentation of a Ñprovisionalì cost-benefit assessment, the Tramway Inc. of Hanau has paved the way for continued debate and decisions. A base network with two inner-city lines and a link to neighbouring cities on the tracks of the German Rail Inc. has been designed. The results of the assessment show an economic benefit of the project and a good result on the operation analysis. This could be the incentive for other mid-sized towns to consider the introduction of this new Ñoldì transport system.
Dipl.-Inf. (FH) Rüdiger Gubler / Dipl.-Math. Jens Scheffler
Geografische Informationssysteme unverzichtbar für die Disposition ►
GIS-Integration in Planungs- und Informationssysteme für den ÖPNV
Zusammenfassung
Im Bereich der Leit- und Planungssysteme ist eine wachsende Beliebtheit von geographischen Informationssystemen (GIS) festzustellen. GIS-Systeme werden bei der
Init GmbH in verschiedenen Applikationen eingesetzt. Die Verbindung von betrieblichen Daten mit ihrem Raumbezug ermöglicht eine visuell anschauliche Bearbeitung der Daten.
Summary
Geographical Informationssystems necessary for Disposition The use of geographical informationsystems (GIS) becomes more and more popular. The Init GmbH, part of init innovation in traffic systems AG and a specialist in ITS for public transport, uses geographical information systems in varius applications. The relation of business data to its topological representation allows a graphical modification of the data as well as an intuitive and logical user interface.
Verkehrspolitik
Eberhard Krummheuer
Milliarden-Abenteuer Metrorapid? ►
Kritische Betrachtungen zu einem Kapitel Verkehrspolitik
Zusammenfassung
Die knappe rot-grüne Mehrheit im Landtag von Nordrhein-Westfalen hat mit ihrem Votum für den Bau des Metrorapid das Startsignal zu einer teuren Reise ins Ungewisse gegeben. Völlig offen ist derzeit noch die Finanzierung der als schnelle Regionalverbindung gedachten Magnetbahn zwischen Düsseldorf und Dortmund. Am verkehrs-
politischen Sinn einer technologischen Insellösung ausgerechnet im Ballungsraum Rhein-Ruhr mit seiner Vielzahl bestehender Verkehrswege und -mittel gibt es erhebliche Zweifel.
Summary
Adventure of Billions ñ The Metrorapid A small majority in the state parliament of North Rhine Westphalia has given the signal to start off on an expensive trip into the unknown, with its vote for the construction of the Metrorapid. The question as to how the project will be financed remains unanswered. It is planned to be a fast regional magnetic train connection between Düsseldorf and Dortmund. There are serious doubts regarding the traffic policy logic behind a technological island solution in, the conurbation of Rhine-Ruhr, which already offers a variety of transport systems and routes.
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Peter Kirchhoff
Aufgabenregulierung und Wettbewerb ►
Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung des ÖPNV
Zusammenfassung
Der ÖPNV ist Teil eines umfassenden Gesamtverkehrssystems. Seine Aufgaben sind die Entlastung der Städte vom MIV und die Gewährleistung von Mobilität. Die Konkretisierung dieser Aufgaben ist Sache der öffentlichen Hand. Nicht nur zwischen den Verkehrsunternehmen sollte Wettbewerb herrschen, auch die Vorgaben für das Angebot sollten nicht allein von der Verwaltung des Aufgabenträgers festgelegt werden, ihre Erarbeitung sollte privaten Planungsbüros übertragen werden, die untereinander in Wettbewerb stehen.
Summary
Task Regulation and Competition Public transit is part of an extensive traffic system. Its tasks are to reduce the noise of motorized individual vehicles in cities, while guaranteeing mobility. It is the public government which is responsible for making these tasks concrete. Not only should competition exist between transportation companies, but also the stipulations for offers should not be solely decided upon by the administration of the government. They should preferably be given to private planning offices which are in competition with each other.
Wirtschaft
Dipl.-Geograph Jochen Hensel / Dipl.-Betr.-wirt Christiane Henrich-Köhler / Dipl.-Wirt.-Ing. Thomas Satzinger
Verkehrsunternehmen strategisch führen mit der Balanced Storecard ►
Strategieimplementierung und Unternehmenssteuerung
Zusammenfassung
Die zahlreichen Veränderungen in der ÖPNV-Landschaft fordern die Verkehrsunternehmen auf, sich umfassend mit strategischen Zielen zu beschäftigen. Das Management wird gezwungen sein, sein Verkehrsunternehmen stärker strategisch auszurichten. Strategisch orientierte Unternehmen setzen hierzu die Balanced Scorecard (BSC) ein: ein modernes Management- und Controllingsystem, welches Unternehmen insbesondere bei der Ausrichtung auf die Wettbewerbsstrategie unterstützt. Die Einsatzmöglichkeiten und die Schritte zur Implementierung werden am Beispiel der Essener Verkehrs AG aufgezeigt.
Summary
Leading Companies strategically with Balanced Scorecard Numerous changes in the field of public-short-distance-traffic claim transport-companies to deal extensive with strategic objectives. The management will be forced to orientate their transport-company stronger strategically. In order to do so, the transportation-companies have to set-up and implement a strategy. The Balanced Scorecard (BSC), which is a modern management- and controlling system, supports the companies in putting the strategy into practice. In the article, the range of application and the steps of implementation are shown on the example of the Essener Verkehrs AG.
Dipl.-Geogr. Lutz Trostorf
Integriertes Qualitätsmanagement im Öffentlichen Personennahverkehr ►
Anforderungen und Leistungsspektrum
Zusammenfassung
Die Abrechnung und das Controlling der tatsächlich erbrachten Verkehrsleistung gehören zu den wichtigsten und gleichzeitig auch komplexesten Aufgaben der Besteller des
ÖPNV. Im Rahmen des Integrierten Nahverkehrsmanagementsystems Qbase bietet die IVU Traffic Technologies AG ein umfassendes und ausgereiftes IT-Verfahren für das Controlling von ÖPNV-Leistungen.
Summary
Integrated Quality Management System Billing and Controlling of transit services is one of the most important and complex tasks of transport authorities. Within the integrated transit management system Qbase, IVU Traffic Technologies AG provides a comprehensive and sophisticated IT-tool for controlling transit services. Using the system, transit authorities can increase their controlling efficiency significantly and save public money.
|