Alba Fachverlag, BestNr. nv200210
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Der Nahverkehr, Heft 10/2002
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig
Fahrzeugpools für den SPNV ñ Segen oder Fluch?
Betrieb
Dipl.-Vw. Dagmar Haase
Netzgestaltung und -vermarktung ►
Dienst am Kunden aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers
Zusammenfassung
Seit der Bahnreform besteht für die Unternehmen der Deutschen-Bahn-Gruppe die Aufgabe, sich als Dienstleister in ihren Strukturen und Handlungsweisen am Markt auszurichten. Für die Marktorientierung von DB Netz AG war weniger die Ñäußereì als die Ñinnereì Bahnreform entscheidend. Mit Kundenkommunikation, Marktforschung, mit der Konzeption ÑNetz 21ì und der Mittelstandsoffensive verfolgt DB Netz die Strategie, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen.
Summary
Organizing and Marketing the Network Since the rail reform the companies of the German Railways Group face the task of bringing their structures and business methods in line with the market. The ìinternalî rather than the ìexternalî rail reform was decisive in marketing DB Netz AG as the biggest rail infrastructure company in Germany. By using customer communication, market research, the Network 21 concept and by targeting small businesses, DB Netz is following the strategy of making the customer the focal point and increasing the efficiency of the network.
Dipl.-Ing. Andreas Rasemann / Dr.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Christoph Zimmer
City-Bahn Chemnitz: Von der Idee zur Realität ►
Zielvorgaben, Probleme und Lösungen
Zusammenfassung
Seit Anfang der 1990-er Jahren wurde das ÑChemnitzer Modellì als individueller Ansatz für ein regionales Stadtbahnmodell entwickelt, das unter Nutzung sanierungsbedürftiger Eisenbahntrassen die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes zum Ziel hat. Seit einer internen Reorganisation wird das Projekt von zwei Projektgesellschaften, der City-Bahn Chemnitz GmbH als Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Regio Infra Service Sachsen GmbH (RIS) als Eisenbahninfrastrukturunternehmen, realisiert. Die Besonderheit des Projekts ergibt sich aus der außergewöhnlich kurzen Umsetzungsphase in einem technisch, genehmigungsrechtlich und finanzierungsspezifisch schwierigen Projektumfeld.
Summary
City-Railway Chemnitz: From the Idea to Reality Since the beginning of the 1990th there has been developed the ìChemnitzer Modellî as an individual approach for a railway network, based on the rehabilitation of existing railtracks in order to realise a substantial improve of the commuter traffic to the city of Chemnitz. Since an internal reorganisation of the project, the project is managed by two project companies, namely the City-Bahn Chemnitz GmbH as rail transport operator and the Regio Infra Service Sachsen GmbH as railtrack operator. The peculiarity of the project results from an extra ordinary short realisation period associated with substantial technical, juridical and financial difficulties.
Marketing
Geralf Einert / Dr. Hans-J. Mentz / Jorgen Pedersen
Ein Wegweiser durch alle Systeme ►
Intermodale Fahrplanauskunft für den Großraum London
Zusammenfassung
In London implementierte mdv die intermodale Elektronische Fahrplan Auskunft (EFA). Erstmals wurde in London ein Auskunftssystem eingeführt, das alle Verkehrsmittel in London einbezieht. Neu in EFA ist hierbei unter anderem die Darstellung von Frequenzverkehr. Umsteigeinformation, Karten der Umsteigehaltestelle und Karten der intermodalen Wege von und zur Haltestelle werden dem Benutzer angeboten. Das System kennt zur Zeit über 15000 wichtige Punkte (POIs) und liefert Echtzeitinformationen zur aktuellen Verkehrslage.
Summary
Journey Planner for Greater London German mdv has implemented its Intermodal Journey Planner in London. For the first time in London, a public transport information system, which includes all public transport facilities, was introduced. New functions were added, such as the presentation of frequencies. Interchange information, area maps of stops/stations and multi modal paths to or from stops are offered. The system contains about 15000 Places of Interest (POIs) and supplies real-time Information about current traffic conditions. The Journey Planner for Greater London serves an area with about 12 Million inhabitants.
Praxis
Jochen Baumeister
Fahrscheinvertrieb über das Mobiltelefon
Recht
Dr. Christopher Zeiss
Die EG-Marktöffnungs-Verordnung für den Verkehrssektor ►
Erster Ausblick auf die praktischen Auswirkungen für die Beschaffung von Verkehrsdienstleistungen
Zusammenfassung
Die Neufassung der Marktöffnungsverordnung der EU (EG-VO 1191/69) begründet ein spezielles Vergaberecht in Ergänzung zu den Vergaberichtlinien und wird dabei weit reichende Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr und den Schienenregionalverkehr (SPNV) haben. Der Aufsatz stellt einige der bedeutsamen Regelungen der EG-VO dar, untersucht das Verhältnis zu den Vergaberichtlinien und formuliert einen kurzen Leitfaden zur Auswahl des richtigen Vergabeverfahrens.
Summary
Revised Regulation for the Traffic-Sector The revised version of the regulation (EEC) No. 1191/69 (regulation for the traffic-sector) justifies a particular law of public procurement in supplement to the public procurement directives and will show long-range effects for public transport (light rail, heavy rail, bus and metro). The essay describes some of the significant rules of the regulation for the traffic-sector, examines the realtionship to the public procurement directives and formulates a short guide to the selection of the right tendering procedure.
Technik
DI Katja Schechtner / DI Markus Plainer / DI Doris Fröhlich
Neue Online-Kontrollmethode für Elektromotoren im ÖPNV ►
Laufende Überwachung während des Betriebs
Zusammenfassung
Die Einsatzmöglichkeiten moderner Monitoringmethoden, die Ausfälle von (elektrischen) Motoren infolge eines Antriebsdefektes erkennen können, wurden in dem vorgestellten Projekt untersucht. Ziel war es, einerseits die Akzeptanz dieser Verkehrsmittel sicherzustellen und andererseits einen effizienten und wirtschaftlichen Einsatz der Fahrzeuge zu ermöglichen. Zudem wurden Synergiepotenziale, die bei der Anwendung derartiger moderner Monitoringsysteme im Bereich der Verkehrstelematik entstehen, ermittelt.
Summary
Online-Monitoring Method for Drive Defects The presented project investigated possible fields of application of modern monitoring methods in the area of drive defects. The aim was to ensure the acceptance of public tranport and on the other hand to guarantee an efficient and economic operation. Additionally the synergy potential between drive monitoring methods and transport telematic technologies were investigated. They lie mainly in the area of demand oriented maintenance, and the Vienna Monitoring Method also allows to collect data for demand driven service.
Verkehrsplanung
Andreas Huber / Dipl.-Ing. Heike Schäuble
Umdenken nötig? Version 2000 der Standardisierten Bewertung ►
Neuerungen und Auswirkungen aus Sicht des Anwenders
Zusammenfassung
Zum 1. Januar 2001 wurde ein neues Verfahren der Standardisierten Bewertung (Version 2000) eingeführt. Dabei wurden die Kosten- und Wertansätze zum Teil deutlich verändert. Zusätzlich wurde ein weitgehend überarbeitetes und erweitertes Verfahren zur Nachfrageprognose vorgegeben. Ausgehend von ersten Erfahrungen aus der Praxis werden die Wirkungen aus Sicht eines Verfahrensanwenders aufgezeigt. Diese betreffen zunächst die erforderlichen Arbeitsschritte, den Bearbeitungsumfang und den Datenbedarf. Darüber hinaus können aber auch erhebliche Unterschiede im Bewertungsergebnis eines Projekts zwischen altem und neuem Verfahren auftreten. Abhängig von der Charakteristik des Anwendungsfalles sind sowohl bessere als auch schlechtere Ergebnisse möglich.
Summary
Standardised Evaluations: Is there a Re-Thinking Necessary? Standardisierte Bewertung (standardised evaluations) are special profit-expense studies for public transport driveway investigations which are required in Germany before public funds can be granted. A new procedure for these studies was introduced on first of january 2001 which, in addition to often considerably different cost and value estimations, also includes a widely reworked and extended demand forecast procedure. Based on first practical experiences, effects from the point of view of a procedure user can be seen. These are first concerned with the necessary working steps, the work involved and the data requirements. However extensive differences in the evaluation results of the old and new procedures can also occur. Depending on the characteristics of the case in hand, sometimes better and sometimes worse results are possible.
Dipl.-Ing. Wilhelm Angenendt
Bewährt: Mittellage-Haltestellen mit Fahrbahnanhebung für Trambahnen ►
Erfahrungen mit einer unkonventionellen Haltestellenform
Zusammenfassung
Mittellage-Haltestellen von Straßenbahnen mit Ein- und Ausstieg über eine angehobene Fahrbahn gelten in Deutschland bisher als unkonventionelle Haltestellenform. In Wien gehören sie zum Standardrepertoire. Ergebnisse eines Forschungsvorhabens, in dem die Erfahrungen aus der Praxis zusammengestellt und Verkehrssicherheit und Verkehrsablauf analysiert wurden, zeigen, dass diese Haltestellenform bei entsprechender Ausgestaltung mehr als nur eine Kompromisslösung ist und verstärkt genutzt werden sollte.
Summary
Central Position Stops of Trams with Raised Roadways Central position stops of trams with in and stepped out over a raised roadway apply in Germany so far as unconventional form. In Vienna they are part of the standard. Results of a research project in that the experiences from practice were arranged and road safety and traffic flow were analysed show that this form of stops is ñ in the case of appropriate form ñ more than only a compromise solution and should be used also in Germany strengthened.
Dipl.-Geogr. Peter Blöcher / Dipl.-Ing. Manfred Rabe
Wettbewerb aus planerischer Sicht ►
Beispiel der Linienbündelung im Busverkehr des Rhein-Main-Verkehrsverbundes
Zusammenfassung
Das Personenbeförderungsgesetz gibt den Genehmigungsbehörden die Möglichkeit zur gebündelten Erteilung von Liniengenehmigungen im öffentlichen Personennahverkehr, sofern dies den Zielsetzungen der Förderung der Verkehrsbedienung und dem Ausgleich der Verkehrsinteressen entspricht. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund hat sich deshalb der Frage der Bildung von Linienbündeln aus verkehrsplanerischer und wirtschaftlicher Sicht angenommen. Zusammen mit der IVU Traffic Technologies AG wurde für die regionalen und ausgewählte lokale Buslinien im Verbundgebiet ein Konzept zur Linienbündelung erarbeitet.
Summary
Competition from the Planning Perspective The passenger transportation law in Germany gives the approval authorities the possibility of collective issuing of line permits in public transit, as long as it corresponds with the goals of area-wide service and the balance of transportation interests. The Rhein-Main-Verkehrsverbund (Rhine-Main transportation association) has, for this reason, taken on the question of the creation of collective lines from the point of view of traffic planning and economics. Together with IVU Technology Inc., a concept for collective lines was worked out. This will be applied for regional and certain local bus lines in the area.
Dr.-Ing. Ralf Zöllner
Wann lohnt sich die Reaktivierung von Schienenregionalbahnen? ►
Ein einfaches und praktikables Bewertungsverfahren
Zusammenfassung
Um auch ohne tief greifende Untersuchungen den Sinn von Reaktivierungsmaßnahmen regionaler Schienenstrecken, etwa bei der Aufstellung von Nahverkehrsplänen, bewerten zu können, ist ein einfaches und praktikables Bewertungsverfahren wünschenswert. Ziel war es daher, durch eine umfangreiche strukturelle und betriebliche Analyse von 14 Regionalbahnstrecken eine handhabbare Methodik zur Grobbewertung von Schienenstrecken herzuleiten. Abgeleitet wurde ein relationsbezogenes Verkehrserzeugungsmodell zur Prognose der Nachfrage, das auf leicht erhebbaren Struktur- und Angebotsdaten beruht. Ferner werden Erfolgsfaktoren genannt, die günstige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Regionalbahnbetrieb darstellen. Nicht zuletzt konnten Einsatzbereiche von Regionalbahnen definiert werden.
Summary
When is Reactivating the Regional Rail System Worth it? In order to be able to evaluate whether or not it would make sense to reactivate regional railways, without having to conduct far-reaching studies, a simple and practical process of evaluation is needed. This would be useful, for example, in the making up of short distance traffic schedules. That is why the goal was to establish an easy to manage method of rough evaluation, through an extensive structural and operational analysis of 14 regional railway routes. A traffic generated model in relation to connections was derived for the prognosis of demand, which is based on easily ascertained structure and offer data. Furthermore, factors for success are mentioned, which offer practical conditions for a successful regional rail system operation. Last but not least, areas of operation of regional trains are defined.
Verkehrspolitik
Dr. Klaus-Michael Ahrend / Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dipl.-Ing. Marcus Getta / Dr. Lorenz Kasch / Dr. Henning Pfaffhausen
Gemeinsam Richtung Wettbewerb ►
Neuausrichtung von Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden: Bestandsaufnahme, Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungsszenarien
Zusammenfassung
Die sich abzeichnende Liberalisierung im ÖPNV zwingt zur Weiterentwicklung der Marktmodelle. Die Konfliktpotenziale zwischen Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden lassen sich auf unterschiedliche Weise auflösen. Ein einheitlicher Königsweg existiert nicht. Möchte oder muss der Aufgabenträger verstärkt Einfluss nehmen, so wird ein Gemeinschafts-ÖPNV zu favorisieren sein. Kann er hingegen auf die Marktkräfte vertrauen und delegiert verstärkt Aufgaben, wird eher ein Unternehmer-ÖPNV die Lösung sein. Zwischen diesen beiden Polen sind zahlreiche Zwischenformen zu erwarten.
Summary
Together towards Competition Public transport in Germany is expecting further liberalization. This development calls for a careful advancement of the various market models currently applied. The potential for conflict can be resolved in different ways. However, no panacea seems to exist. A political preference for intensive influence on the design of public transport will make a system of strong public dominance the preferred one. Alternatively, if decision makers rely on market forces they will favor a system of entrepreneurial public transport. Between these extremes Accenture expects a variety of intermediate solutions with regional preferences.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Uwe Grote / Dipl.-Wirt.-Ing. Nils Himmelmann / Dipl-Kfm. Stefan Prim
Effizientere Fahrausweisprüfung ►
Ertragssituation der Verkehrsunternehmen lässt sich nachhaltig verbessern
Zusammenfassung
Jährlich entgehen den Verkehrsunternehmen in Deutschland mehrere hundert Millionen Euro durch Fahrgäste ohne Fahrschein. Vielerorts wird versucht, eine Balance der Prüfdienstkosten mit den erzielten Einnahmen aus dem erhöhten Beförderungsentgelt zu erreichen. Dabei wird die Höhe der entgangenen Fahrgeldeinnahmen außer acht gelassen. Fehlte bislang die Möglichkeit, die entgangenen Fahrgeldeinnahmen vor Umsetzung einer Maßnahme fassbar zu machen, lässt sich diese Größenordnung mittlerweile verlässlich ableiten. Allerdings lassen sich mit einer neuen Formel die Probleme in der Einnahmensicherung nicht lösen. Für eine nachhaltige Steigerung der Fahrgeldeinnahmen sind ganzheitliche und ergebnisorientierte Konzepte in der Einnahmensicherung notwendig.
Summary
A More Efficient Ticket-Inspection-Service Transit authorities in Germany have a loss of multiple hundred million Euros per year because of passengers who use the transit without a valid ticket. Nevertheless the guarantee of the receipts often seems to be a kind of ìstepchildî for transit authorities. In many places companies try to reach a balance between the costs for ticket-inspection-service and the obtained receipts from penalty fare. But they fail to notice the sum for not paid tickets. Till now it was not easy to find out how much money is missing in the cash boxes, but nowadays there is a possibility to make out a reliable magnitude. Certainly problems in guarantee of the receipts can not be solved by a formula. For a sustainable enhancement of carfare receipts it is necessary to develop a holistic and result-oriented concept for the backup of receipts.
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