Alba Fachverlag, BestNr. nv200211
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Der Nahverkehr, Heft 11/2002
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Kfm. Dr. Rolf Bender
Es kommt darauf an, was daraus gemacht wird
Betrieb
Rainer Lawerentz / Dipl.-Ing. Andreas Balling / Dipl.-Ing. Wolfgang Fleischer
Qualitätsziele müssen messbar sein ►
Vorgehensweise und Ergebnisse des Unternehmensbereiches Bus der BVG
Zusammenfassung
Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme) sind nur dann effizient und nachhaltig, wenn sie auf realistischen Qualitätszielen und Indikatoren beruhen. Das QM-System
des Unternehmensbereiches Omnibus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) unterscheidet zwischen direkt messbaren Qualitätskriterien und solchen, die nicht direkt messbar sind. Beispiele für erstere sind Technischer Einsatzkoeffizient, Zuverlässigkeit, Pünkt-
lichkeit, Reisegeschwindigkeit, Instandhaltungskosten, Beschwerden. Nicht direkte Indikatoren basieren auf Kundenbefragungen und sind auf die Befriedigung von Kunden-
wünschen ausgerichtet. Das Qualitätsinformationssystem des BVG-Unternehmensbereiches Bus wird in dem Beitrag detailliert vorgestellt.
Summary
Quality targets must be measurable Quality management systems are efficient and sustainable only if they base on realistic quality objectives and indicators. The quality management system of the bus division of the Berlin Public Transit Company BVG differentiates between direct (technical) measurable quality indicators and non-direct (subjective) quality indicators.
Examples for direct measurable indicators are Technical Employment Indicator, Reliabilty, Puntuality, Travel Speed, R&M-Costs per vehicle, Complaints and other. Non-direct indicators base on customer survey and relate to customer satisfaction. The system of quality reporting and controlling of BVG bus division is introduced in this article in detail.
Dipl.-Vw. Andreas Hemmersbach / Dipl.-Kfm. Andreas Roß / Dr. rer. pol. Dipl.-Ök. Andreas Deckmann
Gerüstet für den Wettbewerb ►
Einführung der Centersteuerung und der Balanced Scorecard bei den Dresdner Verkehrsbetrieben
Zusammenfassung
Zur Verankerung unternehmerischer Verantwortung in allen Unternehmensbereichen haben die Dresdner Verkehrsbetriebe AG mit Unterstützung der Unternehmensberatung Horváth&Partner ein Centermodell eingeführt. Dieses gewährleistet Transparenz über den wirtschaftlichen Erfolg aller Wertschöpfungsstufen des Unternehmens. Begleitet wird das Centermodell durch individuelle Balanced Scorecards für alle Center. Sie dienen der Übersetzung der Unternehmensstrategie auf Centerebene und basieren auf einer Unternehmens-Balanced Scorecard als strategischem Überbau.
Summary
Fit for Competition In order to allocate responsibility for economic success in all sections the public transit company of Dresden (Dresdner Verkehrsbetriebe AG; DVB) has introduced a centermodel with support of the management consultant Horváth&Partner. The centermodel guaranties transparency in all business transactions. It is assisted by individual balanced scorecards for all centers. They help to translate the corporate strategy to centerlevel. The centersí balanced scorecards are based on a central balanced scorecard that contains the strategic objectives of the DVB AG.
Dipl.-Ing. (FH) Georg Dukiewicz / Dipl.-Psych. Susann Kolbe
Vom Beförderungsfall zum Kunden ►
Praktizierte Kundenorientierung in Potsdam
Zusammenfassung
Der Artikel beschreibt den Umgang des Verkehrsbetriebs Potsdam GmbH (ViP) mit Beschwerden von Fahrgästen. ViP hat vor einiger Zeit erfolgreich ein Beschwerdemanagementsystem eingeführt, um unzufriedene Kunden zufrieden zu stellen und das Potenzial, welches in Beschwerden steckt, konsequent zu nutzen.
Summary
From Pure Transportation to Customer Service The article describes how complaints are handled by the public transit company of Potsdam (Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH; ViP). A time ago ViP established a complaint management system in order to satisfy dissatisfied customers and to benefit from the complaints, understanding them as hints to make things better work.
Marketing
Dr. Michael Neßler / Bettina Peter / Dipl.-Ing. Peter Nebe
Auch ohne große Budgets: Klug werben für den Nahverkehr ►
ÖPNV-Kampagnen im Jahrbuch der Werbung
Zusammenfassung
In diesem Jahr fanden gleich fünf ÖPNV-Kampagnen Aufnahme in das Jahrbuch der Werbung. Durch eine Betrachtung der Kampagnen der Münchner Verkehrsgesellschaft, der Leipziger Verkehrsbetriebe und der Hamburger Hochbahn arbeitet der Beitrag die Faktoren für eine trotz beschränkter Budgets erfolgreiche Kampagnengestaltung heraus. Erforderlich sind ein hochwertiges Produkt, eine klare Zielgruppenorientierung, Originalität in der Gestaltung der Motive, Fokussierung auf die Bildung einer Marke sowie die Auswahl einer kompetenten und engagierten Agentur.
Summary
Even Without a Large Budget: Clever Advertising for Public Transit This year, five public transit campaigns were recorded in the advertising yearbook. Through observing the campaigns of the public transit companies of Munich, Leipzig and Hamburg (Münchner Verkehrsgesellschaft, Leipziger Verkehrsbetriebe und Hamburger Hochbahn), the article works out the factors for a successful campaign, despite being on a limited budget. The requirements are a high quality product, a focus on the creation of brand identity, as well as the selection of a competent and committed agency.
Ortrud Schellhoß / Dipl.-Ing. Jürgen Hambuch / Dipl.-Ing. Bernhard E. Nickel
Europäische Norm für Qualität im öffentlichen Personenverkehr ►
EN 13816 nimmt Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen gemeinsam in die Pflicht
Zusammenfassung
Die CEN-Norm über Servicequalität im ÖPNV und im SPNV liegt jetzt vor. Aufgabenträger/Besteller und Verkehrsunternehmen werden gemeinsam für die Qualität des ÖPNV und SPNV in die Pflicht genommen ñ für beide Seiten soll der Fahrgast als Kunde im Mittelpunkt stehen.
Summary
European Standard for Quality in Public Transport The European standard about service quality in both urban and regional public transport by bus and rail has been published. Public authorities/tenderers and transport companies are seen as an entity which is responsible for transportation services quality. For both parties, the expectations of the clients have to be the focus.
Dipl.-Ing. Rudolf Herzog / M.A. Katja Nieder
Einführung eines Verbundtarifs ►
Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung im Verbund Oberlausitz-Niederschlesien
Zusammenfassung
Zum 1. Januar 2002 führte der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) in den Landkreisen Bautzen, Löbau-Zittau, im Niederschlesischen Oberlausitzkreis und in der kreisfreien Stadt Görlitz einen Verbundtarif ein. Verschiedene Arbeitsgruppen aus Vertretern des ZVON, der Verkehrsunternehmen und eines Ingenieurbüros entwickelten dafür ein maßgeschneidertes Tarifsystem. Die Einführung des Tarifs wurde von einer umfassenden Kommunikationskampagne begleitet.
Summary
Introducing an Integrated Tariff On January 1st 2002, the authority of public transport in east saxonia (Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien; ZVON) introduced an integrated tariff for public transport in the administration districts of Bautzen, Löbau-Zittau, Niederschlesien-Oberlausitz and in the city of Görlitz. Several teams of representatives of ZVON, the transport operators and an engineering company, developed a tailor-made tariff system. The introduction of the integrated tariff was accompanied by an extensive communication campaign.
Personalwirtschaft
Prof. Dr. techn. Jörg Schönharting
Weiterbildung mit Perspektive ►
Neuer berufsbegleitender Masterstudiengang Public Transport Management an den Universitäten Essen und Delft
Zusammenfassung
Veränderte Rahmenbedingungen im ÖPNV, Kostensenkungs-, Innovations- und Investitionsdruck sowie Wettbewerb bewirken völlig neue Anforderungen an das Management von Verkehrsunternehmen. Die Erkenntnis, dass sich vor allem die bisher im kommunalen Besitz befindlichen Unternehmen dieser Situation stellen müssen, veranlassten die Essener Verkehrs AG (EVAG) und die Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbH gemeinsam mit der Universität Essen einen Weiterbildungsstudiengang Public Transport Management zu konzipieren, der bisher in Deutschland einzigartig ist. Der Beitrag informiert über die Hintergründe sowie über die Inhalte des neuen Studienganges.
Summary
Further Education with Perspectives Changing conditions in the field of public transport, including pressure to reduce costs, innovate, attract investment as well as to be competitive, have necessitated the management of transport companies to meet completely new requirements. In response to the situation of these previously mostly public domain companies needing to adapt, the Essener Verkehrs AG (EVAG) and the Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbH, along with the University of Essen have designed a further education program entitled Public Transport Management. Up to this time the program is unique in Germany. The article outlines the background and the subject matter of the new course of studies.
Technik
Dipl.-Ing. Dieter Hassenpflug
Oberbau gegen Streustrom ►
Einen elektrischen Leiter isolieren, der nicht isoliert werden darf
Zusammenfassung
Die Oberbauarten offen, geschlossen und Rasengleis werden unter dem Gesichtspunkt der Streustromisolierung vorgestellt. Die besondere Problematik der Eindeckung der offenen Oberbauart zur Herstellung von Überwegen und Überfahrten wird dabei erörtert. Für die geschlossenen Oberbauarten, insbesondere der straßenbündigen Rillenschienengleise einschließlich der Überwege und Überfahrten wird auf herstellungstechnisch einfache, isoliertechnisch zuverlässige und nicht zuletzt auch kostengünstige Alternativen zur konventionellen Isolierung mit Kunststoff-Formteilen hingewiesen, deren Vorteile besonders im Bereich von Weichen- und Kreuzungsanlagen aus Rillenschienen zum Tragen kommen.
Summary
Superstructure Against Stray Current The track work types, open, covered and lawn tracks are introduced with the focus on insulation against stray current. The particular problems involved in covering the open superstructures, in order to be able to construct pedestrian and vehicle crossovers, is discussed. For the covered superstructures, especially the girder rail tracks connected to the streets, including the pedestrian and vehicle crossovers, a method is indicated that is both simple in its production technique and reliable in terms of insulation. On top of this, it is also the most economic alternative to conventional insulation, using plastic constructions, whose advantages come in useful, particularly in dealing with switches and crossings of girder rails.
Dipl.-Ing. Ulrich Bette
Isolierung von Fahrschienen: Messung des Ableitungsbelages ►
Untersuchung an Stadt- und Straßenbahnen
Zusammenfassung
In der DIN-Norm EN 50122-2 (VDE 0115-4) werden Anforderungen zur Verringerung von Streuströmen beschrieben. Demnach wird unter anderem für Bereiche, in denen nachteilige Auswirkungen von Streuströmen zu erwarten sind, die Isolation der Fahrschienen gegen Erde gefordert. Je nach Oberbauform sollen bestimmte Ableitungsbeläge nicht überschritten werden. Die Einhaltung der in DIN EN 50122-2 genannten Werte ist durch ein anerkanntes Messverfahren nachzuweisen. Auf die Messung des Ableitungsbelages und auf in verschiedenen Städten ermittelte Ableitungsbeläge unterschiedlicher Oberbauformen wird näher eingegangen.
Summary
Insulation of Rails: Measurement of the Conduction Surface In the DIN-norm EN 50122-2 (VDE 0115-4), the requirements for a reduction of stray current are described. Therefore, the insulation of rails on the ground is required for certain areas, for example those in which unfavourable effects of stray current are to be expected. Depending on the track work type, specified conduction surfaces are not to be exceeded. Whether or not the DIN EN 50122-2 values are held to be checked through a recognized measuring procedure. The measurement of the conduction surface and the conduction surfaces of various track work types established in different cities, are looked at in more depth.
Verkehrsplanung
Bauass. Wolf E. Schönrock
Kölns größtes P+R-Terminal ►
Haus Vorst: Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH setzt erfolgreiches Konzept für Einpendler weiter fort
Zusammenfassung
Im Juni 2002 wurde in Köln-Marsdorf (Haus Vorst) die größte Parc-and-Ride-Anlage im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg eröffnet. In einer ersten Ausbaustufe wurden 621 Stellplätze für Personenkraftwagen und weitere für Wohnmobile und Busse geschaffen. Planung und Umsetzung der Anlage am Schnittpunkt zweier Autobahnen oblag der Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg, die seit 1984 eine Vielzahl solcher Anlagen erstellt hat. Insgesamt befinden sich gegenwärtig 27 P+R-Anlagen auf Kölner Stadtgebiet.
Summary
Cologneís Biggest P+R Terminal In June 2002, in a suburb of Cologne called Marsdorf (house Vorst), the biggest park and ride lot in the area of the Rhine-Sieg transport association was opened. In a preliminary construction phase, 621 parking spaces for cars were made, and still others for recreation vehicles and buses. Planning and conversion of the parking lot at the intersection of two highways was the responsibility of the light rail rapid transit association, Rhine-Sieg. Since 1984 they have constructed numerous parking lots of this sort. In total there are 27 park and ride lots in the Cologne city area.
Wirtschaft
Prof. Dr. Henning Krug / Dipl.-Verw.wirt Matthias Görn
Balanced Scorecard (BSC) auch für Aufgabenträger ►
Modernes Managementinstrument erhöht Effizienz und führt zu zielgenauerem Mitteleinsatz
Zusammenfassung
Die erfolgreiche Umsetzung verkehrspolitischer Zielsetzungen und der daraus ableitbaren Strategien ist eine wesentliche Aufgabe von Aufgabenträgern, Verkehrsverbünden und Nahverkehrsgesellschaften. Diese sind nach Auffassung der Autoren ohne die Unterstützung durch moderne Managementmethoden nicht mehr zufriedenstellend führbar. Bis-herige Informationssysteme konnten dem Anspruch nach ausgewogenerer Darstellung aller erfolgskritischen Aktionen, Handlungen und Maßnahmen keineswegs gerecht werden. Mit der Balanced Scorecard stellt dieser Beitrag ein modernes Steuerungsinstrument zur Unterstützung des Managements bei der wirksamen Realisierung von Strategien vor.
Summary
Balanced Scorecard also for Public Authorities The succesful realisation of transport policy and the relevant strategies are an essential task of the public authorities, associations and public transport. According to the authors a management of these organisations and companies is not sactisfactorily possible
without the assistance of modern management methods. Common information systems could not meet the demand of a balanced representation of all success-critical actions and moves at all. With the Balanced Scorecard this article presents a modern controlling instrument assisting the management of the authorities in effectively realizing strategies.
Dr. Martin Jörß / Dr. Christoph Wahl / Dr. Thomas Rudolph / Anke Steinbach
Veränderungen des Marktes nutzen ►
Aufgaben und Chancen für Nahverkehrsunternehmen
Zusammenfassung
Der ÖPSV-Markt steht vor grundlegenden Veränderungen. Die EU-weite Liberalisierung und leere Kassen der öffentlichen Haushalte erhöhen den Anpassungsdruck auf die Unternehmen. Bestehen können sie in diesem Umfeld nur, wenn sie interne Leistungsreserven erschließen und ihr Leistungs- und Kostenniveau dem der Wettbewerber anpassen. Um sich nachhaltige Vorteile zu sichern, ist jedoch eine strategische Neupositionierung erforderlich: Stoßrichtungen sind die geografische und die horizontale Integration sowie die vertikale Disaggregation. Das Gesamtpotenzial dieser strategischen Hebel summiert sich für die gesamte ÖSPV-Industrie auf 35 bis 50 Prozent.
Summary
To Benefit from a Changing Tranportation Market The local public transportation market is undergoing fundamental change. Liberalization across the European Union and empty government coffers increase the pressure providers face. They can only survive in this context if they mobilize internal performance reserves and align their cost and performance level with competitors. In order to achieve a sustainable competitive advantage, however, strategic repositioning is necessary. Strategic levers are geographic and horizontal integration alongside vertical disaggregation. The total potential for the overall local public transportation industry resulting from these levers totals 35 to 50 per cent.
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