Alba Fachverlag, BestNr. nv200301
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Der Nahverkehr, Heft 1-2/2003
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Kfm. Günter Elste
Liberalisierung des ÖPNV jetzt politisch gestalten!
Betrieb
Dipl.-Ing. Bernhard Schönecke / Dipl.-Ing. Volker Müller / Dipl.-Ing. Konstantin Wardakas
Grünes Licht für die Straßenbahn ►
Berlin setzt umfangreiches Konzept zur Beschleunigung um
Zusammenfassung
Im Rahmen eines komplexen Modernisierungsprogrammes der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wurden von 1998 bis 2002 insgesamt 240 Lichtsignalanlagen im Streckennetz der Straßenbahn umgebaut oder erneuert und zugleich mit einer durch Funkanforderung beeinflussbaren Steuerungssoftware ausgerüstet. Mit dieser flexiblen und bedarfsgerechten Steuerung konnten die Verlustzeiten an den Lichtsignalanlagen fast vollständig beseitigt und die Reisegeschwindigkeit im Netz von bisher 18,2 km/h auf 21,0 km/h erhöht werden.
Summary
Green Light for Trams In a complex modernization program of the Senate Administration for Urban Development in Berlin and the Berlin Traffic Systems (BVG), a total of 240 traffic lights were modified or renewed between 1998 and 2002. At the same time, they were equipped with software for regulating the traffic lights through wireless commands. With a regulation system such as this, which is flexible and meets all requirements, excess time at traffic lights could be fully eliminated and travel time in the network was able to be increased from 18.2 km/h to 21.0 km/h.
G¸terverkehr
Dipl.-Geogr. Stephan Anemüller
Logistikzentrum für NE-Bahn ►
Die Bentheimer Eisenbahn stärkt Ihre regionale Kompetenz
Zusammenfassung
Logistische Dienstleistungen nehmen eine immer größere Rolle im Schienengüterverkehr ein. Am Beispiel des Grafschafter Logistikzentrums (GLZ) der Bentheimer Eisenbahn AG und des Kraftverkehrs Emsland GmbH zeigt sich, wie aus einer randständig erscheinenden Lage Synergieeffekte zwischen Schiene und Straße sowie den komplexen Mobilitätsanforderungen der Kunden erschlossen werden können.
Summary
Logistics Centre for the NE-Rail Logistics services are taking on an ever-increasing role in railway freight traffic. In the examples of the Grafschafter Logistics Centre (GLZ), the Bentheimer Rail Inc., and the Kraftverkehr Emsland Ltd., it is seen how a seemingly peripheral situation of synergy effects between rail and road, as well as the complex customer demands of mobility can be deciphered.
Marketing
Dipl.-Vw. Lutz Aigner / Dipl.-Kfm. Manfred Morghen
HVV wächst nach Norden ►
Marketing und Finanzierung für erweiterten Verbund
Zusammenfassung
Am 15. Dezember 2002 hat der HVV sein Bedienungsgebiet weiter nach Schleswig-Holstein hinein ausgedehnt und es dabei insgesamt fast verdoppelt. Seit Anfang 2000 verhandelten die betroffenen Länder und Kreise über diesen Schritt; im Februar 2002 fiel die politische Entscheidung. Die Organisation des HVV musste auf das neue Gebiet zugeschnitten werden, besonders der Tarif, der Vertrieb, das Erscheinungsbild, die Einnahmenaufteilung und die Verträge.
Summary
Northern Expansion of the HVV On 15th December 2002 the HVV expanded its service area to further parts of Schleswig-Holstein, so that it is now nearly twice the size as before. The regional states an boroughs affected started negotiating this step in early 2000; in February 2002 the political decision was made. The organisation of HVV had to be adapted to the new area, especially fares, ticket-distribution, corporate design, revenue-allocation and contracts. Furthermore HVV and the new operators agreed on and integrated approach.
Dipl.-Ing. Ines Hain
Informiert mit Nürnberg Mobil ►
Der Weg zu einer verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätsberatung
Zusammenfassung
Am 17. Oktober 2002 nahm Nürnberg Mobil, eine verkehrsmittelübergreifende Information und Beratung für Nürnberg, ihren Dienst auf. Im Gegensatz zum bisherigen Auf-
bau von Mobilitätszentralen ist man in Nürnberg einen neuen Weg gegangen. Es wurde auf Vorhandenes aufgebaut: So wurde das Informations- und Beratungsangebot der bestehenden Kundenanlaufstellen der Partner um einen gemeinsam definierten Informationsstandard erweitert.
Summary
Informed with Nuremberg Mobil On October 17th, Nuremberg Mobil, a comprehensive information service for transport systems, began operation. In contrast to the construction of mobility centres up till now, a new path was taken in Nuremberg. An existing centre was expanded upon: The information services of the existing customer service locations of the partners were brought together to form a commonly defined standard of information. Now one can obtain information regarding different issues at four information centres.
Dipl.-Ing. Jürgen Roß / Dipl.-Vw. Kai Tullius
Fahrplanauskunft mit EU-Spirit ►
Internet-basierte Informationen ohne Grenzen
Zusammenfassung
Die europäische Fahrplanauskunft EU-Spirit wird seit Projektende im Juli 2001 von Partnern aus Dänemark, Deutschland, Italien und Schweden weitergeführt. Zunächst bildeten Funktionen, wie die Suche nach Haltestellen, Adressen und Sehenswürdigkeiten in der Start- und Zielregion oder die Darstellung von Haltestellen und Adressen in Karten, die Basis von EU-Spirit. Inzwischen stehen dem Nutzer zusätzliche Funktionen zur Verfügung.
Summary
Passenger Information with EU-Spirit The European travel information system EU-Spirit, is being continued with by partners from Denmark, Germany, Italy and Sweden. Initially, functions as the search for stops, addresses and points of interest in the region of origin and destination or the presentation of stops and addresses in maps, were the basis of EU-Spirit. In the meantime, additional functionalities are available to the user.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Ingo Wehberg / Dipl.-Ing. Peter Schick
Systeme der Buspriorisierung ►
Kategorisierung von Systemarchitekturen
Zusammenfassung
Systeme zur Buspriorisierung werden weltweit in verschiedensten Variationen eingesetzt. Ein Vergleich zweier Systeme ist für Außenstehende mühsam, da wegen der Vernetzung der einzelnen Systeme eine Abgrenzung von Teilkomponenten schwierig ist. Vor diesem Hintergrund wurde eine Kategorisierung von Architekturen zur Buspriorisierung erstellt, mit deren Hilfe die Unterschiede im Aufbau und in den angewendeten Techniken heraus gearbeitet und verglichen werden können. Mit der Kategorisierung gelingt es, vorhandene Systeme bestimmten Typen zuzuordnen und im Hinblick auf Flexibilität und Ausbaufähigkeit zu beurteilen.
Summary
Bus Prioritization Systems Bus prioritization systems are being used worldwide in a multitude of variants. A comparison of two systems therefore is a laborious task for an outsider as the components of the different systems are linked in a network and this way the borders are blurred. Against this background a categorisation of architectures for bus prioritization has been created. The differences in the structure and the differences between the technologies used are worked out and compared. With the help of this categorization it is possible to attribute the existent systems to certain types and to evaluate these systems with respect to flexibility and upgradability.
Dipl.-Ing. Michael Frehn / Dipl.-Ing. Heiko Schwafert / Dipl.-Geogr. Christian Jutzler
Wachstumschance Freizeitverkehr ►
Praxisorientierte Maßnahmen für den ÖPNV im Ennepe-Ruhr-Kreis
Zusammenfassung
Freizeitverkehr stellt in seinem Umfang ein großes Potenzial für den öffentlichen Personennahverkehr dar. Gleichzeitig ist er für öffentliche Verkehrsangebote durch seine Art, Heterogenität und Ausprägung ein schwieriges Aufgabenfeld. Der Ennepe-Ruhr-Kreis mit seinen attraktiven Naherholungsgebieten am Rande des Ballungsraumes Rhein-Ruhr hat sich des Themas angenommen und versucht anhand praxisorientierter exemplarischer Maßnahmen Angebote für dieses Verkehrssegment bereitzustellen.
Summary
A Chance for Growing: Leisure Time Traffic Leisure Time Traffic covers a big amount of traffic volume and therefore is generally regarded as a big potential for public transport as well. However, with its different kinds and developments it is considered a difficult task for public traffic services. The County
of Ennepe-Ruhr with its attractive local recreation areas near the conurbation of RhineñRuhr has become initiativ to deal with the subject by developing practice-oriented
exemplary measures for this segment of traffic.
Dipl.-Geogr. Achim Overath / Dipl.-Ing. Mathias Schmechtig
Vlotho-Bus: Ortsbuskonzept mit emotionaler Wirkung ►
Von der Stadtbus-Machbarkeitsstudie zum realisierten Taxibussystem
Zusammenfassung
Von der Stadt Vlotho war eine Machbarkeitsstudie Stadtbussystem in Auftrag gegeben worden. Das Stadtbuskonzept konnte jedoch nicht realisiert werden. In Vlotho entstand vor diesem Hintergrund die Idee eines Ñabgespecktenì Systems mit bedarfsgesteuerter Bedienung im Stadtgebiet. Anfang 2000 wurde ein Taxibus-Konzept erstellt, das neue lokale ÖPNV-System wurde am 15. September 2001 gestartet. Nach einem Betriebsjahr ist eine erfreuliche Akzeptanz und Nachfrageentwicklung des Vlotho-Busses festzustellen.
Summary
VlothoBus: a Local-Bus-Concept with Emotional Results In 1998 the town of Vlotho commissioned the drawing up of a feasibility study into a bus network in the town. However, the concept of town buses could not be pursued any further. With regard to this background the idea arose in Vlotho for a Ñslimmed downì system. At the start of 2000, a Taxi-Bus concept was created, and the new local public transport system began on the 15th September 2001. After one year of operation, a pleasing acceptance and development of the VlothoBus project can be seen.
Dipl.-Ing. Lothar Legler / Dipl.-Ing. Christian Weiße / Dipl.-Ing. Jens Hebbe
Risikomanagement für die Planung von Infrastrukturprojekten ►
Innovatives Konzept zur Qualitätssicherung Betrieblicher Aufgabenstellungen für DB Netz
Zusammenfassung
Das Projekt QS BAst ist ein innovatives Strategieprojekt der DE-Consult. Dabei wurden mehrere betriebliche Aufgabenstellungen der DB Netz AG auf ihre inhaltliche Vollständigkeit, die logischen Querbezüge und die Umsetzung der Netz-21-Strategie der DB Netz AG geprüft. Für den Auftraggeber DB Netz AG ergibt sich der Mehrwert, dass die Aufgabenstellungen auf die Sicherung eines definierten Qualitätsstandards geprüft werden, der Voraussetzung für den reibungslosen Planungsablauf in den folgenden Planungsphasen ist.
Summary
Risk Management for Planning of Infrastructure Projects The project QS BAst is an innovative strategy project of the DE-Consult. In it, several operational sending stations of the German Rail Network Inc (DB Netz AG) were tested for completion of contents, logical cross-relations and the practical implementation of the network-21-strategy of the DB Netz AG. For the contractor, the additional value is achieved that the sending stations are tested for the safeguarding of a defined standard of quality, the pre-requisite for a smooth course of planning in the following planning phases.
Verkehrspolitik
Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig / Prof. Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann
Quo vadis, VDV? ►
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen stellt sich neu auf
Zusammenfassung
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat sich bisher sehr erfolgreich entwickelt. Seine Mitgliederzahlen sind kontinuierlich gestiegen. Im vergangenen Jahrzehnt haben sich aber die Verkehrsmärkte insbesondere durch die Liberalisierung grundlegend verändert. Damit der VDV seine Mitglieder in dem neuen Umfeld noch wirksamer vernetzen und unterstützen kann, wird er sich neu aufstellen. Hiermit verfolgt der VDV drei Ziele:
Er will die Identifikation aller Mitglieder durch eine Gliederung in Sparten erreichen. Seine Rolle als Spitzenverband der gesamten Branche will er durch Aufnahme neuer Mitgliedergruppen stärken und seine Kompetenz als Fachverband weiter ausbauen. Eine starke Verbandsspitze soll seine Geschlossenheit erhalten und seine Schlagkraft erhöhen.
Summary
Quo vadis, VDV? The German Association of Transit Authorities (VDV) has been developing successfully up till now. Its membership is growing steadily. Transit markets however, have changed fundamentally in the past decade, particularly due to liberalization. In order for the VDV to be able to more effectively network and support its members in this new environment, it is being reorganized. In this new organization, the VDV has three goals: The identification of all members through a classification in branches; to strengthen its role as the leading group in the entire branch by taking on new member groups; and to further expand its competence as a specialist group. A strong leader of an association should maintain its unity and increase its power.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Susanne Geppert / Dipl.-Kfm. Thomas J. Kubis / Dipl.-Inform. Jochen Sauer / Dr.-Ing. Meinolf Spichal
Einnahmenaufteilung an der Verkehrsnachfrage orientiert ►
Prinzipien und Entwicklung des Verfahrens im Rhein-Main-Verkehrsverbund
Zusammenfassung
Im Rhein-Main-Verkehrsverbund haben sich 26 strukturell sehr heterogene Partner zusammengeschlossen. Für die Einnahmenaufteilung waren vielfältige Probleme zu lösen, so die Berücksichtigung des Regionalverkehrs, der im Gegensatz zu dem übrigen Verkehr angebotsorientiert vergütet wird. Die widerstreitenden Interessen konnten durch die frühzeitige Einbindung aller Entscheidungsträger in einem zwar komplexen, aber von allen Beteiligten als fair empfundenen Verfahren zusammengeführt werden.
Summary
Fair Division of Earnings In the Rhine-Main transport association, 26 structurally heterogeneous partners have come together to form one of the largest German transport associations. With regards to the division of earnings, there were diverse problems to be solved. The same applies to the consideration of regional traffic which, in contrast to other types of traffic, is remunerated based on supply. The conflicting interests were able to be brought together through an early inclusion of all decision-makers in a complex process which all those involved found to be fair.
Horst Krämer
Das neue Preissystem der Bahn ►
Ein Modellansatz für den ÖPNV?
Zusammenfassung
Auch Preissysteme altern ñ deshalb war beim Fernverkehr der Deutschen Bahn AG ein neues Preissystem überfällig. Für die derzeitigen ÖPNV-Tarifsysteme ist das neue Tarifsystem der DB AG vor allem aus vertriebstechnischen Gründen kein Modellansatz. Bei einem künftigen elektronischen ÖPNV-Ticketing-System mit Chip, kontaktloser Fahrgasterfassung, Fahrpreisberechnung und Abrechnung über ein elektronisches Hintergrundsystem stellt das neue Tarifsystem eine interessante, technisch umsetzbare Variante dar. Dies gilt insbesondere für die gewählte Ausprägung der Tarifelemente Raum und Zeit.
Summary
The New Rail Price System Even price systems age ñ thatís why a new price system was long overdue for long distance traffic at the German Rail Inc. (DB AG). For the present public transit tariff systems, the new tariff system of the DB AG is no model, above all for sales reasons. In a future electronic public transit ticketing system with chips, passenger counting without contact, price calculation and accounting using an electronic background system, the new tariff system offers the DB AG an interesting, technically feasible variation. This applies especially to the form chosen for the tariff elements, space and time.
Dr. rer. pol. Heinz Neubauer
Betriebstiefe als Stellschraube im Wettbewerb der Unternehmen ►
Das Beispiel der Reinigung von Bussen und Bahnen
Zusammenfassung
Selbsterstellung oder Fremdbezug von Dienstleistungen kann im Wettbewerb den entscheidenden Unterschied darstellen. Die Reinigung von Bussen, Bahnen und Bahnhöfen ñ definiert als facilities ñ gehört für den Verkehrsbetrieb nicht unbedingt zu seinen Kernaufgaben. Genaue Prozessanalyse und vollständige Kostenanalyse zeigen häufig den Weg zur schrittweisen Fremdvergabe.
Summary
Make or Buy Services: Essentiell Question for Competition Make or buy services can make the difference in competition. Cleaning services for busses, light railway vehicles, and stations ñ defined as facilities ñ can be considered as secondary process, which must be distinguished from primary (core) processes like scheduling and performing traffic services. A sound process analysis including a full blown cost review often shows the way to a stepwise enlarged buying strategy.
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