Alba Fachverlag, BestNr. nv200304
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Der Nahverkehr, Heft 4/2003
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. E. h. Dieter Ludwig
Investitionspolitik nach Plan?
Marketing
Dr. jur. Eberhard Schrameyer / Peter Burggraf
Managementstrategien zur Kundenbindung bei den KVB ►
Nachfragepotenziale erschließen und aus zufriedenen überzeugte Kunden machen
Zusammenfassung
Die anstehende Wettbewerbssituation im ÖPNV erfordert ein ganzheitliches Kundenbindungskonzept. Für den Erfolg eines solchen Konzeptes sind alle Instrumente des Marketing-Mix entscheidende Einflussfaktoren. Dem Stammkunden muss ein besonderer Mehrwert über die ÖPNV-Leistungen hinaus geboten werden, um einen Anreiz zu schaffen, als Abonnent dem Unternehmen verbunden zu bleiben. Dieser Mehrwert sollte möglichst in engem Zusammenhang mit den ÖPNV-Leistungen stehen. Maßnahmen zur Kundenbindung dienen der Marktanteils- und Erlössicherung.
Summary
Customer Relationship Management of the Public Transit in Cologne The coming competitive position in the public transport requires an entireness customer relationship management concept. For the success of such a concept are all instruments of marketing-mix crucial factors of influence. A special increase in value must be ordered to the regular customer in order to create an incentive for remaining connected to the enterprise. This increase in value should stand if possible in close relationship with the public transport achievements. Measures for customer connection serve for to the market share and proceeds safeguarding.
Personalwirtschaft
Dipl.-Sozialwirt Hubert Resch
Verkehrsunternehmen: Marktfähigkeit statt Betriebsdenken ►
Ausbildung und Weiterbildung als Wettbewerbselemente
Zusammenfassung
Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter in Nahverkehrs-Unternehmen muss sich auf die Gegebenheiten des Wettbewerbs einstellen und zu einem guten Teil neu positionieren. Modulartige Qualifizierungen, zum Beispiel für das Managen von Änderungsprozessen und für die Informationsprozesse im Unternehmen, treten an die Stelle von Routineausbildungen. Prozessbegleiter, interne Kommunikateure, externe Verkaufsstrategen und Intrapreneure sind Profile der Zukunft. In der neu gegründeten VDV-Akademie bietet sich die große Chance, die neuen Modelle und Module zu entwickeln und zu propagieren.
Summary
Public Transit: Marketability instead of Traditional Thinking The initial training and further-training in ÖPNV companies that want to be present in the market in the future must repositioned itself to a large part. Modular qualifications, for example, for the management of change processes and for the information processes in the company, replace routine training. Process supporters and forcers, internal communicators, external sales strategists and entrepreneurs are the profiles of the future. The newly-founded VDV Academy offers a great opportunity for the development and propagation of the new models and modules.
Technik
Dipl.-Ing. Volker Deutsch / Dipl.-Ing. Ralph Pütz
Steht die Renaissance überlanger Omnibuszüge bevor? ►
Statusbericht zum NRW-Pilotprojekt Buszüge im ÖPNV
Zusammenfassung
Bei Anhängergespannen oder Doppelgelenkbussen wird vor allem der hohe Personalwirkungsgrad in den Vordergrund gestellt, da ausnahmslos alle interessierten Verkehrsunternehmen unter starkem Druck stehen, ihre wirtschaftliche Effizienz zu verbessern. Ein Linienbusverkehr mit überlangen, vierachsigen Buszügen wird hier als zu prüfende Option gesehen. Erläutert werden in dem Beitrag Aspekte, die die Finanzierung, die Zulassung sowie den Herstellermarkt betreffen. Der Beitrag stellt darüber hinaus auch die breitgefächerten Einsatzvorplanungen in verschiedenen Städten vor.
Summary
Is the Renaissance of Excessive Length Omnibus Trains Approaching? Above all else for trailer bottom plates or double joint buses, high labour efficiency is the main focus. This is the case because all public transit companies, without exception, are under tremendous pressure to improve their economic efficiency. Bus line traffic with
excessive length, four-axis buses is seen here as an option to be tested. The article mentions aspects which affect financing, permits and the manufacturer market. Furthermore, the extensive employment plans in various cities in North Rhine-Westphalica are also presented in the article.
Verkehrsplanung
Dipl.-Kfm. Ralf Uekermann
Der ITF im ländlichen Raum ñ ein bezahlbares Angebot? ►
Einführung eines integralen Taktverkehrs im Landkreis Holzminden
Zusammenfassung
Der Integrale Takfahrplan (ITF) hat sich insbesondere im SPNV in vielen Regionen Deutschlands als Fahrplan-Erfolgsmodell bewährt. Gleichwohl wurden entsprechende Planungen bisher kaum auf regionale Busverkehre übertragen. Im ländlichen Raum stellt sich zusätzlich die Frage, inwieweit die Einführung eines ITF ein praktikables und bezahlbares Instrument zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNV ist. Anhand der schrittweisen Einführung des ITF im Landkreis Holzminden konnte gezeigt werden, dass unter Einbindung differenzierter Bedienungsformen der ITF auch in ländlich geprägten Verkehrsräumen zu steigender Nachfrage und wirtschaftlichem Erfolg führt.
Summary
The Integral Fixed Cycle Schedule ñ Can it be financed? The schedule model of Integral Fixed Cycle Schedule (ITF) has been realized with success on public transport by trains in many regions in Germany. Although there were only few experiences of transfering this know-how on regional public transport by bus. Additionally there is a discussion about the ITF as a practicable, but first of all financable system to make public transport in rural regions more attractive. Including a particular but systematic use of alternative public conveyances a project in the district of Holzminden (Germany) has shown, that basing on the ITF rising demand and economically success could be realized.
Dipl.-Ing. Andreas Berk
Stadtbahn für Heilbronn ►
Beispiel für den Aufbau eines Regional-Stadtbahn-Systems
Zusammenfassung
In zahlreichen deutschen und europäischen Städten gibt es aktuelle Projekte zur Einführung eines Regional-Stadtbahn-Systems gemäß dem Karlsruher Modell. Nach Saarbrücken entsteht in Heilbronn ein Regional-Stadtbahn-Netz, bei dem innerstädtische Neubaustrecken mit vorhandenen Eisenbahnstrecken verknüpft werden. Technische, betriebliche, gestalterische, räumliche und politische Randbedingungen haben in Heilbronn zu einigen besonderen Problemlösungen geführt. Diese Heilbronner Erfahrungen stellen ergänzende Kriterien für die Beurteilung neuer Projekte und deren weiteren Planung dar.
Summary
Light Rail Rapid Transit for Heilbronn In numerous German and European cities projects are currently taking place for the introduction of a regional light rail rapid transit system, corresponding to the Karlsruhe model. After Saarbrücken, there will be a regional light rail rapid transit network in Heilbronn. It will connect inner-city new lines with existing railway routes. In Heilbronn, technical, operational, format, spatial and political peripheral conditions have led to several solutions to special problems. This experience in Heilbronn shows supplementary criteria for the evaluation of new projects and their further planning.
Dr. Joachim Scheiner
Verkehrsmittelnutzung älterer Menschen in der Freizeit ►
Relevanz von ÖPNV-Angeboten für die Mobilität
Zusammenfassung
Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer Haushaltsbefragung unter 4500 Personen ab 60 Jahren im Raum Bonn und Eifel. Themen sind die Entscheidungskriterien der Verkehrsmittelwahl, der Einfluss des ÖPNV-Angebots auf die Verkehrsmittelnutzung sowie die Abschätzung von Nachfragersegmenten, die auf der Basis von Pkw-Verfügbarkeit und
ÖPNV-Nutzungshäufigkeit gebildet werden. Des Weiteren werden nach Aktivitäten und Relationen differenzierte Analysen präsentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der ÖPNV auch unter älteren Personen mit Pkw im städtischen Raum hohe Potenziale besitzt. Die Nachfrage im ländlichen Raum dagegen ist selbst unter Personen ohne Pkw gering.
Summary
Modal Choice of Senior Citizens in Leisure Transport The article presents results of a household survey among 4500 individuals aged 60 or more in the Bonn and Eifel region. Decision criteria for modal choice are highlighted as well as the influence of public transport supply on modal choice and the estimation of market segments, which are generated by car availability and frequency of public transport use. Additionally, activity and relation specific analyses are being presented. The results show the high potential of public transport in an urban context even among people with a car. In a rural area, in contrast, the demand is low even among people without
a car.
Dipl.-Geogr. Swantje-Angelika Küpper / Dipl.-Geogr. Bettina Molly / Prof. Dr.-Ing. Christian Holz-Rau / Dipl.-Ing. Wiebke Unbehaun
Nahverkehrspläne in der Praxis ►
Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von Aufgabenträgern
Zusammenfassung
Im Forschungsprojekt HANNAH (Handlungsleitfaden für die Aufstellung von Nahverkehrsplänen) wurden die Aufgabenträger im ÖPNV und SPNV bundesweit befragt. Durch die Befragung konnte ein systematischer Überblick über den Stand der Nahverkehrsplanung, über das methodische Vorgehen, die Inhalte, die Umsetzung sowie über die Erfahrungen mit und die Erwartungen an den Wettbewerb im ÖPNV und SPNV erlangt werden.
Summary
Experiences with Regional Transportation Plans The German Federal Department of Transportation commissioned a study with the goal to develop a manual for the establishment of Local and Regional Transportation Plans. Part of the project is a nationwide, standardized, written questionaire which was distributed to executives in public transportation and rail transportation planning. The questioning achieved a systematic overview over state of the art in Transportation Planning: methods, issues and applications, as well as experiences and expectations regarding competition.
Verkehr/Umwelt
Dr. Ulf Surburg / Prof. Dr.-Ing. Udo Becker
EU-Richtlinie zur Umweltprüfung ►
Auswirkungen der SUP auf die Erstellung von Nahverkehrsplänen
Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt die Konsequenzen der EU-SUP-Richtlinie für Nahverkehrspläne auf. Die Betrachtung wird dabei vor allem auf die gesetzlichen Grundlagen, die Verfahrensschritte der Prüfung sowie auf Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis gerichtet.
Summary
EU Regulations on Environmental Testing The article shows the consequences of the EU-SUP regulations for public transit plans. It is considered in particular from the legal basis perspective, which focuses on steps in the testing process and arranged according to the possibilities of putting them into practice.
Wirtschaft
Dipl.-Geogr. Thomas Hoor
Fahrzeugvorhaltung im regionalen Schienenpersonenverkehr ►
Status Quo und Perspektiven
Zusammenfassung
Diskriminierungsfreie Teilnahmebedingungen herzustellen, ist die Grundvoraussetzung bei der Entwicklung des Wettbewerbs im SPNV. Dabei erscheint die Beschaffung neuer Fahrzeuge aufgrund der hohen Investitionskosten von Triebwagen ein besonderes Problem darzustellen. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen wird durch die Vorgabe der Anschaffung neuer Fahrzeuge in Ausschreibungen eine hohe Markteintrittshürde gestellt. Der vorliegende Aufsatz gibt einen Überblick über den Status-Quo der Fahrzeugbeschaffung und stellt Vor- und Nachteile einzelner Varianten gegenüber.
Summary
Rolling stock procurement for the regional rail transport Non-discriminating conditions of participation are the prerequisite for the development of competition in regional rail transport. Due to the high investment costs for motor coaches, the procurement of new vehicles appears to be a particular problem here. Especially for small and middle sized enterprises and market newcomers, the requirement in invitations of tender to acquire new vehicles, resembles a high hurdle for entering the market. This paper provides an overview of the status quo of vehicle procurement and compares pros and cons of different variants.
Henning Todte / Christian A. Rumpke
IT-Einführung im ÖPNV-Vertrieb ►
Wie Investitionen in den Vertrieb zum Erfolg führen
Zusammenfassung
In den Bereichen Marketing, Vertrieb und IT liegen in der ÖPNV-Branche die Investitionsschwerpunkte der Zukunft ñ insbesondere bei Vertrieb und IT, die künftig noch enger als bisher miteinander verzahnt werden. Nur wer die Art der einzusetzenden Vertriebs-IT aus einer konsistenten Vertriebsstrategie ableitet und wer ausschließlich Projekte durchführt, denen ein positiver Business Case zu Grunde liegt, wird Erfolge erzielen können. Der Einsatz praxiserprobter IT-Standardware sollte teuren Neuentwicklungen vorgezogen werden. Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor ist die Steuerung der beteiligten IT-Zulieferer: Jede IT-Einführung muss zudem von einem konsequenten Projekt- und Veränderungsmanagement begleitet werden, um zum gewünschten Erfolg zu führen.
Summary
Introduction of IT in Public Transit Sales The future focuses of investment in the public transit sector will be marketing, sales and IT. Especially sales and IT will be linked even more tightly to one another in the future than they were before. Only those who are able to derive the kind of employable sales-IT from a consistent sales strategy and those who exclusively implement projects which are based on a positive business case, will be able to achieve success. The use of IT-standard software which was tested in practice will be favoured over expensive newly developed software. An often underestimated success factor is the control of the IT-suppliers involved: Each IT-introduction has to be accompanied by a consistent project and change management in order to lead to desired success.
Dipl.-Ing. Uwe Grote / Dipl.-Wirt.-Ing. Nils Himmelmann / Dr. Andreas Renner / Dr. Alexander Sasse
Modifizierte Folgekostenrechnung ►
Planung und Bewertung der Wirkungen von Großinvestitionen auf Cashflow und Betriebsergebnis
Zusammenfassung
Die Forderung nach einem weiteren Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs geht oft mit Unsicherheiten einher, wie sich Großinvestitionen wirtschaftlich auf das betroffene Verkehrsunternehmen aber auch auf den Aufgabenträger auswirken. Mit der neuen Folgekostenrechnung können schon frühzeitig die mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf Cashflow, Bilanz und GuV und somit auf den Zuschussbedarf von Aufgabenträgerseite ausreichend genau prognostiziert werden. Das Anwendungsgebiet der neuen Folgekostenrechnung ist vielseitig und erstreckt sich unter anderem auf Investitionen in Stadtbahnstrecken, Betriebshöfe und Werkstätten. Planbar und bewertbar sind jedoch nicht nur Investitionen. Mit der neuen Folgekostenrechnung können auch qualifizierte Aussagen über mögliche Desinvestitionen getroffen werden.
Summary
Modified Integrated Economical Calculation The call for a further extension of public transport is often linked with the uncertainty, what the economical effects of a large investment for the concerned transport company and for the local authorities are. The new integrated economical calculation makes it possible to prognosticate the middle- and the long-term effects on cash flow, balance sheet and profit-loss-account early. Therefore the need of subsidy from the local authority could be predicted rather exactly in advance. There are many possible applications for the new integrated economical calculation, among other sides the investments into urban railway lines, service depots and workshops. But not only investments could be planned and valued ñ professional statements about feasibly disinvestments are also possible with the new integrated economical calculation.
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