Alba Fachverlag, BestNr. nv200306
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Der Nahverkehr, Heft 6/2003
Inhaltsverzeichnis
Betrieb
Dipl.-Ing. Jörg Eiteljörge
Praxis des Bereichscontrollings ►
Die Steuerung des Centers Fahrzeuge der Bremer Straßenbahn AG
Zusammenfassung
Unternehmensbereiche können nach unterschiedlichen Kriterien geführt werden. Will man es gut machen, benötigt man Strategien und Werkzeuge. In diesem Bericht wird die Verbindung hergestellt zwischen dem Führen einer Organisation und den Prinzipien der Regelung einer Maschine. Dieses Verfahren wird am Beispiel des Centers Fahrzeuge der Bremer Straßenbahn AG beschrieben. Der Regelkreis mit den Elementen Ziele definieren, Daten erfassen, Berichten, und Steuern wird mit praktischen Beispielen erläutert.
Summary
Controlling of Departments Departments in Companies can be managed by different criteria. If one wants to do it right, one needs strategies and tools. In this report the author draws the line between managing an organisation and the principles of controlling machines. Both follow the methods of cybernetics. The center Fahrzeuge (vehicles) of Bremer Straßenbahn AG is used to show the rules. The automatic control loop with the elements
target definition, data collection, reports, and steering is described with examples from the praxis.
Marketing
Dipl.-Kfm. Marc A. Fleischhauer / Christian Ordon
Machbarkeitsstudie zum E-Ticketing ►
Die Ergebnisse der gemeinsamen Analyse von RMV und DB AG
Zusammenfassung
Die Machbarkeitsstudie von RMV und DB AG lässt eine Bewertung des E-Ticketing aus unternehmensstrategischen, technisch-betrieblichen sowie wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu. Sie ist Grundlage für den gemeinsamen Einstieg in eine Feinplanungsphase mit dem Ziel der Ausschreibung des E-Ticketing-Systems im Rhein-Main-Gebiet. Die Machbarkeitsstudie beweist, dass aus dem Spektrum möglicher Systemausprägungen eine gemeinsam getragene Lösung gefunden werden kann, die im Hinblick auf die technische Weiterentwicklung und Ausweitung des Systems entsprechend skalierbar ist.
Summary
Feasibility Study on E-Ticketing The feasibility study by RMV and DB AG permits evaluation of e-ticketing from the point of view of corporate strategy, technical operations and commercial aspects. It provides good reasons for the parties to embark on the detailed planning phase, with the aim of inviting tenders for the e-ticketing system. The feasibility study proves that it will be possible from the entire spectrum of system designs, to identify a solution which is endorsed by both sides and which is suitably scalable in terms of ongoing technical development and expansion of the system.
Dipl.-Ing. Jochen Baumeister
Osnabrück: Mobiles Ticketing im städtischen Busnetz ►
Fahrscheinverkauf über Mobiltelefone als Komplett-Service
Zusammenfassung
Seit dem 28. Januar 2003 wird von den Stadtwerken Osnabrück im städtischen Busnetz mobiles Ticketing, also der Fahrscheinverkauf über Mobiltelefone, angeboten. Der Kunde kann nun selbst aussuchen, wie er seine Tickets kaufen möchte. Die neuen mobilen Fahrscheine ersetzen nicht die bestehenden Vertriebskanäle. Das Mobilfunknetz unabhängige Mobile-Ticketing-System Teltix richtet sich vor allem an Gelegenheitsfahrer und Neukunden.
Summary
Osnabrück: Mobile Ticketing
in Public Transport On January 28, 2003 mobile ticketing, i.e. the sale of tickets for public transport via mobile phones, was introduced in Osnabrück, Germany. Now clients can choose how they want to buy their tickets based on their own preferences and use of public transit. The new mobile tickets do not replace existing sales channels. The mobile ticketing service Teltix works in any mobile network and is targeted at irregular and new clients.
Technik
Dipl.-Vw. Wolfgang Tschakert
Talente eines Außenseiters ►
Plädoyer für den Doppeldecker im Linieneinsatz
Zusammenfassung
In der Diskussion um zukunftsfähige Omnibuskonzepte sollte der Doppeldecker im Linieneinsatz nicht fehlen. Dort wo er flächendeckend eingesetzt werden kann, überzeugt der Doppeldecker mit seinem hohen Nutzwert. In Ballungsgebieten spart er auf zwei Passagier-Ebenen knappe Verkehrsfläche und bietet seinen Fahrgästen mit der höchsten Sitzplatzzahl aller Vergleichskonzepte viel Komfort. Die Fahreigenschaften des flexiblen Großraum-Busses sind untadelig und problemlos im Alltag. Auch die betriebswirtschaftlichen Kennziffern sprechen für den doppelstöckigen Omnibus.
Summary
Abilities of an Outsider The public double-decker bus should not be absent in the discussion of alternative bus concepts for the future. It is very useful in areas where it can operate everywhere. In big cities with high density of traffic double-deckers can save road surface with two stores for passengers. On the other hand it can offer the highest figure of passenger seats compared to other buses. The driving behaviour of the flexible high capacity bus is without any fault and problems in daily operations. The business figures speak in favour to the double deck bus and especially for the version with 13,74 m length.
Dipl.-Ing. Nils Jänig / Dipl.-Wirt.Ing. Steffen Plogstert
Harmonisierung im Stadtbahnsektor ►
Libertin: Thematisches Netzwerk der EU zur Standardisierung
Zusammenfassung
Libertin ist ein Thematisches Netzwerk (TN), das im Rahmen des fünften Rahmenprogrammes für Forschung und Entwicklung (Growth Programme) von der Europäischen Kommission gefördert wird. Libertin beschäftigt sich mit der Harmonisierung und Standardisierung im Straßen- und Stadtbahnbereich auf Europäischer Ebene. Partner in Libertin sind die UITP und die UNIFE gemeinsam mit fünf großen Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Stadtbahnsysteme. In einem Thematischen Netzwerk ist die Mitarbeit von Experten integraler Bestandteil, um einen möglichst großen Konsens zu gewährleisten.
Summary
Harmonisation of Light Rails Libertin is the Light Rail Thematic Network (TN) on standardisation and harmonisation of LRT funded by the European Commission under the 5th Framework Programme for Research and Development (Growth Programme). Partners of the Libertin are the two major business associations representing mass transit operators and authorities (UITP) and the railway supply Industry (UNIFE) together with five major consulting companies specialised in the light rail domain. But the active participation of external experts is an integral part of this thematic network.
Verkehrsplanung
Dipl.-Verkehrswirtsch. Mareike Schulz / Dipl.-Ing. Chajim Meinhold
Quantifizierung des Schienenbonus ►
Messung des Kundennutzens mittels Choice-Based-Conjoint-Analyse
Zusammenfassung
Mit Schienenbonus wird die Tatsache bezeichnet, dass vom Kunden eine Bahnfahrt gegenüber einer Busfahrt präferiert wird. Anhand der Strecke MüchelnñMerseburg in Sachsen-Anhalt wird der Frage nachgegangen, in welchem Maße dies der Fall ist. Zur Messung des verkehrsmittelspezifischen Kundennutzens bot sich das Verfahren der Choice-Based-Conjoint-Analyse an. Aus den erhoben Daten geht eine deutliche und signifikante Zahlungsbereitschaft für die Schiene hervor. Bei gleichem Preis ergibt sich eine höhere Nachfrage.
Summary
Quantifying the Preference for Trains The term Schienenbonus describes the fact, that customers prefer a train against a bus ride. Using the relation between the two towns Mücheln and Merseburg in Saxony-Anhalt as an example the amount of this preference is analyzed. To measure the mode specific utility to a customer the authors used choice-based conjoint-analysis which is widely accepted in mode choice analysis. The data from Mücheln inhabitants result in a clear and significant willingness to pay for rail. This can be used to fore-cast a higher demand if the price remains equal.
Dr.-Ing. Dr. techn. Geza Köröndi
Bussystem versus Stadtbahn? ►
Oder: Ist der Bus langweilig, die Bahn aber Ñsexyî?
Zusammenfassung
Auf städtischen Korridoren mit einer voraussichtlichen Nachfrage unter 15000 Personen/Stunde und Richtung wurde in den letzten Jahren häufig eine Stadtbahn errichtet. In solchen Fällen zeigt sich jedoch ein leistungsfähig ausgebautes Autobus- oder Trolleybussystem oft sowohl aus volkswirtschaftlicher Sicht als auch aus der Sicht der Fahrgäste günstiger. Das wird durch Beispiele belegt. Besondere Chancen für die Realisierung eines solchen Bussystems gibt es dort, wo für eigene Fahrwege Flächen vorhanden sind und die Ansprüche an einen hohen Beförderungskomfort keine Priorität genießen.
Summary
Bus System versus Light Rail Rapid Transit? For city corridors with a presumed demand of under 15000 persons/hour and direction, a light rail rapid transit was frequently established in the past few years. In such cases,
however, an efficient, developed bus or trolley bus system has often proven to be more economical than a light rail rapid transit system, both from the economic point of view as well as the passenger's perspective. This is supported by examples. The realization of such a bus system is more likely in places where there is enough space available for
constructing public transport routes and where travelling comfort is not too high a priority.
Dipl. math. oec. Albert Schrade / Dipl.-Ing. Steffen Bitter / Dipl.-Ing. (FH) Michael Schmidt
Potenziale des ÖPNV im expandierenden Freizeitverkehr ►
Gründe der Verkehrsmittelwahl im ländlichen Raum
Zusammenfassung
ÖPNV-Angebote im Freizeitverkehr weisen insbesondere im ländlichen Raum starke Nachfrageschwankungen auf. Dadurch besteht oft für die Einrichtung eines regelmäßigen Linienverkehrs keine gesicherte wirtschaftliche Basis. Anhand eines erfolgreichen Beispiels ñ dem Saisonverkehr des Schienenbusses ÑUlmer Spatzì auf der Schwäbischen Albbahn ñ untersucht eine Befragung von ÖPNV-Fahrgästen und von Pkw-Nutzern die Gründe für die jeweilige Verkehrsmittelwahl. Dadurch konnten Bedingungen und Potenziale für Verlagerungen vom MIV zum ÖPNV besser erkannt werden.
Summary
Potential for Public Transport
in Expanding Leisure Traffic The offer of public transit in leisure traffic shows strong fluctuations in demand, especially in the use of public transit for excursions in rural areas. Because of this, there is often no stable economic basis for the establishment of a regular line operation. Using the successful example ñ seasonal traffic of the rail bus, ÑUlmer Spatzì on the Swabian Albbahn ñ a survey of public transit passengers and automobile users examines the reasons for shifts from individual vehicles to public transit could be more easily recognized.
Dr.-Ing. Jürgen Brunsing / Dipl.-Geogr. Annedore Triebstein / Dipl.-Geogr. Roland Schmidt
Freizeitlinien: mehr als ÑLuchsusî? ►
Erfahrungen aus dem Kreis Euskirchen
Zusammenfassung
1997 konzipierte die Kreisverkehrsgesellschaft Euskirchen ein straßengebundenes Freizeitverkehrsnetz an Sonn- und Feiertagen in den Sommermonaten. Ausgehend vom Start im Jahr 1998 wurden mit der Einrichtung des Luchsus-Linien-Angebotes einschließlich dessen Erweiterung und Modifizierung in den Folgejahren alle wesentlichen Freizeitziele an den ÖPNV angebunden. Auf Basis einer Fahrgastbefragung befasst sich der Beitrag mit den Wirkungen eines derartigen Angebotes im Spannungsfeld zwischen Kostensenkungszwängen der öffentlichen Hand und automobiler Ausflugsfahrt.
Summary
Leisure Lines ñ More than ÑLuchsusì The public transport company of Euskirchen started in 1998 a special network for recreational traffic that is operated on sundays and holidays in summer in addition to the regional railway network. After the network expansion in the following years most recreational and leisure-time facilities are connected by the Luchsus-Lines (a german play of words with luxury and lynx). The article is based on a passenger survey and examines the effects of the service between the need of keeping public spendings low and the predominate use of private cars.
Dipl.-Ing. Christoph Gipp / Dipl.-Geogr. Ina Luderer / Dipl.-Ing. Eckart Schenk
Mobilitätsdaten für den ländlichen Raum ►
Vorhandene Nachfrage und künftige Anforderungen an den ÖPNV im Impuls-2005-Untersuchungsgebiet
Zusammenfassung
Grundlage für die Konzeption eines neuen Gemeinschaftsverkehrs auf dem Lande ist die Erforschung der aktuellen Verkehrsnachfrage und des Mobilitätsverhaltens. Verkehrserhebungen liefern derzeit überwiegend Mobilitätsdaten für Ballungsräume. Daten für den ländlichen Raum lassen sich dementsprechend schwer generieren. Es wird deshalb eine für den ländlichen Raum konzipierte Call-Center-Befragung entwickelt. Es stellt sich heraus, dass gerade die Charakteristika des bedarfsgesteuerten öffentlichen Verkehrs eine Chance für einen ländlichen öffentlichen Verkehr bieten.
Summary
Mobility Dates For Rural Areas The idea and the optimisation of a new community traffic in rural areas is based on exploration of actual transport demand and mobility dates. Common census methods in transport sector mainly deal with the situation in urban areas. This leads to a lack of mobility dates for rural areas. To get a database for an integrated practise-oriented project (Impuls 2005) a call center survey was developed. The main conclusion is that the characteristics of flexible or demand-oriented modes of public transport offer a chance for a new quality of public transport in rural areas including the integration of semi public transport modes.
Verkehr/Umwelt
Dipl.-Umweltwiss. Andreas Lüdtke
Umweltökonomischer Vergleich zwischen Auto, Bus und Trambahn ►
Individualverkehr schneidet bei Gesamtkosten schlecht ab
Zusammenfassung
Die Energieträgerentscheidung für die in Rostock anzuschaffende neue Busgeneration ist gefallen. Solange bis die Brennstoffzelle wirtschaftlich verfügbar ist, wird die Busflotte der RSAG weiterhin mit mineralischem Diesel betrieben. Auf der Grundlage der Daten, die bei der dieser Entscheidung zugrundeliegenden Wirtschaftlichkeitsrechnung anfielen, wurde eine weitere Untersuchung unter Einbeziehung betriebswirtschaftlicher und ökologischer Komponenten vorgenommen. Zu dem untersuchten dieselgetriebenen Gelenkbus kamen eine Straßenbahn und der private PKW. Die Ergebnisse dieser Berechnung werden in dem Beitrag vorgestellt.
Summary
Ecological-Economical Comparison between Automobiles, Buses and Trams The decision has been made, as to which authorities will be the energy suppliers for the new bus generation which is to be created in Rostock. Until the fuel cell is economically feasible, the buses of the RSAG will continue to be operated with mineral diesel. The data which was collected for the calculation of economic efficiency was the foundation of this decision. Based on this data, a further study took place, this time including the business and ecological components. Besides the diesel-run articulated bus, a tram and the private automobile were examined as well. The results of this calculation are presented in the article.
Wirtschaft
Ass. jur. Martin Schenck / Dipl.-Verw.betr.wirt (FH) Detlev Metzner / Dipl.-Vw. Olaf von Hoerschelmann
Wettbewerb im Regionalbusverkehr ►
Liberalisierung zum Nutzen aller Beteiligten gestalten ñ ein Erfahrungsbericht des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes [1]
Zusammenfassung
Der Artikel befasst sich mit den Erfahrungen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes bei der erfolgreichen Gestaltung der Liberalisierung des Nahverkehrsmarktes in einem Aufgabenträgerverbund zum Nutzen aller Beteiligter. Der Aufgabenträgerverbund bietet eine bewährte Struktur, um mit Augenmaß die natürlichen Zielkonflikte der Beteiligten sowohl durch Kompromissverhandlungen als auch durch Ausschreibungen zu lösen. Dies bringt bessere Leistungen für die Fahrgäste (Qualitätsstandards), erhebliche finanzielle Einsparungen für die Aufgabenträger und ist praktizierter Mittelstandsschutz.
Summary
Competition within the Regional Bus Transport The article deals with the experiences of the Munich Transport and Tariff Association on how to arrange successfully the liberalisation of the local public passenger transport mar-ket to the benefit of all participants given in a public authority association. The proven structure of a public authority association facilitates the solving of the natural conflicts of interest of all the participants through negotiations for compromise as well as tenders. This results in an improved performance for the passengers (quality standards), significant cost reduction for the public authorities and protection of small and medium-sized enterprises.
Dr. Wolfgang Gorka / Dipl.-Ing. Ralf Hoopmann
Fahrzeugpool in Niedersachsen ►
Organisation eines öffentlichen Pools am Beispiel der LNVG
Zusammenfassung
1997 hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) mit dem Aufbau eines Fahrzeugpools für SPNV-Fahrzeuge begonnen, um gleiche Startbedingungen für alle potenziellen Betreiber zu schaffen und frühzeitig Fahrzeuge bestellen zu können. Das Fahrzeugpool-Modell gewährleistet aus Sicht der LNVG den bestmöglichen Einsatz öffentlicher Mittel. Im übrigen ist das Poolmodell aufgrund seiner Betreiberneutralität im Hinblick auf kommende EU-Regelungen zukunftsorientiert. Die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge ist nicht Aufgabe der LNVG.
Summary
The Pool of Rolling Stock in Niedersachsen In 1997, Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) began to build up a Lower Saxony pool of railway cars to be hired out for commuter and regional railway traffic so that it was possible to place orders for railway cars the production of which takes approximately three years well in advance of a public tender action for a railway operator. LNVG considers a pool of rolling stock the best investment for public funds. Also, this model is neutral with regard to potential bidders, thus taking European Community regulations to come into account.
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