Alba Fachverlag, BestNr. nv200310
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Der Nahverkehr, Heft 10/2003
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr. jur. Martin Henke
Die großen Blackouts und die Lehren
Betrieb
Dipl.-Ing. Wolfgang Wörner
Schwäbische Erfolgsgeschichten ►
25 Jahre Verbund und S-Bahn Stuttgart
Zusammenfassung
Der Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbund (VVS) und die S-Bahn in der Region Stuttgart bestehen 25 Jahre. In dieser Zeit wurde das Angebot aus S-Bahn, Stadtbahn und Bus beträchtlich ausgebaut und qualitativ wesentlich verbessert. Inzwischen sind alle Verkehrsträger im Verbundraum tariflich und verkehrlich in den Verbund integriert. Der Verbund ist einer der wenigen Verbünde, die als Mischverbund organisiert sind. Sein weiterer Erfolg hängt davon ab, ob Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen ihr bisheriges Vertrauen, die ihm zugewiesenen ÖPNV-Aufgaben zu erfüllen, weiterhin auf ihn übertragen.
Summary
Successful Swabian Stories The Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) and the S-Bahn within the region of Stuttgart have now been working for over 25 years. During this time the range of transportation by suburban trains, light rail rapid transit and bus was considerably expanded and significantly improved. Networks are set up and run either by local authorities/units of responsibility as a municipal network or by transport companies as a corporate network. Or, like the VVS, they can be a mixture of these types of organisation. The further success of the VVS depends on wether these units of responsibility and transport companies decide to entrust in the future the hitherto assigned public transport duties to the VVS.
Dipl.-Ing. Frieder Zimmermann
Fernsehen für Mitarbeiter ►
Das Rheinbahn-TV geht ins dritte Betriebsjahr ñ Erfahrungen und Perspektiven eines Düsseldorfer Projektes
Zusammenfassung
Die Rheinische Bahngesellschaft AG in Düsseldorf betreibt seit mehr als zwei Jahren für ihre Mitarbeiter erfolgreich ein Corporate TV-System. Der Artikel beschreibt, wie es dazu kam, was es bei der Einführung zu bedenken gab, wie es produziert und gesendet wird, und welche Erfahrungen gemacht wurden. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Rheinbahn TV ñ so der Name des Systems ñ auch für andere ÖPNV-Unternehmen eine bedenkenswerte und wirtschaftlich interessante Ergänzung zu den üblichen Kommunikationsformen eines Unternehmens sein kann.
Summary
Television for Employees The Rhine Railway Company Inc. in Düsseldorf has been successfully running a corporate TV system for its employees for more than two years. The article describes how this came to be, what needed to be considered during the introduction of the system, how it is produced and broadcast and what they experiences they have had thus far. The article concludes that the ÑRheinbahn TVì ñ as the system is called ñ could also be of interest for other public transit companies, as a worthwhile and economical addition to the usal forms of communication within a company.
Wilhelm Georg Hanss
Kurs auf Wettbewerb ►
Leipziger Verkehrsbetriebe schließen Umbau zum Konzern ab und bereiten sich auf Olympische Spiele vor
Zusammenfassung
Der öffentliche Nahverkehr entstand auch in Leipzig aus einer enger Wechselbeziehung von Bevölkerungsentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaftskraft. Der Beitrag skizziert dies und stellt die Umstrukturierung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH zu einem gemischt-wirtschaftlichen Unternehmen dar. Ziel ist es, die Vorzüge der öffentlichen mit denen der privaten Wirtschaft zu verbinden, um auf künftige Herausforderungen gut vorbereitet zu sein ñ auch auf die Olympischen Spiele.
Summary
On the Highway of Competition The public local transport in Leipzig developed more than hundred years ago from the close interrelation between population development, urban management and economic power. This development is presented in reference to Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH and its restructuring process towards a public private company. The aim is to combine advantages of the public economy with advantages of the private economy to be prepared for future challenges ñ Olympic games in Leipzig for instance.
Literatur
Torsten Wiedemann
Die Essential-Facilities-Doktrin am Beispiel der Eisenbahn
Marketing
Dipl.-Ing. Alexander Czurzim / Dipl.-Vw. Gerhard Probst / Dipl.-Ing. Ingo Wortmann
Das Marketingkonzept der DVB AG ►
Dresden: Von der Gute-Nacht-Linie bis zum Abo-Club
Zusammenfassung
Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG zählen in Ihrer Größenklasse zu den Spitzenreitern beim Stammkundenanteil in der Bevölkerung. Dieser Erfolg beruht auf einem umfassenden Marketingverständnis, das über die reine Werbung hinaus geht. Durch die Verzahnung von Marktforschung und Marktbearbeitung und eine Konzentration der Bemühungen auf das Kundenbindungsmanagement haben die Dresdner trotz widriger Marktentwicklung für wachsende Fahrgastzahlen bei der DVB AG gesorgt.
Summary
Marketing Strategies of the DVB One of the most successfull public transport companies of its class in terms of monthly passes per inhabitant are the Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB). This success is due to the implemented marketing strategies that reach far beyond publicity. DVB integrates market research with product and network design and concentrates on the principles of loyalty management. This lead to increasing passenger numbers even though basic market determinants in Dresden predicted a decrease.
Dipl.-Geogr. Achim Overath / Dipl.-Ing. Jürgen Gellert / M.A. Iris Horstmann
Auf die Rezeptur kommt es an ►
Marketingkonzept zur Einführung eines stadtübergreifenden Stadtbussystems
Zusammenfassung
In den Städten Löhne und Bad Oeynhausen gibt es seit dem 7. April 2003 ein gemeinsames Stadtbussystem ñ ohne Mehrausgaben aus den städtischen Haushalten. Auch die Einführungskampagne stand unter dem Zeichen knapper Kassen. Trotzdem konnte ein Maßnahmenbündel geschnürt werden, das sowohl die politischen Entscheidungsträgern als auch die rund 90000 Einwohner von dem neuen ÑWerre-Busì überzeugen soll.
Summary
It depends on the Formula Since April 2003 the neighbouring cities Löhne and Bad Oeynhausen have introduced a common citybus system, which doesnít add to the public spending compared with before. The start of the system however came during a time of financial cut-backs. Nevertheless, it was possible to make politicians as well as the 90 thousands inhabitants aware of the advantages of the Werre-bus-system.
Petra Schürmann
VRR: Qualitätsmängeln auf der Spur ►
An Rhein und Rhur suchen ÑScoutsî Wege zu höherer Qualität
Zusammenfassung
Kunden wissen selbst oft am besten, was bei ihren täglichen Fahrten mit Bus und Bahn verbessert werden kann. Auf dieses Wissen baut der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit seinen Qualitätsscouts. Die mittlerweile 1000 ehrenamtlichen Qualitätsscouts des VRR halten im Nahverkehr Augen und Ohren auf. Sie geben ihre Hinweise schnell und gezielt weiter und helfen so mit, den Nahverkehr im VRR noch besser zu machen.
Summary
Lacks of Quality Often itís the passengers themselves who know best what to optimize regarding the local traffic. With its so-called QualityScouts the Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) makes use of this specific knowledge. On their daily journeys the 1000 honorary QualitätsScouts pay attention to every detail in busses and trains. They pass on their information and by that help to improve the local traffic in the area of the VRR.
Achim Oberwöhrmeier
Aufgabenträger investiert in Haltestellen-Infrastruktur ►
Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe beschafft Stelen in einheitlichem Design
Zusammenfassung
Die KVG Lippe mbH, stellt als Aufgabenträger-Gesellschaft im Kreis Lippe Haltestellenmasten auf. Damit übernimmt der Aufgabenträger ÖPNV-Infrastruktur, die den Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt wird. Durch diese Maßnahme haben mögliche Betreiberwechsel zukünftig keinen Einfluss mehr auf die ortsfesten Anlagen. Es werden Haltestellenmasten des Unternehmens Ries installiert, die die Ausschreibung gewonnen hat.
Summary
Transport Authority invests in Busstops The KVG Lippe ltd., sets up Busstop-masts in Lippe. With taking over the public transport infrastucture the KVG Lippe ltd. makes it availiable for every public transport company. By this measure possible operator changes in the future have no more influence on the stationary equipment. Stop masts of the company Ries which won the advertisement are installed. The masts are extremely flexible by their modular structure.
Personalwirtschaft
Dipl.-Ing. Jürgen Krüger
Wie flexibel sollte individuelle Dienstplanung sein? ►
Konzepte der Wunschdienstplanung
Zusammenfassung
Viele Verkehrsbetriebe möchten ihre Dienstplanung und Personaldisposition individueller gestalten und die so genannte Wunschdienstplanung einführen. Dabei stellt sich ihnen das Problem, dass Informationen über mögliche Verfahrensweisen und deren Vor- und Nachteile oft fehlen. Dieser Artikel führt die verschiedenen Konzepte auf. Das Programm Perdis bietet nun mehrere Möglichkeiten zur Realisierung dieser Zielsetzung an.
Summary
How flexible should be Individual Roster Planning? Many transport companies would like to make their duty roster planning and personnel assignment more individual and to establish a system which meets each personís individual requirements. They often have the problem that there is a lack of necessary information about advantages and disadvantages of possible procedures. This article describes the different concepts. The system Perdis offers now several possibilities to realize this objective.
Recht
Reiner Metz
Europäisches Beihilferecht und ÖPNV-Finanzierung in Deutschland ►
Der Europäische Gerichtshof konkretisiert Anforderungen des EG-Vertrages
Zusammenfassung
Der Autor analysiert in Ergänzung seines Beitrages im letzten Heft dieser Zeitschrift die ÖPNV-Finanzierung in Deutschland nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) vom 24. Juli 2003 in der Rechtssache C-280/00 auf ihre Übereinstimmung mit den Beihilfevorschriften des EU-Vertrages. Er kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Wesentliche Teile der ÖPNV-Finanzierung in Deutschland sind unbedenklich, in einigen Bereichen kann dagegen vor Ort Änderungsbedarf bestehen.
Summary
European Aid Law and Public Transit Financing in Germany As a supplement to his article in last monthís publication of this magazine, the author analyses the financing of public transport in Germany in accordance with the judgement of the European Community Court of Justice. The judgement regarding the legal matter
C-280/00 and whether or not it corresponded to the aid regulations of the EU Contract, took place on July 24, 2003. The result is variable: Whereas essential parts of public transit financing in Germany are done without hesitation, in certain areas a need for change may be exist.
Dipl.-Vw. Christian Ewald
Ein bundesweiter ÖPNV-Markt ñ Illusion oder Realität? ►
Was für die Berücksichtigung regionaler Märkte im straßengebundenen ÖPNV spricht
Zusammenfassung
Die Entscheidungspraxis des Bundeskartellamtes im ÖPNV erfreut sich vor dem Hintergrund der beabsichtigten Marktöffnung zunehmender Aufmerksamkeit. Sehr oft wird in diesem Zusammenhang kritisiert, dass das Bundeskartellamt seinen Entscheidungen zur Fusionskontrolle nicht einen bundesweiten ÖPNV-Markt, sondern regionale räumlich relevante Märkte zugrundelegt. Würdigt man jedoch die verschiedenen Argumente dieser Diskussion vor dem Hintergrund des Schutzzwecks der Fusionskontrolle im ÖPNV, scheint die Position des Bundeskartellamtes sachgerecht zu sein.
Summary
A Nation-wide Public Transport Market ñIllusion or Reality ? Due to intended market liberalization the competition law enforcement practice of the Federal Cartel Office (FCO) in the public transport sector gains growing attention. This applies in particular to recent merger control proceedings and final decisions. Often criticized is the FCOís approach to define regional geographic markets as the relevant market of a merger and to reject the hypothesis of a nation-wide public transport market. But weighing the pros and cons against the background of the final objectives of merger control the position of the FCO seems to be convincing.
Technik
Drs. Peter Moen
Werkstätten und Wettbewerb ►
Eine Betrachtung aus niederländischer Sicht
Zusammenfassung
Die ÖPNV-Branche muss sich dem Wettbewerb öffnen, und die öffentlichen Kassen sind leer. Der Artikel beschreibt die Entwicklung in den Niederlanden. Dort mussten sich die meisten Werkstätten schon seit zehn Jahren im Wettbewerb behaupten. Trotz aller anfänglichen Skepsis gelang das hervorragend. In diesem Prozess wurden besonders im Busbereich Erfahrungen gesammelt, die auch für deutsche Unternehmen wertvoll sein können.
Summary
Vehicle Maintenance in Times of Competition Competition will unavoidably have its effect on the maintenance departments in the public transport sector. The article describes the situation in the Netherlands, where the majority of these departments had to survive under circumstances of competition in the last ten years. Because they successfully did so, their experiences could be of value for German public transport companies.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Wolfgang Legath
Ausgezeichnetes Engagement für mobilitätseingeschränkte Menschen ►
Die VAG Nürnberg arbeitet seit 30 Jahren am barrierefreien ÖPNV
Zusammenfassung
Bereits vor 30 Jahren hat die VAG Nürnberg den Grundstein für eine barrierefreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gelegt. Gemeinsam mit Behindertenverbänden verfolgt sie seither das Ziel, U-Bahn, Straßenbahn und Bus als durchgängiges behindertengerechtes System auszubauen. Dabei geht es nicht um spektakuläre Einzelprojekte, sondern um die systematische Optimierung des Ganzen.
Summary
Engagement for Disabled Persons in the Public Transit For the past three decades, VAG has worked consistently with organizations for the disabled to make its public transportation system fully compatible with the needs of mobility-impaired passengers. The focus is not on spectacular projekts, but on progressively implementing any and all measures that will ultimately enable disabled people to access the entire system completely free of barriers.
Rainer Johannesmeier / Thomas Markgraf
Einbindung von Nebenstrecken in den regionalen ÖPNV ►
Entwurf eines Leitfadens zur praktischen Orientierung
Zusammenfassung
Der Artikel skizziert ein Forschungsvorhaben zur Einbindung von Nebenstrecken in den regionalen ÖPNV. Ziel dieses Vorhabens war die Entwicklung eines Leitfadens, der erstmalig einen allgemeinen, für ein breiteres Publikum zugänglichen Einstieg in die Problematik des SPNV auf Nebenstrecken ermöglicht. Der Aufsatz gibt dabei einen Überblick über die Vorgehensweise sowie Struktur und Aufbau des entwickelten Papiers.
Summary
Integration of local Railway-Lines in the Regional Public Transport The article outlines a research project about the integration of local lines into the regional public transport. The aim of this project was developing a guide line, which for the first time makes the problem of regional transport in the railway sector on local lines comprehensible to a broader audience. The essay gives an overview about procedure, policy and structure of the developed guide line.
Wirtschaft
Dr. Dipl.-Vw. Mathias Borrmann
Ausschreibungen und Verkehrsverträge im SPNV ►
Was sagt die ökonomische Theorie?
Zusammenfassung
Ausschreibungen und Verkehrsverträge sind feste Bestandteile in der Organisation des deutschen SPNV. Wie sollten beide im Sinne eines Aufgabenträgers gestaltet werden? In diesem Artikel wird aus einer ökonomischen Perspektive argumentiert, wobei auf die (mikroökonomische) Vertrags- und Auktionstheorie zurückgegriffen wird.
Summary
Tendering and Contracts in Regional Rail Transport In Germany, tendering and contracts are steady parts in the organisation of the regional passenger rail transport. How should both be designed in point of the planning authority? In this article the author argue in view of economics, using the (microeconomic) theory of contracts and auction theory.
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