Alba Fachverlag, BestNr. nv200311
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Der Nahverkehr, Heft 11/2003
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. E. h. Dipl.-Ing. Dieter Ludwig
Von wegen Rasenmäher
Betrieb
Dr. Ing. E. h. Dipl.-Ing. Dieter Ludwig / Dipl.-Inform. (FH) Martin in der Beek / Dr. Hans-J. Mentz / Dr. rer. nat. Markus Alefeld
Fahr- und Umlaufplanung für den Zweisystembetrieb ►
Systemerweiterungen im Planungsprogramm Diva zur betrieblichen Planung der Karlsruher Zweisystem-Stadtbahn
Zusammenfassung
Seit der Inbetriebnahme der ersten Zweisystem-Stadtbahn von Karlsruhe nach Bretten ist das Stadtbahnnetz der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) auf über 500 km angewachsen. Vielfach mussten die vorhandenen Systemgrenzen zwischen Straßen- und Eisenbahn durch innovative Lösungen überwunden werden. Die Planungssoftware für Fahr- und Umlaufplanung muss den besonderen Ansprüchen des Zweisystembetriebes gerecht werden. Das Planungsprogramm Diva von Mentz Datenverarbeitung GmbH (mdv) wurde um die Traktionsplanung und die Verwaltung gepufferter Fahrzeiten erweitert. Dadurch entstand ein System, das von der Planung bis zur Versorgung des rechnergestützten Betriebsleitsystems die Bedürfnisse des Zweisystembetriebs berücksichtigt.
Summary
Timetable and Vehicle Scheduling for Dual-Mode Operation Since the first dual-mode vehicle tram was successfully put into service from Karlsruhe to Bretten eleven years ago, the network of Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) has grown a length of more than 500 km. In many aspects, the system boundaries between the tram and rail networks had to be overcome through innovative solutions. Also the planning software for timetable and vehicle scheduling had to fulfil the special demands of dual-mode vehicle operation. The planning program Diva from Mentz Datenverarbeitung (mdv) was expanded to include exact traction vehicle scheduling and buffered trip time calculation. This resulted in a system, which takes the needs of two-system operation into account from planning to AVL supply.
Literatur
Hubert Riedle
Ja, so ist das gewesen!
Marketing
Dipl.-Ing. oec. Marita Förster / Dipl.-Ing. Stephan Koch / Dipl.-Geogr. Silke Schmidtmann
Erreichbarkeitsmanagement in ländlichen Regionen Brandenburgs ►
Standortbezogene Mobilitätssicherung als Teil des Vorhabens Impuls 2005
Zusammenfassung
Im Rahmen der Forschungsinitiative Personennahverkehr für die Region sorgt das Vorhaben Impuls 2005 für eine verbesserte Mobilität im ländlichen Raum des nördlichen Brandenburg. Als Koordinationsstelle eines neuen Gemeinschaftsverkehrs wird in den drei beteiligten Landkreisen ein Regionales Erreichbarkeitsmanagement (REM) eingeführt. Im Zusammenwirken mit allen am ÖPNV beteiligten Akteuren soll die Erreichbarkeit von zentralen Einrichtungen in der Region verbessert werden. Das REM wird in ständigem Kontakt mit Veranstaltern, Touristikern, Gewerbetreibenden et cetera stehen, um gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen bedarfsorientierte und anlassbezogene neue Verkehrsangebote einzurichten und gezielt zu bewerben. Ziel ist die Erschließung neuer Nutzergruppe als ÖPNV-Kunden. Es wird von ersten Ansätzen im Landkreis Uckermark berichtet.
Summary
Regional Accessibility Management in Rural Regions of Brandenburg The aim of the research project Impuls 2005 is to improve mobility based on public transport in the low populated rural areas of northern Brandenburg. One of the projectís elements is the establishment of a coordinating office for a new kind of common transport, called regional accessibility management in each of the three participating counties (Landkreise). A cooperation of all the parties involved in public transport is to ensure the improvement of access to important establishments and points of interest. Being in constant contact with tourist associations, event organizers, industrialists, mayor employers, bus companies or public authorities etc., the regional accessibility management will initiate tailor-made solutions based on certain demands and occasions. Itís main objective is to open up new target groups for public transport in rural areas and to gain new customers. First steps of the demonstration phase are reported from the county of Uckermark.
Technik
Dipl.-Ing. Klaus-Jürgen Stöhrer
Leoliner: Neue Niederflurbahn für knappe Beschaffungsbudgets ►
Mit dem NGTW 6 beginnt in Leipzig der Bau von Straßenbahnen
Zusammenfassung
Nach nur einem knappen Dreivierteljahr Entwicklungs- und Fertigungszeit wurde am 20. September 2003 in Leipzig in einer ersten Ausbaustufe der Prototyp eines neuen sechsachsigen Niederflur-Straßenbahn-Gelenktriebwagens NGTW 6 vorgestellt. Hersteller sind die Leipziger Fahrzeugservice-Betriebe GmbH (LFB). Der 22 m lange Leoliner wird ab Ende 2003 auf dem gesamten Liniennetz der LVB getestet. Alle Überlegungen zum Bau dieses modernen Fahrzeugs orientierten sich an den Leipziger Gegebenheiten und zugleich an typischen Anforderungsprofilen von Nahverkehrsbetrieben speziell in den östlichen Bundesländern.
Summary
Leoliner: The New Lowfloor Tram for Small Budgets After a development and manufacture time of just 7 months the prototype of the new six-axial lowfloor articulated tram NGTW 6 Leoliner was presented in Leipzig on September 20, 2003 in its first stage of production. Leipziger Fahrzeugservice-Betriebe GmbH LFB is the manufacturer. The 22 m long Leonliner will be tested together with a second prototype in operation within the entire LVB tram network starting in the end of the year 2003. The considerations for the construction of this modern vehicle are geared to the circumstances in Leipzig as well as typical requirements of local public transport companies in particular in the eastern states of Germany.
Dr. Johannes Scholten / Dr. Michael Steiner
Energiespeicher auf Straßenbahnen ►
Möglichkeit zur Reduzierung des Stromverbrauchs
Zusammenfassung
Das neuartige Energiespeichersystem Mitrac Energy Saver für Straßenbahnanwendungen wird vorgestellt. Durch verbesserte Nutzung der Bremsenergie können bis zu 30 Prozent Antriebsenergie eingespart werden. Netzverluste und Netzbelastung werden ebenfalls erheblich reduziert.
Summary
Energy storage system on Tramways The new energy storage system Mitrac Energy Saver for light rail vehicle applications is presented. Due to improved utilization of braking energy up to 30 per cent energy for traction can be saved. Overhead line losses and loading will be reduced significantly as well.
Dipl.-Ing. Hans-Christoph Thielemann / Dipl.-Ing. Udo Lenz
Weniger Schwingungen und Schall beim Bremer Rasengleis ►
Variationen der Steifigkeit des Systems und deren Auswirkungen auf die Emissionen
Zusammenfassung
Seit vielen Jahren wird das Bremer Rasengleis von verschiedenen Verkehrsbetrieben eingebaut. Bisher wird als Klebeschicht das Material ICOSIT KC340/65 verwendet. Dieses Material hat nur eine geringe Elastizität. In Stuttgart wurden nun in einem Versuchsabschnitt zwei Materialien mit geringerer Elastizität eingesetzt. Die Auswirkungen auf die Emissionen des Gleises wurden messtechnisch untersucht.
Summary
Green Tracks with Lower Emissions of Oscillations and Sounds For many years the green track type ÑBremenì (Bremer Rasengleis) is used by various public transport companies. So far as glue layer the material ICOSIT KC340/65 is used. This material has only small elasticity. In Stuttgart now in a test track two materials with smaller elasticity were used. The effects on emissions of the track were investigated by masurements.
Dipl.-Ing. Gerhard Ammermann / Dipl.-Ing. Hans-Georg Teschner
Netzleitsystem für den Obus in Esslingen verbessert Betriebsablauf ►
Überwachung der Stromversorgung mit Control-Star
Zusammenfassung
Netzleitsysteme werden heute vermehrt auch für die Steuerung und Überwachung der Stromversorgungssysteme für die Oberleitungsnetze im Nahverkehr eingesetzt. Am Beispiel eines jetzt ausgeführten Projektes für den Obus-Betrieb in Esslingen werden die eingesetzte Technik und die aus dem Einsatz resultierenden Vorteile für den Betriebsablauf aufgezeigt.
Summary
Network Control System for Trolley Buses in Esslingen optimises Business Operations Network control centres are increasingly being used in local public transport applications to control and monitor power supply systems for overhead conductors. The technology used in such applications and the resultant benefits for business operations will be outlined using the example of a project recently carried out for the trolley bus (Obus)service in Esslingen, Germany.
Verkehrsplanung
Peter Rosskothen / Dipl.-Ing. Georges Rey / Dipl.-Verw.Betr.wirt (FH) Michael Hezel
Planung des ITF in Nordhessen ►
Voraussetzung für eine koordinierte Modernisierung des SPNV
Zusammenfassung
Kernelement der Planung des Integralen Taktfahrplanes (ITF) in Nordhessen ist die Einrichtung von drei Regio-Tram-Linien zur Verknüpfung von Eisenbahn- und Tram-Netz. Das vorliegende Projekt zeigt jedoch auch deutlich, wie der ITF als integraler Planungsansatz nicht nur zur Entwicklung eines SPNV-Zielkonzeptes, sondern auch zur Planung von Zwischenstufen sowie für weiterführende Untersuchungen im gesamten ÖPNV dienen kann.
Summary
Planning the Co-ordinated Clockface Timetable The key element in the planning of a co-ordinated clockface timetable for Nordhessen is the establishment of three RegioTram lines, connecting the railway with the tramway network. This project shows clearly that a co-ordinated clockface timetable is not only an appropriate planning instrument for developing a new concept for regional public transport, but also serves for further studies in the public transport network.
Dipl.-Ing. Arnd Schäfer / Dipl.-Ing. Daniel Kerwien / Dipl.-Geogr. Alexander von Seltmann
Regionalverkehr nach Eröffnung des Berliner Nord-Süd-Tunnels ►
Linien- und Fahrplankonzept für den SPNV in Berlin und Brandenburg ab 2006
Zusammenfassung
Die Inbetriebnahme des Nord-Süd-Fernbahntunnels erfordert eine grundlegende Überarbeitung des SPNV-Angebotes im Großraum Berlin unter Beibehaltung des bewährten Prinzips der durchgebundenen RE-Linien. Das vorgeschlagene Konzept zeigt, dass alle auf den Knoten Berlin zulaufenden Linienäste paarweise miteinander verknüpft werden können, bei grundsätzlicher Erhaltung der wichtigen Taktknoten im Land Brandenburg und den Nachbarregionen. Die entfallenden Umwegfahrten aus dem Norden und Süden ermöglichen eine Angebotsausweitung, die der prognostizierten Nachfragesteigerung gerecht wird.
Summary
Public Transport by Rails after the Opening of the North-Southward-Tunnel in Berlin The opening of the north-southward tunnel for rail-bound long-distance traffic calls for a basic revision of the rail service offer in the Greater Berlin area, while maintaining the established principle of the uninterrupted Regional-Express lines. The design suggested shows that all line branches running towards the node Berlin may be connected with each other in pairs, while basically maintaining the important basic interval nodes in the land Brandenburg and the neighbouring regions. Since detour rides from the north and south shall be dropped, the service offer can be expanded in a way to meet the forecast increase in demand.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt-Ing. Roland Jahn
Kann eine Stadtbahn profitabel sein? ►
Aachen und Croydon: Zwei Stadtbahnprojekte im betriebswirtschaftlichen Vergleich
Zusammenfassung
Die betriebswirtschaftliche Gegenüberstellung zweier Stadtbahnprojekte in Deutschland und Großbritannien zeigt, dass auch in einem mittleren Ballungsgebiet ein profitabler Stadtbahnbetrieb auf Kernstrecken möglich ist, wenn es gelingt, sowohl öffentliche als auch private Finanzierungspotenziale auszuschöpfen und die Stärken privatwirtschaftlicher Unternehmensstrukturen bei der Planung und Realisierung des Projektes zu nutzen.
Summary
Profitable Tram system: Is it possible? The economic comparison of two LRV projects in Germany and the UK indicates that it is possible even in midsize metropolitan areas to operate a viable and profitable tram system on main lines, if the development and implementation of the tram project take advantage of both public and private funding options and the particular strengths of private enterprise.
Dipl.-Kfm. Tobias Mayr
QMS und Balanced Scorecard: Zwei Seiten derselben Medaille? ►
Unterschiede und Gemeinsamkeiten zweier Konzepte
Zusammenfassung
Die meisten Qualitätsmanagement-Systeme (QMS) und die Balanced Scorecard (BSC) gehen in der Erfassung der Unternehmenswirklichkeit weit über herkömmliche Managementkonzepte hinaus und sind sich dabei ziemlich ähnlich. Sie unterscheiden sich jedoch durch die Schwerpunktsetzung, den Einsatz separater Funktionsträger und die erweiterte Perspektive der BSC. Noch mehr Sichtweisen auf ein Unternehmen liefert das Business Excellence Model der EFQM, doch bei der Diskussion sollte man nicht vergessen, dass es wichtig ist, überhaupt ein bedarfsgerechtes Berichts- und Steuerungssystem zu haben.
Summary
QMS and Balanced Scorecard: Two Sites of the Same Coin? Most quality management systems and Balanced Scorecard (BSC) go far beyond conventional management concepts with their analysis of enterprise condition and thereby resemble. However they really differ by their emphasis setting, by employing extra people for that purpose and by the extended perspective of BSC. Even more perspectives offers the Business Excellence Model of EFQM. But by discussing, what system describes an enterprise condition reality better, one should not forget the most important thing: to have at all an appropriately and well working system of report and control.
Dipl.-Ing. Torsten Lux
Fahrzeugpools im SPNV: Aufgabe von Staat oder Markt? ►
Zur Ausgestaltung betreiberneutraler Fahrzeugpools im SPNV
Zusammenfassung
Die unterschiedlichen Wettbewerbschancen von SPNV-Verkehrsunternehmen sind schon seit einigen Jahren stetes Diskussionsthema unter Experten. Insbesondere die Markteintrittshemmnisse im Fahrzeugbereich sind mit dafür verantwortlich, dass die Bieterzahlen bei großen Leistungsvergaben im SPNV mit hohen Investitionen und höheren Risiken stark absinken. Im Sinne eines ausgewogenen und langfristig funktionsfähigen SPNV-Marktes in Deutschland müssen sich die Aufgabenträger mit der Frage auseinander setzen, ob eine betreiberneutrale Fahrzeugbereitstellung die Probleme im Fahrzeugbereich lösen kann und ob diese staatlich oder privatwirtschaftlich organisiert werden sollte. Diese Untersuchung stellt die Vor- und Nachteile verschiedener Poollösungen gegenüber und entwickelt ñ auch auf Basis einer Umfrage unter deutschen Eisenbahnunternehmen ñ Handlungsempfehlungen für die SPNV-Aufgabenträger.
Summary
Rolling-Stock Pools: Duty of Government or of the Market? The railway companiesí unequal opportunities at the public-transport market by rail were discussed by experts for several years. Especially the obstacles of competition at the rolling-stock-provision cause a falling number of competitors at invitations to bid with high investment and great risks. In order to reach the aim of a well-balanced public-transport market by rail, the public transport authorities have determine whether the rolling-stock-provision by a neutral pool-company might be able to solve the problems at this sector. A main question is, if these pools should be either built up by the public transport authorities or by private companies at the free market. This examination shows advantages and disadvantages of the several pool-solutions and developes recommendations for the public transport authorities. A basis for these recommendations is an inquiry about rolling-stock-provision and pool-solutions at several German railway-companies.
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