Alba Fachverlag, BestNr. nv200403
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Der Nahverkehr, Heft 3/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Michael Clausecker
Notstand bei Investitionen in die Schiene
Betrieb
Dipl.-Geogr. Jochen Hensel / Ralf Hub / Dr. rer. pol. Anne Achenbach
Städteübergreifende Kooperation von Verkehrsunternehmen ►
Meoline: Ein Pilotmodell für den ÖPNV
Zusammenfassung
Die Städte Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen haben das Ziel der kommunalen Zusammenarbeit aufgegriffen und eine gemeinsame Fahrbetriebsgesellschaft im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs gegründet. In einem Bedienungsgebiet mit rund 1 Mio Einwohner werden damit jährlich rund 150 Mio Fahrgäste durch ein Unternehmen befördert. Durch die Synergieeffekte und Restrukturierungspotenziale kann dank dieser Initiative eine signifikante Entlastung der kommunalen Haushalte erzielt werden. Die städteübergreifende Kooperation besitzt deutschlandweit Pilotcharakter.
Summary
Cooperation Between Citiesí Transit Authorities The cities Mülheim on the Ruhr, Essen and Oberhausen have founded a common operation association for public transport, in an attempt to establish communal cooperation. With it, in one service area with approximately 1 million inhabitants, about 150 million passengers per year will be transported by one company. The communal household can be significantly relieved through this initiative through the synergy effect and with the restructuring potential in the transit authorities. The cooperation between cities has a Germany-wide pilot character and should be successively expanded into other fields in the future.
Marketing
Dr. Dan Winnesberg
Deutschlandweite Fahrplanauskünfte für Nordrhein-Westfalen ►
Entfernte Reiseziele ñ Gründe und technische Lösungsmodelle für überregionale Auskunftssysteme
Zusammenfassung
Deutschlandweite Fahrplaninformationen sollen den ÖV attraktiver machen und zu einer verstärkten Inanspruchnahme des ÖV führen. Die technischen Lösungen zu ihrer Realisierung sind Datenintegration und die im Projekt Delfi entwickelte Verteilte Verbindungssuche, die in unterschiedlichen Konstellationen eingesetzt werden können. In Nordrhein-Westfalen wird der Landesweite Verkehrsdatenverbund des ÖV als Basis für Kundeninformation, Telematik und Verkehrsmanagement aufgebaut.
Summary
Germany-Wide Schedule Information for North Rhine Westphalia Germany-wide schedule information is intended to make public transport more attractive and to lead to an increase in its use by the public. The technical solutions for the realization of this goal are data integration and the distributed connection search developed in the project, Delfi, which can be implemented in various constellations. In North Rhine Westphalia the nationwide traffic data bank for public transit is being built up as the basis for customer information, telematics and traffic management.
Dipl.-Geogr. Silke Jarck / Dipl.-Geogr. Gertrud Niemann-Blechner / Dipl.-Geogr. Kerstin Tietgens
Hannover: Bereichsfahrpläne erfüllen Kundenwünsche ►
Handliche Informationen ersetzen umfangreiches Fahrplanbuch
Zusammenfassung
Obwohl elektronische Auskunftsmedien immer mehr an Bedeutung gewinnen, haben gedruckte Fahrpläne (noch?) nicht an Wichtigkeit verloren. Weil die bisherigen Fahrpläne des Verbundes Großraum-Verkehr Hannover Schwächen aufwiesen, wurde zum vergangenen Fahrplanwechsel ein neues Konzept umgesetzt, das die Ablösung des dicken Fahrplanbuches durch mehrere handliche Fahrpläne zur Folge hatte.
Summary
Hannover: Smaller Timetables fit the Wishes of Customers Even though nowadays electronic information systems become more and more important, paper timetables still havenít lost their importance. As consequence of weaknesses in the previous timetable book of the transport association Greater Hannover Transportation (GVH) a new concept was realized at the time of the last regular changeover of timetables. With this new concept the one large book was replaced by several smaller booklets.
Dipl.-Ing. Uwe Grote / Dipl.-Kffr. Katharina Promoli / Dipl.-Math. Matthias Joseph
Mobile Tickets per Handy ►
Helsinki ist der Vorreiter beim Handyticketing: Erste Erfahrungen der Finnen sind positiv
Zusammenfassung
Schon seit mehr als zwei Jahren bieten die Verkehrsbetriebe Helsinki (HKL) eine Alternative zum herkömmlichen Papierfahrschein: das Handyticket ñ und das mit großem Erfolg. Obwohl das Angebot in der einjährigen Pilotphase auf eine Fahrscheinart, eine Zone und bestimmte Verkehrsmittel eingeschränkt war, wurden bereits mehr als 2,7 Mio Handytickets verkauft. Das System ist als Ñschlüsselfertiger Serviceì konzipiert und bietet sowohl den Verkehrsunternehmen als auch den Fahrgästen Vorteile.
Summary
Mobile Ticketing in Helsinki For more than two years already the public transport company of Helsinki (HKL) is offering an alternative to conventional paper tickets: a mobile ticket. This new distribution channel is very successful: Although the offer during the one-year pilot phase was limited to one kind of ticket, one zone, and several means of transportation, HKL has sold more than 2,7 mio tickets in two years. The mobile ticketing system is designed as an integrated service and offers advantages both for public transport companies and customers.
Dipl.-Kffr. Anja Georgi / M. A. Christine Wüst-Rocktäschel
Neue Wege im Marketing ►
Die Nutzung klassischer und moderner Vertriebsmodule auf dem Weg eines Nahverkehrs-Unternehmens in die Zukunft
Zusammenfassung
Seit mehr als zehn Jahren arbeiten die Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH an der Optimierung der Unternehmensstruktur um die Herausforderung im Wettbewerb des ÖPNV erfolgreich zu meistern. Am Beispiel des mit dem zweiten Preis im Wettbewerb Branchenbezogene E-Business Lösungen ausgezeichneten Webshops der OVB erläutert der Artikel die Nutzung bewährter und moderner Vertriebswege des Unternehmens.
Summary
New Roads in Marketing For more than ten years the Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH have been optimizing the companyís structure in order to successfully master the challenge of the open market in the public transport sector. Taking the OVB WebShop which was awarded the second prize in the competition Best Practice E-Business Solutions as an example, the article describes the OVBís use of traditional and progressive sales channels.
Dipl.-Kffr. Souha Arbach
Kundenbeziehungen pflegen ►
Fehlentwicklungen und Chancen des CRM im ÖPNV-Markt
Zusammenfassung
Marktkommunikation, Kundenbindung und -gewinnung rücken auch im ÖPV immer weiter in den Mittelpunkt. Die Entwicklung der letzten rund zehn Jahre weist aber auch verschiedene Schwächen auf: Die in anderen Branchen erfolgreich angewendeten Ansätze berücksichtigen die Besonderheiten des ÖPV nur ungenügend. Der Beitrag verdeutlicht diese Fehlentwicklungen anhand zweier Beispiele. Für das Beispiel der Customer Care Center wird ein innovativer, ÖPNV-spezifischer Lösungsansatz skizziert, der auf der Grundidee der Ausnutzung gegebener Synergiepotenziale zwischen den handelnden Organisationen basiert.
Summary
To take care for Customer Relationship Market communication, customer loyalty and customer acquisition will become more important in the future in public transport. The development in this branch of business for the last ten years has points of weakness because approaches from other branches did not work in public transport or did not consider the characteristics of public transport. In this article two case studies show the mistakes made in history. For the Customer Care Center study a solution is shown. Using synergy potential between the operating organizations may be one solution for public transport.
Dr. Andreas Huber / Dipl.-Ing. Dipl.-UWT Matthias Winter / Dipl.-Ing. Dipl.-UWT Thomas Böhmer
Kundenbindung von Anfang an: Mobilitätsbildung an Schulen ►
Interaktive Lernsoftware zum Thema Mobilität, Verkehr und Umwelt
Zusammenfassung
Mobilitätsbildung in schulischen und außerschulischen Einrichtungen ist eine Aufgabe, die auch für die Verkehrsunternehmen des ÖV immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die HVV-Schulberatung hat in Zusammenarbeit mit der TU Dresden , der Universität Hamburg und dem Gymnasium Allermöhe/Hamburg eine multimediale Lernsoftware entwickelt, die die Schüler/innen bei eigenständigen Recherchen und Analysen zur Verkehrssituation im Umfeld ihrer Schule unterstützt. Die Schüler werden so mit den Problemen einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung vertraut gemacht und an der Gestaltung von Lösungsstrategien für ihr unmittelbares Lebensumfeld beteiligt.
Summary
Getting Customers to Stay from the Start: Mobility Lessons in Schools Giving mobility lessons in schools or as extra-curricular courses is becoming an increasingly significant task for the transit authorties of public transit. In cooperation with the Technical College of Dresden, the University of Hamburg and the Allermöhe High School in Hamburg, the HVV school advisors have developed multi media educational software, which enables the students to independently research and analyse traffic situations in their areas. With this, the students are made acquainted with the problems of sustained traffic development and allowed to participate in the creation of problem-solving strategies for their immediate environment.
Pro und Contra
Maßnahmen für attraktiveren SPNV ñ Umsetzung und Wirkung
Der Nahverkehr 12/2003
Technik
Dipl.-Ing. (FH) Tammo Voigt / Dipl.-Ing. Gerhard Gangel
Verfügbarkeit von Linienbussen ►
Neue Überlegungen zur Verantwortung von Fahrzeugbetreibern und Fahrzeugherstellern aus Sicht der Omnibuslieferanten
Zusammenfassung
Der Begriff Verfügbarkeit von Linienomnibussen ist zurzeit durch die Diskussion der LCC (Lifecycle Costs) vielfach verwendet und selten präzise definiert. Die Nachvollziehbarkeit ist äußerst problematisch. Der Artikel soll einen neuen Lösungsansatz für Fahrzeugnutzer und Fahrzeughersteller aufzeigen.
Summary
Availability of Buses At present the term availability of regular service buses is used in many cases when discussing the LCC (lifecycle costs), however, you do not often find it clearly defined. It is really problematical to understand it. The article shall help to solve the problem for user and manufacturer of the vehicle.
Verkehrsplanung
Prof. Dr.-Ing. Haldor E. Jochim
Verspätung auf Stammstrecken ñ wie man ihrer nicht Herr wird ►
Auswirkungen von Fahrplankonzepten auf die Pünktlichkeit im Betrieb
Zusammenfassung
Der Beitrag vergleicht verschiedene Fahrplanstrategien für den Betrieb auf einer fiktiven zweigleisigen Stammstrecke eines Nahverkehrsnetzes. Aus dem Vergleich ergibt sich, dass es kontraproduktiv ist, die planmäßigen Haltezeiten im Verlauf der Stammstrecke zu erhöhen. Die Verlängerung der planmäßigen Haltezeiten am letzten Haltepunkt vor Einfahrt in die Stammstrecke erweist sich als eine bessere Strategie, um Verspätungen im Netz zu verringern.
Summary
Delays on Trunk Routes and unsuitable Strategies against them This paper compares different scheduling strategies of a fictitious commuter railway network consisting of a trunk route and several feeder lines. The results suggest that extending travel times or the duration of halts along the trunk route is an unsuitable strategy for curbing delays in the network. Instead, those extensions should be assigned to the feeder lines near the trunk route. Equally, the delays on which penalising charges may be based should be measured at the beginning of the busiest stretch of the route.
DI. Dr. Leonhard Höfler / Mag. Peter Czermak
Feigenblatt oder wirksames Instrument für Fahrgastnutzen? ►
Der Benutzerbeirat für Nahverkehrsplanungen im Großraum Linz: Eine Zwischenbilanz
Zusammenfassung
Seit 5 Jahren gibt es im Benutzerbeirat für Nahverkehrsprojekte im Großraum Linz für Fahrgastvertreter die Möglichkeit, die laufenden Planungs- und Ausbaumaßnahmen für den Öffentlichen Verkehr im Großraum Linz zu begutachten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies eine erfolgreiche Maßnahme ist, um mögliche Versäumnisse im Bereich der Kunden- und Fahrgastorientierung zu vermeiden.
Summary
Leaf or effective Instrument for the Benefits of Passengers For the last 5 years the Benutzerbeirat für Nahverkehrsprojekte im Großraum Linz has been offering representatives of passengers of public transport the opportunity of surveying the new planning projects for public transport in the area of Linz (Upper Austria). It prooves that this way of organising participation is a good means of implementing user needs in the planning process.
Verkehrspolitik
Prof. Dr.-Ing. Uwe Köhler
Wettbewerb im ÖPNV gestalten ►
Risiken und Chancen der Marktöffnung
Zusammenfassung
Der angestrebte Wettbewerb im ÖPNV birgt Risiken, insbesondere die Festlegung auf zu kleine auszuschreibende Linienbündel und die Vorgabe zu detaillierter Standards in der Ausschreibung. Städten sollte die Entscheidung darüber, ob das kommunale Unternehmen mit der Durchführung des öffentlichen Personennahverkehrs beauftragt wird oder ob eine Ausschreibung der Verkehrsleistung erfolgen soll, selbst überlassen bleiben.
Summary
Forming the Competition in Public Transport The aspired competition in public transport holds risks, especially fixing of too small bundles of bus ñ resp. railway lines and the definition of standard quality is too specified in the tendering procedure. For future competition cities should decide for themselves, whether the urban public transport company should entrust the public transport service for itself or whether the public transport should go through a tendering procedure.
Wirtschaft
Dr. jur. Hermann Janning / Dipl.-Kfm. Jörn Meier-Berberich / Dipl.-Kfm. Wolfgang Roth / Ass. jur. Heinz Runde
Kommunale Verkehrsunternehmen reorganisieren mit Benchmarking ►
Ein Erfahrungsbericht aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
Zusammenfassung
Kommunale Verkehrsunternehmen sind einem wachsenden Kostendruck ausgesetzt. Dieser Artikel beschreibt anhand eines Erfahrungsberichtes einen von BSL Management Consultants entwickelten Ansatz, mit dessen Hilfe sich Unternehmen dieser Herausforderung stellen können. Die Vorgehensweise beruht auf der Methodik des Benchmarking.
Summary
Reorganization of Communal Transit Authorities with Benchmarking Communal transit authorities are facing ever-increasing pressure to reduce costs. This article describes an idea developed by BSL Management Consultants. With the help of this initial attempt, the companies which were affected were able to meet the challenge. The procedure is based on the benchmarking method.
Henning Todte / Christian A. Rumpke
Erfolgreiches Outsourcing durch intelligentes Personalmanagement ►
Konzentration auf die Kernkompetenzen
Zusammenfassung
Im Rahmen der Zukunftsstudie ÖPNV 2010 befragte Accenture Branchenexperten zu Entwicklung und Trends im öffentlichen Nahverkehr. Zentrales Ergebnis: Die Experten gehen davon aus, dass Stadtverkehrs-Unternehmen künftig Bereiche ausgliedern, die nicht zu ihren Kernkompetenzen zählen. Größte Hürde bei diesem Unterfangen: Die Mitarbeiter müssen in neue Organisationen und Arbeitsformen überführt werden.
Summary
Successful Outsourcing through Intelligent Personnel Management In the study of the future, Public Transit 2010, Accenture surveyed branch experts regarding developments and trends in public transport. The main result: The experts believe that the city transit companies will do away with areas that do not fit into their core competence in the future. The biggest obstacle in this undertaking: The affected employees will have to be transferred successfully to new organizations and positions.
Dip.-Soz. Kathrin Lefarth
Hoher Kostendruck trifft auf ungenutzte Potenziale ►
Überlebensfähigkeit des ÖPNV durch Ausschöpfen neuer Handlungsoptionen sichern
Zusammenfassung
Der ÖPNV befindet sich im Umbruch: Auf Grund der Finanznöte der Kommunen nimmt der Kostendruck für die rund 550 kommunalen Verkehrsunternehmen dramatisch zu, die Branche muss sich mit neuen Rahmenbedingungen und Vorgaben auseinandersetzen. Das Marktforschungsinstitut trend:research hat daher für die Studie ÖPNV im Wettbewerb? eine Befragung von über 200 Experten der Branche durchgeführt, in der die aktuelle Situation der Marktteilnehmer, ihre Handlungsfelder und -optionen eingehend beschrieben und empirisch belegt werden.
Summary
High Cost Pressure Meets Unused Potentials. The System of public transport in Germany is changing now. Because of the financial problems of the local authorities the cost pressure on about 550 municipal transportation companies grows dramatically; besides, the latters must deal with new general conditions and requirements. Trend:research ñ trend and market research institute ñ has conducted a survey among more than 200 experts in that field. This study provides both a detailed description of the present situation of the market participants, fields and options of their actions, and empirical data.
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