Alba Fachverlag, BestNr. nv200405
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Der Nahverkehr, Heft 5/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr. jur. Michael Freytag
Die wachsende Stadt braucht starken ÖPNV
Betrieb
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dipl.-Ing. Marcus Getta / Dr. Lorenz Kasch / Dir. Gunter Mackinger
Integration und Neuausrichtung zweier Verkehrsunternehmen ►
Die Transformation des Verkehrsbereichs der Salzburg AG
Zusammenfassung
Viele Verkehrsunternehmen diskutieren Modelle für eine Neuaufstellung. Kooperationen und die Zusammenlegung von Betrieben rücken dabei zunehmend in den Mittelpunkt. In Salzburg wurden kürzlich zwei Verkehrsbetriebe, die Lokalbahn sowie der Diesel- und Obus-Betrieb, zusammengelegt und in wettbewerbsorientierte Strukturen überführt. Das Beispiel zeigt auf, daß sich Synergien insbesondere im Infrastrukturbereich ausschöpfen lassen, und illustriert die Herausbildung spezieller Einheiten für einzelne Teilmärkte. Das Salzburger Modell besitzt Relevanz etwa für Gebietskörperschaften mit eigenen, aber bislang separat geführten Eisenbahn- und Stadtverkehrsbetrieben.
Summary
Integration and Reorganization of two Public Transit Companies Many transport companies currently investigate models for restructuring. Cooperations and mergers of operators are gaining importance. Salzburg has recently seen the integration and restructuring of its two major transport businesses ñ the commuter railways Lokalbahn and the bus and trolley bus services. This case study reveals that synergies in the infrastructure sector can effectively be leveraged. It illustrates how targeted business units for specific sub-markets can be tailored. The Salzburg approach is, for instance, highly relevant for administrative bodies running both a railway business and a municipal transport operator.
Marketing
Dipl.-Vw. Reiner Zieschank / Dipl.-Vw. Friedhelm Bihn
Die Marke ÑBusse und Bahnenì ►
Mehr als 30 Jahre Gemeinschaftswerbung für das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs in Deutschland
Zusammenfassung
Die nationale Gemeinschaftswerbung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Deutschen Bahn AG als überregionale Branchenwerbung ist ein unverzichtbares Instrument zur Imageverbesserung und zur höheren Nutzer-Akzeptanz. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung der an die Verhältnisse vor Ort ausgerichteten lokalen Angebotswerbung. In mehr als dreißig Jahren haben die erfolgreichen Kampagnen der Gemeinschaftswerbung zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten. In Zukunft sollen für das verstärkt erforderliche Political Engineering in der Verbandsarbeit die Direkt-Marketing-Strategie bei der Meinungsbildner- und Verkehrsexperten-Ansprache intensiviert und die Werbung um zusätzliche Fahrgäste engagiert fortgeführt werden.
Summary
The Brand Buses and Trains The national joint advertising campaign of the Association of German Transit Authorities (VDV) and the German Rail Inc. as a nationwide branch advertisment is an indispensable instrument for the improvement of image and the resulting increase in user acceptance. It is the logical supplement to the locally aimed advertising. In more than thirty years the successful campaigns of the joint advertising have received numerous national and international prizes. In the future, for the increasingly required political engineering in the transit authorities work, the effect should be intensified in the direct marketing strategy of the opinion makers and traffic experts and the advertising for additional passengers should be continued with commitment.
Dipl.-Ing. Uta Schauf
Attraktive Bushaltestellen auch in der Region ►
Standardisierter ÖPNV-Auftritt im Nordhessischen Verkehrsverbund
Zusammenfassung
Der Nordhessische Verkehrsverbund hat seinen Bushaltestellen flächendeckend ein unverwechselbares modernes Äußeres verliehen. Das Besondere daran ist, dass diese Modernisierung mit einem klaren Konzept zum verlässlichen Erhalt der Qualität verbunden wurde. Mit einer vertraglichen Neuordnung der Zuständigkeiten bei der Unterhaltung von Bushaltestellen wurde eine Qualitätsoffensive gestartet, die Schäden und Vandalismusschmierereien in einem garantierten Zeitfenster von 48 Stunden beseitigt. Diese Kombination von Modernisierung und Qualitätssicherung ist bundesweit bisher einmalig.
Summary
Attractive Bus Stops in Rural Areas The Co-ordinated Public Transport Network of Northern Hessen has given its Bus stops area-wide a distinctive and modern appearance which is sure to encourage people to identify themselves with this service.The outstanding feature of this scheme, however, is that this modernization scheme was connected with a clear conception of how to reliably maintain the quality standard. With a contractual reorganization of the problem of who is in charge? the network has triggered off a quality assurance concept to make sure that damage and consequences of vandalism and malicious mischief are removed within 48 hours.
Bernd Völker / Dipl.-Ing. Roland Suckrow
Qualitätserfassung und Qualitätsbewertung im ÖPNV ►
Eine Bilanz fünf Jahre nach Entwicklung und Einführung geeigneter Verfahren
Zusammenfassung
Durch die ETC Transport Consultants sind Instrumentarien für den ÖPNV entwickelt worden, welche die zwischen den Vertragspartnern vereinbarte mit der tatsächlich durch das jeweilige Verkehrsunternehmen gelieferten Qualität der Leistungserstellung vergleicht und monetär bewertet. Das vorgestellte Instrumentarium ist Bestandteil von Verkehrsverträgen mit Verkehrsunternehmen in den Einzugsgebieten des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und des Verbandes der Region Stuttgart (VRS) und wird in künftige Verkehrsleistungsausschreibungen integriert.
Summary
Recording and Evaluation of Quality in Public Transport ETC Transport Consultants GmbH, Berlin, has developed instruments both for rail- and bus-bound short-distance passenger traffic that compare the quality of the services
agreed between the contracting parties with the quality actually rendered by the individual transport company, and evaluate it in terms of money. The instruments presented are an integral part of traffic contracts with transport companies in the catchment areas of Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), and Verband der Region Stuttgart (VRS), and will be included in future invitations for tenders regarding transport services.
Recht
Dr. Christian Loosen
Unternehmensverkauf: Was ändert sich für den Betriebsführer? ►
Zur Akzessorietät der Betriebsführerschaft im PBefG [1]
Zusammenfassung
Bei M&A-Transaktionen im ÖPNV-Sektor sind vielfältige öffentlich-rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes zu beachten. Bislang ungeklärt ist die Frage, inwieweit Verkauf und Übertragung eines konzessionierten Busbetriebes Auswirkungen auf den Bestand einer Betriebsführerschaft durch einen Dritten haben. Der Autor vertritt die Auffassung, dass die Genehmigung der ursprünglichen Betriebsführerschaft nicht durch die Betriebsveräußerung berührt wird und diese zu Gunsten des Erwerbers fortbesteht, ohne dass es einer erneuten behördlichen Genehmigung bedarf.
Summary
Purchase of a Public Transit Company: What does it mean for Management Services? As far as M&A-transactions deal with targets in the area of public passenger transport, the parties have to comply with a sophisticated public law regime, i.e. the German Passenger Transport Act. Up to now, it is still a unsolved legal issue, if, and to what extent, both the purchase and the transfer of a licensed bus-business enterprise affect the continuance of factual management services (Betriebsführerschaft) rendered by a third person (the manager). The author suggests that the public approval, which has been granted prior to the transaction, will remain effective and, therefore, the manager does not have to renew such approval on managing the business vis-à-vis the purchaser legally.
Technik
Dipl.-Ing. Hermann Paetz / Dipl.-Ing. Sander Lutterbach
Einsatz von Doppelgelenkbussen bei der Aseag in Aachen ►
Szenarien zum künftigen Einsatz des AGG 300 von Van Hool
Zusammenfassung
Der Testbetrieb des AGG 300 im Mai/Juni 2003 in Aachen und die Berechnungen der Aseag, Aachen, zeigen, dass der Einsatz von Doppelgelenkbussen als innovatives Verkehrssystem helfen kann, die Verluste bei den Verkehrsunternehmen zu senken und dem Druck knapper werdender Haushaltsmittel entgegen zu wirken. Bei gleich bleibenden Fahrgastzahlen sind weitere Leistungs- und damit Kostenreduzierungen bei der Aseag nur durch den Einsatz größerer Fahrzeugeinheiten wie dem Doppelgelenkbus möglich.
Summary
Testing Double Articulated Busses in Aachen The test of the AGG 300 in May and June 2003 in Aachen and the calculations of the Aseag show, that the use of double articulated busses as an innovative traffic-system can help to reduce the financial losses for companies in traffic business. Furthermore it can also help to work against the pressure of a short budget. Under constant passenger numbers the Aseag can only reach further lowering of costs and efficiency in Aachen by the use of bigger vehicles such as the double articulated busses.
Dipl.-Ing. Ing. Helmut Hoeber / Dipl.-Ing. Paul Lehmann / Dipl.-Ing. Heribert Lehna
BOStrab-Weichen sicher befahren ►
Das Spurkranzstirnflanken-Quermaß bei Spurkränzen von Straßen- und Stadtbahnen
Zusammenfassung
Zur sicheren Befahrung von Weichen gehört ein ausreichendes Spurkranzstirnflanken-Quermaß qR. Dieses Maß ist aus dem zulässigen Klaffen von Weichenzungen abzuleiten. Neben geometrischen Bedingungen basiert dieses Maß auf Reibwertannahmen bei Berührung der Spurkranzkuppenabrundung mit einer Weichenzunge. Anhand von Beispielrechnungen wird dargestellt, wie dieses Maß bestimmt werden kann. Ein ausreichendes qR-Maß verhindert, dass die Spurkranzkuppe gegen eine mit zulässigem Maß klaffende Weichenzunge fährt und es zum Aufsteigen des Rades kommt.
Summary
Safe Travel over BOStrab Switches A sufficient lateral flange face value qR is necessary for safe travel over switch tongues. This value can be derived from the allowed gapping of switch tongues. It is influenced by geometrical conditions and assumptions of the friction coefficient between flange tip
rounding and switch tongue. Example calculations show how this value can be determined. It is explained how the application can be performed for different switch tongue designs. A sufficient qR value prevents the running of the flange tip against the switch tongue and the climbing of the wheel.
Verkehrsplanung
Jörg Bauer / Volker M. Heepen
Start des Nordhäuser Modells ►
Verknüpfung von Straßen- und Eisenbahn in einer Mittelstadt
Zusammenfassung
Grundlage des Nordhäuser Modells ist die Verknüpfung der Harzer Schmalspurbahn mit der Straßenbahn. Da eine Elektrifizierung der Schmalspurstrecke ausschied, kommt ein von Siemens entwickeltes Diesel-Hybrid-Fahrzeug zum Einsatz. Es wird gezeigt, dass Stadtbahnmodelle auch in ländlichen Regionen erfolgreich umgesetzt werden können.
Summary
Beginning of the Nordhäuser Model The basic of the Nordhäuser Modell is a connection between the Harzer Schmalspurbahn and the tram of Nordhausen. It is not possible to get an electricity railway line. Thatís why a low-level diesel-hybrid-train ñ developed by Siemens ñ was put into operation on this railway line. It is a proof that urban models of trams can use in rural regions with success.
Verkehrspolitik
Kurt Bodewig
Zukunftsstrategien für kommunale Verkehrsunternehmen ►
Das Essener Modell und der europäische Wettbewerb
Zusammenfassung
Die EU-Institutionen setzen durch unterschiedliche Initiativen die deutschen ÖPNV-Unternehmen einem zunehmenden Wettbewerbsdruck aus. Die Essener Verkehrsbetriebe haben sich seit Mitte der neunziger Jahre in einem langjährigen Restrukturierungsprozess von einem klassischen kommunalen Verkehrsunternehmen zu einem Systemhaus für Mobilität entwickelt. Nach Trennung der Besteller- von der Erstellerebene hat sich das Unternehmen mit den Verkehrsunternehmen der Nachbarstädte Mülheim/Ruhr und Oberhausen zur bundesweit ersten interkommunalen Fahrbetriebsgesellschaft zusammengeschlossen. Dieses Modell soll nun bundesweit ausgedehnt werden, um betriebswirtschaftliche Größen- und Effizienzvorteile zu erzielen.
Summary
Strategies for Public Transport Companies German public transport companies are confronted with keen competition due to various European legislative initiatives. In the mid nineties the public transport company of Essen started a longstanding process of reorganisation in order to develop from a typical transport company to a systems supplier for state of the art mobility solutions. It was a deciding precondition to separate the function of network-management from the function of transport services. An intermediate step was to establish the first German inter-municipal public transport company between the cities of Mülheim/Ruhr, Oberhausen and Essen intending to expand this model nationwide in order to realise economies of scale, synergies and innovative concepts of integrated mobility.
Wirtschaft
Dipl.-Vw. Andreas Hemmersbach
Beteiligungen im ÖPNV steuern ►
Wertorientiertes Beteiligungscontrolling bei den Dresdner Verkehrsbetrieben
Zusammenfassung
Das Modell des Economic Value Added (EVA) ist eine aktuelle Ausprägungsform von wertorientierten Steuerungsmodellen. Im Rahmen ihres Beteiligungscontrollings setzt die DVB AG zur Steuerung ihrer Tochtergesellschaften ein modifiziertes EVA-Konzept ein. Ansätze bzw. die Wirkung von Maßnahmen und Investitionen zur Wertsteigerung können so einfach ermittelt und in Form von Treiberbäumen dargestellt werden.
Summary
Value based controlling of subsidiary enterprises in the public transport sector The financial performance measurement concept Economic Value Added (EVA) is an actual form of value based controlling tools. The DVB AG runs a modified EVA approach in order to control its subsidiary enterprises. It is used to determin strategic plans, management decisions and investments to improve the economic value. Value driver trees help to understand how measures take effect.
Horst Krämer
Betreibermodelle: eine neue Stufe der Kooperation im ÖPNV ►
Öffentlich-private Partnerschaft im ÖPNV als Alternative zu Ausschreibung und Verkauf
Zusammenfassung
Die kommunale Finanzkrise wird Städte und Gemeinden vermehrt zwingen, defizitäre Wirtschaftsbetätigungen weiter zu begrenzen. Dann sind auch kommunale Verkehrsunternehmen betroffen. Folge wird sein, dass Betriebsleistungen ausgeschrieben werden oder man das Verkehrsunternehmen ganz verkauft. Eine Alternative dazu könnte eine öffentlich-private Partnerschaft sein. Der Beitrag befasst sich mit öffentlich-privaten Partnerschaften im ÖPNV und skizziert zwei Betreibermodelle.
Summary
Transit Authority Models: A New Step in Cooperation for Public Transit The communal financial crisis will increasingly force cities and communities to continue to limit their less economical activities. In doing so, communal transit companies will be hard hit as well. The result will be that tenders will be invited for operation services or the transit company simply sold. One alternative could be a public-private partnership. The article deals with public-private partnerships in public transit and outlines two transit authority models.
Dipl.-Oec. Jens-Michael May
Erfahrungen mit ergebnis- und maßnahmenorientiertem Controlling ►
Praxisbeispiel aus dem Ressort Busverkehr der Hamburger Hochbahn AG
Zusammenfassung
Am Beispiel des Ressorts Busverkehr der Hamburger Hochbahn AG wird dargestellt, wie mit geringem Aufwand ein wirkungsvolles, operatives Controllingsystem installiert wurde. Diese Systematik stellt nicht nur die Verknüpfung zu den strategischen Unternehmenszielen sicher und berichtet über deren Zielerreichungsgrad, sondern gewährleistet auch, dass für das operative Management konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können.
Summary
Experiences with Controlling based on Results and Measures An example from the bus division of Hamburger Hochbahn AG describes how to install an effective operational controlling system with low effort. This system observes not only the strategic objectives of the company and reports on their level of fulfilment, but also ensures that the operating management is provided with concrete information about the to does. Based on financial and quality parameters it is possible to compare the operating units with each other and with the competition.
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