Alba Fachverlag, BestNr. nv200409
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Der Nahverkehr, Heft 9/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Friedrich Smaxwil
Trends im Nahverkehr
Betrieb
Dr.-Ing. Wolfgang Predl / Dipl.-Ing. (FH) Klaus-Dietrich Matschke
Olympiareif: Die Tram in Athen ►
Die neue Straßenbahn hat ihre erste Bewährungsprobe während der Olympischen Sommerspiele erfolgreich bestanden
Zusammenfassung
Am 19. Juli 2004 nahm die neue Athener Straßenbahn nach nur dreiwöchiger komplexer technischer Erprobung der Infrastruktur und der Fahrzeuge ihren Fahrgastbetrieb auf. Sie hat ihre erste Bewährungsprobe während der Olympischen Sommerspiele 2004 erfolgreich bestanden. Das Netz der neuen Athener Straßenbahn hat eine Streckenlänge von 23,9 km. Etwa 90 Prozent der Strecken verlaufen auf eigener Trasse. Der Fahrzeugpark besteht aus 35 neuen Zweirichtungsfahrzeugen in 100-prozentiger Niederflurbauweise. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben durch praxisorientierte Beratung und Unterstützung wesentlich dazu beigetragen, dass der Betrieb der neuen Athener Straßenbahn rechtzeitig vor Beginn der Olympischen Spiele aufgenommen werden konnte.
Summary
Fit for Olympia: Tramway in Athen On 19 July 2004 the modern Athens tramway system started its passenger service after only three weeks of overall technical testing of the infrastructure and the vehicles. The system successfully proved itís stability during the Olympic Summer Games 2004. The network of the modern Athens tramway has a track length of 23.9 km. About 90 per cent of the tracks have an own way, separated from the other traffic. The fleet consists of 35 new built bi-directional and 100 per cent under floor vehicles. The Berliner Verkehrsbetriebe (Berlin Public Transport Corporation) by providing advices and support oriented to practical solutions has significantly contributed to reach the target to start the operation of the modern Athens tramway system well in advance before the Olympic Games.
Marketing
Dipl.-Kfm. Thomas Czech / Dipl.-Ing. Bernd Kremer / Dipl.-Ing. Martin Röhrleef
Mobilitätsbaustein Car-Sharing ►
Empfehlungen zur Kooperation mit dem ÖPNV
Zusammenfassung
Ein VDV-Arbeitsteam kommt zu der Empfehlung, das Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden Car-Sharing-Angebote in ihr Angebot integrieren sollen. Modellrechnungen zeigen das Zusatzeinnahmen für den ÖPNV entstehen. ÖPNV und Car-Sharing ergänzen sich, Car-Sharing hat positive Effekte für die Verkehrsentwicklung und rundet den Umweltverbund ab.
Summary
CarSharing: Modul for Mobility A workingteam of VDV gives the Recommendation to Public Transport Companies and transport networks to integrate CarSharing into the one offer. Different calculations show more income for public transport. Public transport and CarSharing complement one another. CarSharing gives positive effects for the development of traffic and it is part of
ÑUmweltvertbundì the association of public transport, cyclist and pedestrian.
Dr.-Ing. Robert Hoyer
Fahrgäste individuell informieren ►
Technische und organisatorische Herausforderungen beim Aufbau und Betrieb eines personalisierten Kundeninformationssystems
Zusammenfassung
Derzeitige Online-Informationsangebote des ÖPNV bedienen insbesondere die Wünsche von Gelegenheitsnutzern. Für die große Gruppe der ÖPNV-Pendler ist diese Art der Informationsbereitstellung jedoch weniger attraktiv. Eine Alternative zum täglichen Informationsabruf ist ein personalisierter Dienst, den der ÖPNV-Fahrgast bei seinem Verkehrsunternehmen abonnieren kann. Das so einem Dienst zugrunde liegende Konzept beruht darauf, dass der Nutzer nur im Störungsfall auf die besondere Lage aufmerksam gemacht wird. Der Beitrag setzt sich mit ersten technischen und organisatorischen Erfahrungen im Rahmen des Pilotprojekts Piepser auseinander, die bei der Entwicklung und pilothaften Erprobung eines Dienstes zur Bereitstellung personalisierter Informationen bei Störungen des öffentlichen Verkehrs gesammelt wurden.
Summary
Individual Information Service for Passengers At present, online information services in mobile and stationary parts of the internet particularly serve the requirements of occasional users. This form of providing information is however less attractive for the large number of commuters. Against this background, in the model project Piepser first experiences have been gained. The aim of this project was the development and operation of an information service which notifies public transport users when there is a delay or a disruption to their selected journey which therefore would prevent them arriving on time. In addition to the notification of disruption, a multi-modal alternative route is also provided to the passenger. The article introduces first technical and organisational experiences obtained during the development and pilot operation of the personalised public transport information service.
Dipl.-Vw Werner Jumpertz / Dipl.-Wirt.Ing. Frank Wruck
Gemeinsam für mehr Qualität ►
Brandenburger Unternehmen kooperieren beim Qualitätsmanagement
Zusammenfassung
Die Unternehmensgruppe Qualität von 15 Brandenburger Verkehrsunternehmen, die in einem gemeinsamen Qualitätsmanagementsystem zertifiziert sind, haben jetzt ihren Qualitätsbericht mit den Jahresergebnissen 2003 und den Zielen 2004 vorgelegt. Besondere Bedeutung erhält das gemeinsame QM-System im Zusammenhang mit der Umsetzung des EuGH-Urteils und den daraus vom VDV vorgelegten Anforderungen an die praktische Umsetzung. In Bezug auf diese Anforderungen haben die Brandenburger Verkehrsunternehmen im QM-System im Oktober 2003 mit der Diskussion über die Möglichkeiten der Entwicklung von Kennzahlen begonnen. Grundlage dafür bilden die seit 2001 durchgeführten Qualitätsmessungen der beteiligten Unternehmen. Anspruch und Ziel der Messungen ist es, Qualität als Ziel messbar nachzuweisen und diese mit Mitarbeitern und in späteren Verkehrs-Leistungsverträgen zu vereinbaren.
Summary
Working together for more Quality The Quality Foundation combined of 15 Public transportation companies in Brandenburg, which are all certified on the basis of a common Quality Management System, recently published their Quality Report, including the annual results of 2003 and their goals for the year 2004. This Quality Management achieves a special meaning, according to the EuGH-statement. Furthermore demanded the VDV in February 2004, a related, practical use of the statementís requirements. In October 2003, the companies in Brandenburg began to discuss a possible rating system, which could title grades on well managed companies and their Quality Management System. All this is based on the companieís quality measurements, recorded since 2001. The aim of those measurements is to make quality a gradable factor, in order to agree on standards in contracts with clients and employees.
Personalwirtschaft
Dipl.-Sozialwirt Hubert Resch
Welche Personalqualität braucht ein gut geführtes Unternehmen? ►
VDV-Ausschuss legt ein Positionspapier zur Arbeitsqualität vor
Zusammenfassung
Im Falle der marktorientierten Direktvergabe ist die Arbeitsqualität eine zentrale Anforderung an das durchschnittliche, gut geführte Unternehmen, wie es das EuGH-Urteil vorgibt. Markt- und Kundenorientierung erfordern neue Fähigkeiten und somit neue Qualitäten in der Aus- und Weiterbildung sowie der lebenslangen Qualifizierung. Die ÖPNV-Unternehmen der Zukunft sollten hierzu über eine moderne Arbeitsorganisation verfügen, die durch Motivation Leistung fördert. Das durchschnittliche, gut geführte Unternehmen muss dem Stand der Arbeitsqualität nach EU-Vorstellungen so entsprechen wie dem Stand der Technik. So jedenfalls interpretiert es der VDV in seiner Mitteilung zur Arbeitsqualität als wichtige(r) Voraussetzung der Dienstleistungsqualität.
Summary
Work Quality for a Well-Run Enterprise In the case of market-orientated direct award quality of work is a relevant demand for the typical well-run enterprise defined by the EU-Law (Altmark Case). Market and customer orientation needs new knowledge and competences and therefore new quality in the field of vocational training and lifelong learning. Public transport enterprises of the future have a modernised work organisation in order to improve performance by motivating their personnel. The well-run enterprise has to fulfil the requirements of the EU in the field of work quality as well as the state of the art ñ including free play for innovation. This is how the Altmark case is interpreted by the German VDV in his communication Work quality as precondition for service quality.
Praxis
Annegret Haas
Weiterentwicklungen des Dresdner Combibords für barrierefreien Einstieg
Technik
Dipl.-Ing. (FH) Alexander Koch
Low-Entry- und Doppelgelenk-Bus erweitern die Busfamilie ►
Vorbericht zur 60. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover
Zusammenfassung
Vom 23. bis 30. September findet in Hannover mit der 60. IAA Nutzfahrzeuge wieder die weltweit größte Messe dieser Art statt. Es werden mehr als 1200 Aussteller aus 43 Ländern erwartet. Die IAA Nutzfahrzeuge ist nicht nur Plattform für die Hersteller von Fahrzeugen, Anhängern und Aufbauten, sondern setzt auch dieses Jahr mit 689 Ausstellern die große Präsenz der Zulieferindustrie fort. Der Beitrag fasst zusammen, was bis Redaktionsschluss bekannt wurde.
Summary
Low-Entry- And Double Articulated Busses Enlarge The Bus Familiy The biggest commercial vehicle fair in the world takes place from the 23rd to 30th September in Hanover. More than 1,200 exhibitors from 43 countries are expected. The IAA (International Automobile Exhibition) offers not only a platform for producers of vehicles, trailers and bodies but represents as well the parts and accessories industry with 689 exhibitors. The article gives a general summary of what was to be learned before going to press.
Dipl.-Ing. Ing. Helmut Hoeber
Laufruhe von Niederflurbahnen: Möglichkeiten der Optimierung ►
Wünschenswerte Entwicklungen für künftige Niederflurfahrzeuge aus Sicht optimaler Spurführung bei minimalem Rad-Schiene-Verschleiß
Zusammenfassung
Die Konzipierung neuer Straßenbahnen erfolgt offensichtlich vor allem nach fahrzeug-technischen und politischen Gesichtpunkten. Die Problematik der Spurführung, das optimale Zusammenspiel Fahrwerk/Gleis, werden meist stiefmütterlich behandelt. Das Resultat sind erhöhter Verschleiß an Rad und Schiene und unbefriedigendes Fahrverhalten.
Summary
Smoothness of Low-Floor Tramways ñ Possibilities of Optimization New tramways are obviously conceived from the technical and political point of view in the first place. It is only paid a little attention to problems of tracking and the optimal interaction of chassis and track. The result of that is an increased abrasion at weals and rails, a strong noise and an unsatisfactory handling.
Dipl.-Ing. Lutz Goeke
Talentierter Regionaltriebwagen ►
Erfahrungen mit der Triebzugfamilie Talent und Perspektiven ihrer Weiterentwicklung
Zusammenfassung
Die Triebzugfamilie Talent war von Anfang an beim Start der Bahnreform in Deutschland mit dabei. Mit inzwischen mehr als 380 bestellten Zügen hat sie eine stetige technische Anpassung und Reifung durchlaufen. Die nächsten Entwicklungsschritte werden viel mehr als nur ein einfacher Facelift sein.
Summary
Trainsets for Short Distances The Talent family of trainsets was present right from the beginning of the so called Bahnreform in Germany. With more than 380 trainsets ordered until today it ran through several stages of technical changes and enhanced maturity. The next development step will be much more than a simple face-lift.
Dipl.-Ing. Jürgen Mallikat
Was gibt es Neues in der Fahrzeugtechnik der Bahnen? ►
Ein Ausblick auf die Innotrans 2004
Zusammenfassung
In Berlin bietet die international bedeutende Bahnfachmesse Innotrans 2004 vom 21. bis 24. September 2004 wieder einen repräsentativen Überblick über neue und weiterentwickelte Fahrzeuge, Systeme, Komponenten sowie Dienstleistungen im Bereich der Schienenverkehrstechnik. Neben der nahezu vollständigen Palette der europäischen Branchenvertreter werden in diesem Jahr auch deutlich mehr Unternehmen aus Asien und Nordamerika präsent sein. Der Beitrag gibt eine Vorschau auf einige ausgewählte Exponate aus dem Bereich Eisenbahn-Fahrzeugtechnik.
Summary
Whatís new in the Range Vehicle Engineering? The internationally important rail transport technology fair InnoTrans 2004 offers in Berlin of September 21st to 24th, 2004 a prestigious summary of new and developed vehicles, systems, components as well as services in the range of the railway vehicle engineering again. Wanting to be present in this year to the almost complete pallet of the European field representatives from Asia and North America more enterprise also clearly. The subscription gives a restricted prevue on some select exhibits from the range of railway vehicle engineering.
Verkehrsplanung
Prof. a. D. Dr. Peter Cerwenka
Apropos Zeitnutzen ►
Zur Aufklärung des sogenannten Zeitersparnisparadoxons
Zusammenfassung
Elastisch auf maßnahmebedingte Geschwindigkeitsänderungen reagierende Verkehrsnachfragemengen bestärkten die Hypothese vom Gesetz vom konstanten Reisezeitbudget. Allerdings geistert seit fast zwanzig Jahren die daraus gezogene Schlussfolgerung durch die Fachliteratur, dass, da es offensichtlich zu keinen realen Reisezeiteinsparungen durch Geschwindigkeitserhöhungen komme, auch kein reisezeitbasierter Nutzen bei der gesamtwirtschaftlichen Bewertung geschwindigkeitserhöhender Maßnahmen in Rechnung gestellt werden dürfe. Der Beitrag klärt dieses Zeiteinsparungsparadoxon auf und stellt zentrale Querbezüge zur Integration der externen Kosten in den Bewertungsprozess dar. Insgesamt wird auf didaktische Belange der Verstehensvermittlung sowie auf Praktikabilität beim Einsatz zum Zwecke ökonomischer Maßnahmenbeurteilung Wert gelegt.
Summary
On the Subject of Time Use Transportation demand quantities reacting elastically to the measure-caused changes in speed, support the hypothesis of the law of constant travel time budget. However, for almost the past twenty years, the conclusion has been seen in technical literature that, seeing as increased speed evidently does not result in a real savings in travel time, no advantage based on travel time should be calculated for the total economical evaluation of speed increasing measures. This article sheds light on this time savings paradox and presents several other central related themes on integration of external costs in the evaluation process. In total, emphasis is placed on clearing up confusion and promoting understanding as well as practicability in the concrete use for the purpose of economical measures evaluation, especially for didactical interests.
Verkehrspolitik
Dipl.-Ing. Bernhard Wewers
Vom Interregio zum Schleswig-Holstein-Express ►
Erfahrungen und Lehren aus Sicht eines Aufgabenträgers
Zusammenfassung
Ende 2005 wird die DB Regionalbahn Schleswig-Holstein als viertes Unternehmen innerhalb von vier Jahren die Bahnlinie HamburgñFlensburgñPadborg übernehmen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Ausschreibung des Landes Schleswig-Holstein, die einen vorläufigen Schlusspunkt unter die zuletzt wechselhafte Geschichte dieser Bahnlinie setzt. Trotz aller Schwierigkeiten sieht die LVS Schleswig-Holstein die Entscheidung des Landes Schleswig-Holstein für den Wettbewerb im SPNV bestätigt.
Summary
A Change From Interregio To Schleswig-Holstein-Express At the end of the year 2005 the DB (German Railway) regional Railway Schleswig-Holstein will be the fourth operator within four years to take over the railway-line HamburgñFlensburgñPadborg. This is the result of Schleswig-Holsteinís latest invitation to tender temporarily rounding off the capricious story of this line. Despite all the trouble the Schleswig-Holstein LVS considers this decision in favour of competition for the railway transit as confirmed.
Wirtschaft
Dipl.-Ök. Georg Kreitmair / Dipl.-Ök. Stephan Brückl
Unternehmerisches Potenzial von öffentlichen Verkehrsunternehmen ►
Möglichkeiten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt, wie das unternehmerische Potential von Verkehrsunternehmen auf strategischer wie operativer Ebene entwickelt wird. Dabei wird ein Instrument präsentiert welches in der Lage ist, die wettbewerbsrelevanten Faktoren der Verkehrsunternehmen zu modellieren, deren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit zu quantifizieren und diese mittel- und langfristig zu simulieren. Aufbauend auf die Simulation werden die Stellhebel der Wettbewerbsfähigkeit identifiziert und das unternehmerische Potenzial entwickelt.
Summary
Entrepreneurial Potential in Public Transit The article explains how the entrepreneurial potential of public transport companies can be developed on the strategic and the operational level. Therefore an instrument is presented which is able to model and measure the drivers of the company and their influence on the competitiveness in the short and long run. On the basis of this simulation, the key factors of the competitiveness can be identified and the entrepreneurial potential can be developed (from the vision to the processes) together with the employees.
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