Alba Fachverlag, BestNr. nv200410
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Der Nahverkehr, Heft 10/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Kfm. Günter Elste
ÖPNV für Arbeit und Wirtschaft unabdingbar
Marketing
Carlos Reinsch
Fahrgastinformationen via SMS ►
Berliner Verkehsbetriebe nutzen starke Verbreitung von Mobiltelefonen zum Vorteil ihrer Fahrgäste
Zusammenfassung
Das Handy als Helfer im Nahverkehr ñ dahinter stecken zwei innovative Ideen. Zum einen sind die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, wie über eine einfache SMS die genaue Abfahrtszeit an einer Bushaltestelle übermittelt werden kann. Zum anderen wird gezeigt, wie die relativ hohen Kosten für einen solchen technischen Fahrgastinformations-Service über ein intelligentes Marketing zu minimieren sind.
Summary
Passenger Information via SMS The portable as a help for passenger transport ñ there are two innovative ideas behind this. First technical requirements have to be created in order to be able to transmit the exact departure times of a bus station via a simple SMS. Further it is shown how to minimize the relatively high costs for such a technical passenger information service with an intelligent marketing.
Dipl.-Math. Heinz Hausschildt / Dipl.-Bw. Coco Heger-Mehnert
Kundenbindung an Rhein und Ruhr ►
Aktive Fahrgastbetreuung statt passiver Fahrgastverwaltung
Zusammenfassung
Die Neukundengewinnung im ÖPNV erweist sich als zunehmend schwierig. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat diese Entwicklung analysiert und entsprechende Konsequenzen gezogen: Eingebettet in eine umfassende Kundenbindungsstrategie sollen den Verkehrsunternehmen konkrete und innovative Maßnahmen an die Hand gegeben werden, um neue Stammfahrgäste zu gewinnen und vorhandene Kunden noch enger zu binden.
Summary
Customer Loyalty Strategy on Rhine and Ruhr Lately it gets more and more difficult for public transport companies to attain new regular customers. The Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) analysed this development and drew the consequences: Embedded in an extensive customer loyalty strategy the VRR will provide its local public transport companies with innovative and feasible measures to bind present customers even closer.
Rolf Hess
Fahrgastinformation am Beispiel Zug ►
Grundsätzliche Überlegungen und ein konkreter Anwendungsfall aus der Schweiz
Zusammenfassung
Elektronische Fahrgastinformationssysteme sind ein wichtiger Bestandteil im öffentlichen Personennahverkehr. Dass Informationen gut sichtbar und an allen wichtigen Orten zur Verfügung stehen, wird von den Kunden erwartet. In Zug (Schweiz) wird zurzeit eine umfangreiche regionale Lösung realisiert.
Summary
Electronic Passenger Information in Zug Electronic passenger information systems are an important feature of local public transport networks. Customers expect the provision of easily visible information at all key public transport locations. A comprehensive regional solution is currently being realised in the city of Zug, Switzerland.
Personalwirtschaft
Dipl.-Ing. Roland Krause / Dr.-Ing. Udo Sparmann
Bewertung von Dienstplänen als Steuerungsinstrument ►
Erfahrungen mit dem Dios-Projekt der SSB
Zusammenfassung
Für die Bestimmung der Dienstplanqualität insbesondere in sozialverträglicher Hinsicht ist im Rahmen des Dios-Projektes (Dienstplanoptimierung Stuttgart) der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ein Bewertungsverfahren entwickelt worden. Dessen Aufbau und Verfahrensweise wird beschrieben. Die Ergebnisse im Vergleich zweier Dienstplanperioden zeigen den Fortschritt der Dienstplanqualität bei der SSB.
Summary
Evaluation of Duty Rosters as Leading Tools Within the DiOS project (optimisation of duty roster planning) of the Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) an evaluation method was developed to determine the quality of the duty rosters in relation to social compatibility aspects. This article describes its structure and procedure. A comparison of two planning periods indicates a quality improvement of SSBís duty rosters.
Praxis
Thomas Grau / Wolfgang König / Sven Schellenberg
Zwischenbilanz: Projekt Mobilist in Stuttgart
Recht
Holger Haarmann / Dipl.-Kfm. Dr. Holmer Vogel
Was wird aus dem Querverbund? ►
Der steuerrechtliche kommunale Querverbund im Lichte des EuGH-Urteils zu Altmark Trans und die Auswirkungen auf den ÖPNV
Zusammenfassung
Der steuerrechtliche kommunale Querverbund ist eine der wichtigsten Säulen der ÖPNV-Finanzierung in Deutschland. Entsprechend groß sind die Unsicherheiten bei einer Vielzahl von Kommunen und deren Gesellschaften, die sich nach dem EuGH-Urteil vom
24. Juli 2003 ergeben, welches zwar einerseits die Vorlagefragen des BVerwG beantwortet, andererseits jedoch die fundamentale Frage der ÑRechtssicherheitì aufgeworfen und aus Rechtsgründen offen gelassen hat. Vor diesem Hintergrund stellen die Verfasser die Erscheinungsformen des steuerrechtlichen kommunalen Querverbundes dar und erörtern die damit verbundene beihilfenrechtliche Problemstellung. Sie arbeiten so heraus, dass das EuGH-Urteil nicht notwendigerweise das ÑAusì für jegliche Form der Querverbundsfinanzierung bedeuten muss.
Summary
The Future of Fiscal Unity in Public Transport The legal instrument of Fiscal Unity is one of the most important pillars of public transport financing used by the local authorities in Germany. Correspondingly strong is the uncertainty that many local authorities and their companies (or entities) are facing since the ECJ-judgement of 24th July 2003. This judgement did answer the questions of the Bundesverwaltungsgericht (Federal Administrative Court) that were referred to the Court for a preliminary ruling. The fundamental question of ìlegal certaintyî ,however, was left open for legal grounds. Against the background of this uncertain legal situation the authors decribe the different types of Fiscal Unity and discuss the problems involved under (state) aid law. Thus, they show, that the ECJ-judgement does not necessarily mean that any form of fiscal unity is doomed to be abolished under (state) aid law.
Technik
Dipl.-Verkehrs-Ing. (FH) Thomas Hellbach / Katja Schubert
Tankdaten elektronisch erfassen ►
Verbrauchsgenaue Abrechnung von Tankvorgängen schienengebundener und sonstiger Fahrzeuge bei DB Energie
Zusammenfassung
Die DB Energie GmbH rechnet mit Ihrem elektronischen Tankdatenerfassungssystem (TDS) an ihren rund 200 Tankstellen die einzelnen Tankvorgänge von schienengebundenen und sonstigen Fahrzeugen ab. Das seit 1999 im Einsatz befindliche System wird kontinuierlich weiter entwickelt. Die Grundlage des Systems ist ein elektronischer Schlüssel, der so genannte Transponder, der den Kunden den Zugang zu den Tankstellen 365 Tage im Jahr an 24 Stunden pro Tag gewährt.
Summary
Electronic Data Capture during the Filling of Tanks Whenever the different customers fill up the tanks of their railway or other vehicles at the around 200 DB (Deutsche Bahn; German Railways) Energy Ltd gas stations they are invoiced trough the electronic data registration system TDS. This system, used since 1999 has continiously been developed. It is based on an electronic key, the so called Transponder, that gives to their customers acces to the gas stations at 365 days a year 24 hours a day.
Dipl.Ing. (FH) Jörg Hager / Prof. Dr.-Ing. Ulrich Langer / Dieter Matejat / Dipl.-Ing. Ralph Pütz / Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt-Ing. Martin Schmidt
Busantrieb mit Brennstoffzellen ►
Ermittlung des Leistungsbedarfs im ÖPNV und Kostenvergleich mit Dieselantrieb
Zusammenfassung
In dieser Arbeit geht es einerseits darum anhand eines gegebenen Verbrennungsmotors nach dem Dieselprinzip von der Deutz AG, festzulegen, welche Gesamtleistung ein später zum Einsatz kommender Brennstoffzellenstack haben muss, um einen Stadtbus antreiben zu können. Um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten ist es zum anderen erforderlich das Streckenprofil auf konkrete Einsatzszenarien einzuschränken. Dazu dienen die von der UITP in Zusammenarbeit mit dem VDV und der Fahrzeugindustrie ins Leben gerufenen SORT-Straßentestzyklen. Beides zusammen hilft, von einem Kraftstoffverbrauch in g/kWh eine Aussage über den Kraftstoffverbrauch in l/100 km zu gewinnen.
Summary
Fuel Cell Driven Buses In this paper the authors determine, starting with a given Diesel combustion engine of the Deutz AG, the total power required of a fuel cell stack to be subsequent employed to
drive a city bus under heavy traffic conditions. In order to get reproducible results, it is necessary to focus the road profile on standard traffic scenarios. Therefore, the Standardized On-road Test Cycles (SORT) established by the UITP (International Union of Transportation) in cooperation with the VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) and the Automotive Industrie are used in this study. In this way the authors are able to convert consumption in g/kWh to consumption in I/100km.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Andreas Roll / Dipl.-Ing. Oliver Prells
Verknüpfung von Städtebau und Verkehr in der Praxis ►
Der Bahnhof Heppenheim als neuer Kristallisationspunkt im Stadtgefüge
Zusammenfassung
Nach einer nur knapp einjährigen Bauzeit wurde der mitsamt seinem Umfeld umfassend aufgewertete Bahnhof Heppenheim kürzlich dem Betrieb übergeben. Das Projekt belegt beispielhaft, wie im Rahmen eines Gesamtprojektes ein hinsichtlich Bausubstanz und Flächennutzungen vernachlässigter Bahnhofsbereich zu einem städtebaulichen Mittelpunkt entwickelt wurde. Über die technische Dimension hinaus leistete die Planung durch die funktionale und gestalterische Belebung dabei einen aktiven Beitrag zur Stadtentwicklung und zur Aufwertung eines Quartiers. Die Konzeption legte besonderen Wert auf Komfort und Design, berücksichtigte das Sicherheitsgefühl und versuchte, städtebauliche Strukturen durch Licht und Farbe zu inszenieren.
Summary
Combining urban development and public transport in practice After just under one year of construction the train station in Heppenheim was opened to operation increasing the value not only for the station but also for the associated area. The project shows in an exemplary way how the neglected structure and utilization of the station area could be changed into a centre of urban development. Over and above the technical dimension this planning contributed actively to urban development and to the increased value of the region by brightening up function and design. The conception was attaching a lot of importance to luxury and design, was taking into consideration the feeling of security and was trying to present structures of urban development with light and colour.
Dipl.-Ing. Christoph Gipp
Bedarfsorientierte Verkehre in ländlichen Räumen ►
Das Verhältnis zwischen Taxi- und Mietwagengewerbe und klassischen ÖV-Unternehmen ñ Erfahrungen aus Nordbrandenburg
Zusammenfassung
Die Frage nach neuen Ansätzen zur Lösung von Mobilitätsproblemen auf nachfrageschwachen ÖV-Relationen stellt sich angesichts steigenden Kostendrucks und zu erwartenden Marktumstrukturierungen nicht nur in ländlichen Räumen. Im Projekt Impuls 2005 werden Angebote entwickelt, die bedarfsorientiert und flexibel auf die Anforderungen der Fahrgäste reagieren. Ausgehend von den gesammelten Erfahrungen werden die Notwendigkeit einer aktiven Kooperation der klassischen ÖV-Unternehmen und des Taxi- und Mietwagengewerbes aufgezeigt. Es wird verdeutlicht, welche rechtlichen Rahmenbedingungen bedarfsorientierten Verkehr in Deutschland und speziell im Land Brandenburg beeinflussen.
Summary
Public Transport on Demand in Rural Areas To solve mobility problems of public transport in regions with low population density, new solutions are required. Reasons for that are raising cost pressure and expected competition in the mobility and public transport sector. These problems are not confined to rural areas. The Impuls 2005 project intends to evolve demand responsive and flexible modes of public transport and to integrate taxi transport into the public transport in an optimized way. Past experiences show that an active cooperation of the classical public transportation companies with taxi and rental car companies is essential. The text also focuses on the influence of the legal framework in demand responsive transport (DRT).
Andreas Glowienka, M.A. / Ass. jur. Thomas Glass / Dipl.-Geogr. Matthias Reichmuth / Dipl.-Ing. Stephan Besier
Erschließung neuer Potenziale für den SPNV im Raum Leipzig ►
Verbessertes B+R- und P+R-Angebot soll Nutzung und Image des Schienenverkehrs im Stadtumland stärken
Zusammenfassung
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) lässt derzeit zur Steigerung der Fahrgastzahlen im SPNV unter anderem die Zugangsstellen modernisieren. Hierzu gehören auch Anlagen für Bike and Ride (B+R) sowie Park and Ride (P+R). In einer Studie wurde nun nach einer einheitlichen Methodik der Bedarf an solchen Stellplätzen für 116 Zugangsstellen quantifiziert. Dabei gingen jeweils Einzugsbereiche, Verkehrsverflechtungen, Siedlungsstruktur und die Konkurrenz zwischen ÖPNV und MIV in ein Rechenmodell ein.
Summary
Developing of New Potentials for Commuter Trains in the Area of Leipzig The regional association for local rail traffic administration in the Leipzig region (ZVNL) wants to boost the number of rail passengers and therefore tackles the modernisation of railway stations. For these stations, also parkings for bikes (B+R) and cars (P+R) are necessary. A new study has quantified now the demand for such parkings of 116 railway stations, using one methodology, where influence areas, interweavement of transport relations, the structure of settlement and the competition between public and individual transport have been taken into account for each station within a computer model.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Markus Heeren / Dipl.-Wirtsch.-Ing. Detlef Kamlah / Dipl.-Betr. wirtin Sandra Schwabe
Fahrgastzahlen präziser erheben ►
Neues Verfahren der Jahreshochrechnung bei der Verkehrserhebung 2002 im Verkehrsverbund Rhein-Neckar
Zusammenfassung
Große Verkehrserhebungen finden über einen längeren Zeitraum statt. Zum Ausgleich von jahreszeitlichen Schwankungen der ÖPNV-Nutzung müssen die Daten daher normiert, also durch einen Ausgleichsfaktor auf Jahresdurchschnittswerte hochgerechnet werden. Die klassische Normierung über Jahresganglinien der Fahrausweisverkäufe versagt bei Jahreskarten und -abos. Daher wurden in der Verkehrserhebung VRN 2002 die monatlichen Normierungsfaktoren erstmals über die Daten einer Panelerhebung von rund 2300 zufällig ausgewählten Kunden ermittelt. Somit liegen nun Normierungsfaktoren zugrunde, die sich aus der Verteilung der tatsächlichen Nutzungshäufigkeiten über die Jahreszeiten ergeben.
Summary
To Capture Passenger Datas more exactly Extensive transport surveys take place over a longer time period. For balancing of seasonal deviations in public transport usage, data has to be standardized, i.e. projected to average values per year with the help of a weighting factor. Common standardization using annual ticket sales time series does not regard yearly season tickets and subscriptions. That is why for the first time monthly weighting factors were gained from panel survey data regarding about 2300 randomly selected customers for the transport survey project VRN 2002. Thus, analyses are now based on standardization taking the seasonal distribution of the actual usage frequency into account.
Dipl.-Kfm. Dr. Knut Petersen / Dipl.-Geogr. Stefan Weigele / Dipl.-Phys. Dr. Tilmann Colberg / Dipl.-Kffr. Almuth Wagner-Davidsmeyer
Systematisches Ertragsmanagement ►
Benchmarkingkreis ermittelt Einnahmepotenziale im ÖPNV
Zusammenfassung
Am ersten von BSL initiierten Ertragsbenchmarking-Projekt im ÖPNV haben sich ÖPNV-Unternehmen aus ganz Deutschland beteiligt, um ihre Ertragssituation systematisch zu analysieren und vergleichend zu bewerten. Im Fokus standen dabei das Tarifniveau, die Tarifstrukturen, die Qualität des Verkehrsangebots, die Ausgestaltung des Vertriebssystems und die Einnahmesicherung. Der vorgestellte Ansatz eines systematischen Ertragsmanagements bei Verkehrsunternehmen und -verbünden liefert eine Basis für die strategischen Weichenstellungen zur Erreichung eines höheren Kostendeckungsgrads.
Summary
Revenue Benchmarking in Public Transport Within the revenue benchmarking project initiated by BSL, German public transport companies of medium and large size from all over Germany were brought together with the aim of uncovering potentials to increase revenues. For this purpose, all typical main sources of income were investigated. The transport business analysis contained ticket strategy, price level, quality of transport systems, sales channel structures, ticket inspection. The presented concept of a systematic yield management at public transport companies provides an basis for the strategic changes necessary to improve the operation results.
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