Alba Fachverlag, BestNr. nv200411
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Der Nahverkehr, Heft 11/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. Friedhelm Blennemann
Investitionen: Wieviel braucht der ÖPNV?
Betrieb
Dr. Thomas Bruns / Dipl.-Kfm. Wolfgang Roth
Remscheid: SR senken die Kosten ►
Umfassende Restrukturierung eines Verkehrsbetriebs unter Ausgestaltung des Spartentarifvertrags Nahverkehr
Zusammenfassung
Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid GmbH startete im Jahr 2002 mit einer grundlegenden Restrukturierung. Ziel war es einerseits, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen bis spätestens 2010 zu erreichen und die dazu erforderlichen Maßnahmen (insbesondere tarifvertragliche Anpassungen) einzuleiten. Andererseits sollte das Verkehrsangebot für Remscheid umgestaltet werden. Im Ergebnis wurde eine zum großen Teil bereits kurzfristig spürbare Kostensenkung erreicht.
Summary
Cost-Cutting in Remscheid In 2002 Remscheidís Municipal Transport Services (Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Remscheid GmbH) started a fundamental reorganisation. Besides establishing a competitive cost structure (particularly with regard to an adjustment of the collective wage agreement) the primary objective was to customise the public transport service offering in order to meet the cityís budgeting conditions. In summary cost-cutting exercises proved to be particularly efficient.
Wilhelm Georg Hanss
Das Intranet als Chance für Verkehrsunternehmen ►
Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe ihre interne Kommunikation veränderten
Zusammenfassung
Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben zwischen 2002 und 2004 konzernweit ein Intranet etabliert. Basis dafür war ein neues Verständnis von betrieblicher Kommunikation auch bei öffentlichen Unternehmen. Eine Projektgruppe hatte den Auftrag, Problemfelder aufzuspüren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Da die konventionellen Kommunikationswege und -methoden keine Lösung darstellten, kam eigentlich nur das Intranet in Frage. Die Grundidee: Jedes Mitglied des Unternehmens, egal auf welcher Hierarchieebene, ist in die interne elektronische Kommunikation eingebunden.
Summary
The intranet as a prospect for transport societies Between 2002 and 2004 the transport services of Leipzig established an intranet for the whole company. The basic condition for this was a new comprehension for communication within the company from public societies also. One team was in charge of this project of finding problems and showing solutions for solving those. Since conventional methods and ways of communication were not the right solution, actually only the intranet was worth considering. The basic idea is that each member of the company is integrated in this electrical cummunication, no matter in what hierachical position he or she is.
Literatur
Torsten Wiedemann
Alles neu macht der Mai: Grenzüberschreitender Omnibusverkehr aktuell
Technik
Dipl.-Ing. (FH) Oliver Trapp
Die betriebliche Einführung eines fahrerlosen U-Bahn-Systems ►
Das Beispiel des Projekts Rubin in Nürnberg
Zusammenfassung
Fahrerlose U-Bahnsysteme gewinnen weltweit zunehmend an Bedeutung. Neben der technischen Realisierung solcher Systeme ist die betriebliche Einführung bei der Umstellung konventioneller U-Bahnen und deren sorgfältige Vorbereitung ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Automatisierungsprojekts. Denn reibungslose betriebliche Abläufe und damit eine hohe betriebliche Verfügbarkeit sind letztlich mit das wichtigste Kriterium für die Akzeptanz des Systems bei den Fahrgästen. Am Beispiel des Projekts Rubin in Nürnberg zeigt der Beitrag Strategien zur betrieblichen Einführung auf.
Summary
Operational Introduction of Driverless Metro Systems Driverless metro systems gain more and more importance worldwide. Apart from the technical realization of such systems a carefully prepared operational introduction is a crucial factor for success when converting conventional metro lines into driverless operation. After all, smooth operational procedures and a high availability of operation are the most important criteria for passenger acceptance of the system. By the example of the Rubin-project in Nuremberg strategies for the operational introduction of a driverless metro system are shown.
Dipl.-Geogr. Frank Hole
Besser informiert mit Defas ►
S-Bahn München revolutioniert die Fahrgastauskunft
Zusammenfassung
Die Fahrgastinformation an den Bahnsteigen bei der S-Bahn München entspricht qualitativ nicht mehr den Anforderungen der Fahrgäste. Im Rahmen eines groß angelegten Projektes wird die Fahrgastinformation auf einen neuen Standard gehoben. Ziel ist es, künftig alle fahrgastrelevanten Informationen an allen Stationen dynamisch, zeitnah und in der erforderlichen Qualität akustisch und/oder optisch zur Verfügung zu stellen.
Summary
Better information with Defas Concerning technology and organization Passengers information at Munich RRT platforms is obsolete and does not correspond to passengers demands. It is with a big project that passengers information is going to be lifted up to a new standard. The aim is to provide all informations relevant for passengers in an acoustic and/or visual way at all the stations within a short time and in the required quality.
Dipl.-Pol. Komm. Wirtin Birgit Christmann / Dipl. Umwelt-wiss. Carola Ring
HH2: Hamburgs Wasserstoffprojekt ►
Ein Jahr Erprobung von Brennstoffzellenbussen ñ Erfahrungen mit der Wasserstofftechnologie im ÖPNV
Zusammenfassung
Im Rahmen eines europaweiten Forschungsvorhabens testet die Hochbahn bis Ende 2005 drei Brennstoffzellenbusse im regulären Linienverkehr. Für die Betankung der Busse wurde eigenes eine Wasserstofftankstelle errichtet, die den Treibstoff auf Basis regenerativer Energien erzeugt. Neben der Projektvorstellung wird gesondert auf die Punkte Fahrzeugtechnik und Marketing eingegangen sowie eine Halbzeit-Bilanz gezogen.
Summary
HH2: The Hamburg Hydrogen Project The Hochbahn is taking part in an european research-projekt, testing three fuel-cell buses for public transport in everyday use. To provide the fuel for the buses, a special hydrogen-filling station was established producing hydrogen from renewable energies. After introducing the project the article points out the mechanical equipment of vehicle, the marketing and a half-time summary is drawn.
Verkehrsplanung
Dr. rer. pol. Mehmet Hasan Sarikaya / Dipl.-Geogr. Christian Dörkes / Dipl.-Ing Jörg Ortlepp
Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten in Köln ►
Auswertung von 30.000 Wegen zur Optimierung des ÖPNV-Angebots
Zusammenfassung
Steigender Kostendruck zwingt die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen dazu, Potenziale für die Gewinnung neuer Kunden auf der einen und zur Reduzierung des Betriebsaufwands auf der anderen Seite zu ermitteln. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Köln zur Optimierung des Busnetzes im Planungsteilraum Linksrheinisch Nord eine Haushaltsbefragung im bewährten Kontiv-Design durchgeführt. Auf Basis der repräsentativen Stichprobe ließen sich damit wichtige Schlussfolgerungen für die weitere Planungsarbeit ableiten. Diese reichen von allgemeinen Erkenntnissen zum Verkehrsgeschehen (jeweils 50 Prozent des Modal Split im Untersuchungsraum entfallen auf den motorisierten Individualverkehr und den Umweltverbund) bis zur Erarbeitung von konkreten Verbesserungsvorschlägen auf bestimmten, bisher durch einen geringen ÖV-Anteil gekennzeichneten Relationen sowie Empfehlungen zur Anwendung alternativer Betriebsformen in Schwachlastzeiten.
Summary
Household Survey about the Mobility Behaviour in Cologne Increasing cost pressure forces the local authorities and the transport service to average out the potentials to win new clients on the one hand and to reduce the operation costs on the other hand. In front of this background, the city of Cologne has carried out a household survey in the approved Kontiv-Design to optimise the bus network in the planning area in the north west side of the Rhine. On the basis of the representative random sample, important conclusions for the further design work could be derived. These reach from general cognition about traffic situation (50 per cent at a time of the Modal Split in the measuring area accrue the motorised private traffic and the environment network) to the preparation of concrete improvement suggestions on determined, up to now by a small public transport-part identified relation, as well as regards for the application of alternative operation shape in off-peak energy storage.
Dr.-Ing. Bernhard Keppeler / Dipl.-Ing. Michael Schulze
Repräsentative Hochrechnung von Stichprobenbefragungen ►
Sachgerechte Gewichtung von Kurzstreckenfahrten bei Verkehrserhebungen
Zusammenfassung
Verkehrserhebungen liefern Datengrundlagen für die wirtschaftliche Steuerung und Angebotsplanung des ÖPNV. Dabei kommen in der Regel Stichprobenerhebungen zur Anwendung. In Abhängigkeit vom Personalaufwand lässt sich nicht immer die Repräsentanz der Stichprobenziehung bezüglich der Kurzstreckenfahrer sicherstellen. Zur Behebung des Stichprobenfehlers wird ein Wahrscheinlichkeitsansatz vorgestellt und am Beispiel von Verkehrserhebungen im Münchner Verkehrsverbund in seiner Wirkungsweise demonstriert.
Summary
Representative Projection of Sample Surveys Transport surveys provide the data base for the economical decision-making and supply planning of local public transport. As a rule sampling methods are applied. Depending on the number of survey staff in the fieldwork it is not always possible to ensure the representiveness of the sample regarding short-distance-travellers. In order to reduce the sample error a probability approach is presented and its performance is demonstrated at transport surveys in the transport association of Munich (MVV).
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Rainer Schneider / Rainer Bohn
Maßnahmen zur Busbeschleunigung ►
Neue Methoden zur Feststellung von Potenzialen zur Fahrzeitverkürzung
Zusammenfassung
Ziel der Untersuchung war die Aufdeckung von Störungen und die Ermittlung von Potenzialen zur Fahrzeitverkürzung und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des ÖPNV in Kiel. Die Bewertung der Maßnahmen erfolgte mit Hilfe eines einheitlichen Nutzen-Kosten-Indikators, der die mögliche Fahrzeiteinsparung, die Anzahl betroffener Fahrgäste und die Kosten individuell für jede Maßnahme in Relation zueinander setzte. Bei Umsetzung aller Maßnahmen kann die Fahrzeit, je nach Linie, um zwei bis acht Prozent verkürzt werden.
Summary
Speading up Public Transport The objective of the study was to identify potentials to reduce travel times and to improve efficiency of public transport in Kiel. Several types of measures were developed and evaluated: Reducing early arrivals, physical measures at stops, minimizing door opening duration, priority giving measures at traffic lights, Bus lanes and other physical measures between stops. A unique cost-benefit-factor for all measures brought together travel time reduction, the number of passengers affected and the individual costs. Realising all measures will reduce average travel times by 2 to 8 per cent.
Wirtschaft
Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Till Ackermann / Dipl.-Ing. Alexander Czurzim / Dipl.-Kfm. Robert E. Roch
Benchmarking im Vertrieb ►
Projektstudie und Leitfaden ñ Erfahrungen in der Praxis
Zusammenfassung
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat einen Leitfaden für ein Benchmarking-Projekt im Vertrieb von ÖPNV-Unternehmen erarbeitet. Durch einen strukturierten Fragebogen und definierte Kennzahlen wurden beispielhaft in einigen Unternehmen Vertriebskosten und Qualitätsmerkmale aller Vertriebskanäle erhoben. Diese Daten dienen zur Verbesserung der Effizienz des gesamten Vertriebsmixes unter Beachtung der örtlichen Situation. Die Beteiligten Verkehrsunternehmen und der VDV empfehlen allen Verkehrsunternehmen selbst ein aktives Benchmarking zu betreiben.
Summary
Benchmarking for Ticket Distribution The german association of transport companies (VDV) published a guideline for benchmarking-projekts for the ticket distribution in public transport companies. In some public transport compaines all distrubution channels were estimated with their costs and levels of service with the help of a structured questionnaire and defined economic ratios. These data were used to improve the efficiency of the mix of the different distribution channels in regard of the local situation. The participating public transport companies and the VDV suggest that each company should participate in such an active benchmarking projekt.
Dipl.-Betr.wirtin Anke Bahlinghortst / Dipl.-Ing. Oliver Specht
Einführung neuer Vertriebskonzepte auf dem Prüfstand ►
Wirtschaftlichkeitsanalysen zur systematischen Beurteilung neuer Vertriebsoptionen im ÖPNV
Zusammenfassung
Elektronisches Ticketing, automatische Fahrpreisfindung, Internet Ticketing und Mobile Ticketing werden derzeit als Vertriebsoptionen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. Die Einführung neuer Vertriebsoptionen ist dann ratsam, wenn sie nicht nur attraktiv für den Endkunden sind, sondern auch finanziellen Erfolg versprechen. Ein kritischer Erfolgsfaktor der Wirtschaftlichkeitsanalyse ist die kooperationsraum- und landesweite Betrachtung der Effekte. Denn sowohl die spezifischen Unternehmensstrukturen als auch die unternehmensübergreifenden Prozesse und Synergien besitzen einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis.
Summary
Introduction of new Distribution Channels Electronic ticketing, automatic pricing, internet ticketing, and mobile ticketing are currently being considered as new distribution channels in order to increase corporate competitiveness. The introduction of new distribution channels is recommended whenever the results are expected to have a positive impact not only on customer satisfaction but above all on financial indicators. Corporate structures, intercorporational processes, and synergy effects have a significant influence on economic results. Therefore, a state and network wide examination of impacts is one of the key success factors of any profitability analysis.
Dipl.-Oec. Heinz-Dieter Pohl / Momme Schümann, M.A. Hons. / Dipl.-Wirt.-Ing. Arnulf Schuchmann
EuGH-Kriterien erfüllen: aber wie? ►
KVG Stade weist über kontinuierliche Restrukturierung die Wirtschaftlichkeit im Sinne des EuGH-Urteils nach
Zusammenfassung
Das EuGH-Urteil aus dem vergangenen Jahr erlaubt die marktwirtschaftliche Direktvergabe von Verkehrsdienstleistungen unter gewissen Voraussetzungen. Die KVG Stade erfüllt mit ihrer kontinuierlichen Restrukturierung diese Anforderungen: Erstens zeigen die Restrukturierungserfolge, dass die KVG gut geführt ist. Zweitens und aus Sicht der Besteller noch wesentlicher: Die Kosten der KVG sind ñ eingeordnet in den Markt mit vergleichbaren Leistungen ñ zumindest durchschnittlich. Beide Aussagen wurden in einer detaillierten Marktpositionierung belegt.
Summary
How to fit the Criteria of the ECJ? Last yearís decision by the European Court of Justice (ECJ) allows the direct allocation of transport services under market rules and certain conditions. The KVG Stade complies with these requirements by its continual reorganisation. Firstly, the success of the reorganisation shows that the KVG is well managed. Secondly, and more importantly for the orderer, in relationship to a market with comparable services, the costs of the KVG are at least average. Both statements have been confirmed by a detailed market positioning.
Dipl.-Ing. Reinhold Gramsch / Dipl.-Kfm. Thomas J. Kubis / Dipl.-Geogr. Lutz Trostorf
Präzise Daten für den Wettbewerb ►
Das neue Bestell- und Abrechnungsmanagement des RMV
Zusammenfassung
Der RMV ist für die Bestellung und Abrechnung des regionalen Nahverkehrs in Hessen verantwortlich. Um den mit dem Wettbewerb im ÖPNV einhergehenden komplexen Anforderungen an die Bestellung und Abrechnung von Verkehrsleistungen gerecht zu werden, wurden neue Verfahren und unterstützende Softwaretools eingeführt. Das neue Verfahren basiert auf dem erweiterten System Qbase. Die Ergebnisse überzeugen: die Abrechnung ist mit geringerem Aufwand verbunden, genauer und nachvollziehbarer geworden.
Summary
Exact Figures for Competition The RMV is among other things in charge of ordering and controlling the regional Public Transport in the state of Hessen. In order to cope with the complex requirements of future tenders new working processes and supporting software tools have been introduced. The new system which is based on the extended Qbase system reflects the whole process of ordering and billing. Results are convincing: Controlling can be carried out with less effort and more easily, billing is more accurate and more comprehensible.
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