Alba Fachverlag, BestNr. nv200412
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Der Nahverkehr, Heft 12/2004
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Kfm. Günter Elste
Wahlen mit Fahrgastrechten gewinnen?
Betrieb
Gerhard Brendel / Friedo Mandera / Dipl.-Ing. Ingo Wortmann / Dipl.-Ing. Georg Fladt-Stähle
Sicherheit im Ulmer Nahverkehr ►
Kooperation der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm mit der Polizei
Zusammenfassung
Das Ulmer Verkehrsunternehmen SWU Verkehr GmbH arbeitet eng mit der Polizei zusammen, um die Sicherheit im ÖPNV zu steigern. Hierzu gehören mehr Präsenz durch mehr Fahrscheinkontrollen, regionale Großfahndungen mit dem Schwerpunkt ÖPNV, Schulung von Bus- und Straßenbahnfahrern durch Fachleute der Polizei, damit die Fahrer bei Sicherheitsproblemen besser reagieren können, sowie Investitionen in die passive Sicherheit der Fahrzeuge, zum Beispiel durch Videoüberwachung. Das gemeinsame Programm von Verkehrsbetrieben und Polizei läuft seit dem Frühjahr 2004.
Summary
Safety in Public Transport Facilities in the City of Ulm The SWU Verkehr GmbH (Transport Ltd) of Ulm is closely collaborating with the police in order to increase safety in public transport facilities. Part of this is more presence with more ticket control, a regional large-scale manhunt with an emphesis on public transport, the training of bus- and tramdrivers given by police experts to show the drivers how to react in case of security problems, and investments in the passive safety of the vehicles, like closed circuit television monitoring. This common program of public transport societies and police runs since spring 2004.
Marketing
Dipl.-Geogr. Jörg Becker / Dipl.-Ing. Andreas Müer / Dipl.-Ing. Sven Wulff
Fahrgastinformation über Handy und das Mobilitätsverhalten ►
Entwicklung und Test eines Informationsdienstes mit erweiterten Auskunftsmöglichkeiten durch Mobilfunk-Ortung
Zusammenfassung
Im Rahmen des Forschungsprojektes Tele-Travel-Services (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung) wurde ein ortsbezogener, mobilfunkgestützter Fahrplaninformationsdienst für Kunden öffentlicher Verkehrsbetriebe entwickelt, umgesetzt und im Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) getestet. Der Bericht beschreibt die technischen Grundlagen sowie Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zur Nutzung und Akzeptanz dieses Dienstes. Zu den Schwerpunkten zählen IT-Aspekte sowie die Methodik und ausgewählte Ergebnisse der empirischen Untersuchung.
Summary
Customers Information via Portable Phone and the Travel Behavior Within the scope of the research project TeleTravel Services (supported by the Federal Ministry of Education and Research) a location-based and personal mobility service for customers of public transportation was developped, implemented and tested in the service area of transport community Berlin-Brandenburg (VBB). This report describes technical basics and results of an empiric study on use and acceptance of the service. Main topics are IT-aspects as well as methods and selected results of the study (frequency of use, willingness to pay and effects on travel behaviour).
Personalwirtschaft
Dipl.-Päd. Werner A. Gut / Prof. Dr. Karl-Friedrich Ackermann / Dipl.-Kfm. Stefan Miklic
Erfolg mit Mitarbeiterbefragung ►
Stuttgarter Straßenbahnen setzen Befragungsergebnisse um
Zusammenfassung
Viele Anwender von Mitarbeiterbefragungen tun sich schwer, die Befragungsergebnisse in konkrete Programme und Maßnahmen umzusetzen, um erkannte Schwachstellen und Unzufriedenheitsursachen abzubauen und vorhandene Stärken auszubauen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG haben sich durch die Mitarbeiterbefragung nicht nur ein Stimmungsbild des Unternehmens verschaffen können, sondern sammelten mit ihr zahlreiche Ideen und Vorschläge aus dem Kreis der Belegschaft zur Verbesserung der Lage, die nun bereichsspezifisch oder bereichsübergreifend Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Summary
Be successful with an Employee Survey Many users of employee surveys have problems to translate the extracted results into concrete programs and measures in order to reduce recognized weaks and causes of dissatisfaction as well as enforce existing strengths. The Stuttgart transport company (SSB) employee survey provided detailed information on the opinion of the asked employees and, furthermore, enabled the management of the company, to collect numerous ideas and suggestions from the staff on how to improve the work situation. SSB AG is going to transfer the results into action step by step both sectoral and transsectoral as well.
Technik
Peter Kolbert / Dipl.-Ing. Erhard Krüger / Roland Müller / Andreas Schmiede
Innovative Sicherungstechnik halbiert Kosten bei der Straßenbahn ►
Ansteuerung von Bahnübergangs-Sicherungsanlagen durch Technik zur Lichtsignalanlagen-Beeinflussung
Zusammenfassung
Durch die Nutzung standardisierter LSA-Technik für die Ansteuerung von Bahnübergangssicherungsanlagen können Investitionsmittel in erheblicher Höhe eingespart werden. Vorteile sind insbesondere die Nutzung bereits vorhandener Fahrzeugkomponenten und preisgünstiger LSA-Steuerungstechnik, das Entfallen von Tiefbauarbeiten sowie die geringeren Wartungs- und Betriebskosten. Die Kostenersparnis zu herkömmlichen BÜ-Anlagen nach BOStrab belaufen sich auf über 50 Prozent pro Bahnübergang.
Summary
Reducing Costs thanks to Innovative Signal Priority Technology Considerable capital appropriations can be saved by using standardised traffic signal priority technology for the control of railway crossing warning systems. Particular advantages are the use of existing vehicle components and low-priced traffic signal priority control, no more civil engineering works as well as less maintenance work and costs. The costs can be reduced to 50% per crossing in comparison with conventional level crossings warning systems, according to BOStrab.
Dr. Dipl.-Kfm. Gero Scholz / Dr. Dipl.-Phys. Claus Dohmen
Fahrzeugrechner mit deutlich erweitertem Leistungsspektrum ►
Modulares Hard- und Softwarekonzept für Bordrechner
Zusammenfassung
Der Fahrzeugrechner der Zukunft ist der Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation im Fahrzeug und zwischen Fahrzeug und Leitzentrale. Die Anforderungen an Fahrzeugrechner sind hoch, die Verkehrsbetriebe müssen über sinnvoll anzubindende Funktionen entscheiden und dabei eine spätere Erweiterbarkeit der Hard- und Software berücksichtigen. Die IVU Traffic Technologies AG geht daher mit einem modularen Konzept für Fahrzeugrechner und -server bedarfsorientiert und flexibel auf die Anforderungen der Verkehrsbetriebe ein.
Summary
A Vehicle Computer with a higher spectrum of efficiency The future computer of a vehicle is the centre of communication in the vehicle and between vehicle and the headquarters. Requirements at vehicle computers are high and transport societies have to decide about what functions would be sensible to connect, considering further possiblities for the expension of hard- and software. It is with a modular concept for vehicle computers and servers that the IVU Traffic Technologies AG (Ltd) is meeting requirements of transport societies according to their need in a flexible way.
Dipl.-Ing. Jürgen Langwost
Antriebstechnik für Obusse ►
Die elektrische Traktionsanlage für die neuen Trolleys in Luzern
Zusammenfassung
Die zunehmenden Anforderungen an einen schnellen und effizienten Trolleybusverkehr auch bei anspruchsvollen Topographien erfordern moderne und leistungsfähige Fahrzeuge. Die Traktionsanlage des neuen Swiss Trolley III bietet einen leistungsstarken Antrieb zweier Achsen, eine moderne Bordnetzversorgung und ein benutzerfreundliches Diagnosesystem. Die gesamte Elektroausrüstung ist in zwei servicefreundlichen Dachgerätegehäusen zusammengefasst, so dass vier niederflurige Einstiege realisiert werden konnten.
Summary
Traction System of Trolley Buses The increasing requirements for a fast and effective trolleybus traffic even in regions with large gradients demand modern and efficient vehicles. The traction system of the new Swiss Trolley III offers a high-performance propulsion system driving two axles, a modern auxiliaries power supply and a user-friendly diagnosis system. The whole electrical equipment is mounted in two service-friendly roof-mounted cases, thereby four low floor entries could be realised.
Michael Vogel
Zeitgemäße Strategien zur Instandhaltung von ÖPNV-Fahrzeugen ►
SAP-PM als Hilfsmittel für wirtschaftliche Wartung
Zusammenfassung
Eine effiziente Fahrzeug-Instandhaltung wird erst durch die systematische Erfassung und Auswertung zahlreicher Daten möglich. Eine EDV-gestützte Dokumentation der Instandhaltung hilft zudem, Papier zu vermeiden. Es wird dargestellt, wie das in zahlreichen Unternehmen ohnehin eingeführte SAP-R/3 solche Aufgaben kostengünstig meistern kann.
Summary
Modern Strategies of Maintenance of Rolling Stock An efficient maintenance of rolling stock needs systematically collecting and analysis of data. Software based documentation of maintenance moreover avoids a lot of paper. This is a description, how the SAP-R/3-software being in use by the most transport companies, performs this task inexpensively.
Dipl.-Ing. Nils Jänig / Dipl.-Wirt.-Ing. Steffen Plogstert
EU setzt Standards für Stadtbahnen ►
Harmonisierungsprojekt Libertin vor dem Abschluss ñ Ergebnisse aus zehn Arbeitsgruppen im Überblick
Zusammenfassung
Libertin ist ein Thematisches Netzwerk (TN), das im Zuge des fünften Rahmenprogrammes für Forschung und Entwicklung (Growth Programme) von der Europäischen Kommission gefördert wird. Libertin beschäftigt sich mit der Harmonisierung und Standardisierung auf Europäischer Ebene im Straßen- und Stadtbahnbereich. Partner in Libertin sind die UITP und die UNIFE gemeinsam mit fünf großen Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt Stadtbahnsysteme: TTK, Atkins Danmark, AEA Technology, Die Ingenieurwerkstatt und Semaly. Koordinator des Projektes ist TTK, Karlsruhe. In einem Thematischen Netzwerk ist die Mitarbeit von Experten integraler Bestandteil, um einen möglichst großen Konsens zu gewährleisten.
Summary
Standardization of Light Rails in Europe LibeRTiN is the Light Rail Thematic Network (TN) on standardization and harmonisation of LRT funded by the European Commission under the 5th Framework Programme for Research and Development (Growth Programme). Partners of the LibeRTiN TN are the two major business associations representing mass transit operators and authorities (UITP) and the railway supply Industry (UNIFE) together with five major consulting companies specialised in the light rail domain (TTK, Atkins, AEA Technology, Die Ingenieurwerkstatt, SEMALY). TTK is Co-ordinator of the project. But the active participation of external experts is an integral part of this thematic network to reach consensus as far as possible in the 10 different working groups.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Martin Heiderich / Dipl.-Ing. Manfred Sablinski / Manfred Trzaskawka
Blickfang Busbahnhof ►
Der ZOB Herne erstrahlt in neuem Design
Zusammenfassung
Innerhalb der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Bahnhof Herne stellt der zentrale Omnibusbahnhof ZOB die wesentliche Komponente dar. Durch die Ausführung als Businsel mit umliegenden Bussteigen und integriertem Stadtbahnzugang können die Fahrgäste ohne Fahrbahnquerung zwischen den ÖPNV-Verkehrsmitteln wechseln. Seine besondere Prägung erfährt der ZOB durch die verglaste Überdachung, die als transparenter Körper über der gesamten Businsel schwebt.
Summary
Central Bus Station as an Eye-Catcher The Central Bus Station is the main component of the new layout for the public square at Herne Train Station. The design of a large island with adjacent bus platforms and an integrated access to the underground railroad allows passengers to change means of public transport without crossing roadways. A glass roofing that hovers above the traffic island as a transparent 3-dimensional body adds a special appearance to the new Central Bus Station.
Dipl.Ing. Andrea Rau
Haltestellen barrierefrei gestalten ►
Erhebung zum gegenwärtigen Stand und zur Zukunftsplanung
Zusammenfassung
Über die Realisierung barrierefreier Mobilität gehen die Meinungen auseinander. Um bezüglich der ÖPNV-Haltestellen das derzeitige barrierefreie Angebot, die zukünftigen Maßnahmen sowie die Wirkungen der Gleichstellungsgesetze zu analysieren, wurde von imove eine deutschlandweite Studie durchgeführt. Ergebnisse des erkennbaren Umdenkprozesses sind eine Vielzahl verschiedenster Planungsmaßnahmen sowie eine immer bessere Abstimmung von Systemkomponenten wie Haltestellen und Fahrzeugen.
Summary
(Re)designing Stops to be Barrier-free Opinions vary a lot when it comes to realising barrier-free mobility. A study was performed all across Germany by ìimoveî to analyse the current barrier-free public transport stops, future measures as well as the effects of the new Equal Treatment for the Disabled Acts. Results of the visible paradigm shift are a multitude of different planning measures as well as more and more optimised interchanges between stops and vehicles in favour of ìpublic transport for everyoneî.
Willi Loose / Dipl.-Geogr. Mario Mohr / Dipl.-Geogr. Barbara Doberschütz
Hotzenflex: Flexibles Busangebot für den ländlichen Raum ►
Kombination von festen und flexiblen Bedienungsabschnitten
Zusammenfassung
Im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Personenverkehr für die Region wurde im Projekt Nahvis ein nachfragegesteuertes Bussystem entwickelt und erprobt. Der Implementierung gingen mehrstufige Befragungen der Bevölkerung im Hotzenwald voraus, die es erlaubten, das Angebot auf Zielgruppenwünsche hin zuzuschneiden. Der SBG-Hotzenflex verbindet an zwei Wochentagen ñ den regulären Linienverkehr ergänzend ñ drei Gemeinden und ihre rund 40 Ortsteile untereinander. Das System hat seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Stetig steigende Fahrgastzahlen belegen die Akzeptanz des Konzepts bei der Bevölkerung. Eine Weiterführung des Hotzenflex kann aber nur mit zusätzlichen Finanzierungspartnern gesichert werden.
Summary
Hotzenflex: Innovative Bus System for Rural Areas Within the exploratory focus ìpublic transport in rural areasì of the Federal Ministry of Education and Research, the Nahvis project has developed and checked an innovative, demand driven and flexible public transport bus system. Ahead of implementation of the system, several multi-stage interviews were conducted among the population of the Hotzenwald region. This approach allowed the researchers to create a bus system, which offered a tailor made solution to target audience. The branded bus ÑSBG-Hotzenflexì is currently running on two days during the week, supplementing the regular public transport services and connecting 40 villages. The implemented bus system has clearly proven its functionality. Constantly increasing passenger numbers are an evidence for the acceptance.
Dr. Rainer Schaub
Ein Nahverkehrsmodell für Hamburg ►
Ein geografischer Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen in einer Großstadt
Zusammenfassung
Überzeugt von der Untauglichkeit bisheriger Ansätze zur Lösung der Verkehrsprobleme distanziert sich der Verfasser dieses Aufsatzes von Konzepten, die den Straßenverkehr allein durch Optimierung der Straßen-Infrastruktur zu bewältigen versuchen. Ausgehend von der Erkenntnis, dass die Entstehung von Verkehrsvorgängen sehr komplex ist, setzt das in diesem Beitrag entwickelte Nahverkehrsmodell auch auf Möglichkeiten zur Verlagerung vom MIV und entwickelt ein denkbares Straßenbahnnetz für Hamburg.
Summary
A Public Transport Model For Hamburg The author of this article is convinced of the unsuitability of previous attemps for solving the increasing traffic problems and in his essay he is going away from concepts trying to handle the traffic just by optimizing road infrastructure. Starting out from the knowledge that the creation of traffic processes is very complex the traffic model shown in this article gives possibilities of avoidance and diversion of motorized private transports and it develops a quite conceivable tram network for Hamburg.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Jochen Bruhn / Dipl.-Kfm. Jörn Meier-Berberich / Dr. Dipl.-Kfm. Mirko Schnell
Marktorientierte Direktvergabe
Gutachten zur Ableitung marktorientierter Preise ñ Ein Erfahrungsbericht aus Rostock
Rüdiger Schmidt / Dipl.-Ing. Frank Schäfer / Dipl.-Geogr. Dipl.-Kfm. Wolfgang Seyb
Jeder Fahrschein zählt: Einnahmenaufteilung im SH-Tarif ►
Entwicklung und Einführung eines vertriebsdatengestützten Abrechnungsverfahrens in Schleswig-Holstein
Zusammenfassung
Seit Dezember 2002 gilt im schleswig-holsteinischen Schienenpersonennahverkehr der SH-Tarif. Das hierfür entwickelte vertriebsdatengestützte Einnahmenaufteilungsverfahren wurde erfolgreich eingeführt. Das Verfahren orientiert sich an der realen Ertragskraft jeder einzelnen Relation und schafft somit Anreiz für kunden- und marktorientiertes Wirtschaften. Parallelverkehre werden mit Hilfe eines Verkehrsmodells effizient simuliert. Trotz der Bündelung von Einnahmenaufteilung, Controlling, Provisions- und Finanzierungsrechnung entstehen in der Betriebsführung nur geringe laufende Kosten.
Summary
Every Ticket counts: Distribution of Revenues in the SH-Tarif Since 2002 ìSH-Tarifî is in force in regional rail transport of Schleswig-Holstein. A therefore developed revenue distribution procedure, based on evaluation of sales data, has been successfully implemented. The method goes by actual profitability of each single relation and provides the railway companies with an incentive to operate customer- and market oriented. Parallel traffics are efficiently simulated by means of a traffic flow model. Though bundling revenue distribution services, controlling, calculation of sales comissions and compensation payments, the procedure garantees cost-effective system management.
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