Alba Fachverlag, BestNr. nv200501
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Der Nahverkehr, Heft 1-2/2005
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Professor Dr. Ing. Adolf Müller-Hellmann
Junge Leute in der Führung ñ Aufgabe für Unternehmen
Betrieb
Dipl.-Kffr. Anja Georgi / Christine Wüst-Rocktäschel, M.A.
Videoaufzeichnung und Fahrgast-TV in der Vandalismusprävention ►
Erfahrungsbericht über ein Projekt der Offenbacher Verkehrs-Betriebe
Zusammenfassung
Die OVB muss sich immer wieder mit Vandalismusschäden in ihren Fahrzeugen beschäftigen, jährlich werden für ihre Beseitigung etwa 50000 Ä aufgewendet.Zur Verbesserung dieser Situation führt das Unternehmen seit vielen Jahren umfangreiche, mit kommunalen und regionalen Aktivitäten vernetzte Maßnahmen zur Prävention durch.Die neueste Maßnahme der OVB in diesem Präventionsportfolio ist die Ausstattung von zwei Bussen der OVB mit Videokameras und Fahrgastfernsehen in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Busscreen.Ziele des Projektes, das hier skizziert wird, sind, die Kosten durch Vandalismusschäden zu senken, das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste zu steigern und die Kunden mit dem neuen Medium Fahrgastfernsehen umfänglicher zu informieren.Eine erste Auswertung des Projektes dokumentiert dessen Erfolg:In diesem Jahr ist geplant, weitere zehn Busse mit Kameras auszustatten.
Summary
Prevention of Vandalism thanks to Video Cameras and Passenger Television Time and again, the OVB is confronted with cases of vandalism in their busses, and each year, approximately Ä 50000 are spent to fix those damages.To optimise this situation, the company for many years already accomplishes a considerable amount of diverse preventive measures most of which are related to activities by local and communal boards. The most recent measure of the OVB in this portfolio of preventative arrangements is the endowment of two OVB-busses with video cameras and passenger television in cooperation with the service provider Busscreen.Objectives of this project, which is outlined in the article, are to reduce costs resulting from vandalism, to enhance the feeling of safeness of the passengers in the busses and to use the passenger television as a new media to inform OVBís customers. A first evaluation of the project documents its success: In 2005, OVB plans to endow another ten busses with video cameras.
Personalwirtschaft
Prof. Dr. Ing. Dr. Ing. E.h. Günter Girnau / Prof. Dr. techn. Jörg Schönharting
Zusatz-Qualifizierung mit Prädikat ►
Ein Jahr berufsbegleitender Masterstudiengang Public Transport Management: Erfahrungen und Erkenntnisse
Zusammenfassung
Weiterbildung für das Management von ÖPNV-Unternehmen ist aufgrund der gravierenden Änderungen im Verkehrsmarkt heute wichtiger denn je.Der neue Masterstudiengang Public Transport Management (PTM) der Universität Duisburg-Essen vermittelt dem Führungsnachwuchs von Verkehrsunternehmen das zukünftig erforderliche Wissen und die notwendigen Fähigkeiten, und zwar berufsbegleitend.In vielfältiger Hinsicht wurde mit diesem Studiengang Neuland beschritten:Anfang April 2004 startete der Masterkurs mit dem ersten Jahrgang.Am Ende des ersten Semesters kann auf einen erfolgreichen Beginn zurückgeblickt werden.Wichtige Aspekte aus Sicht der Studiengangsleitung werden ebenso dargestellt wie Erfahrungen mit Studierenden und Dozenten im ersten Semester.
Summary
Additional Qualification with grade Further education for the management of public transport companies is ñ due to the serious changes in the traffic market today ñ more important than ever.The new Public Transport Management course of studies offered by the University of Duisburg-Essen will provide managers in transport companies with the knowledge and skills needed ñ and this in a professional setting.In various aspects new paths have been tread.At the beginning of April 2004 the master course started at the University of Duisburg-Essen with the first class.At the end of the first semester it can be looked back on a successful beginning.Important aspects from the point of view of the course of studies managers are represented as well as experiences with students and lecturers in the first semester.
Praxis
Thorsten Behrens
Integrierte Business-Software bringt Nahverkehr in Fahrt
Lutz Spiller
Ein Klassiker für Bahn-Fahrleitungen
Technik
Dipl.-Ing. ETHZ Harry Hondius
Multigelenk-Straßenbahnen mit durchgehenden Achsen ►
Erfahrungen mit dem Cityrunner von Bombardier
Zusammenfassung
Der Bombardier-Cityrunner ist eine Niederflurbahn, von der 147 Exemplare bestellt sind. Ihre Achsen sind durchgehend und können einen normalen Sinuslauf erzeugen. Durch die spezielle patentierte Fahrgestellanlenkung fährt es relativ geschmeidig durch Kurven und kommt dabei dicht an den Fahreigenschaften von Drehgestellfahrzeugen heran.
Summary
Multi-articulated Streetcar with Conventional Axles Es ist ein geschweißtes und genietetes Stahlfahrzeug. The bombardier-cityrunner is a low floor streetcar, of which 147 examples have been ordered.The cityrunner has as specific quality the use of conventional axles.This and the patented connexion between car body and trucks give the cars riding qualities in curves, which approach those of classic bogie cars.Cityrunner is a welded and riveted steel car.
Dipl.-Ing. Suat Kizilkan
Mehr Sicherheit durch Kameras ►
Elektronische Außenspiegel verbessern den Überblick
Zusammenfassung
Die Videotechnik bietet heute Möglichkeiten, die weit über eine einfache Personen-Überwachung hinausgehen und auch für die Sicherheit während des Fahrbetriebs sorgen.Die Verkehrsunternehmen können die Sicherheit Ihrer Fahrgäste steigern und die Risiken minimieren.Die Technik dafür ist ausgereift und wird vor allem im europäischen Ausland bereits eingesetzt. Deutsche Verkehrsunternehmen sollten die Technik nutzen, zumal die Kosten dafür inzwischen kalkulierbar geworden sind.
Summary
More Security with Cameras Video technology today offers possibilities that go far beyond a simple surveillance of passengers and it also ensures security during the operation.Transport authorities are able to increase safety for their passengers and to minimize risks. Technology for this system is elaborated and already used in european countries.German transport authorities should not miss connection in this point, particularly since costs meanwhile have been calculated for it.
Dipl.-Ing. Bertram Fischer / Dipl.-Ing. (FH) Harald Hormann
Leistungsfähige Fahrleitungen für neuen Messebahnhof ►
Projekt Stadtbahnstation Arena/Messe Nord Düsseldorf
Zusammenfassung
Der Bau von Fahrleitungen erfüllt die typischen Kriterien von Projektgeschäften.Projektlaufzeit, zahlreiche ineinandergreifende Gewerke, Randbedingungen, die sich bei Projektbeginn nicht hundertprozentig definieren lassen, Am Beispiel des Messebahnhofs in Düsseldorf wird gezeigt, wie es einerseits gelingt, unter Einbeziehung aller Randbedingungen eine gute Leistung zu erbringen und andererseits die Projektvorgaben im Hinblick auf Termine und Kosten einzuhalten. Neben der Darstellung der technischen Elemente Gründung, Maste, Fahrdraht und Berührungsschutz wird die Bedeutung der Planung für den Projekterfolg deutlich gemacht.
Summary
Overhead Contact Systems for new Fare Station The erection of overhead contact systems shows the typical criteria of project business. Duration of the project, a large number of linked crafts, ancillary conditions that cannot be defined to 100 p.c. in the beginning of the project. With the project new fare station in Düsseldorf the authors exemplify both how to perform excellently with involvement of all ancillary conditions and how to stick to the requirements of the project regarding deadlines and expenses. They explain the technical elements foundation, poles, overhead contact system and protection against contact and show the importance of an accurate planning for the success of the entire project.
Verkehrsplanung
Carsten Knoch / Jörg Thiemann-Linden
Auf dem Land mobil ohne eigenes Auto ►
Erfahrungen mit lokalbezogenen ÖPNV-Projekten in der Fläche
Zusammenfassung
Eine flexible Gestaltung des ländlichen ÖPNV-Systems als lernendes System, die Erprobung neuer Informationskanäle zur Ansprache von Kunden für den ländlichen ÖPNV, die Verbesserung der Zugänglichkeit zum Nahverkehrsangebot und die Verzahnung von individuellen und öffentlichen Verkehrsangeboten stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens auf dem Land.mobil. Die Mobilitätsanbieter, sowohl Unternehmer als auch Aufgabenträger, haben dank des Vorhabens Erfahrungen sammeln können, wie das Angebot wirksamer und effizienter gestaltet werden kann.Der wissenschaftliche Mehrwert aus dem Vorhaben besteht darin, die sozialen Bedingungen für traditionelle und neuartige Lösungen besser verstehen zu können.
Summary
Mobility in Rural Areas without own Cars A flexible rural transport system, new ways of customer information, better accessibility to the local transport system and connection of public and private traffic system centre the research project auf dem Land.mobil (mobility in rural areas).Local planning authorities and transportation companies got experiences how to organise rural transport more effective without reduction.Technical innovation ñ e.g.for dispatching flexible bus services ñ in combination with new local transport co-operations provide opportunities ñ with no need for passengers being computer literate. The scientific value of this joint research project with ten associate partners (local authorities and consulting companies) is to understand social conditions for traditional and innovative solutions.
Dr.-Ing. Dietmar Bosserhoff
Untersuchungen zum regionalen Schienenverkehr ►
Inhalte und Ergebnisse ñ Kenngrößen der Fahrgastnachfrage
Zusammenfassung
Der Beitrag behandelt aktuelle Untersuchungen zum Schienenpersonennahverkehr, die vom Bund (Bundesverkehrs- oder Bundesforschungsministerium) (mit)finanziert wurden. Ergänzend wird auf wichtige von Dritten finanzierte Untersuchungen eingegangen. Für jede Untersuchung werden die Arbeitsschwerpunkte und die für den SPNV relevanten Ergebnisse dargestellt. Danach werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst sowie der Handlungs- und Forschungsbedarf aufgezeigt. Abschließend werden für verschiedene Strecken vergleichende Ergebnisse von Nachfrageerhebungen aufgeführt.
Summary
Current Examinations on Regional Passenger-Railways This article is dealing with current examinations concerning public railway transport, (partly) financed by the Federal Government (Federal Ministry of Transport or the Federal Ministry of Research and Development). In addition to this it goes into important examinations financed by third institutions.For each examintion it gives a description of the main focus and of the results relevant for public railway transport.Then the reader will find a summery of the most important findings and the essay will show the need in action and research.Finally it lists the comparing results of surveys about the demand for different tracks.
Univ. Prof. em. Dr. Ing. Joachim Fiedler
Verspätungen vermeiden ►
Empfehlungen für die verlässliche Bedienung im ÖPNV
Zusammenfassung
Maßnahmen gegen Verspätungen und Anschlussverluste im öffentlichen Personenverkehr sind Gegenstand einer Empfehlung, die Anfang 2004 ein Arbeitskreis der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen vorgelegt hat. Im Beitrag werden Inhalt und Intentionen der Schrift umrissen, um so auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Imageverbesserung auch des ÖPNV aufmerksam zu machen. Die zahlreichen Anregungen und grundsätzlichen Forderungen versuchen die Belange von Fahrgästen, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern in Einklang zu bringen.
Summary
Avoidance of Delays Beginning of 2004 a team of the research society for roads and traffic has published a paper of recommendation comprising measures against delays and the missing of connections in public transport.This article outlines the content and the intention of that paper in order to draw the attention to different possibilities for the improvement of the public transports image. Numerous ideas and fundamental demands try to combine interests of the passengers with those of transport authorities and responsible supporters.
Dipl.-Vw. Tilman Bracher / Dipl.-Ing. Michael Lehmbrock
Planspiel Nahverkehr in Berlin ►
ÑSpielerische" Entwicklung von Szenarien zur Zukunft des ÖPNV
Zusammenfassung
Mit der Veränderung des Rechtsrahmens in Richtung kontrollierter Wettbewerb stehen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen vor neuen Aufgaben.In einem Planspiel von öffentlichen und privaten Akteuren des ÖPNV wurden am Beispiel Berlins diskutiert, was sich ändern kann, wo die jeweiligen Chancen und Konfliktfelder liegen und welche politischen und organisatorischen Entscheidungen erforderlich sind, um einen attraktiven, kundenorientierten und effizienten ÖPNV zu sichern.
Summary
Planning Charrette Public Transport Berlin Changes in the legal framework require government authorities and transit operators to move toward controlled competition in providing transit services. In a planning charrette with transit actors from both the public and private sectors, Berlin served as an example for discussing what can change; where the opportunities and potential conflicts lie; and what political and organizational decisions are necessary in providing an attractive, customer-oriented and efficient public transportation system.
Dipl.-Vw. Lutz Aigner / Dipl.-Ing. Peter Kellermann / Dipl.-Geogr. Wolfgang Märtens
Ab in den Süden: HVV wächst weiter ►
Seit Dezember 2004 gehören die niedersächsischen Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg zum Hamburger Verkehrsverbund
Zusammenfassung
Bis zum Jahr 2002 umfasste das vom HVV bediente Gebiet die Freie und Hansestadt Hamburg sowie einige angrenzende Umlandgemeinden. In seiner räumlichen Ausdehnung von rund 2000 Quadratkilometern war der HVV eher klein.Zwei Jahre nach der erfolgreichen HVV-Erweiterung nach Schleswig-Holstein wurde der HVV am 12.Dezember 2004 auf das Gebiet der niedersächsischen Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg erweitert.Der HVV bedient nun eine Fläche von rund 8700 Quadratkilometern mit mehr als 3,3 Mio Einwohnern.Durch die HVV-Erweiterung konnte für die Metropolregion Hamburg ein Standortnachteil gegenüber anderen monozentrischen Ballungsräumen beseitigt werden, in denen die Verkehrsverbünde schon lange weit in die Region hinein reichen.
Summary
Down to the south.The HVV is growing on To the year 2002 the transport area of the Hamburger Verkehrsverbund (HVV; transport community of the Hamburg region) included the whole of Hamburg and some municipals in the area around.With its 2000 square kilometres, in comparison with other transport communities the HVV area was rather small.Two years after the successful expansion of the HVV to the north the Lower Saxony boroughs Stade, Harburg and Lüneburg have been integrated into the HVV area.With this expansion to the south the HVV grew up to 8700 square kilometres and more than 3.3 million residents.A locational disadvantage of the Hamburg Metropolitan Region compared to other monocentral urban regions has been removed.
Wirtschaft
Dipl.-Ök. Andrea Engelhardt / Dr.-Ing. Meinolf Spichal / Dipl.-Sozialw. Dr. Harald Paul
Einnahmenaufteilung: So geht es ►
Eine pragmatische Lösung für eine komplizierte Materie im Großraum-Verkehr Hannover ñ Positive Bilanz nach zwei Jahren
Zusammenfassung
2002 hat der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) ein nachfrageorientiertes Einnahmenaufteilungsverfahren eingeführt, das auf den tatsächlichen Tarifeinnahmen pro Fahrgast basiert. Nachdem sich der Aufgabenträger und die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund auf die Grundzüge geeinigt hatten, dauerte die Erarbeitung und Abstimmung des Verfahrens nicht einmal ein Jahr.Dies war vor allem durch die transparenten Prinzipien des Einnahmenaufteilungsverfahrens möglich.Das Modell ist marktorientiert, es bietet den Verkehrsunternehmen die Möglichkeit, aktiv die Entwicklung ihrer Einnahmenansprüche zu beeinflussen.Der Aufwand für die Ermittlung der Einnahmenansprüche durch Zählungen und Befragungen ist überschaubar. So wurde ein pragmatischer Ansatz gefunden, der sich in der Praxis bereits bewährt hat.
Summary
The Division of Revenue:So does it Work In 2002 the traffic authory of the Hannover area (Großraum-Verkehr Hannover GVH ) has introduced a method for the division of revenue, orientated at the demand and based on real tariff income per passenger. After the agreement on the essential features by the responsibles of the area of Hannover and the traffic authorities of the association beginning of 2001 the elaboration and the coordination of the method didnít even take a year.This exemplary method is orientated at the market and it offers possibilities for traffic authorities to have an active influence in the development of their revenue claims.Time and costs necessary for the determination of revenue claims with counting and surveys are not to high.This is how a pragmatic method for the division of revenue was found and proven in in practice.
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