Alba Fachverlag, BestNr. nv200506
|
Der Nahverkehr, Heft 6/2005
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Andreas Trautvetter
Verlässliche Aussagen für den Nahverkehr
Betrieb
Dipl.-Ing. Hans-Volker Krebs
Stadtbahnen und mehr: Der Nahverkehr in Erfurt ►
Ausbau des Schienennetzes geht auch 2005 weiter
Zusammenfassung
Am 20. Juni 2005 nahmen die Erfurter Verkehrsbetriebe AG die vierte neue Stadtbahnstrecke zum Flughafen in Betrieb. Der Baubeginn für die letzte Strecke erfolgte bereits. Damit geht ein ehrgeiziges Projekt zum Ausbau der Straßenbahn zur Stadtbahn in absehbarer Zeit erfolgreich in die Geschichte der Stadt Erfurt ein. Marketing und Vertrieb unterstützen die Akzeptanz und Kundenbindung im Nahverkehr. 111 Jahre nach der ersten Fahrt einer elektrischen Straßenbahn in Erfurt sind die Weichen für einen modernen, erfolgreichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt gestellt.
Summary
Light Rail Rapid Transit and more: Short Distance Traffic System in Erfurt On June 20th 2005, the Evag has comissioned the fourth new light rail rapid transit to the airport and even the construction of the last part of the transit has already been started. Therewith, an ambitious project to expand the streetcar system into the light rail rapid transit system will soon go down successfully in the Erfurt history. The cityís marketing and sales management will support the customer relationship and the acceptance of this public transport system. Now, 111 years after the first run of an electric streetcar in Erfurt, the course of a modern and successful public transport system in the state capital is set.
Dipl.-Ing. Volker Grunow / Dipl.-Ing. Lutz Conrad / Dipl.-Ing. (FH) Volker Fleischer / Dipl.-Ing. Jürgen Roß
RBL geteilt durch X ►
Rechnergestützte Betriebsleitsysteme bei regionalen Unternehmen
Zusammenfassung
Rechnergestützte Betriebsleitsysteme (RBL) sind für städtische Verkehrsunternehmen schon seit langem die Grundlage für einen optimierten Fahrbetrieb und die Erhöhung der Angebotsqualität. Für viele mittlere und kleine Unternehmen ist jedoch der Basis-Investitionsaufwand noch eine unüberwindliche Hürde bei der Beschaffung eigener RBL-Systeme. Aufgrund steigenden Wettbewerbsdrucks und leerer öffentlicher Kassen sind hier alternative Konzepte gefragt. Die Lösung liegt in der Realisierung eines Verbund-RBL durch die Mitnutzung eines bereits vorhandenen Systems oder in der gemeinsamen Nutzung eines Systems durch mehrere Verkehrsunternehmen. Im Land Brandenburg haben die ÖPNV-Anbieter diese Chance ergriffen und betreiben jetzt gemeinsam moderne RBL-Systeme.
Summary
AVMS divided through X Automatic Vehicle Monitoring Systems (AVMS) have been the basis for optimised operation and enhanced quality of service for urban public transport companies since long. For many small and medium sized companies however the initial costs are an insurmountable hurdle on the way to an own AMVS. Increasing competition and empty cash boxes of local authorities are therefore calling for alternative concepts. One possible solution is the integration into and joint usage of an existing AVMS already operated by e.g. a neighboring company or alternatively the collective procurement of one single AVMS for several transportation companies. In the county of Brandenburg public transport providers have taken this opportunity and are jointly operating modern AVM systems.
Literatur
Thomas Hilpert
Neuauflage des Straßenverkehrsrechts
Marketing
Dr.-Ing. Bernhard Keppeler / Dipl.-Geogr. Stefan Kröpel / Dipl.-Ing. Kimmo Sinisalo / Dipl.-Ing. Ari Sirkiä
Nutzung des E-Ticketings für die Analyse der Verkehrsnachfrage ►
Demonstration am Beispiel Tampere in Finnland
Zusammenfassung
Zur Vereinfachung des Vertriebs im öffentlichen Personennahverkehr werden elektronische Ticketingsysteme aufgebaut und schrittweise umgesetzt. Dabei eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Preisbildung und Gestaltung kundenspezifischer Angebote. Mit der Nutzung der beim Ticketing gewonnenen Nachfragedaten kann zeitnah und einfach der Erfolg der tariflichen Maßnahmen oder die Wirkung von Angebotsveränderungen kontrolliert werden. Voraussetzung für solche Erfolgskontrollen ist die kontinuierliche Umsetzung der registrierten Fahrtinformationen in Verkehrsnachfragedaten.
Summary
Using E-Ticketing for the analysis of Transport Demand Electronic-ticketing systems are set up and step-by-step implemented in order to simplify the ticket distribution in public transport. At the same time new possibilities for a price differentiation and customer-oriented tickets are opened up. The deployment of transport demand data from ticketing systems can be done just in time and easily with the purpose of controlling the success and effectiveness of changes in the tariff system and the public transport supply. The continuous analysis of the transport demand data that was generated from the registered ticketing information is a precondition for such a controlling.
Dipl.-Medienprakt., Dipl. Forstwirtin Anne Lohmüller
Fahrplan im Abo ►
Ein neues Instrument der Kundeninformation beim Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (naldo)
Zusammenfassung
Der Verkehrsverbund naldo bietet seinen Kunden seit September 2004 den Fahrplan-Abo-Service an. Dieser richtet sich gezielt an Vielfachnutzer, die als Auszubildende oder Berufspendler aktuelle Fahrplaninformationen für nur wenige, ganz bestimmte Bus- und Bahnlinien benötigen. Die Idee des Fahrplan-Abo-Service besteht darin, dass der Kunde über kurz- und längerfristige Fahrplanänderungen während des Fahrplanjahres automatisch per E-Mail informiert wird. Die Erfahrungen der ersten acht Monate zeigen, dass sich der Fahrplan-Abo-Service als ein Instrument der Kundeninformation bewährt.
Summary
Schedule subscription Since September 2004, the transportation service Naldo has offered the service of a schedule subscription to its customers. This service is mainly directed at multiple users like pupils, trainees, students or commuters which need current schedule information but only for a few special buses or train lines. The schedule subscription service means to inform the customer automatically via e-mail about any short or long-term changes during the schedule period. An eight month experience has shown that this schedule subscription service has proved the test for customer information.
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Dechamps / Reiner Rück / Gerhard Zuber
Zielgruppenmarketing auf neuen Wegen mit Pauk & Ride ►
Das junge Mobilitätsnetz des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg
Zusammenfassung
Mit 18 den Führerschein ñ und dann nie mehr ÖPNV? Bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Kundenbindung speziell für junge Menschen setzt der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg mit dem Projekt Pauk&Ride auf ein umfassendes Internetangebot. Auf der Basis eines zeitgemäßen pädagogischen Gesamtkonzepts entwickelt eine Umweltbildungseinrichtung dabei als Kooperationspartner die Inhalte.
Summary
Pauk&Ride: Customer Relationship on New Ways Having a driverís license with 18 ñ and then never again public transport? During the development of measures regarding the customer relationship, especially for younger people, the Verkehrsverbund Großraum Nürnberg counts on extensive internet supplies with the project Pauk & Ride. On the basis of an up-to-date and educational total-concept, an environmental educational institution (as a co-operator) develops the contents.
Verkehrsplanung
Cord Bräuer / Dipl.-Verw.Wiss. Christof Herr / Peter-Christian Pinz / Dipl.-oec. math. Marc-Oliver Wille
Erfolgsfaktoren für künftige Vergabeverfahren ►
Erfahrungen aus dem Planspiel Virtuelle Ausschreibung in den Ländern Niedersachsen und Bremen
Zusammenfassung
Mit dem Planspiel Virtuelle Ausschreibung in den Ländern Niedersachsen und Bremen wurde das Ziel verfolgt, sowohl den beteiligten Aufgabenträgern als auch den teilnehmenden Verkehrsunternehmen die Gelegenheit zu geben, wertvolle Erkenntnisse für den Fall künftiger Vergabeverfahren zu sammeln und entsprechende Rückschlüsse für das eigene Verhalten zu ziehen. In dem Beitrag wird das Hauptaugenmerk auf die Erfahrungen, den Handlungsbedarf und auf die Erfolgsfaktoren für künftige Verfahren gelegt werden.
Summary
Factors for Success for future Bidding Procedures Using the map exercise ëVirtual Invitation to Tenderí in the federal states Niedersachsen and Bremen, the participating local institutions as well as the participating transportation companies were given the opportunity to gather useful experiences for any future bidding procedures and draw any corresponding conclusions for their own conduct. In this article, the author wants to put the main emphasis on the experiences which have already been made, the need for action and the factors for success for future bidding procedures.
Dipl.-Betr.wirt (FH) Rolf Valussi / Dipl.-Geogr. Christian Wagner
Linienbündelung im Nahverkehr ►
Frankfurt am Main auf dem Weg in den ÖPNV-Wettbewerb
Zusammenfassung
Frankfurt am Main hat als erste deutsche Großstadt bisher kommunal erbrachte Nahverkehrsleistungen ausgeschrieben. Die Ausschreibung erfolgt gestaffelt in Linienbündeln, um eine wirtschaftliche Bedienung zu gewährleisten und auch mittelständischen Verkehrsunternehmen die Marktteilnahme zu ermöglichen. Mit dem hier dargestellten Verfahren zur Erstellung und Bewertung von Linienbündeln hat traffiQ Frankfurt am Main einen vom Markt akzeptierten Weg entwickelt.
Summary
Line overlap in Public Transport For the first time, the metropolis Frankfurt am Main has issued an invitation to tender for the short distance traffic performance which had been made by local suppliers so far. The invitation to tender will be hierarchised in line overlaps to guarantee an economic service and to enable medium-sized transportation companies to participate in the market. Therewith, TraffiQ Frankfurt am Main has developed a system to establish and assess line overlaps which is appreciated by the market.
Dipl.-Ing. Klaus Geschwinder / Dr. Ing. Solveigh Janssen / Dipl.-Ing. Roland Neumann
Bahnhofs-Rahmenpläne in der Region Hannover ►
Ein Projekt zur Aufwertung ausgewählter Bahnhofsumfelder
Zusammenfassung
In den letzten Jahren wurde die technische Infrastruktur an vielen Stationen des Schienenpersonennahverkehrs in der Region Hannover erheblich aufgewertet ñ eine positive Entwicklung, mit der die Bahnhofsumfelder leider nicht im selben Maße mithalten konnten. Deshalb wurde von der Region Hannover im Jahr 2003 das Projekt Bahnhofsumfeldentwicklung in der Region Hannover initiiert, das die Städte und Gemeinden bei der Aufwertung der Bahnhofsumfelder aktiv unterstützen sollte. Ziel ist dabei, die Potenziale der neu geschaffenen Infrastruktur besser auszunutzen, die Siedlungsentwicklung auf die Haltepunkte des SPNV auszurichten und somit neue Fahrgäste zu gewinnen.
Summary
Master Plans for Railway Station In the Hanover Region In recent years the technical infrastructure at many stations of the S-Bahn network in the Hanover region was substantially refurbished - a positive development, though the station surroundings unfortunately didnít keep up with. Therefore in 2003 the Region Hanover took the initiative for a project with which the cities and municipalities should be supported in the improvement and development of their station sites. The master plans were intended to refocus the discussion on this prevalently unattended topic of urban planning. One of the goals was the concentration of urban development on the newly created infrastructure to gain new passengers for public transport.
Dipl.-Geogr. Börge Lumma / Dipl.-Geogr. Björn Schönefeld
Erfolgsfaktoren für AST-Verkehre im ländlichen Raum ►
Entwicklung flexibler Bedienungsformen im Kreis Stormann
Zusammenfassung
Die Bevölkerung in ländlich geprägten Räumen mit einem attraktiven Nahverkehrsangebot, im Sinne einer ausreichende Versorgung der Bevölkerung, zu versorgen, steht häufig im Kontrast zu einer wirtschaftlichen tragbaren und effizienten Gestaltung des ÖPNV in ländlichen Strukturen. Dieser Bericht zeigt, dass durch das Anruf-Sammeltaxi als flexible nachfrageorientierte Bedienungsform im ÖPNV und als Alternative zum Busverkehr durchaus gute Erfolge bei der Angebotsgestaltung im ländlichen Raum zu erzielen sind und leitet Erfolgsfaktoren erfolgreicher AST-Systeme ab.
Summary
Factors for Success for hailed shared Taxi-Systems in Rural Areas An efficent and economical public transport in rural areas conflicts often with the aim to offer the inhabitants of rural areas an attractive public transport. This article shows, that hailed shared taxi-systems as a flexible and demand responsive mode of public transport can be developed to a cost-efficient alternative to the conventional public transport. Continual rising of passenger rates show the acceptance by the inhabitants and the success of this concept. From the experience of the shown concepts the most important factors for success are derived.
Axel Kühn / Hans Magnar Lien
HiTrans: ÖPNV-Lösungen für kleine und mittlere Städte ►
Ein Interreg-Projekt des Nordseeraums
Zusammenfassung
Kleine und mittelgroße Städte und Regionen haben erschwerte Ausgangspositionen im Hinblick auf qualitativ hochwertige ÖPNV-Lösungen. PKW-Besitz und -Nutzung nehmen hier besonders stark zu, da es noch deutlich schwieriger ist, gegenüber dem Individualverkehr wettbewerbsfähige ÖPNV-Angebote anzubieten. ÖPNV basiert oft auf Busverkehren, während attraktivere und insbesondere schienengebundene ÖPNV-Angebote angesichts der geringeren erreichbaren Nachfrage oft nicht darstellbar sind. Das Interreg-Projekt HiTrans hat sich mit dieser Thematik befasst. Die dort erarbeiteten Ergebnisse, die in Form eines Best Practice Guide und von Planungsleitlinien vorgelegt werden, sind interessant für viele andere, die mit der ÖPNV-Gestaltung befasst sind.
Summary
HiTrans ñ Public Transport solutions for the small and medium-sized cities Small and medium-sized cities and regions have a difficult starting position with regard to high quality public transport solutions. The increase of car ownership and use is bigger, as it is much more difficult to offer public transport which is competitive to the private car. Public Transport is based in most cases on bus, while more attractive and especially rail-bound solutions are often not affordable with regard to the lower demand in those areas. The Interreg-project HiTrans has dealt with these issues in various project strands. The results which have been achieved, being available as a Best Practice Guide and Planning Guidelines, will be of interest far beyond the project partners for all who deal with the design of public transport services.
Verkehrspolitik
Dipl.-Ing. Peter Kellermann / Dipl.-Oec. Jens Kraft
Veränderungsprozesse im Nahverkehr erfolgreich gestalten ►
Ergebnisse der beiden EU-Forschungsprojekte Maretope und Integration Study
Zusammenfassung
Der Erfolg eines regulierten Marktes ist wesentlich von der Effektivität der Beziehungen zwischen Aufgabenträgern und Betreibern abhängig. Um den Betroffenen eine Hilfestellung für die erfolgreiche Gestaltung der Veränderungsprozesse zu geben, beauftragte die EU-Kommission im Rahmen des Forschungsprojektes Maretope ein Konsortium europäischer Forschungs- und Verkehrsinstitutionen mit der Erstellung eines Handbuchs. Dieses folgt dabei einem roten Faden, der den Leser von der Analyse seiner gegenwärtigen Situation im Veränderungsprozess bis hin zu einem für ihn beschreitbaren Lösungsweg führt. In einer weiteren EU-Studie (Integration and Regulatory Structures in Public Transport) wurden die Integrationsprozesse in acht Städten einer vertiefenden Betrachtung unterzogen. An beiden Studien hat die Hamburger Verkehrsverbund aktiv mitgewirkt.
Summary
Sucessfully Planning of Procedural Changes in Public Transport The success of a regulated market depends on the efficiency of the relationship between organising transport authorities and operators. In order to assist the parties involved in successfully planning procedural changes, the EU Commission (in line with the research project Maretope) authorised a consortium consisting of European research and transport institutions to develop a guideline. The guideline has a thread that leads the reader from the current situation analysis in the changing process to a possible individual solution. In accordance with another EU study (Integration and Regulatory Structures in Public Transport) the integration processes in Hamburg, Lisbon, Longwy, Manchester, Rome, Rotterdam, Stockholm and Vienna have been analysed deeper. The Hamburger Verkehrsverbund GmbH assisted in both studies.
Verkehr/Umwelt
Dr. Mark S. Walcher
Für Nachhaltigkeit im Verkehr ►
Berliner Verkehrsbetriebe treten der UITP-Nachhaltigkeitscharta bei
Zusammenfassung
Am 14 April 2005 haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die UITP Charta für nachhaltige Entwicklung unterzeichnet. Mit der Bereitschaft, das ökologische, soziale und ökonomische Handeln zu kontrollieren und zu verbessern, hat die UITP vor zwei Jahren eine Charta verabschiedet, in der sie die Verkehrsbetriebe dazu einladen, sich in einem nachhaltigen Wachstumsprozess zu involvieren. Die Charta sieht vor, dass die unterzeichnenden Unternehmen ihre Entwicklung in sozialen, ökologischen, wie ökonomischen Bereichen im eigenen Unternehmen offen legt. Die BVG hat schon jetzt viel unternommen, um die Umweltverschmutzung durch Abgase zu reduzieren und damit neue Standards in der ökologischen Massentransporttechnologie gesetzt.
Summary
Sustainability in Traffic On Thursday 14 April 2005, BVG, the Berlin public transport operator, signed the Charter on Sustainable Development, the sectorís commitment of the International Association of Public Transport (UITP).Willing to monitor but also reinforce environmental, social and economic performances of public transport systems, UITP launched two years ago a Charter inviting operators to engage themselves in a sustainable development process. The text requires that signatories report on their environmental, social and economic developments within their own organisations. BVG has already done a lot in terms of reducing pollutant emissions from buses and has undertaken new standards for environmental technology within local mass transit.
|