Alba Fachverlag, BestNr. nv200511
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Der Nahverkehr, Heft 11/2005
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Ing. Volker Sparmann
Gemeinsam den SPNV voranbringen
Betrieb
Dipl.-Ing. Raimund Jünger
Auf dem Weg zur Barrierefreiheit ►
Kontinuierlicher Ausbau der Kölner Stadtbahn auf höhengleiche Einstiegsmöglichkeiten
Zusammenfassung
Die Schaffung höhengleicher Einstiege ist ein wichtiger Bestandteil bei der Umrüstung früherer Straßenbahnlinien zu Stadtbahnlinien in Köln. Am Beispiel der Linie 7 werden die Maßnahmen zur Schaffung des niederflurigen Ost-West-Teilnetzes beschrieben. Neben dem Ausbau aller Haltestellen mit 35 cm hohen Bahnsteigen wurden Gleis- und Fahrleitungsanlagen modernisiert. Der Anteil besonderer und unabhängiger Bahnkörper wurde im Gesamtnetz auf 90 Prozent vergrößert. Hiermit sowie mit verkehrsabhängigen Lichtsignalsteuerungen wurde eine Verstetigung und Beschleunigung des Betriebsablaufes erreicht. Am Beispiel der Linie 4 werden ähnliche Maßnahmen im hochflurigen Teilnetz beschrieben, wo die Barrierefreiheit mit 90 cm hohen Bahnsteigen erreicht wird. Auf diese Höhe wurden auch die Bahnsteige einiger stark frequentierter U-Bahnhöfe in der Kölner Innenstadt angehoben. Mit der Linie 12 entsteht ein weiteres niederfluriges Teilnetz in Nord-Süd-Richtung.
Summary
On the way to barrier-free access The creation of entrances with equal level is an important part of the development of tramways to light-rail-lines in Cologne. By the example of line 7 the measures of establishing a low-floor east-west network are described. Behind the building of all platforms on a height of 35 cm the tracks and catenary were modernized. The part of seperated and segregated tracks was lifted to 90 p.c. in the whole network. By this and the priority on the lights the operation became more steady and faster. By the example of line 4 similar measure are shown in the high-floor part of the network, where barrier free access is given by 90 cm high platforms. Also in some high charged Tunnel-stations in the city the platforms are lifted on this height. With line 12 a new north-south network was realized. Although it was necessary to change the way of some lines the stepless access was realized by using existing platforms without changes. The light-rail-system in cologne now has a modern infrastructure.
Nils Theurer
ÖPNV auf dem Wasser ►
Zwei Katamaranfähren fahren im Linienverkehr auf dem Bodensee
Zusammenfassung
Nach einem mehrere Jahre dauernden Gerichtsverfahren dürfen seit Juli 2005 Katamaranfähren im Stundentakt mit 40 km/h über den Bodensee verkehren. Können sie die Vernetzung des geographisch heterogenen Bodenseeraumes bereichern? Ein kurzer geschichtlicher Rückblick zeigt bisherige Bemühungen, den See als Verkehrsweg zu überwinden. Die heutigen alternativen öffentlichen Verkehrswege um und über den See werden dabei differenziert verglichen.
Summary
Seabus on the Lake of Constance Based on the recent outcome of a perennial court proceeding, hourly crossings of Lake of Constance by high-speed catamarans (Seabus) are allowed from July 2005 on. Will these 40 km/h fast vehicles contribute to the integration of the geographically heterogeneous region of Lake of Constance? A short historical review highlights the previous efforts in using the lake as traffic route. The various present day alternatives of public transport around and across the lake are hereby compared in a differentiated way.
Literatur
Prof. Dr.-Ing. Peter Cerwenka
Lehrbuch zum ÖPNV
Marketing
Dr. Ralf Zöllner
Handy-Fahrplan für unterwegs ►
München bietet seit Mai den Jahresfahrplan für den Schnellverkehr zum Herunterladen aufs Handy an
Zusammenfassung
Damit sich der Fahrgast künftig immer und überall über die nächste beste Fahrtverbindung im ÖPNV informieren kann, bietet der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) seinen Kunden einen neuen praktischen Service für die Fahrplanauskunft an: Bei dem so genannten MVV-Handy-Fahrplan wird eine Fahrplanauskunft basierend auf Java inklusive der gesamten Jahresfahrplandaten für U- und S-Bahn sowie den im MVV integrierten Schienenpersonennahverkehr auf das Handy installiert. Damit besitzt der Handy-Fahrplan eine autarke Funktionalität, so dass er auch offline nutzbar ist. Vorteilhaft ist dabei, dass keine wiederkehrenden Verbindungskosten bei der Ermittlung einer Verbindungsauskunft anfallen.
Summary
Handy timetable on the way With that the passenger will be informed on the current timetable of the public transit (ÖPNV), the Munich Traffic and Transport Association (MVV) offers its customers a new and very practical service: when using the so called MVV-Handy-Timetable, a Java-based schedule information will be installed on the mobile telephone, so called handy, as well as the entire annual timetable for the underground and tramway as well as for the MVV passenger traffic. So, the handy timetable has an autarkic functionality and can therefore be used offline. There will be no recurring costs when asking for any informations on interconnections which is very advantageous and there is even a high availability of information both at home and on the way using the MVV Handy timetable.
Dipl.-Ing. Joachim Köster / Dr. Andreas Krämer
Bahn-Card-Akzeptanz in Verbünden ►
Eine Zwischenbilanz der DB für den Verkehrsverbund Rhein-Neckar
Zusammenfassung
Für den ÖPNV besteht nach empirischen Erkenntnissen noch ein erhebliches Nutzungspotenzial, welches teilweise über den Faktor Preis erschließbar ist. Demgegenüber findet die Bahn-Card in den meisten Verbünden keine Anwendung. Nach Meinung vieler Verkehrsverbünde sind Bahn-Card und Verkehrsverbund-Tarife weder konzeptionell noch wirtschaftlich in Einklang zu bringen. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar hat sich als erster großer Verkehrsverbund über die Bedenken hinweg gesetzt und am 1. Juni 2004 die durchgehende Bahn-Card-Anerkennung auf alle Einzelfahrkarten nachträglich eingeführt. Der Erfahrungsbericht zeigt, dass die Bahn-Card-Anerkennung in Verbünden sehr wohl zu einer Win-win-win-Situation für Kunden, Verbund und DB führen kann.
Summary
Bahn-Card acceptance in associations According to empirical findings, tapping the considerable market potentials for the public transit is sometimes only possible by prices. However, there is no acceptance of the Bahn-Card with most of the other associations. The Bahn-Card system together with the single tariffs of the transport associations cannot be brought into line neither conceptual nor economically. This is the opinion of most of the participating transport associations. However, the transport association Rhein-Neckar has disregarded the doubts and has introduced a belayed acceptance of the Bahn-Card on all single tickets since June 1st 2004. The figures based on experience show that the acceptance of the Bahn-Card may even result in a win-win-win-situation for customers, associations and German Railways.
Dr. Norbert Reinkober / Dipl.-Kfm. Thomas Koch / Dr.-Ing. Dirk Serwill / Dipl.-Ing. Jörg Simanek
Auskunft auf neuen Wegen ►
Erweiterte Fahrgastinformationen durch neue Funktionen
Zusammenfassung
Schnellere Internetverbindungen und leistungsfähigere mobile Kommunikationsgeräte ermöglichen verbesserte Angebote in der Fahrplanauskunft. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg nutzt in seinem Internetauftritt eine innovative Nutzeroberfläche, bei der interaktive Karten vollständig in die Ein- und Ausgabe integriert sind. Weitere neue Angebote umfassen unter anderem die Nutzung von mobilen Endgeräten (on-line und off-line) und die intermodale Auskunft für B+R und P+R.
Summary
New approaches in schedule information Faster internet connections and advanced mobile communication devices enable the development of new features in the schedule information. The Rhine-Sieg Transport Association (VRS) offers a unique user interface. Interactive maps are fully integrated in the input and output screens. Mobile devices can be used for state-wide schedule information both on-line and off-line. Intermodal trips can be also planned in advance using the bike+ride and the park+ride options.
Dipl.-Betr.wirt (FH) Thomas Schweizer / Dipl.-Geogr. Jochen Heller
Zielgruppe Jedermann: Eine Jahreskarte für alle Fälle ►
Erfahrungen mit der Einführung des Rhein-Neckar-Tickets
Zusammenfassung
Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat im Dezember 2003 eine neue verbundweit gültige Jahreskarte für Jedermann, das so genannte Rhein-Neckar-Ticket, eingeführt und damit die Entwicklung der im VRN seit 1992 angebotenen Zielgruppentickets abgeschlossen. Neben Karten für Senioren, Berufstätige, Schüler und Studenten steht nun auch den Personen, die nicht zu diesen Zielgruppen gehören, eine verbundweit gültige Jahreskarte im Abonnement zur Verfügung. Im Artikel werden die Kalkulation und die begleitenden Marketingmaßnahmen, insbesondere das Modell der skalierten Begünstigung, sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen beschrieben.
Summary
Target group everybody: a new season ticket for all cases On December 1st. 2003 the VRN has introduced a new low-cost season ticket for everybody, valid in the whole area of the VRN. The new offer, called RheinNeckar-Ticket, completed the developement of season-tickets for special target groups which started in 1992. In addition to the season-tickets for senior citizens (Karte ab 60), working people (Job-Ticket), pupils and apprentices (MAXX-Ticket) and for students (Semester-Ticket), the RheinNeckar-Ticket is now available for all people not belonging to this special target groups. The article describes the calculation, the accompaining marketing measures, mainly a new marketing strategy and the commercial results.
Dr. Antje Theißen
Salzburger Verkehrsverbund testet Qualität flächendeckend ►
Erfahrungen mit subjektiven und objektiven Messmethoden
Zusammenfassung
2004 und 2005 wurden im SVV flächendeckende Qualitätsmessungen durchgeführt, die dem SVV ein hervorragendes Zeugnis ausstellen (Gesamtnote 2004: 1,78, Gesamtnote 2005: 1,89). Diese Messungen sind Teil eines seit dem Jahr 2003 vertraglich zwischen Verbundgesellschaft und Verkehrsunternehmen vereinbarten Qualitätsmanagementsystems. Es umfasst die gesamte Mobilitätskette im ÖPNV, kombiniert objektive Qualitätstests mit subjektiven Kundenbefragungen und beinhaltet ein Bonus-Malus-System. Der SVV ist damit der erste und bislang einzige Verkehrsverbund in Österreich, der flächendeckend regelmäßige Qualitätsmessungen durchführt.
Summary
Salzburg Public Transport Association tests quality area-wide The Salzburger Public Transport Association (SVV) has achieved an excellent performance in area-wide quality measurements carried out during 2004 and 2005 (overall score 1.78 (2004), 1.89 (2005)). These investigations are part of a quality management system, which has been contracted between the Public Transport Association and regional transportation companies. The QM-System covers the whole mobility chain of the local transportation system. It combines objective quality tests with subjective customer surveys and includes a system of bonus and malus. SVV is indeed the first and only Austrian Public Transportation Association which regularly performs network-wide quality measurements.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Jürgen Hambuch / Dipl.-Geogr. Georg Seifert / Dipl.-Geogr. Bettina Blume
Ein Netz für Nachtschwärmer ►
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr reformiert sein Nachtnetz
Zusammenfassung
Erstmalig ist es gelungen, die VRR-Nacht-Express-Angebote zwischen dem SPNV und dem ÖPNV deutlich zu verbessern. Möglich wurde dies durch die vorhandene Bereitschaft aller Beteiligten, das Angebot im Sinne des Kunden zu optimieren. Für ein optimiertes Nacht-Express-Netz spielt die Schnittstelle zwischen SPNV und ÖPNV eine wesentliche Rolle. Während der SPNV hauptsächlich für die großräumige Erschließung sorgt, ist der kommunale ÖPNV für die Feinverteilung der Fahrgäste zuständig. Im Bereich des SPNV kommt es zu einer Angebotsausweitung, sodass künftig verschiedene Linien im Stundentakt in den Nächten am Wochenende durchfahren. Um eine Verbesserung für die Verknüpfung von SPNV und ÖPNV zu erreichen, wurde die Optimierung dieser Schnittstelle erzielt. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass einige kommunale Verkehrsunternehmen die Abfahrtszeiten ihrer Linien an den Knotenpunkten so anpassen, dass es zu deutlich besseren Umsteigebeziehungen zwischen SPNV und ÖPNV kommt.
Summary
A network for night owls The Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) has significantly improved its night connections. This was made possible by the willingness of all involved parties ñ local transport providers, regional rail companies, the political level and the VRR ñ to provide customers with a higher level of service. The interface between regional rail transport and local bus and tram transport is of pivotal importance to optimising night connections. While regional rail transport can cover large areas effectively, local bus and tram lines allow customers to get as close to their final destination as possible. The VRR has now increased its regional rail capacities to allow certain rail lines to run once every hour through weekend nights. Additionally, local and regional transport providers negotiated bilateral agreements to harmonize the schedules of regional and local lines. As a result, many local transport providers have revised their departure times at key interchanges to significantly decrease wait times for night time customers.
Verkehrspolitik
Dr. rer. pol. Heike Höhnscheid / Dr. rer. pol. Manfred Knieps
Vergabeverfahren im SPNV: Wie sollten sie gestaltet sein? ►
Eisenbahnen und Aufgabenträgerorganisationen im VDV definieren gemeinsame Auffassungen und Ziele
Zusammenfassung
Die Erfahrungen mit Vergabeverfahren im SPNV haben gezeigt, dass sowohl auf Seiten der Aufgabenträger als auch auf Seiten der Eisenbahnverkehrsunternehmen (immer noch) erheblicher Diskussionsbedarf besteht. Die im VDV vertretenen Unternehmen und Organisationen haben ñ unter Berücksichtigung dieser Erfahrungen ñ ein Diskussionspapier zur Gestaltung von Vergabeverfahren vorgelegt.
Summary
Bidding procedures in regional rail services: How should they be structured? The experiences with bidding procedures in regional rail passenger services document the need for further discussions for both local transport authorities as well as transport companies. Therefore, the members of VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen: Association of German Transport Undertakings) representing both parties have published a discussion paper on sufficient development of tendering.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Fank Greßler
Effektive Kostensteuerung bei städtischen Verkehrsprojekten ►
Auswirkungen der Projektstruktur auf die Kostenentwicklung des Stadtbahnprogramms in Gera
Zusammenfassung
Bei nur begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln spielt Kostensteuerung eine besonders wichtige Rolle. Gerade bei komplexen Bauvorhaben ist eine Vielzahl von Einflussgrößen so zu steuern, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglichst viel gebaut werden kann. Anhand einer effektiven Projektstruktur, die sich durch die Bildung von Bauteilen unterschiedlicher Inhalte und Zuordnungen auszeichnet, wird derzeit das Stadtbahnprogramm in Gera verwirklicht. Es wird aufgezeigt, dass nur mit einer tiefgreifenden Projektstruktur ausreichende Möglichkeiten zur Kostensteuerung geschaffen werden können.
Summary
Efficient cost control for municipal traffic projects Cost control is a very important aspect if only limited public funds are available. Especially the various actuating variables for extensive projects like new rail rapid transits have to be controlled carefully in order to construct as much as possible with the funds available. By the introduction of an effective plan structure, i.e. the construction of different building components and assignments, the new light rail rapid transit in Gera is realised at the moment. In this article, the possibilities of cost control by using an effective plan structure are demonstrated.
Dipl.-Ing. Helmut Leuthardt
Betriebskosten von Linienbussen im systematischen Vergleich
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Ein Beitrag zur Ermittlung der Kosten eines durchschnittlich gut geführten Unternehmens
Zusammenfassung
Der Beitrag zeigt die Vorgehensweise für die Ermittlung der Betriebskosten von Linienbussen im ÖPNV für durchschnittlich gut geführte Verkehrsunternehmen. Ausgehend von einer notwendigen Differenzierung der Verkehrsgebiete wird die jeweilige Höhe der wichtigsten Grundgrößen in Abhängigkeit vom Verkehrsgebiet dargestellt und erläutert. Die fünf wichtigsten Fahrzeugtypen werden vorgestellt und beschrieben. Bei der Darstellung der Kostenstrukturen pro Fahrzeugtyp wird von der Vollkostenrechnung ausgegangen, in der von den Personalkosten, Kapitalkosten, Materialkosten, Energiekosten bis zu den Sonstigen Kosten alle Kostenelemente enthalten sind. Die Ergebnisse sind für jeden Fahrzeugtyp in Abhängigkeit vom Verkehrsgebiet zahlenmäßig und graphisch in Kosten pro Fahrzeugtyp und Jahr sowie in Kosten pro Fahrzeug-Kilometer dargestellt.
Summary
Operating costs of buses in a systematic comparison The article shows the procedure for the investigation of the annual operating costs for standard busses in public passenger transport (PT) for average well managed transport companies. Based on the necessity to differentiate public transit areas, the respective level of the most important base date as in relationship to the public transit areas are outlined and explained. The five most important bus-types are represented and described. The presentation of the cost structure for each bus-type is based on the total cost calculation. This cost calculation contains all cost elements, personnel costs, capital costs, material costs, energy costs and all other costs. The results of the annual operating costs and costs per vehicle-kilometre are presented quantitatively and graphically for each bus type in relationship to the public transit area.
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