Alba Fachverlag, BestNr. nv200601
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Der Nahverkehr, Heft 1-2/2006
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr.-Ing. E. h. Dipl.-Ing. Dieter Ludwig
Ein Schuss, der nach hinten losgeht
Literatur
Prof. Dr.-Ing. Vukan R. Vuchic
Anmerkungen zur Buchbesprechung Lehrbuch zum ÖPNV
RA Thomas Hilpert
Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr
Marketing
Dr. rer. pol. Manfred Knieps / Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag
Mit Bus und Bahn zum Flug: Seit zehn Jahren Fahren & Fliegen ►
Konzeption und Weiterentwicklung der Kooperationen Fahren & Fliegen mit Reiseveranstaltern und Geschäftsreisediensten
Zusammenfassung
Vor zehn Jahren wurde unter dem Slogan Fahren & Fliegen ein neues bundesweites Kombi-Ticket-Angebot für Flugreisende geschaffen. Dieses Angebot wurde im Laufe der Zeit nicht nur auf zahlreiche Reiseveranstalter und Firmenreisedienste ausgeweitet, sondern hat auch vielfältige Weiterentwicklungen erfahren, um damit den sich verändernden Anforderungen der Kooperationspartner und des Flugreisemarktes einerseits, der beteiligten Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen anderseits gerecht werden zu können.
Summary
Going to the airport by bus and rail: Ten years Drive & Fly Ten years ago, a new combi-ticket offer has been created for airline passengers by using the slogan Drive & Fly. Over the years, this nationwide and soon well-known offer has
been expanded to numerous travel business and company travel agencies. However, it has also been enhanced to comply with the changing requirements of the co-operation partners or the air travelling market as well as with the participating transportation associations and companies.
Personalwirtschaft
Dipl.-Math. Dr. Gottfried Richenhagen
Demografische Entwicklung und Belegschaften der Zukunft ►
Neue Anforderungen an betriebliche Personalstrategien im ÖPNV
Zusammenfassung
Um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich die Unternehmen jetzt und ab sofort den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Der Artikel zeigt, was konkret getan werden muss und auf was es konkret ankommt.
Summary
Demographic change and staffs of the future In order to remain forwardlooking and competitive, the companies need to face up the challenges of demographic change now and with immediate effect. The article clarifies, what specifically needs to be done, and what is important.
Verkehrsplanung
Prof. Dr.-Ing. Hartmut H. Topp
Perspektiven des Nahverkehrs in einer wachsenden Metropolregion ►
Konsequenzen des gesellschaftlichen Wandels für Mobilität und Öffentlicher Personennahverkehr
Zusammenfassung
Im Rahmen des Beitrags wird das anzuwendende Prüfverfahren nach Art. 87 ff des EG-Vertrages zum Nachweis der beihilferechtlichen Unbedenklichkeit von Zuschüssen zu ÖPNV-Leistungen erläutert und anhand des praktischen Beispiels des Regionalverkehrs Ruhr-Lippe GmbH vorgestellt. Dabei wird gezeigt, dass eine Prüfung der beihilferechtlichen Unbedenklichkeit sich nicht auf das zurzeit vorrangig diskutierte vierte EuGH-Kriterium konzentrieren muss, sondern auch durchaus andere unternehmensspezifische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Erlössituation, Privatinvestortest) dazu führen können, dass gewährte Zuschüsse als beihilferechtlich unbedenklich einzustufen sind.
Summary
Prospects of the public transport in a growing metropolis Even growing regions are not spared by financial consequences due to the shrinking German population and its ageing. Regional mobility becomes more expensive and the public transit (ÖPNV) will have to self-finance from the fare revenues. At the same time, the ageing intensifies the market situation. With the axis approach and the development of the
city state, Hamburg has quite favourable public transit conditions as the ÖPNV means a location factor and creates public image and urbanity. But the target groups of the public transit may change their requirements. The customersí prospects and emotions will modify as well. How can the public transport systems be prepared for this strategic development? The answer would be the development from a traffic assiociation to a mobility association.
Dipl.-Ing. Brigitte Pieper / Dipl.-Ing. Georg Drechsler / Dipl.-Ing. Volker Arndt
Nahverkehr ohne kommunale Grenzen ►
Der Ausbau des Straßenbahnnetzes in Bremen
Zusammenfassung
Nach den großen Erfolgen der in den letzten Jahren umgesetzten Streckenerweiterungen setzen die Stadt Bremen und die Bremer Straßenbahn AG auch künftig gemeinsam auf den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes. Im April 2005 wurde ein umfangreiches Programm zur Verlängerung von Straßenbahnlinien beschlossen. Dieses Zielnetz umfasst acht Aus- und Neubauprojekte mit einem Investitionsvolumen von über 200 Mio Euro, die bis etwa 2012 realisiert werden sollen. Darunter sind sowohl herkömmliche Straßenbahnstrecken als auch solche, bei denen Straßenbahn und Eisenbahn dieselbe Trasse benutzen. Außerdem wird die Straßenbahn erstmals über die Landesgrenze in niedersächsische Umlandgemeinden geführt werden.
Summary
Public Transport without borders After the great successes of tramway expansions realized within the last few years, the city of Bremen and Bremen Straßenbahn AG together aspire a further extension of the light-rail system in the near future. In the April of 2005 an extensive program was decided on the prolongation of tramway system. This destination tramway system contains eight construction projects. The investment volume amounts to over 200 million EUR. These measures will be realized in approx. 2012 and include usual tramways as well as tracksystems, which can be used by trams and railways. In addition, the lines will cross the border of the city state to extend to the nearby municipalities in the hinterland in Lower Saxony for the first time.
Prof. Dr.-Ing. Dirk Zumkeller / Prof. Dr.-Ing. Willi Weißkopf
Ausreichende Verkehrsbedienung: Wie sie sich bestimmen lässt ►
Erfahrungen mit der Leitlinie zur Nahverkehrsplanung in Bayern
Zusammenfassung
Der Freistaat Bayern ist eines von wenigen Bundesländern, das den rechtlich sehr wichtigen Sachverhalt der ausreichenden Verkehrsbedienung in einer Leitlinie, ergänzend zum Landesnahverkehrsgesetz, zahlenmäßig konkretisiert hat. Dabei werden dem Aufgabenträger bei den Bewertungskriterien Siedlungsstruktur, Erschließung, Erreichbarkeit, Bedienungshäufigkeit und Auslastung sehr große Wahlmöglichkeiten angeboten. Neben kleineren Änderungsnotwendigkeiten erscheint vor allem eine relationsbezogene Betrachtungsweise bei der Bedienungshäufigkeit erforderlich zu werden.
Summary
Sufficient supply with public transport: Ways to define this term Bavaria is one of few German states that ñ in addition to the state public transport act (Landesnahverkehrsgesetz) ñ has put forward figures in a guideline to concretize the legally very important issue of sufficient supply with public transport. By this guideline, the authority in charge of public transport is offered a large number of possible appraisal criteria with respect to settlement structure and public transport access as well as service frequency and efficiency. Besides the need for minor changes of the guideline it seems to be particularly important that there is a focus on service frequency for specific origin-destination links.
Dipl.-Ing. Nils Jänig / Phil Hewitt / Dipl.-Wirt.Ing. Steffen Plogstert / Dipl.-Kfm. Ralf Rothermund
Großbritannien: Stadtbahnbau in Zeiten der Deregulierung ►
Stand und Perspektiven kommunaler Schienenprojekte
Zusammenfassung
Nachdem bis in die 1950er-Jahre fast alle Straßenbahnen stillgelegt wurden, haben Stadtbahnen in Großbritannien in den 1980er-Jahren eine kurze Renaissance erlebt und derzeit sind sieben Systeme in Betrieb. Mit der Deregulierung des ÖPNV-Marktes hatten diese investitionsintensiven Systeme jedoch einen schweren Stand. Erst im vergangenen Jahr wurden einige Projekte von der Zentralregierung auf Eis gelegt. Inakzeptable Kostensteigerungen wurden als Grund hierfür angeführt. Dieser Artikel bemüht sich, die Lage der Stadtbahnsysteme zu beleuchten und einen Ausblick in die zu erwartende Entwicklung zu geben.
Summary
Light rail in times of deregulation in the United Kingdom After tramway systems in Great Britain had been demolished nearly completely in the 1950ës, a short renaissance of light rail could be observed in the 1980ës. Today, seven
systems are operating in the United Kingdom. Deregulation of the public transport market made investment into cost intensive light rail systems more challenging again. Only in 2004, plans for several projects were put on hold by the central government in London. Unacceptable cost rises were quoted as a reason. This article aims at representing the current status of light rail systems in the United Kingdom as well as giving a tangible outlook into the sectorís future.
Verkehrspolitik
Dr.-Ing. Andreas Kossak
Pro und Contra Pkw-Maut ►
Das bessere Mittel zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur?
Zusammenfassung
Die traditionelle Haushaltsfinanzierung erweist sich zunehmend als ungeeignet, die qualifizierte Erhaltung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sicher zu stellen. Die schrittweise Einführung einer leistungsabhängigen Pkw-Maut ist der Schlüssel für den erforderlichen Paradigmenwechsel bei der Finanzierung der Straßeninfrastruktur sowie für eine wirkungsvolle Verkehrslenkung ñ außerorts vor allem intramodal, in den Stadtregionen in der Regel auch intermodal. Die teilweise vehemente Ablehnung einer Pkw-Maut in Deutschland basiert auf einer durch die bisherige Praxis (Lkw-Maut) und die öffentliche Diskussion über die Verwendung der Mauteinnahmen genährte Glaubwürdigkeitslücke in der Verkehrspolitik. Das Thema verdient es, differenziert und sachlich diskutiert zu werden; kritische Positionen sind geeignet, die unleugbaren Probleme der Umsetzung zu verdeutlichen und zu deren Lösung beizutragen.
Summary
For and against tolling cars The traditional tax-financing has proven not to be suitable for assuring a qualified maintenance und the needed improvement of the transport infrastructure. The gradual introduction of a distance-related toll for cars is the key for the necessary change in the financing of the road infrastructure and for an efficient traffic-management ñ the letter on highways mainly intramodal, in metropolitan areas (at least partly) intermodal. The widespread refusal of tolling cars in Germany is first of all the result of the experience with the tolling heavy trucks on Autobahns and the public discussion about the use of the tolls by politicians respectively. The topic deserves a credible, differentiated and pertinent handling. Critical positions may help to identify and to solve the ñ indeed existing ñ problems of realization.
Wirtschaft
Dr.-Ing. Eberhard Christ / Eckhard E. Fetzer / Dr. Norbert Targan
Zuschüsse und das EU-Recht ►
Prüfung der ÖPNV-Finanzierung beim Regionalverkehr Ruhr-Lippe
Zusammenfassung
Im Rahmen des Beitrags wird das anzuwendende Prüfverfahren nach Art. 87 ff des EG-Vertrages zum Nachweis der beihilferechtlichen Unbedenklichkeit von Zuschüssen zu ÖPNV-Leistungen erläutert und anhand des praktischen Beispiels des Regionalverkehrs Ruhr-Lippe GmbH vorgestellt. Dabei wird gezeigt, dass eine Prüfung der beihilferechtlichen Unbedenklichkeit sich nicht auf das zurzeit vorrangig diskutierte vierte EuGH-Kriterium konzentrieren muss, sondern auch durchaus andere unternehmensspezifische Rahmenbedingungen (zum Beispiel Erlössituation, Privatinvestortest) dazu führen können, dass gewährte Zuschüsse als beihilferechtlich unbedenklich einzustufen sind.
Summary
Assessment of Public Funding and EC-Legislation This article elucidates on the state aid compatibility criteria according to Article 87 of the EC-Treaty with regard to public passenger transport. An applicable criteria-test procedure is discussed on the basis of a concrete example (public funding situation at Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH; public transport company in the Ruhr-Lippe region). It is shown that a feasible test-procedure does not need to be focused on the commonly discussed fourth criteria of the European Court of Justice (ECJ). Instead, company-dependent factors such as revenue-situation or private investor test can be used to classify granted aids legally defensible.
Dipl. Geogr. Werner Rehn / Dipl.-Betr.wirt (FH) Rolf Valussi
Wettbewerb im kommunalen ÖPNV ►
Erste Erfahrungen in Frankfurt am Main
Zusammenfassung
Die ersten Ausschreibungen von Busverkehrsleistungen in Frankfurt am Main brachten einen klaren Erfolg. Das jährliche Einsparpotential für den Haushalt der Stadt ist erheblich. Wettbewerb führt zu einer höhere Transparenz über ÖPNV-Aufwendungen und kann als Instrument genutzt werden, den Einsatz neuer Technologien voranzutreiben, etwa um die Belastung der Umwelt zu verringern. Er sorgt für eine bessere Steuerungsfähigkeit des ÖPNV-Geschehens. Angebotsverbesserungen mit Augenmaß sind haushaltsneutral möglich. Die bessere oder gleich bleibende Qualität der Leistungserbringung ist vertraglich festgelegt.
Summary
Competition in local passenger transport The first tendering procedures for bus transportation services in Frankfurt/Main were really successful. The annual savings for the municipal budget are considerable. Competition in this form makes the expenditures of the passenger transport (ÖPNV) more transparent to the client and may be used to push ahead on more and new technologies e.g. the reduction of environmental pollution. Another aspect for competition may be the better control of the local passenger transport system (ÖPNV). Any offer improvements with perceptiveness are possible and can be balanced by the budget. Better or constant quality of the performance are contractually guaranteed.
Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Schweig / Prof. Dr. rer. pol. Stephan Keuchel / Dipl.-Vw. Roland Kleine-Wiskott / Prof. Dr. jur. Rolf Hermes / Dipl.-Ing. (FH) Clemens van Acken
Wirtschaftlichkeit von Car-Sharing in kleinen und mittleren Gemeinden ►
Stärkung eines Bausteins des Umweltverbundes
ñ die Ergebnisse eines Forschungsprojektes
Zusammenfassung
Die Verbreitung von Car-Sharing verläuft in kleinen und mittleren Gemeinden im Vergleich zu Großstädten aufgrund der geringeren Wirtschaftlichkeit eher langsam. Die im Rahmen des Forschungsprojektes durchgeführten Fallstudien zeigen aber, dass auch dort Car-Sharing wirtschaftlich betrieben werden kann. Zum ersten haben die am Markt tätigen Car-Sharing-Anbieter Organisationsmodelle insbesondere für kleine Gemeinden entwickelt, zum zweiten können Gemeindeverwaltungen auf unterschiedliche Weise Car-Sharing ohne dauerhafte Subventionierung unterstützen oder auch selbst zu nutzen.
Summary
Economic efficiency of car-sharing in small and medium-sized cities The spread of car-sharing in small and medium-sized municipalities is ñ due to lower economic efficiency ñ slower than in the big cities. Indeed the case studies realised during this investigation project show that in many small and medium sized municipalities car-sharing can be run efficiently too. Firstly several car-sharing organisations have developed car-sharing models adapted to the special requirements of small and medium-sized municipalities, secondly municipal administrations can support car-sharing without permanent subsidies or they can participate in car-sharing itself.
Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Till Ackermann / Dipl. Verw.wirt Horst Stammler
Nutzerfinanzierte Tarifstrategien ►
Fahrpreise zwischen Förderung und Forderung
Zusammenfassung
Zur Kompensation der seit Jahren rückläufigen öffentlichen Mittel für den Nahverkehr müssen die Nutzer einen höheren Beitrag zur Finanzierung leisten. Die Kostendeckung durch Fahrgelderträge sollte mittelfristig im Bundesdurchschnitt um zehn Prozentpunkte steigen. Aufgrund der unterschiedlichen Zahlungsbereitschaft der verschiedenen Kundengruppen sind keine linearen Preismaßnahmen, sondern es ist eine differenzierte Tarifstrategie zu empfehlen. Dabei sind insbesondere die vielfältigen Rabatte auf ihre Berechtigung kritisch zu überprüfen.
Summary
Tariff strategies based on users-paying For the last years fundings for public transport have a tendency to decrease. As a response, the users of public transport systems have to pay a larger share. On a medium term the costs covered by revenues have to rise by 10 points. Due to the different willingness to pay by the various groups of users, the increase of the tariff cannot be realised in a linear function. Different strategies have to be find. Especially the large number of special discounts on the tariff have to be verified.
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