Alba Fachverlag, BestNr. nv200603
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Der Nahverkehr, Heft 3/2006
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Prof. Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann
Spielball im Finanzausgleich von Bund und Ländern
Betrieb
Prof. Dr.-Ing. Martin Lühder
Fahrzeug-Umläufe besser planen ►
Entwicklung einer EDV-gestützten Optimierungsmethodik für den öffentlichen Personennahverkehr durch GPS
Zusammenfassung
Die Nahverkehrsunternehmen stehen unter ständig steigendem Kostendruck. Durch moderne Erfassungseinheiten können Schwachstellen in den Umläufen mit Hilfe von GPS-Systemen erkannt werden. Die Fachhochschule Münster hat in Zusammenarbeit mit dem Institut INFA aus Ahlen ein preiswertes und portables System auf Basis eines PDA entwickelt, welches eine direkte Zuordnung von Störungen im öffentlichen Personennahverkehr zu objektiven Messdaten (Ort, Geschwindigkeit, Zeitpunkt, Fahrplan) ermöglicht, ohne umfangreiche Auswertarbeiten abzuwarten. Dabei werden die Ergebnisse direkt in Karten dargestellt.
Summary
Better planning of vehicle circulation The local traffic enterprises are under considerable increasing cost pressure. By using modern traffic data collection units it is possible to identify weak points in the circulation via GPS-systems. The Muenster University of Applied Sciences (FH Münster) has developed a reasonably priced and portable PDA based system in cooperation with the Ahlen INFA ñ Institute for Waste, Waste Water and Infrastructure-Management GmbH. The system permits direct attribution of annoyance in public transport to objective measuring data (place, tempo, time, schedule) without waiting for bulked analyses. The results are automatically shown in maps.
Dipl.-Ing. Stephan Börger / Dr.-Ing. Bernhard Keppeler / Dipl.-Ing. Christoph Lankowsky
Elektronische Fahrplaninformation: Analyse des Nutzerverhaltens
►
Auswertung von Verbindungsanfragen an ein Informationssystem
Zusammenfassung
Der Einsatz elektronischer Fahrplanauskunftssysteme hat im Marketing des ÖPNV zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei haben sich die Fahrplanauskunftssysteme von lokalen zu überregionalen und landesweiten Systemen entwickelt. Die an die Fahrplanauskunftssysteme gestellten Verbindungsanfragen werden von den Systemen dokumentiert und lassen Rückschlüsse auf deren Nutzung zu. Auf dieser Datengrundlage kann die Nutzung der überregionalen Fahrplanauskunft überprüft und dokumentiert werden.
Summary
Electronic timetable information: analysis of passenger behavior The application of electronic timetable information systems for marketing public transport has gained increasing importance. In that respect, timetable information systems emerged from trans-regional to nationwide systems. Trip requests are recorded from the timetable information system in a database that enables to draw conclusions about their use. Based on such a data the use of a trans-regional timetable information system can be validated and recorded.
Marketing
Dipl.-Kffr. Anja Georgi / M. A. Christine Wüst-Rocktäschel / Dipl.-Geogr. Jochen Heller
Was Fahrgäste wirklich wollen ►
Die Bevölkerungsbefragung der Offenbacher Verkehrs-Betriebe
Zusammenfassung
In ihrem Bestreben, nicht nur eigene wirtschaftliche Stabilität und Wachstum zu erreichen, sondern auch immer mehr Menschen von den Vorteilen der umweltverträglichen und zukunftsorientierten Mobilität mit den Öffentlichen Verkehren zu überzeugen, optimieren die Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH permanent ihre Dienstleistungen. Um die Anliegen und Wünsche seiner Fahrgäste noch besser kennen zu lernen, führte das Unternehmen im dritten Quartal 2005 eine repräsentative Befragung unter der Offenbacher Bevölkerung durch. Der Artikel, gemeinsam mit dem beauftragten Marktforschungsinstitut omniphon GmbH verfasst, erläutert Ziele, Methodik, Durchführung, Schlussfolgerungen und Maßnahmen aus der Bevölkerungsbefragung.
Summary
Passengers and what they really want In its intend to not only accomplish economic stability and increase but to also convince more and more people of the advantages of an ecological and future-oriented mobility with public transport, the Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH (public transport company for the city of Offenbach) permanently optimises its services. To get to know demands and requests of its passengers even more detailed, the company conducted an intorrogation amongst the Offenbach population in the third quarter of the year 2005. The article, composed in cooperation with the commissioned market research institute omniphon GmbH, illustrates intentions, methodology, realisation, conclusions, and measures from the survey.
Gunnar Heipp / Michael König
Schüler Ñerfahrenì den Nahverkehr ►
Jugendliche als Zielgruppe des Mobilitätsmanagements der Münchner Verkehrsgesellschaft ñ das Projekt Mobi-Race
Zusammenfassung
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat mit Mobi-Race ein Mobilitätsprojekt für Fünftklässler in München ins Leben gerufen. Den Schülern wird im Unterricht vermittelt, wie sie selbstständig Bus und Bahn nutzen können. In einer Stadtrallye zeigen die Schüler dann praktisch was sie gelernt haben. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass das Projekt eine gute Möglichkeit ist, die Nutzung des ÖPNV für die Freizeitmobilität der Jugendlichen zu fördern.
Summary
Pupils test the public transport MVG (Munichís municipal transit authority) created a project aimed at students in the age of 11 and 12. Focus of that project is to enable the pupils to use public transport independently from parents and teachers. That is done by a theoretical part in class and Ñreal life experienceì outside the classroom: a public transport rallye covering the complete city area, where the pupils can use and demonstrate the freshly aquired knowledge. The
results of the evaluation proves that the project is successful in encouraging the use of public transport by the pupils also in their free time.
Dipl.-Verw.wirt Uli Beele / Dipl.-Geogr. Markus Stirnberg / Dipl.-Geogr. Armin Hilger / Dipl.-verw.betr.wirt Werner Blöß
Bahn und Bonus in Westfalen ►
Gemeinschaftsprojekt von DB und
westfälischen Zweckverbänden
Zusammenfassung
In Zusammenarbeit mit der DB Regio NRW GmbH, Geschäftsbereich Westfalen, entwickelten die fünf westfälischen Zweckverbände, die für die Planung, Organisation und Ausgestaltung des Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) zuständig sind, ein Bonusscheckheft mit 15 attraktiven Freizeiteinrichtungen, zu denen Bahnreisende noch bis zum 30. April 2006 ermäßigten Eintritt erhalten. Eine erste Zwischenbilanz belegt: Das Konzept kommt bei den Fahrgästen gut an.
Summary
Bahn and bonus in Westphalia In collaboration with the Westphalian division of DB Regio NRW GmbH, the five Westphalian Public Transportation Administration Unions, who are responsible for the planning, organisation and design of public railway transportation, developed a coupon booklet for 15 recreational facilities. Until 30 April 2006, customers arriving by train will be able to obtain reduced rates at participating institutions simply by cashing the coupons. First interim results show that the project has been well received by passengers.
Personalwirtschaft
Dipl.-Ing. (FH) Klaus-Dietrich Matschke / Torsten Mareck
Neue Wege der Dienstplangestaltung ►
Automatische Dienstreihenfolgeplanung für das Fahrpersonal in der Praxis der Berliner Verkehrsbetriebe
Zusammenfassung
Das Software-Tool Automatische personenbezogene Dienstreihenfolgeplanung, das gemeinsam mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) durch die IVU Traffic Technologies AG für die Betriebsplanungssoftware Berta der BVG entwickelt wurde, ist mehr als ein Wunschdienstplan-Programm. In diesem Tool werden die Aspekte von neuen Turnus- und Teilzeitsystemen, Arbeitszeitkonto und Wunschdienstplan so miteinander verknüpft, dass wirtschaftliche, beschäftigungswirksame und gesundheitliche Aspekte sowie die bessere Vereinbarkeit mit Freizeit und Familie berücksichtigt werden. Diese neue Qualität der Personaldisposition im Fahrdienst wird mittelfristig allen Microbus-Nutzern zur Verfügung stehen.
Summary
Automatic person related shift order planning: new ways of personnel disposition The software tool Automatic person related shift order planning was developed by the BVG (Berliner Verkehrsbetriebe = Berlin Urban traffic company) and the IVU Traffic Technologies AG for the operation planning software Berta which is in service at the BVG. The new software tool is more than a desire-roster-planning-program because on the one hand it combines the aspects of work time account, payroll procedures and desire roster schedule and on the other hand the aspects for economic, employment effectiveness, health and free time with the family. This new quality of the personnel disposition in the driving service will be available in medium-term to all Microbus users.
Recht
Dr. Norbert Targan / Dr. Frank Rutschmann
Ausschreibung von Busverkehren in Hessen: Ein Modell? ►
Aktuelle Entwicklungen und neue Erkenntnisse
Zusammenfassung
Hessen nimmt mit seinem strikten Vorgehen der (nahezu) ausschließlichen Ausschreibung von Busverkehren eine Sonderstellung unter den Bundesländern ein. Dies beruht auf einer umstrittenen rechtlichen Bewertung der bestehenden Rechtslage durch die hessische Landesregierung. Die Beharrlichkeit Hessens hat dazu geführt, dass dort bereits flächendeckend Erfahrungen mit der branchenspezifischen Umsetzung des Vergaberechts bestehen.Es werden einige der dabei gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt.
Summary
Invitation to Tender for Bus Services in Hesse: a model? With its strict procedure of (nearly) exclusive invitation to tender for bus services, the federal state Hesse takes a special position amongst the federal states of Germany. This is based on a controversial legal evaluation of the existing juridical position by the Hessian State Government. Hesseís persistence has already brought about comprehensive experiences with branch-specific implementation of the public procurement law there. With this article, a few of the findings gained in this context shall be presented.
Technik
Dipl.-Ing. ETHZ Harry Hondius
Perspektiven der Großraumbusse ►
Doppelgelenkbusse, 20-m-Fahrzeuge und Buszüge
Zusammenfassung
Großraumbusse sind eine echte Bereicherung der ÖPNV-Landschaft. Sie bieten die Möglichkeit, große Menschenmengen wirtschaftlich zu befördern. Nachdem man in Lateinamerika davon eindrucksvolle Beispiele sieht, kommt nun auch in West-Europa Interesse auf. Auch der Busanhänger kann einen Beitrag zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit leisten. Der Aufsatz zeigt den letzten Stand der Entwicklung.
Summary
Prospects of high-capacity buses High-capacity buses are really an enrichment for the public transport system (ÖPNV). They offer the possiblity to transport crowds economically. As Latin America has already made impressive experiences with this possibility, Western Europe does also have interests in these transport vehicles now. Even a bus trailer can contribute to economical efficiency. This essay is about the developmentís status quo.
Dipl.-Ing. Georg Drechsler / Dipl.-Ing. Andreas Hesse
Breitere Straßenbahnen für größeres Verkehrsaufkommen ►
Bremen beschafft neue Fahrzeuge des Typs Flexity Classic
Zusammenfassung
Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) setzt derzeit 120 Straßenbahnzüge ein. 77 achtachsige Niederflurgelenktriebwagen GT8N sowie 43 hochflurige Gelenkzüge GT4/GB4 aus den 70er-Jahren. Die vorgesehene Ersatzbeschaffung umfasst 43 Fahrzeuge. Davon sind zurzeit 20 fest bestellt, für 23 weitere besteht eine Option. Durch die künftige Netzerweiterung wird sich der Bedarf nochmals um sechs bis acht Fahrzeuge erhöhen. Für die Ersatzbeschaffung ist ein Fahrzeug mit höherer Kapazität als die bisherigen
Züge erforderlich. Es fiel der Entschluss, künftig ein Fahrzeug mit gleicher Länge, aber einer größeren Breite, nämlich 2,65 m anstelle der bisher in Bremen üblichen 2,30 m Breite, einzusetzen. Durch diese Maßnahme erhöht sich die Fahrzeugkapazität um rund 30 Prozent.
Summary
Broader streetcars for an increasing number of passengers At present the public transport company of Bremen (BSAG) operates a fleet of 120 trams: 77 eight-axial, low-floor (articulated) streetcars GT8N as well as 43 articulated tramway sets GT4/GB4, which are built in the 1970th years, consisting of four-axial trainsets and four-axial trailers. The scheduled replacement investments contain 43 streetcars, 20 are ordered at present, for further 23 streetcars it exists a purchase option. By the future expansion of the light-rail system the need will increase around six to eight streetcars again. The investment activities demand a higher capacity of transporting than the previous streetcars. The conclusion of these necessities is the future employment of streetcars with the same length but a larger breadth, namely 2.65 meters instead of till now 2.30 meters. According to this, the vehicle capacity increases by about 30 percent.
Verkehrsplanung
Dr.-Ing. Udo Sparmann
Abschied vom Taktfahrplan? ►
Angebotsplanung bei Straßenbahnen in Deutschland und Frankreich
Zusammenfassung
Der Fahrplangrundaufbau und die Taktfolgen von Schienenverkehrssystemen unterscheiden sich vielfältig nicht nur im Vergleich zwischen deutschen Großstädten sondern auch im Vergleich zur Vorgehensweise in Frankreich. Die Lösungen geben Hinweise für eine Neujustierung des Angebots auch im Hinblick auf die Absenkung am Wochenende als eine Antwort auf den vorherrschenden Kostendruck.
Summary
Farewell for so called Taktfahrplan? The basic structure of timetables and the frequency of ligt rail systems differ greatly, not only between large German cities but also in comparison to those in France. The solutions give details for a readjustment of the offer, also with regards to the readjustment of services at weekends as an answer to reduce rising costs.
Dipl.-Ing. ETH/SIA Patrick Inglin / Dipl.-Ing. ETH/SIA Stefan Dasen / Patrick Schnellmann
Die Region besser erschließen ►
Neues ÖV-Konzept für den Bezirk March im Kanton Schwyz
Zusammenfassung
Der Bezirk March im Kanton Schwyz ist Teil der Agglomeration Zürich. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 bestand lediglich ein unsystematisches Zugangebot. Ein Teil der Erschließung der March mit dem öffentlichen Verkehrssystem wurde durch ein Rufbussystem abgedeckt. Seit Fahrplanwechsel wird die Zürcher S-Bahn zu den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt geführt. Das Busangebot konnte gleichzeitig gestrafft und das relativ teure Rufbussystem zu Gunsten eines verbesserten Linienbetriebes abgeschafft werden.
Summary
Better development for the region The region March, cantone of Schwyz, is part of the Zurich agglomeration. As far as a change in the time table in December 2004 took place, a non-systematic railway time table existed. The public transportation system in the region March was partially served by a ëcall-for-busí system. Since the change in the time schedule, the Zurich commuter train system has served every 30 minutes in rush hours. The bus service could be tightened economically and the quite expensive ëcall-for-busí system was abolished in favour of an improved regularly scheduled service.
Wirtschaft
Dr. Bernd Rosenbusch / Dipl.-Ök. Marion Berenbrock / MA Christoph Fleischmann / Dipl.-Kfm. Jochen Schlei / Dipl.-Kffr. Dorle Springer
Preisstrategie für den SPNV ►
DB-Regio-Projekt für kundenorientierte und wirtschaftliche Tarife
Zusammenfassung
Nach 171 Jahren SPNV besteht ein kilometerbasiertes Preissystem im SPNV, welches durch Sondertickets ergänzt dem Kunden viele Möglichkeiten bietet, die Bahn zu nutzen. In einem Preisstrategieprojekt wurden nun das bestehende Preissystem aufgearbeitet, das Marktumfeld und die Marktanforderungen analysiert und alternative Preissysteme bewertet. Ausgehend von den Kundenbedürfnissen wurde im Anschluss daran ein nach Haupt- und Nebenverkehrszeiten unterteiltes Preissystem erarbeitet, welches dem Spannungsfeld zwischen den bestehenden Kundenwünschen und den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen gerecht werden soll.
Summary
Pricing project for regional passenger train service After 171 years of regional passenger train services in Germany pricing is based on a distance orientated pricing system. Added to this system are special flat rate tickets. DB Regio´s pricing project has analysed the existing pricing system as well as the passenger train market and its challenges. Additionally, alternative pricing systems have been evaluated. Based on customer needs, a pricing system has been developed. It is orientated on peak- and off-peak travel times. This system is best suited for the diverging economical interests of train companies on the one hand, and existing customer needs on the other hand.
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