Alba Fachverlag, BestNr. nv200703
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Der Nahverkehr, Heft 3/2007
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl. Kfm. Günter Elste
Schienenwege ñ Lebensadern der Wirtschaft
Betrieb
Hansgeorg Hasl / Dipl.-Geogr. Frank Hole
Wenn die S-Bahn nicht kommt: Organisation von Ersatzverkehren ►
Standardisierung von SEV und Busnotverkehren bei der S-Bahn München
Zusammenfassung
Bei der S-Bahn München kommt es jährlich zu durchschnittlich 150 Schienenersatz- und Busnotverkehren. In der Vergangenheit stellten diese Ersatzverkehre sowohl die Fahrgäste als auch die Disponenten in den Transportleitungen vor große Herausforderungen. Trotz aller Bemühungen verliefen die SEV nicht selten sehr unbefriedigend. Aus diesem Grunde wurde bei der S-Bahn München ein Projekt zur Standardisierung der Ersatzverkehre gestartet. Dieses beinhaltet die Einführung eines einheitlichen Logos SEV, Neugestaltung der Informationsvitrinen, Aushang von Lageplänen, Ausweisung von festen Ersatz-Bushaltestellen, Wegeleitung in den Stationen, Beschriftung der SEV-Busse.
Summary
Whenever the commuter train doesnít come: Organisation of alternative transports The Munich commuter rail system (S-Bahn) fails about 150 times per year and hence needs some alternative rail or bus transport possibilities. In the past, these alternative transport possibilities were a big challenge both for the passengers and the logistic responsibilities. Despite all efforts, the alternative transport system was often disappointing. For this reason, the S-Bahn Munich organisation started a project to standardise alternative transports. Amongst others, this includes the uniform logo SEV (Schienenersatzverkehr) on buses, the redesign of the info boards, placards of site plans, indication of permanent alternative bus stops, guidance at the stations and the marking of buses.
Dipl. Verw.-Wirt Ralf Scholz / Dipl.-Geogr. Gerd Graf
Optimierung der Disposition und des Controllings von AST-Verkehren ►
Erfahrungsbericht nach dem ersten Betriebsjahr einer neuen Software
Zusammenfassung
Das Qualitätsniveau der Prozesse bei der Organisation und dem Betrieb von AST-Verkehren liegt zumeist unter dem des Ñregulärenì ÖPNV. Vor diesem Hintergrund hat die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft Ende 2005 umfassende Maßnahmen zur Restrukturierung ihrer AST-Verkehre vorgenommen. Schwerpunkte dabei waren der Einsatz einer neuentwickelten Software zur Disposition und Abrechnung von AST-Verkehren sowie die Umstellung der Anrufzentrale auf ein professionelles Call Center.
Summary
Optimization of disposition and controlling of taxi-services on demand The quality level of the organisational and operational processes of public transport on demand with taxiscabs lies mostly under the standard of the Ñregularì public transport. On this account the Main-Taunus-Transport Company has carried out comprehensive measures for the reorganisation of their public transport on demand in the end of 2005. The key aspects were the implementation of a new-developed software for the dispatchment and accounting of this services as well as the switch to a professional call centre.
Marketing
Dip.-Verkehrsw. Clemens Kahrs / Rudolf Kohn
Key-Account-Management im ÖPNV ►
Intelligente Ansprache und Betreuung von Firmenkunden im GHV
Zusammenfassung
Kern des Artikels ist die Darstellung der vertrieblichen Möglichkeiten im Firmenkundenbereich mit dem Ziel, abseits der Ausschöpfung tariflicher Spielräume die Erlöse und auch den Marktanteil des ÖPNV zu erhöhen. Das Beispiel Hannover zeigt, dass im Rahmen eines aktiven Key-Account-Managements Firmenkunden intensiver betreut und neue Vertragsbeziehungen geknüpft werden können. Die Erweiterung der Betreuungs- und Akquisekapazitäten durch die Integration des eigenen Call Centers ist sinnvoll.
Summary
Key-accont management in public transport This article focuses on the sales opportunities in the corporate client area which can contribute to the aim of gaining the maximum utility from tariff revenues while also raising the market share of public transport. The example from Hanover shows that active key-account management can help to handle corporate clients with greater intensity, thereby allowing new contractual relationships to develop. Expanding support and acquisition capacities by integrating a call centre is therefore a logical step.
Volker Torlach / Stefan Engelhardt
Aus Fahrplänen entstehen Karten ►
Automatisch erstellte geographische Kundeninformation
Zusammenfassung
Grundlage für eine weitgehend automatisierte Erstellung von geographischen Liniennetzplänen beim VVS waren zum einen eine die Neubewertung der kartographischen Anforderungen an diese Medien und zum anderen eine hohe Akzeptanz für innovative GIS- und Kartenmedien. Mit Hilfe der vorgestellten Technik können ÖV-Karten mit variablen Inhalten und Maßstäben flexibel und automatisch erzeugt werden.
Summary
Creating of maps directly from timetables Based on new cartographic requirements and the high acceptance of innovative GIS- and map-products the local transport authority of Stuttgart (VVS) decided to automatically generate geographical transport network maps. With the assistance of presented technique public transport maps with dynamic content and scale are created in a flexible and automatic way.
Wilhelm Lindenberg / Dipl.-Ing. Michael Prelle / Thomas Keese / Dipl.-Ing. (FH) Achim Uhlenhut
Üstra nimmt Qualitätstests erfolgreich selbst in die Hand ►
Vorteile gegenüber Mystery Shopping Dritter
Zusammenfassung
Die üstra Hannoverschen Verkehrsbetriebe AG führen Qualitätstests in ihren Bussen und Stadtbahnen, an Haltestellen und im Kundenzentrum selbst durch. Das spart Kosten und trägt dank interner Auswertung dazu bei, mögliche Schwachstellen deutlich schneller zu erkennen. Nach den Qualitätskontrollen bei den ortsfesten Anlagen und in den Fahrzeugen führen die beauftragten Tester ñ es handelt sich um Studenten ñ jetzt auch eine laufende Begutachtung des Fahrpersonals durch.
Summary
Transport company üstra organises quality tests successfully From now on, the Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG organise tests in view of cleanness and functionality for their buses and tramways themselves. The tests, formerly made by mystery shoppers, at bus stops and in the customer centre donít exist any longer. This means cost saving and rapid identification of any weak points. Beside the quality checks at the above mentioned facilities and vehicles, the test persons ñ students ñ also control the crew.
Personalwirtschaft
Dipl.-Pol. Michael Weber-Wernz / Dipl.-Ing. (FH) Lutz Stöckigt / Günter Meyer / Markus Modlmeir
Der neue EU-Omnibusfahrer ►
Ausbildung, Weiterbildung und erste Erfahrungen
Zusammenfassung
Das neue Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz regelt die verbindliche Aus- und Weiterbildung von Kraftfahrern in der Personenbeförderung und im Güterkraftverkehr. Betroffen sind rund 120000 Omnibusfahrer im kommunalen und privaten Sektor. Viele neue Anforderungen werden an die Kompetenzen von Fahrern gestellt. Auch die Fahrschulen sind von den Neuerungen betroffen. Die VDV-Akademie baut ein Netzwerk exzellenter Aus- und Weiterbildungsstätten auf.
Summary
The new EC bus driver The new so called Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (law for the qualification of bus and lorry drivers) regulates the compulsory initial and vocational training for bus and lorry drivers. The bus drivers have to satisfy a lot of new requirements on their competences. The training centers are strucked with the new regulations, too. The VDV academy establishes an network of excellent training centers.
Recht
Martin Wittemann
Gemeinschaftskonzession im ÖPNV ►
Rechtliche Aspekte gemeinsam betriebener Linienverkehre
Zusammenfassung
Die Gemeinschaftsgenehmigung oder auch Gemeinschaftskonzession ermöglicht Verkehrsunternehmen insbesondere dort, wo sie bereits sich räumlich berührende oder überlagernde Linienverkehre betreiben, eine stärkere Integration oder Verknüpfung ihres Verkehrsangebots. Der Beitrag erläutert die rechtlichen Aspekte eines solchen gemeinsamen Betriebs von Linienverkehren im ÖPNV.
Summary
Public transport services with joint licences A joint licence enables the operators of public transport services to bring adjacent or parallel bus or tram lines into a closer collaboration in order to establish interconnected or integrated transport services. The article describes the legal aspects of that type of cooperation between operators of scheduled passenger transport services.
Technik
Dipl.-Ing. Kurt Otto
Verschleiß zwischen Rad und Schiene ►
Versuch einer gesamthaften Betrachtung mit Praxisbezug am Beispiel des Dortmunder Stadtbahnnetzes
Zusammenfassung
Der Verschleiß zwischen Rad und Schiene ist von mehreren Parametern abhängig. Die Einflussgrößen Anlagenkonzeption, Schienenprofil, Radreifenprofil, Materialgüten, Schmierung, Auftragsschweißung und Geschwindigkeit werden in Ihrem Zusammenhang besprochen. Weiterhin werden konkrete Beispiele des Verschleißverhaltens nach vielen Jahren anhand von konkreten Anlagen in Dortmund gegeben.
Summary
Abrasion process of wheels and rails The abrasion process of wheels and rails depends on different parameter. Plant design, rail section, tire contour, material quality, lubrication, build-up weld and velocity are discussed in this article. Furthermore, some examples of the abrasive wear properties after many years of application of some plants at Dortmund are given.
Dipl.-Ing. M.Sc.ptm Oliver Glaser / Dipl.-Ing. Nils Jänig / Dipl.-Ing. Anne Norkauer / Dipl.-Wirt.Ing. Steffen Plogstert / Dipl.-Biol. Michael Siemsen
Urban Track ñ Harmonisierung städtischer Schieneninfrastruktur ►
Praxisnahe EU-Forschung im Bereich Neubau und Instandhaltung
Zusammenfassung
Urban Track ist ein im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördertes Forschungsprojekt. Ziel von Urban Track ist die Entwicklung harmonisierter Schieneninfrastruktur sowie harmonisierter Instandhaltungsprozesse, die es erlauben, die Lebenszykluskosten städtischer Schieneninfrastruktur spürbar zu senken. Das Projekt startete im September 2006 und läuft über einen Zeitraum von vier Jahren.
Summary
Urban Track ñ harmonization of urban rail infrastructure Urban Track is an EC-funded research project within the 6th framework programme. The aim of Urban Track is the development of harmonised urban rail infrastructure including harmonised maintenance processes. This should lead to significant lower Life Cycle Costs (LCC) on the infrastructure side. The project started in September 2006 with a duration of 48 months.
Verkehrsplanung
Dipl.-Geogr. Marcel Vreden / Michael Kohlhaas / Dr. rer. nat. Dipl.-Vw. Wolfgang Lengling
Bikey stärkt intermodale Wegeketten ►
Der VRR bietet seinen Kunden einen neuen Fahrrad-Service
Zusammenfassung
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) verfolgt das Ziel, aktuellen und potenziellen Kunden des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) einen attraktiven Nahverkehr anzubieten. Hierzu ist eine durchgehende Tür-zu-Tür-Mobilität mit kurzen Reisezeiten notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der VRR mit bikey einen neuen Fahrrad-Service in die Wegkette integriert.
Summary
Bikey strengthens transport chains In his role as an architect and service provider for short distance transport, the transport association Rhine-Ruhr (VRR) aims at offering attractive ways to actual and future customers using the passenger short distance traffic. For this reason, a non-stop door-to-door trip with short travel times is required. To succeed, the VRR has initiated the bike-service bikey which allows more flexibility and much more comfort for the customer.
Verkehrspolitik
Dipl.-Ing. Sebastian Koch / Cand-Ing. Christian Mau
Liberalisierung des SPNV: Ausgang, Ziele, Ergebnisse ►
Eine Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen, Strategien, Finanzierung und Qualität des SPNV seit der Bahnreform
Zusammenfassung
Seit 1996 ist der deutsche Schienenpersonennahverkehr durch das Regionalisierungsgesetz liberalisiert. Es wurde das Besteller-Ersteller-Prinzip etabliert und seitdem sind Verkehrsleistungen im Wettbewerb beauftragt worden. Die Entwicklung kann als gelungener Teil der Bahnreform bezeichnet werden. Die Qualität und Wirtschaftlichkeit dieses Marktsegmentes nahmen deutlich zu, was sich auch an höheren Fahrgastzahlen ablesen lässt. Der Beitrag zeigt die Entwicklung in den unterschiedlichen Bereichen des Schienenpersonennahverkehrs auf. Hierbei wird auf die rechtlichen, verkehrlichen, qualitativen und finanziellen Aspekte eingegangen.
Summary
Liberalization of the regional rail transport: Start, aims and results In 1996 the German regional rail transport was deregulated by federal law, which resulted in the implementation of a competitive tendering process for transport services. After more than ten years the development of the regional rail transport market may be judged as being a positive result of the German railway systemís reform. Both, quality and profitability of the above-mentioned market segment have increased significantly, while the passenger volume keeps growing. This article illustrates the development of the different areas of regional rail transport. In the course of this, legal, qualitative, financial as well as traffic-related aspects are discussed.
Dr. Martin Higginson
Die Londoner Mautgebühr: Fluch oder Segen? ►
Erfahrungen mit einem umstrittenen Mittel der Verkehrslenkung
Zusammenfassung
Dieser Artikel resümiert die ersten vier Jahre der Mauterhebung in Londons Stadtmitte: Warum das System etabliert wurde, wie es arbeitet sowie seine Konsequenzen für die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel, Autofahrer, Frachtverkehr, Fußgänger, Radfahrer und London als Stadt insgesamt. Details der neuen Westerweiterung werden ebenfalls präsentiert. Der Artikel schließ mit einem Ausblick auf mögliche weitere Einsatzgebiete von Staugebühren in London und anderen Regionen Großbritanniens in der Zukunft.
Summary
Congestion Charging in London: Curse or blessing? This article reviews the first four years of Congestion Charging in Central London: why the scheme was set up; how it works; and its impact on public transport users, car drivers, freight transport, pedestrians, cyclists and London as a whole. Details of the new western extension are presented. The article concludes by setting out how congestion charging schemes may spread within London and other parts of the UK in the future.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Helmut Leuthardt / Dipl.-Ing. Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Harald Reuter
Effizienter Werkstattbetrieb durch Hersteller-Unterstützung ►
Darstellung und Beschreibung von Optionen zur Verbesserung der Gesamtwirtschaftlichkeit von Werkstätten in Verkehrsunternehmen
Zusammenfassung
Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Verkehrsunternehmen wird ein Weg aufgezeigt, wie durch Unterstützung der Fahrzeughersteller eine Omnibuswerkstatt effizienter und damit wirtschaftlicher betrieben werden kann. Hilfsmittel hierzu sind Serviceverträge der Hersteller, die in unterschiedlicher Form und in unterschiedlichem Umfang angepasst an die jeweiligen Verkehrs- und Betriebsbedingungen den Verkehrsunternehmen angeboten werden können. Dazu zählen Durchführung von Reparaturarbeiten durch die Fahrzeughersteller, Konsignationslager und Online Parts Shops. Anhand eines praktischen Beispiels werden die kostenmäßigen Vorteile für ein Verkehrsunternehmen dargestellt.
Summary
More efficient workshops thanks to service contracts To increase the economics of transportation companies, it is shown that by using service contracts of bus manufactures the efficiency of the bus workshop would increase. Those service contracts are available in different forms and size, according to the existing transportational and operational conditions. In this area belong major repairs, consignations shops and online parts shops. A practical example shows the economic advantage for the transportation company.
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