Alba Fachverlag, BestNr. nv200705
|
Der Nahverkehr, Heft 5/2007
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl.-Ing. Georg Drechsler
Rückgrat Infrastruktur
Betrieb
Dipl.-Ing. Herbert Sladek
Bahnen auf Expansionskurs ►
Fahrwege des schienengebundenen ÖPNV
stark gewachsen ñ Netzerweiterungen von
Straßen-, Stadt- und U-Bahnen
Zusammenfassung
In den vergangenen Jahren wurden die Netze des schienengebundenen ÖPNV (Straßenbahnen, Stadtbahnen, U-Bahnen) durch den Bau neuer Verbindungen oder die Verlängerung vorhandener erheblich erweitert. Von 2000 bis 2006 wuchsen die Netze um rund 220 km Strecke mit etwa 360 neuen Haltestellen.
Summary
Light railways on the way to expand In the last few years, the net system of the rail-bound public passenger transport system (trams, light railways, tubes) has been expanded considerably. Some new connections were constructed and even some tracks were lengthened considerably. From the beginning in the year 2000 until 2006, the net line system has grown by 220 km and about 360 new stops have been built.
Literatur
RA Thomas Hilpert
Bilanzanalyse leicht gemacht: Das kleine 1 x 1 für Aufsichtsräte
Recht
Michael S. Braun / Torsten Wiedemann
Neuer Unternehmer auf der Linie: Kostenfalle Betriebsübergang? ►
Was bei der Teilnahme an Ausschreibungen zu beachten ist
Zusammenfassung
Genehmigungs- und Ausschreibungswettbewerb, unternehmer- und aufgabenträgerinitiierte Verkehrsleistungen sind die Schlagwörter im ÖPNV. Alle diese Marktzugangsarten können zu einem Betreiberwechsel führen: Ein neuer Unternehmer ist auf der Linie. Dies bedingt jedoch auch die vorherige Auseinandersetzung mit dem Thema des Betriebsübergangs, um nicht plötzlich von der Pflicht zur Übernahme von Arbeitnehmern überrascht zu werden. Der Beitrag wertet aktuelle Entwicklungen aus und erläutert anhand von Beispielen Voraussetzungen und Fallstricke des Betriebsübergangs.
Summary
New trader on line: Business transfer as a money pit? Licensing and tendering competition, transportation services initiated by traders and customers, these are the key terms of the public local transport system. However, all kinds of market access may lead to business transfer: but being a new trader on line requires also careful examination of the actual business situation to avoid the risk of being obliged to adopt the staff. In this article, current developments are analysed and some examples of premises, conditions and pitfalls of a business transfer are given.
Markus Alexander Schwan
Das wirtschaftlichste Angebot ►
Überlegungen zum Vergaberecht: Wann ist ein Angebot das wirtschaftlichste?
Zusammenfassung
Öffentliche Auftraggeber, die Leistungen im Verkehrsbereich europaweit ausschreiben, haben bei der Auswahl und Gewichtung der entscheidenden Zuschlagskriterien einen relativ großen Spielraum. Völlig frei kann die Wahl aber nicht erfolgen. Anhand aktueller Bekanntmachungen stellt der Beitrag die wichtigsten Regeln vor und zeigt, an welchen Stellen Fehler vermieden werden können.
Summary
The most economic offer Contracting authorities which tender transport services all over Europe have a relative wide leeway while choosing and weighting the determining contract award criteria. However, the choice cannot be absolutely free. Exemplified with current notices the article presents the most important rules of choice and shows the points at which mistakes can be avoided.
Technik
Dipl.-Ing. Georg Drechsler / Dipl.-Ing. Dipl. Wirtsch.-Ing. Lars Jensen
Ausbau und Instandhaltung eines kommunalen Straßenbahnnetzes ►
Dargestellt am Beispiel Bremens
Zusammenfassung
Das derzeitige Bremer Straßenbahnnetz mit einer Streckenlänge von rund 70 km und 165 km Gleislänge wird sich in den nächsten Jahren weiter ausdehnen. Dabei werden der Neubau und auch die Instandhaltung nur mit guten ausgefeilten technischen Lösungen den Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit, die Umweltbelange und den Betriebsablauf gerecht werden können. Der Beitrag stellt vor allem die Entwicklung des Bremer Netzes, die Oberbauarten, die Organisationsformen und die Finanzierung dar.
Summary
Expansion and maintenance of a local tram system The present Bremen tram system of about 70 km line mileage and 165 km track mileage will be expanded further on in the next few years. However, the new track constructions as well as the necessary maintenance service can only meet the economical, environmental and operational expectations by sophisticated solutions. This article focuses mainly on the development of the Bremen tram net system, the different types of road construction, the organisation systems and the financing.
Dr.-Ing. Dirk Wehrhahn
Berührungslose Lasermessung für Rad und Schiene ►
Kosten senken durch neue Messverfahren
Zusammenfassung
Die vorgestellten berührungslosen Lasermesssysteme für das Rad- und Schienenprofil ermöglichen eine schnelle berührungslose und bedienerunabhängige Messung der Profile. Zusammen mit der Software ACRadSchiene lassen sich die gewonnenen Messwerte direkt zur Optimierung des Radprofils und für Verschleißuntersuchungen nutzen.
Summary
Non-contact laser measuring for wheels and rail The non-contact laser measuring systems for the wheel and rail profile presented enable fast, non-contact, operator-independent measurement of the profiles. Together with the ACRadSchiene software, the acquired measured values can be used directly for optimisation of the wheel profile and for examinations of the wear.
Prof. Dr.-Ing. Christian Schindler
20 Jahre Niederflurbahnen: Welche Konzepte setzen sich durch? ►
Systemanalyse von Niederflur-Straßenbahnkonzepten
Zusammenfassung
In diesem Aufsatz wird versucht, anhand von Methoden, die aus der Konstruktionswisssenschaft bekannt sind, die bereits bekannten und weitere mögliche nicht bekannte Fahrzeug-/Fahrwerk-Konfigurationen für niederflurige Stadt- und Straßenbahnfahrzeuge zu systematisieren. In drei Haupt- und vier Unterkategorien eingeteilt werden zwanzig Niederflurvarianten besprochen, wobei jeweils Beispiele für ihre Realisierung genannt werden. Als Defizite des heutigen Standes der Technik wird ein fehlendes Doppelfahrwerk unter dem Wagengelenk sowie ein bisher nicht realisiertes funktionsfähiges Einzelfahrwerk identifiziert.
Summary
20 years of low floor trams: Which concepts are successful? In this publication established configurations as well as new concepts of low floor LRVís and trams are systematically clustered by methods that are well known by design methodology scientists. Twenty different variants are arranged in three main groups and four subgroups. Examples are given where a variant has been built and or is in operation. As shortcomings of todayís standard of technology are identified: a missing two-axle running gear to be placed underneath the joint between two carbodies und a proven functioning single-axle running gear.
Dr. rer. nat. Joseph Lutgen
Das Sicherheitssystem hinter der VDV-Kernapplikation ►
Voraussetzungen, Methoden und Ziele
Zusammenfassung
Der Beitrag soll Verkehrsunternehmen einen Einblick in das Sicherheitsmanagementsystem der VDV Kernapplikations GmbH&Co. KG geben. Die Motivation für den Einsatz dieser speziell für den ÖPV aufgebauten Infrastruktur sowie die Vorteile für Verkehrsunternehmen werden erläutert. Es soll aufgezeigt werden, wie die angebotenen Leistungen dieser neuen gemeinsamen Infrastruktur für den ÖPV in Deutschland sich von denen bisheriger isolierter Systeme unterscheiden. Ferner werden Aufbau und Funktionsweise erläutert und die umgesetzten, organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen beschrieben, um die Vertrauenswürdigkeit der Infrastruktur darzustellen.
Summary
Security system behind the VDV-key application The intention of the following article is to deliver insight into the Security Management System of the VDV Kernapplikations GmbH&Co. KG. The motivation for the deployment of this infrastructure, which was specifically constructed for public transport and transport operators, as well as the advantages of the system for transport operators is elucidated. Differences between the services offered by this new infrastructure and those of previous, isolated systems are pointed out. Furthermore, the design and functionality of this infrastructure and the implemented organisational and technical security measures are described in order to give an impression of the trustworthiness of the system.
Dr.-Ing. Friedrich Krüger
Emissionsarme Oberbauformen ►
Möglichkeiten zur Schall- und Erschütterungsminderung
Zusammenfassung
Die Akzeptanz von neuen Schienenverkehrswegen hängt unter anderem von den hiervon ausgehenden Schall- und Erschütterungsemissionen ab. Werden einige Grundsätze bei der Planung, der Bauausführung und der Wartung berücksichtigt, dann können diese Emissionen gering gehalten werden. Es werden die grundsätzlichen Methoden kurz dargestellt und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Summary
Low emission forms of superstructure The acceptance of new rail way lines depends among other things from the noise and vibration emissions going out from it. If some principles are taken into account at the planning, the construction and the maintenance, then these emissions can be kept low. The fundamental methods are represented briefly and approaches to solutions are shown.
Verkehrsplanung
Dr. nat. techn. Roman Klementschitz / Dipl.-Ing. Oliver Roider
Langfristige Auswirkungen von Investitionen in die Infrastruktur ►
Untersuchungen am Fallbeispiel der Wiener U-Bahnlinie U3
Zusammenfassung
Große Verkehrsinfrastrukturinvestitionen in Ballungsräumen haben weitreichende langfristige sozioökonomische Auswirkungen. Gerade bei solchen großräumigen und kostenintensiven Projekten kann das Außerachtlassen von sozioökonomischen Effekten wie zum Beispiel auf die Stadtentwicklung und Stadterneuerung, den Wohnungsmarkt, die Wirtschaft und den Handel bei den klassischen Kosten-Nutzen-Untersuchungen verzerrte Ergebnisse liefern. Am Fallbeispiel der Wiener U-Bahnlinie U3, die das Stadtzentrum erschließt, wurde eine entsprechende Detailanalyse durchgeführt. Die Auswertung der vorliegenden Daten geben deutliche Hinweise auf diese Effekte, die erst bei einem längerfristigen Betrachtungszeitraum erkennbar werden
Summary
Long term impact of great investments in infrastructure
Large urban transport infrastructure investments have a wide socio-economic long term impact. Due to the fact that large scale infrastructure investments are cost intensive it is often hard to argue their benefits. Therefore, a lot of indicators ñ mainly ignored in a traditional cost benefit analysis ñ have been identified by a socio-economic ex-post evaluation enabling an overall assessment, which also considers third party effects in the fields of urban regeneration, economics, estate markets etc. As a case study detailed analysis were carried out on the Viennese metro line U3, passing through the city centre. Collected data lead to the conclusion of the existence of such effects, especially if including the long term perspective.
Dipl.-Ing. Klaus Idelberger
Stadtbahn auf Teneriffa vor Eröffnung ►
Netz von zwölf Linien für Hauptstadt der Kanarischen Inseln geplant
Zusammenfassung
Ein Netz von zwölf Stadtbahnlinien wird die Hauptstadt Santa Cruz der spanischen ÑFerien-Inselì Teneriffa erschließen. Eine erste 12,6 km lange Durchmesserlinie steht unmittelbar vor der Inbetriebnahme. Die Trasse verläuft zumeist auf einem besonderen Gleiskörper und unterläuft in Tunneln die am stärksten belebten Straßenknoten. Zwanzig Niederflur-Gelenktriebwagen mit je fünf Gliedern bieten je 200 Plätze. Die Zugfolgezeit beträgt künftig tagsüber fünf Minuten.
Summary
Tramway on Tenerife opens soon A network of twelve Interurban Tramway Lines will open-up the capital Santa Cruz of the spanish ìholiday-islandî of Tenerife. An inaugural 12,6-km stretch of a diameter-line will commenced service in near future. The alignment mostly benefits from its Own Right-of-Way and via tunnels ìdivesî underneath overcrowded urban street junctions. Twenty low-floor articulated tramway units of five cars each are offering 200 places. Train sequence will be five minutes.
Verkehrspolitik
Dipl. Verw.-Wirt Ralf Scholz
Kürzungen der SPNV-Finanzierung: Konsequenzen für lokale Verkehre ►
Mögliche Auswirkungen am Beispiel der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft
Zusammenfassung
Die Kürzungen der Regionalisierungsmittel werden in den nächsten Jahren negative Auswirkungen auf das lokale Verkehrsangebot haben, wie am Beispiel der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft gezeigt. Als Gesellschafter sowohl der Lokalen wie auch der Regionalen Aufgabenträger werden die Kreise, Städte und Gemeinden finanziell so belastet, dass die ursprünglich lokalen Mittel für ein angemessenes, flächendeckendes, öffentliches Verkehrsangebot nicht mehr ausreichen werden.
Summary
Cutting the budget for regional rail traffic: Consequences for local traffic
The federal states government decided on cutting the budget for the public transport for the following years. This will have negative effects on local public transport structures. In their role as shareholders, the governments, cities and communities are obliged to finance local and regional organisations for public transport. If they have to support these institutions much more that before they will not have any money to organise their own adequate local transport system.
Wirtschaft
Dipl.-oec. Jürgen Burmeister
Tariferhöhung bei Angebotskürzung: Wie reagieren die Fahrgäste? ►
Erfahrungen und Ergebnisse aus Ingolstadt
Zusammenfassung
Den Vorgaben der Stadt entsprechend hat die Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH 2004 die Fahrpreise um 8,8 Prozent angehoben und das Angebot um rund 20 Prozent reduziert. Damit sollte der Zuschussbedarf um rund 2 Mio reduziert werden. Zugleich wurde das Angebot neu strukturiert. Das Beratungsunternehmen Gevas ñ Humberg & Partner Ingenieurgesellschaft für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik mbH kam zum Ergebnis, dass die Vorgaben der Stadt zu erreichen sind. Diese Prognosen trafen in vollem Umfang ein: der Zuschussbedarf sank von 2004 auf 2006 von 7,8 Mio auf 5,6 Mio Euro, dabei gingen dem Unternehmen wie erwartet mehr Fahrgäste und Erträge durch die Angebotsreduzierung als durch die Tariferhöhung verloren.
Summary
Raising transport fees and reduction of service how do passengers react? According to municipal demand, in the year 2004, the transportation company Ingolstadt Verkehrsgesellschaft mbH raised transport fees by 8.8 per cent and reduced services by 20 per cent intending to reduce subsidy requirements by two million Euros. At the same time, the service offer was restructured. The traffic engineering and consulting company Gevas-Humberg & Partner Ingenieurgesellschaft für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik mbH arrived at the conclusion that the municipal demands are to be realized. This forecast was fulfilled at full extension as subsidies decreased from 7.8 million to 5.6 million Euros within two years, whereas the company lost more passengers and hence income, as expected, due to the reduced service offer than due to increase in fee rates.
|