Alba Fachverlag, BestNr. nv200706
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Der Nahverkehr, Heft 6/2007
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dr. rer. nat. Karl-Heinz Daehre
Verkehr als Chance und Aufgabe
Betrieb
Dipl.-Ing. Elke Fischer
Einfach grenzenlos und grenzenlos einfach ►
Vorzüge der einheitlichen Kundenschnittstelle der VDV-Kernapplikation
Zusammenfassung
Einfach grenzenlos und grenzenlos einfach soll das Reisen mit dem E-Ticket in Deutschland sein. Dazu ist mit der VDV-Kernapplikation für interoperables elektronisches Fahrgeldmanagement ein Standard spezifiziert worden, dem von Anfang an die Zielstellung zugrunde lag, dass der Kunde zukünftig mit einer einzigen, für den ÖPV initialisierten Applikation auf einem mobilen Trägermedium deutschlandweit seine Fahrten im öffentlichen Verkehr soll durchführen können. Der Kundenkontakt wird dabei meist als Mensch-Maschine-Schnittstelle zwischen Kunden und selbstbedientem Terminal hergestellt. Deshalb betrachtet die VDV-Kernapplikation die einheitliche Kundenschnittstelle als zentrales Thema.
Summary
Simple without bounds and boundless simple Travelling in Germany shall be simple without bounds and boundless simple by using the e-ticket. For this reason, an interoperable electronic fare management has been standardized using the VDV-key application (VDV: Association of German Transport Undertakings). The main reason in doing so was to enable the customer travelling throughout Germany with only one ticket, initialized for the public local transport application and available on a portable data media. In most cases, customer-facing takes place by a self-service terminal as a man-machine interface; hence the standardized customer interface is to be seen as a main topic for the VDV-key application.
Dipl.-Wi.-Ing. Jochen Allgeier / Dipl.-Vw. Andreas Hemmersbach / Reinhard Nagel
Benchmarking und zwischenbetrieblicher Vergleich ►
Verein mit vielfältigen Aufgaben Unternehmenssteuerung, Standortbestimmung, Schwachstellenanalyse
Zusammenfassung
Mit dem zwischenbetrieblichen Vergleich (ZBV) verfügen die Vereinsmitglieder über sehr detaillierte, jährlich aktualisierte Branchenkenntnisse, die bedarfsweise durch gezielte Benchmarks zu aktuellen Themen des ÖPNV ergänzt werden. Eine anwenderfreundliche Software steht zur Verfügung und gewährleistet mit der schlanken Struktur des Vereins eine außerordentlich günstige Möglichkeit, über umfassende Informationen aus Unternehmen des ÖPNV in Deutschland und Österreich zu verfügen.
Summary
Benchmarking and comparative external analysis With the comparative external analysis (ZBV) the organisation members are in possession of a very detailed, annually updated industry knowledge, which can be completed through well targeted benchmarks of current topics of the public transport, as requested. An easy to handle user software is available and guarantees with its economic structure of the organisation an extraordinary favourable opportunity to use wideranging information from public transport companies in Germany and Austria.
Dipl.-Verw.wirt Peter Krämer / Dipl.-Biol. Robert Römer / Dr. rer. nat. Sigurd Neumaier
Flexibler Rufbus im Odenwaldkreis ►
Automatisiertes Datenmanagement für steigende Nachfrage
Zusammenfassung
Bedarfsgesteuerte Verkehre ermöglichen in ländlichen Regionen die Sicherstellung einer ausreichenden Verkehrsversorgung zu kostengünstigen Bedingungen. Die Erfahrungen mit dem Rufbus-System im Odenwaldkreis zeigen, dass sowohl bei den Fahrgästen als auch bei den Verkehrsunternehmen eine hohe Akzeptanz des Systems besteht. Ab einer bestimmten Nachfragehäufigkeit erfordert die Organisation eines solchen Systems die Unterstützung durch eine leistungsfähige Datenverarbeitungs- und Kommunikationsinfrastruktur. Die Programme der Faisy-Familie bieten hierzu im Bereich des Fahrplandatenmanagements, der Fahrtwunschbuchung, Disposition und Kommunikation die notwendigen Funktionalitäten.
Summary
Flexible bus on demand in Odenwald-county In the public transport systems in rural areas it is useful to offer customized forms of service in cases of low or varying demand. This provides a more economic transport service than the conventional regular bus traffic. This service on demand ensures a sufficient offer at favourable costs. Experience with the Rufbus-System (bus on demand) in the German region Odenwaldkreis shows that passengers as well as transport companies greatly accept this kind of service. If the demand reaches a certain level, the organisation of such a system requires an efficient IT and communication infrastructure. The Faisy-software offers the necessary functions for timetable management, booking of requested travels, disposition and communication.
Marketing
Dr. Dipl.-Psych. Marcel Hunecke / Dipl.-Ing. Armin Langweg / Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann
Symbolisch-emotionales Marketing für den Nahverkehr? ►
Möglichkeiten der Übertragbarkeit von Marketingkonzepten aus der Automobilindustrie auf den ÖPNV aus Experten- und Nutzersicht
Zusammenfassung
Das Forschungsprojekt Lernen vom Pkw hat überprüft, inwieweit sich die symbolisch-emotionalen Inhalte des Automobilmarketings auf ein Marketing für den ÖPNV übertragen lassen. Ein empirisch gestütztes Hauptergebnis dieser Analyse besteht darin, dass sich der ÖPNV an den eigenen Stärken orientieren sollte. In diesem Artikel werden Ergebnisse aus Gruppendiskussionen vorgestellt, die mit Nutzern und Nichtnutzern des ÖPNV durchgeführt worden sind.
Summary
Symbolic-affective marketing suitable for public transport The research project Learning from the automobile has investigated to what extent the symbolic-affective contents of the automobile marketing can be transferred to the marketing of public transport. One central empirical result of this analysis is that the public transport system should orient itself towards its own strengths. In the present article results from focus groups are presented, which were conducted with users and non-users of public transport.
Dipl.-Geogr. Nancy Neugebauer
Servicegarantien im ÖPNV ►
Analyse der bisherigen Angebote auf dem deutschen Verkehrsmarkt und Potenziale der Optimierung
Zusammenfassung
Im Zuge wachsender Forderungen auf verbraucherpolitischer Seite nach einer stärkeren Absicherung der Fahrgäste im Störungsfall bieten immer mehr Verkehrsunternehmen und -verbünde Servicegarantien an. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Untersuchung zu Konzepten und gesammelten Erfahrungen der Verkehrsanbieter in Deutschland vor.
Summary
Service guarantees in public transport As competition in public transport market increases and as there are political discussions about a better passenger protection in case of malfunction, more and more transport providers offer service guarantees. The article presents the results of a survey of existing concepts as well as experiences gained by transport operators in Germany.
Praxis
Norbert Backhaus
Kabelloses Signalübertragungssystem für Fahrzeugtüren
Dipl.-Ing. Ralf Waibel
Türsicherungssysteme in Bussen und Bahnen
Brigitte Harbarth
Sicheres Netz
Recht
Dr. jur. Gerrit Landsberg
Beförderungsbedingungen vor Gericht ►
BGH bestätigt Wirksamkeit der Übernahme von Regelungen aus der Verordnung über Allgemeine Beförderungsbedingungen
Zusammenfassung
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die von Verkehrsunternehmen und -verbünden aufgestellten Beförderungsbedingungen nicht gegen das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen können, soweit sie mit der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen übereinstimmen. Nicht geäußert hat sich der Bundesgerichtshof zu der Frage der Auslegung der einzelnen Regelungen dieser Verordnung. Daher dürfte die Diskussion insbesondere um die Zulässigkeit des Ausschlusses der Haftung für Verspätungen und Fahrtausfälle weiter anhalten.
Summary
Conditions of carriage on trial The Federal Court of Justice (Bundesgerichtshof, BGH) has ruled that the conditions of carriage set up by a transport company do not violate the regulations on general terms and conditions for civil law contracts as long as they comply with the Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen (VOABB). However, the BGH has not given an opinion to the question of interpretation of the terms of the VOABB in detail. Therefore the discussion about the legitimacy of the exclusion of liability for delays and cancellations will continue.
Technik
Andreas Schwilling / Tobias Schönberg
Weltweite Wachstumsperspektiven von U-Bahnen und Light Rail ►
Analyse des schienengebundenen Stadtverkehrs auf Basis einer UNIFE-Studie zum weltweiten Bahntechnik-Markt
Zusammenfassung
Light Rail und U-Bahnen stellen mit einem Weltmarktvolumen von etwa 13 Mrd Euro für Infrastruktur, Fahrzeuge, Signaltechnik, Services und Systemprojekte einen beachtlichen Teil des Marktes für Bahntechnik dar. Davon sind etwa 10 Mrd Euro für externe Anbieter zugänglich, der Rest wird durch die Verkehrsbetriebe selbst durchgeführt. Für diesen Markt wurde in einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants für die UNIFE, den Verband der Europäischen Bahnindustrie, ein reales Wachstum von jährlich ca. 3,0 bis 3,5 Prozent bis 2015 im Marktsegment Light Rail und jährlich 2,5 bis 3,0 Prozent für U-Bahnen prognostiziert. Der Artikel erläutert die Ergebnisse der Studie für die beiden Marktsegmente, beschreibt die unterschiedlichen Wachstumsperspektiven und erklärt die Methodik. Strategische Schlussfolgerungen für die Hersteller werden ebenfalls gezogen.
Summary
Worldwide growth perspectives of Metros and Light Rail With a total world market volume of about 13 billion Euro for infrastructure, rolling stock, rail control and services, Light Rail and Metros represent a significant part of the rail supply market. A volume of approximately 10 billion Euro is accessible, the remaining part is done in-house by metropolitan transport companies. In a study on behalf of UNIFE, the European Association for the railway supply industry, Roland Berger Strategy Consultants has forecasted a real, average growth of 3.0 to 3.5 per cent per year until 2015 for Light Rail and of 2.5 to 3.0 per cent for Metros. The article illustrates the results of the study for both market segments, describes the different growth perspectives by regions as well as product groups and explains the forecasting methodology. It also draws strategic conclusions for the industry.
Verkehrsplanung
Dipl.-Ing. Bernhard Kohaupt / Dipl.-Ing. Armin Schulz
Unbehinderte Mobilität in Hessen ►
Leitfaden für Planung und Bau barrierefreier Verkehrsanlagen
Zusammenfassung
Die Bereitschaft zur Umsetzung barrierefreier Planungen im öffentlichen Verkehrsraum ist merklich gestiegen. Unterschiedliche Anforderungen von Geh- und Sehbehinderten sowie vor allem das Fehlen einer einheitlichen Systematik haben jedoch zu Unsicherheiten beim Planentwurf und teilweise gegensätzlichen Umsetzungen in den Städten und Gemeinden geführt. Mit Herausgabe des Leitfadens Unbehinderte Mobilität wird nun von der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung ein Orientierungsrahmen für einheitliche Standards vorgegeben. Besonders hervorzuheben sind einerseits der verkehrsmittelübergreifende Ansatz mit dem Ziel, durchgängige Wegeketten zu schaffen, und andererseits die Darstellung von Lösungsvorschlägen für stufenfreie ñ aber auch für Blinde sichere ñ Querungsstellen.
Summary
Non-handicapped mobility in Hessen The interest in barrier-free planning in terms of the public transportation system has increased considerably. However, different requests of handicapped and visually impaired people and particularly, the non-existence of a standardized system have led to some instability in the project concept and, partially, to an oppositional realisation process in towns and communities. By issueing a handbook for handicapped people using public transport services, the street and transportation administration of the German federal state Hessen provided a guideline for a standardization process. Especially to be emphasized is the approach to provide a wide range of transportation possibilities and trying to develop a constant supply chain and the presentation of solutions for crossing points without steps or barriers, but also safe for visual handicapped persons.
Dr. Norbert Reinkober / Dipl.-Ing. Uwe Grimsehl / Dipl.-Ing. Günter Köhler / Dipl.-Ing. Michael Willems
Verknüpfungspunkt Weiden West: Ein Kölner Erfolgsmodell? ►
Eine erste Bilanz nach einem Jahr Betrieb des S-Bahn/Stadtbahn-Umsteigebahnhofs
Zusammenfassung
Pünktlich zum Sommer-Fahrplanwechsel und zur Fußball-WM nahm der S-Bahn-Haltepunkt Köln-Weiden West am 28. Mai 2006 seinen Betrieb auf. Hier wird deutlich, wie durch hohes Engagement aller an der Realisierung Beteiligten ein Knotenpunkt mit großer Bedeutung innerhalb von nur drei Jahren entstehen konnte. Der Beitrag beleuchtet, inwieweit dieser neue Verknüpfungspunkt zwischen S-Bahn und Stadtbahn ein Erfolgsmodell ist und ob nachhaltige Erschließungseffekte für den Westen Kölns erzielt wurden.
Summary
The link-up point Weiden West: A successful achievement? On May 28th, 2006, just in time for the world cup and the changing to summer schedule, the suburban railway stop Cologne-Weiden West started operations. Through high commitment of all project members this important railway connection has been built within only three years. This article highlights to what extent this new link-up point has been a successful achievement. Furthermore this report examines whether this connection has created lasting benefit in developing the West of Cologne.
Dipl.-Verkehrs-Betr.wirt (FH) Timo Henes / Dipl.-oec. Jürgen Burmeister
Wege zu einem attraktiven ÖPNV in dünn besiedelten Räumen ►
Nachfrage- und Erlöseffekte von Angebotsverbesserungen am Beispiel des Landkreises Cochem-Zell
Zusammenfassung
Wie in anderen Landkreisen war auch im Kreis Cochem-Zell das Nahverkehrsangebot bis in die frühen neunziger Jahre insbesondere auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Fahrten für andere Kundengruppen wurden kaum angeboten. 1991 beschloss der Kreis die Erstellung eines Nahverkehrskonzeptes, dessen Umsetzung ab 1995 erfolgte. In Zusammenarbeit mit der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft wurde das Angebot in den Folgejahren nachfrageorientiert erweitert und beworben. Da infolge des verbesserten Angebotes auch die Nachfrage stieg, konnten weitere Fahrplanerweiterungen erfolgen. Unter dem Strich sind Nachfrage und die daraus erzielten Fahrgeldeinnahmen so gestiegen, dass der Kreis trotz der Erweiterung des Angebotes seine Zuschussleistungen an die RMV Jahr für Jahr verringern und 2006 sogar ganz einstellen konnte.
Summary
Possibilities for an attractive public local transport in sparsely populated areas Until the beginning of the nineties, like in many other German counties, the offer of short distance transport in the Cochem-Zell area was mainly focused on pupils. There was hardly any offer of transport possibilities for other customers. In 1991, the county developed a concept for short distance traffic which was realised from the beginning of 1995. In co-operation with the company Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft, the offer has been expanded and advertised on request. Due to the improved transportation service, there was even an increase in demand, so an expansion in schedules took place. Finally, as demand and hence fare income increased considerably, the county was able to reduce its subsidies to the RMV and even stop it in the year 2006.
Verkehrspolitik
Dr.-Ing. Andreas Kossak
Erfolgsmodell mit Schönheitsfehlern ►
Fehlentwicklungen in der Umsetzung von Regionalisierung und Liberalisierung im ÖPNV
Zusammenfassung
Die Rahmenbedingungen des ÖPNV in Deutschland haben sich seit Anfang der 1990er-Jahre durch Regionalisierung und Liberalisierung erheblich geändert. In jüngster Zeit sind Entwicklungen dazu gekommen oder konkret absehbar geworden, die zusätzlich von beträchtlichem Einfluss auf den ÖPNV-Markt sind oder sein werden: Die Verknappung der öffentlichen Mittel und der soziographische Wandel. Ziel der Reformen war es nicht zuletzt, für externe Veränderungen, wie sie sich nunmehr vollziehen, bestmöglich gewappnet zu sein. Fehlentwicklungen in ihrer Ausformung und Umsetzung haben jedoch dazu geführt, dass das in vieler Hinsicht nur eingeschränkt der Fall ist; dadurch wird die Wirkung des ÑErfolgsmodellsì erheblich gemindert und teilweise sogar konterkariert.
Summary
Model of success with deficiencies The boundary conditions of public transit in Germany have changed substantially since the early 1990ies ñ caused by the so called Regionalisation und the Liberalisation. Most recently additional changes took place and are to be expected respectively: The reduction of subsidies and the socioeconomic changes. Subject of the reforms have been not at least to be best possible prepared for such changes. However, deficiencies in interpreting and realizing the reforms resulted ñ and are still resulting ñ in numerous restraints in this regard. By that, the effectiveness of the ñ basically successful ñ reforms is reduced to a reasonable amount.
Wirtschaft
Cand-Ing. Nils Laschinsky / Dipl.-Verkehrsw. Steffen Meißner
Einnahmenaufteilung in Verbünden gestalten und verhandeln ►
Der Trend geht zu nachfrageorientierten Verfahren
Zusammenfassung
Der Artikel zeigt die Dominanz nachfrageorientierter Einnahmenaufteilungen gegenüber anderen Verfahren anhand einer empirischen Studie. Es werden Lösungsansätze zur Optimierung dieser Verfahren vorgeschlagen, wobei neben stichprobentheoretischen Ansätzen auch auf Fragen der Verhandlungsführung eingegangen wird.
Summary
How to arrange and negotiate the associationís income appropriation This article refers to an empirical study which reveals the dominant system of appropriation on demand for municipal incomes in contrast to other existing systems. Some approaches to optimize these systems are listed as well as some information referring to the conduct of negotiation within the implementation period is given.
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