Alba Fachverlag, BestNr. nv200709
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Der Nahverkehr, Heft 9/2007
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Prof. Dr.-Ing. e.h. Hans-Olaf Henkel
Wichtiger Standortfaktor
Betrieb
Dipl.-Kfm. techn. Christophe C. Fondrier
E-Ticketing: Der gemeinsame Weg von der Theorie zur Praxis ►
Die praktische Umsetzung der VDV-Kernapplikation
Zusammenfassung
Die Technik des (((e-Ticket ist definiert. Nun müssen die vertraglichen Regelungen und organisatorischen Konzepte eingeführt und fortlaufend verfeinert werden. Zu den Kernaufgaben der VDV-Kernapplikations- GmbH & Co. KG gehören daher Abstimmung der Ziele, Begeisterung von Mitarbeitern, Überzeugung des Top-Managements, Vertrauensbildung, Zusammenführung und Zusammenhalten der Teilnehmer. Die geschlossene Unterstützung durch das VDV-Präsidium und viele Verkehrsunternehmen und Verbünde sowie das vom BMVBS aufgelegte Förderprogramm als Beitrag zur Einführung des elektronischen Fahrgeldmanagements auf Basis der Kernapplikation helfen hierbei.
Summary
E-Ticketing: The way together from concept to realisation Following the definition of the (((eTicket technology, organisational and contractual provisions remain to be introduced and refined. Consequently, the core responsibilities of the VDV Kernapplikations GmbH & Co. KG include the coordination of goals, the motivation of personnel, the conviction of top management, confidence building and consolidation of participants. The signalised unanimous support of the VDV-Presidium and numerous public transport companies and their associations as well as the support programme of the German Federal Ministry of Transport, Building and Urban Affairs will push the introduction and promotion of elctronic ticketing on the basis of the German core application forward.
Dr.-Ing. Angelika Klein
Qualitätssicherung im ÖPNV ►
Eine neue Herausforderung (nicht nur) für die Aufgabenträger
Zusammenfassung
Der Nahverkehrsmarkt ist geprägt durch Reformen der Organisations- und Finanzierungsstrukturen, insbesondere durch die Trennung von Besteller- und Erstellerfunktion. Das Produkt ÑÖffentlicher Nahverkehrì steht dabei in einem besonderen Dreiecksverhältnis zwischen Kunden, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema Qualitätssicherung immer mehr an Bedeutung und stellt die Aufgabenträger vor neue Herausforderungen.
Summary
Quality management in public transport The local public transport market is affected by structure reforms in organisation and financing, particularly because of the responsibility division of purchaser and originator. Thus the product ëlocal public transportí is positioned in a triangle meaning customer, transport company and responsible authority. With the actual situation, quality management becomes more and more important and rises to a challenge for the responsible authorities.
Dr. oec. Caroline von Kretschmann / Melanie Frowein
Widerstände als Chance ►
Vom richtigen Umgang mit Widerstand bei Veränderungsprozessen
Zusammenfassung
Der ÖPNV-Markt steht vor der Herausforderung, den sich wandelnden rechtlichen, ökonomischen und politischen Anforderungen gerecht zu werden. ÖPNV-Unternehmen, Aufgabenträger und Regieunternehmen reagieren mit zahlreichen Veränderungsinitiativen. Diese können Ängste auslösen: Vielfach führt Widerstand zum Scheitern von Veränderungsprozessen. Wenn sie scheitern, dann aber häufig nicht an Widerständen selbst, sondern am falschen Umgang mit diesen.
Summary
Resistance as a chance The public local transport market is faced with the challenge to come up to the altering legal, economical and political requests. The public local transport companies, responsible authorities and controlling companies react to these requests with numerous alteration initiatives though releasing different fears. However, resistance often fails the alteration processes; not due to the resistance itself but to the wrong handling.
Marketing
Dipl.-Geogr. Stefan Weigele / Dipl.-Vw. Christian Grotemeier / Thomas Krautscheid, M. A.
Welche Faktoren bestimmen den Erfolg von ÖPNV-Tarifsystemen? ►
Ergebnisse einer bundesweiten Studie
Zusammenfassung
Aufgrund der rückläufigen, staatlichen Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs kommt der erlösoptimalen Gestaltung von Tarifsystemen eine hohe Bedeutung zu. BSL Management Consultants haben zusammen mit dem Qualitätsforschungsinstitut Quotas in einer bundesweiten Studie die zentralen Erfolgsfaktoren von ÖPNV-Tarifsystemen untersucht. Im Rahmen eines Panels wurden hierzu mehr als 2500 Kunden und Nichtkunden aus elf Verkehrsverbünden befragt. Die Studie zeigt, dass neben der Ausgestaltung der Tarifsysteme, die Tarifkommunikation ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.
Summary
Which factors determine the success of fare systems in public transport? Due to declining public funds for public transport systems the design of fare systems becomes more and more important. Together with the quality research institute Quotas BSL Management Consultants has undertaken a market survey on the key success factors for fare systems in public transport. Therfore more than 2,500 users and non-users from eleven transportation assiciations were interviewed. The study shows that beside the design of the fare system the communication is an essential success factor that needs to be improved substantially at several transportation associations.
Jutta Kepper
Ein Jahr Fünf-Minuten-Garantie ►
Sind die Kunden in Nordhessen seitdem zufriedener?
Zusammenfassung
Seit einem Jahr erhalten ÖPNV-Nutzer in Nordhessen schon bei fünf Minuten Verspätung am Zielort ihr Fahrgeld zurück. Die Erfahrungen des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) mit seiner Kundengarantie sind in vielerlei Hinsicht positiv: bei einer Beschwerdequote von 0,009 Prozent und Auszahlungsbeträgen an unzufriedene Kunden, die sich hochgerechnet auf jährlich zirka 0,14 Prozent der Fahrgeldeinnahmen belaufen.
Summary
One year customer service guarantee For over a year now, passengers in North Hessen can get a full refund for being just 5 minutes too late at their destinations. The experience of the Nordhessischen Verkehrsverbund (North Hessen Public Transport Authority) with its Customer Guarantee is generally very positive: with a complaints level of 0,009 per cent and a total payout to dissatisfied customers on the region of 0,14 p.c. of ticket income.
Personalwirtschaft
Prof. Dr.-Ing. Rainer König / Dipl.-Ing. Beate Lux / Dipl.-Kfm. Robert Roch
Rationalisierung durch Steuerung der Fahrdienstproduktivität ►
Controllingansatz und Sensitivitätsanalyse der
Dienstplanungsparameter bei den Dresdner Verkehrsbetrieben
Zusammenfassung
Die Steuerung der Fahrdienstproduktivität ist eines der Schlüsselelemente zur nachhaltigen Rationalisierung der Nahverkehrsunternehmen und dient damit der Erlangung oder dem Erhalt einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur. Voraussetzung dafür ist ein strukturierter und planbarer Controllingprozess. Im Rahmen des Rationalisierungsprozesses ist es zielführend, unabhängig vom Betriebsgeschehen die Potenziale angedachter Maßnahmen zur weiteren Gestaltung der Fahrerproduktivität über externe Sachverständige prüfen zu lassen.
Summary
Rationalisation by control of productivity of the driving staff
The control of productivity of the driving staff is one important factor for a sustainable economisation of a public transportation company. So it acts to the attainment or preservation of a competitive cost structure. Condition precedent is a well regulated financial and process controlling. Within the rationalisation process it is the way to success to analyse the potentials of measures which should improve productivity of the driving staff by an independent consultant. Further it is important to consider qualitative points of the shift planning to avoid negative feedback within the controlling parameter.
Praxis
Patrick Kaufmann
Flexibel: Gleisanschlusskasten für elektrische Schienenanschlüsse
Technik
Dr.-Ing. Werner Marx
Mit Disco-Abteil und Lounge: Der neue Regionalzug Protos ►
Fahrgastbetrieb startet im September in den Niederlanden
Zusammenfassung
Mit dem Protos wurde von der FTD Fahrzeugtechnik Dessau AG eine Triebfahrzeugfamilie entwickelt, die auf die Anforderungen der Personenverkehre im Regionalbereich mit einer maximalen Fahrgeschwindigkeit von 160 km/h zugeschnitten ist. Das modulare Konzept erlaubt die Bildung durchgängiger Triebzüge mit autarken Triebwagen, die aufgrund der verteilten Antriebsanlagen unabhängig von der Triebzuggröße konstante Fahrleistungen erbringen. Für eine erste Bestellung befinden sich derzeit fünf Doppeltriebzüge für den elektrischen Betrieb in den Niederlanden in der Fertigung in Dessau.
Summary
With disco-compartment and lounge: New regional trainset Protos Protos is a family of multiple units, which is designed and developed at FTD Fahrzeugtechnik Dessau AG to fit the requirements for operation in regional transport with a maximum speed up to 160 km/h. The modular concept allows to equip the Protos with different traction systems, different floor heights and variable interiors. Basis of the modular concept are self powered railcars to build trainsets of individual length with constant traction performance. As a first order five two-car trainsets for operation as electrical multiple unit in the Netherlands are manufactured in Dessau at the moment.
Dipl.-Ing. (FH) Andreas Haseloff
Doppelgelenk- und Niederflurbus: Tendenzen im chinesischen Markt ►
Bericht zur Fachmesse China Commercial Vehicles CCV 2007
Zusammenfassung
Der schnell wachsende chinesische Busmarkt bietet eine vielfältige Produktpalette an Fahrzeugen die auch für den europäischen Betreiber kostengünstige Alternativen darstellen könnten. In diesem Bericht zur Fachmesse CCV 2007 sollen deshalb noch einmal eine Auswahl an neuen Bus-Modellen, verwendeten Technologien sowie allgemeine Entwicklungstrends vorgestellt werden. Neben Experimenten mit Doppelgelenkfahrzeugen konzentriert man sich in China nun auch verstärkt auf Fortschritte speziell in der Antriebstechnik.
Summary
Double articulated buses und low floor: Development trends in the Chinese bus markt The fast growing Chinese bus market offers a variety of new bus models which could be an imaginable option also for European operators. The CCV 2007 Beijing expo report introduces a selection of Chinese bus models and itís technologies as well as general development trends in local public transportation. Beside promising experiments with
bi-articulated vehicles, China is now also increaslingly focusing on applying latest engine and powertrain technology.
Verkehrsplanung
Cand-Ing. Christian Blome / Dipl.-Ing. Fabian Walf
Insellösung oder Integration: Was wird aus der Kanzler-U-Bahn? ►
Vorschlag für die Integration der U55
in das Netz der Berliner U-Bahn
Zusammenfassung
Die als ÑKanzler-U-Bahnì bekannt gewordene kurze U-Bahn-Strecke im Berliner Regierungsviertel stellt eine betriebsfertige U-Bahn-Infrastruktur dar, die auf eine sinnvolle Nutzung wartet. Die Diskussion um Art und Weise sowie Finanzierung der Anbindung dieser als U55 bezeichneten Strecke dominiert seit Jahren die lokale verkehrspolitische Diskussion. Der Beitrag stellt eine in betrieblicher und verkehrlicher Hinsicht vorteilhafte Alternative zur bislang diskutierten U55-Anbindung vor: Eine Verbindungskurve U55-U6 würde eine sinnvolle Integration in das Netz der Berliner U-Bahn ermöglichen.
Summary
Local solution or integration: What will happen to the Chancellor line? The short underground track, known as the ëChancellor lineí in the Berlin government quarter, presents an infrastructure ready-for-use and is waiting for an expedient usage; as it has been ñ until now ñ idle and isolated from the remaining underground system. How to use the U55 and finance its connection has been a leading topic of all local discussions referring to transportation policy throughout the years. This article presents an alternative for the U55 connection: advantageous for both parties, operation and transportation. A junction curve U55-U6 would allow an expedient integration to the Berlin underground net.
Dipl.-Ing. Jochen Schulz / Dipl.-Oek. Dennis Fiedel
Neue Stationen: Gewinn für Fahrgäste und das SPNV-System ►
Erfolgreiche Bahnhofseröffnungen in Schleswig-Holstein
Zusammenfassung
An den sechzehn seit dem Jahr 2000 in Schleswig-Holstein neu eröffneten Bahnstationen steigen werktags 3800 Menschen ein und aus, wovon rund ein Viertel vom Auto auf den Zug umgestiegen ist. Dadurch vermeiden sie in Schleswig-Holstein jährlich rund 300000 Autofahrten von durchschnittlich 40 km Länge. Die Zahl der Ein- und Aussteiger liegt mit werktags 3800 deutlich über der Prognose von 2600 Ein- und Aussteigern.
Summary
New railway stations: Benefits for passengers and the railway system The opening of sixteen new railway stations in Schleswig-Holstein since 2000 has seen passenger numbers rising to 3,800 during weekdays. With around a quarter of passengers now opting to travel by train instead of by car, this represents an annual reduction of approx. 300,000 car journeys averaging 40 km each in Schleswig-Holstein. Weekday passenger numbers are significantly above the estimated forecast of 2,600 passengers.
Prof. Dr.-Ing. Harald Kipke / Dipl.-Ing. Georg Kern
Der letzte Fahrgast? ►
Demografie und Prognosen für den
Öffentlichen Verkehr mit Beispielen aus der Region Nürnberg
Zusammenfassung
Die häufig zu hörende Argumentation, der demografische Wandel führe zu verschlechterten Voraussetzungen für den ÖPNV ist anhand der bisherigen Entwicklung der Fahrgastzahlen nicht generell begründbar. Die öffentlichen Verkehrsmittel weisen seit zehn Jahren Zuwachsraten auf, die dem demografisch zu erwartenden Trend entgegenstehen. Es ist zu vermuten, dass ein großer Anteil des Fahrgastzuwachses im ÖPNV auf freiwillige und erzwungene Verhaltensänderungen zurückzuführen ist. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten sollte der Ausbau der öffentlichen Verkehrssysteme keinesfalls mit der ÑHoffnungì auf sinkende Fahrgastzahlen von der Politik wegdiskutiert werden.
Summary
The last passenger? The frequent used argument, demographic change would cause declined conditions for the local public traffic, is not to be justified generally with the development of the rider-ship. Since ten years, public means of transport have shown a rate of increase, being opposed to the demographic trend to be expected. One assumes that a large part of the increased passenger rate is due to voluntarily or impelled changes in behaviour; including also the choice of the residence. The availability of cheap fossil energy should cease to exist in the near future. With increasing energy costs, the extension of the public transport systems should not be argued away from politics and the Ñhopeì of a lowering rider-ship.
Verkehrspolitik
Dipl.-Soz.wirt Stefan Heimlich / Dipl.-Pol. Oliver Mietzsch
Wo steht der Nahverkehr 2009? ►
Ein Rückblick aus der Zukunft
Zusammenfassung
Mit der Beschlussfassung des Europäischen Parlaments und der Zustimmung des Ministerrates zur neuen ÖPNV-Verordnung für Vergabe und Finanzierung von ÖPNV-Leistungen im Sommer 2007 wird ein grundlegender Reformprozess des deutschen Rechtsrahmens für den ÖPNV unausweichlich. Die Autoren betrachten die aus ihrer Sicht notwendigerweise umzusetzenden Änderungen retrospektiv aus der Perspektive des Jahres 2009.
Summary
Public transport in the year 2009 After the European Parliament and the Council have decided in the summer of 2007 to set the new Public Passenger Transport Regulation in force the German regulatory framework ought to be adapted. In this essay the authors outline a desirable new law called MobilG from a retrospective view of the year 2009.
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