Alba Fachverlag, BestNr. nv200712
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Der Nahverkehr, Heft 12/2007
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Dipl. Kfm. Günter Elste
Herausforderungen für die 2. Halbzeit
Betrieb
Obering. Dr.-Ing. Volker Deutsch / Udo Hüttebräucker
Mini-Buszug in Leichlingen: Erfahrungen und eine erste Bilanz ►
Zugkombination Mercedes-Benz Sprinter mit Hess-Anhänger im Einsatz bei dem Verkehrsbetrieb Hüttebräucker
Zusammenfassung
Der Verkehrsbetrieb Hüttebräucker setzt seit Dezember 2005 eine 12,8 m lange Zugkombination im Fahrgastbetrieb ein. Die Zugkombination besteht aus einem Mercedes-Benz Sprinter in Niederflurbauweise und einem Anhänger des Schweizer Herstellers Hess. Die Erkenntnisse zeigen einen sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb des Mini-Buszugs ohne besondere Vorkommnisse. Darüber hinaus konnten die Betriebskosten ohne Komforteinbußen für die Fahrgäste gesenkt werden.
Summary
Sprinter combined with a trailer in Leichlingen Experiences and first results Since December 2005, the transport company Verkehrsbetrieb Hüttebräucker has been using in public transport service a low-floor Mercedes-Benz Sprinter combined with a trailer of the Swiss manufacturer Hess. The length of this coupled combination is about 12.8 m. The results so far show a safe and smooth running of the overall operations. Furthermore, it was possible to reduce the operating costs without loss of comfort for the passengers.
Dietmar Götze / Dr. Matthias Müth / André Neiß
Sicherheitslage im Nahverkehr professionell untersuchen ►
Umfassende Sicherheitsanalyse hinsichtlich Gefahren
durch Terrorismus und Schwerstkriminalität in Hannover
Zusammenfassung
Nach den verheerenden terroristischen Anschlägen auf öffentliche Nahverkehre in Europa haben UITP und UIC in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgerufen, die Verwundbarkeit öffentlicher Verkehrssysteme zu untersuchen. Die Hannoveraner Unternehmen üstra und protec haben gemeinsam mit der Hamburg-Consult eine umfassende Sicherheitsanalyse hinsichtlich Gefahren durch Terrorismus und Schwerstkriminalität durchgeführt. Der Beitrag beschreibt die dabei angewandte Methode, mit der gewährleistet wurde, dass die Erkenntnisse umfassend, systematisch und analytisch klar waren. Nur so lässt sich die solide Basis für eine belastbare Sicherheitsarchitektur begründen.
Summary
Professional analysis of safety situations in public transport UITP and UIC have called upon their members to analyse the vulnerability of their systems, after the terror-attacks on European public transport systems. Hannover uestra and protect, together with Hamburg-Consult have jointly conducted such a comprehensive assessment regarding threats of serious crime and terrorism. This article describes the methodology applied for conducting the analysis, which ensured that the results produced are comprehensive, systematic as well as analytically clear. This constitutes the solid base for a reliable security-architecture.
Literatur
Dr. Dipl.-Psych. Marcel Hunecke
Welches Bild vom öffentlichen Verkehr
Personalwirtschaft
Dipl.-Geogr. Norbert Bolln / Peter Kricke / Dr. Ferenc Páradi / Dipl.-Kfm. Lutz Rösch
Besser lernen am Simulator ►
Stellwerkssimulation optimiert Fahrdienstleiter-Ausbildung bei der BVG
Zusammenfassung
Für die bedarfsorientierte Ausbildung des Stellwerks- und Fahrpersonals werden zunehmend Simulationssysteme eingesetzt. Der Beitrag stellt die Vor- und Nachteile der klassischen Ausbildung von Fahrdienstleitern vor und zeigt, welche Ziele mit der Einführung einer Stellwerkssimulation für die Fahrdienstleiter-Schulung der Weichensteller verfolgt werden. Aufgezeigt wird, wie der Einsatz einer LISI-Simulation zu einem realitätsnahen Training führt, die stellwerks- und bedientechnischen Qualifikationen verbessert und die Handlungssicherheit durch systematisches Störfall- und Notfalltraining deutlich erhöht. Das Stellwerkspersonal erlernt und vertieft so arbeitsplatzspezifische Qualifikationen. Mit der Verknüpfung von Stellwerkssimulation und Fahrsimulator wird erstmalig in Europa ein interaktives Trainingssystem für Fahrpersonal und Stellwerkspersonal geschaffen.
Summary
Better learning with simulation systems Interlocking simulation systems are increasingly used for demand-oriented training of interlocking staff and drivers. This article shows the advantanges and disadvantages of classic training of interlocking staff and demonstrates the targets pursued with the introduction of an interlocking simulation for the training of signalmen. It is shown that using
a LISI simulation leads to a realistic training, improves interlocking and operational qualifications and especially increases handling confidence by systematic malfunction and emergency training. Interlocking staff thus train and deepen their workplace specific qualifications. This combination of interlocking simulation and driver simulation establishes an interactive training system for train drivers and interlocking staff for the first time in
Europe.
Praxis
Johann Dumser / Nick Waldhör
Neues Messfahrzeug im urbanen Einsatzbereich
Ralf Lüdeking / Peter Götz
Optimierte Weicheninstandsetzung dank Herzstückauframpung
Dipl.-Ing. Ralf Waibel
Elastomere und der Brandschutz
Birte Posch
Resistente Bequemlichkeit: hochwertige Spezialstoffe für die Deutsche Bahn
Recht
Dipl.-Verw.wirt Roland Batzill
Legenden und Tatsachen: Was bringt die neue EU-Verordnung? ►
Führt die neue Verordnung über öffentliche
Personenverkehrsdienste zur Ausschreibung
der deutschen Bus- und Straßenbahnverkehre?
Zusammenfassung
Die neue EG VO findet auch auf alle deutschen eigenwirtschaftlichen Verkehre Anwendung, da diese VO keine Bereichsausnahme mehr vorsieht. Hieraus ergibt sich, dass nach deren Inkrafttreten das Altmark-Urteil des EuGH auf diese Verkehre keine Anwendung mehr findet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Verkehre auszuschreiben sind, wenn sie nicht direkt vergeben werden können. Die Pflichten, die sich aus den Genehmigungen nach § 13 PBefG ergeben, sind keine gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen im Sinne der Begriffsdefinition welche die neue EG VO vornimmt. Deshalb können für diese Verkehre auch keine Dienstleistungsaufträge erteilt werden, da diese solche Verpflichtungen voraussetzen und auch zur Sicherstellung dieser Verkehre erforderlich sein müssen. Wenn aber kein Dienstleistungsauftrag erteilt werden kann und nur gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen aufgrund allgemeiner Vorschriften oder gesetzlicher Verpflichtungen vorliegen, kann auch keine Ausschreibung erfolgen, da die PBefG-Genehmigungen, zumindest nach Inkrafttreten der neuen EG VO, keine ausschließlichen Rechte einräumen.
Summary
Legends and facts: Demands of the new European Regulation It is argued that the new EG VO (European Regulation) also applies to all German commercially independent transport services, so-called eigenwirtschaftliche Verkehre, as this
VO no longer permits exceptions based on sector. After the new EU Regulation came into force, the Altmark judgement of the ECJ (European Court of Justice) no longer applies to these transport services. This does not mean that the transport services should be put out to competitive tender, if licences are not directly awarded, or cannot be directly awarded. The duties, arising from the permit described in section 13 PBefG, are not public service obligations in the legal sense defined by the regulation. Therefore, for commercially indepent transport systems, no service contracts can be awarded because they imply such duties and require the continuity of the service. If no contract can be awarded and only public services obligations exist as a result of gerneral directives or the law, no tendering can take place as the PBefG permission gives no exclusive rights.The latter is described in more detail and well reasoned.
Technik
Dipl.-Ing. (FH) Alexander Koch
19. Busworld in Kortrijk: Die Ñgrünereì Woche ►
Technologien zur Schadstoffreduktion standen im Mittelpunkt ñ ein Nachbericht zur belgischen Fachmesse
Zusammenfassung
Vom 19. bis zum 24. Oktober fand in Kortrijk die 19. Busworld statt. 25870 Besucher aus 110 Ländern besichtigten die Produkte von 54 Fahrzeugherstellern und 304 Zulieferern. Der Beitrag gibt einen Überblick über einige vorgestellte Modelle im Stadtbus-Bereich.
Summary
19th Busworld in Kortrijk: The Ñgreenerì week From the 19th to the 24th October the 19th Busworld took place in Kortrijk. 25870 visitors came to see the products of 54 bus manufacturers and 304 suppliers. This article gives a summary about some of the presented buses for local traffic.
Dipl.-Ing. Jürgen Sember / Dip.-Ing. Oliver Heisel
Rollstuhlgerechter Zugang zur Tram mit Klapprampe statt Hublift ►
Stand und zukünftige Umsetzung der Barrierefreiheit in Berlin
Zusammenfassung
Mit der Neubeschaffung von Fahrzeugen bei der Berliner Straßenbahn ab dem Jahr 2008 wird eine neue Lösung für den barrierefreier Zugang für Rollstuhlfahrer Einzug halten. Als technisches Hilfsmittel für den Zugang von Rollstuhlfahrern ohne direkte Hilfe an den unterschiedlichen Haltestellensituationen in Berlin werden nicht mehr Hublifte eingesetzt, sondern eine von der Firma Schließ- und Sicherungssysteme (S&S) Mühlhausen und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) entwickelte mechanische Klapprampe als Kassettenlösung.
Summary
Barrier-free access for wheelchair users with folding ramp instead lift From 2008, with the procurement of new tram cars, Berlin will offer a new solution for barrier-free access for handicapped persons. Due to the considerably larger space for disabled passengers, their entrance will be located at the second door. As a result of this change, two wheelchair users can use the new cars at the same time. The technical support for the entrance without assistance from other persons is a mechanical folding ramp as a modular solution, instead of electric lifts used today. The new folding ramp is a common development of the Schließ- und Sicherungssysteme Mühlhausen.
Verkehrsplanung
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Thomas Mau / Dipl.-Ing. Gunnar Polzin / Dipl.-Kfm. (FH) Maik Tschentschel, MBA / Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christoph von Nell
Planung und Finanzierung der Stadt-Regional-Bahn Kiel ►
Projektrealisierung als Öffentlich-Private Partnerschaft
Zusammenfassung
Die Einführung einer Stadt-Regional-Bahn Kiel ist verkehrlich, technisch und organisatorisch umfassend untersucht worden. Das Projekt hat eine Schlüsselstellung für die zukünftige Verkehrsentwicklung der Landeshauptstadt Kiel und der Region. Mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von 2,2 in der Standardisierten Bewertung ist das Gesamtprojekt förderfähig. Durch eine Realisierung als Öffentlich-Private Partnerschaft können die Kosten um 15,5 Prozent gegenüber einer konventionellen Realisierung optimiert werden.
Summary
Strategy and finance of a tram-train in Kiel The implementation of a tram-train in the region of Kiel has carefully been analysed in terms of traffic as well as of technical and organisational aspects. This project has a key position for the future transport development of Kiel and the district. With a cost-benefit factor of 2.2, according to a standard valuation parameter, the overall project is elligible. Furthermore, due to the realisation of a public-private partnership, a cost optimisation of 15.5 p.c. has been calculated in comparison to a conventional realisation.
Dipl.-Verkehrswirtsch. Ulrike Münzner / Dipl.-Psych. Katrin Dziekan
Neu in der Stadt? Wie ÖV-Nutzer sich orientieren ►
ÖPNV-Erlebnisse, Kognitive Karten und Informationsstrategien von Austauschstudenten in Dresden ñ eine Befragung
Zusammenfassung
Mittels eines Fragebogens wurden 156 ausländische Austauschstudenten als typische Erstnutzer des ÖPNV in einer unbekannten Stadt befragt. Neben einer direkten Analyse von Problemfeldern, fand auch die Methode der kritischen Ereignisse (Critical incident technique) Anwendung. Weiterhin wurden Wissensfragen gestellt, um die kognitiven Karten zu eruieren, und es wurde erfasst, welche Informationsstrategien die Neulinge in der Stadt nutzten, um sich mit dem unbekannten ÖPNV-System zurecht zu finden.
Summary
New in town? How public transport users find their way By using a questionaire, 156 foreign exchange students, representing the typical first-time user of the public transport in a foreign city, have been surveyed. Besides the analysis of problem areas, the method of critical incident technique was applied. Furthermore, the students were inquired about their knowledge in order to find out mental maps. They also recorded the newcomersí information strategies to find their way within the unknown public transport system.
Verkehr/Umwelt
Dipl.-Geogr. Tanja Göbler / Sarah Gräber
Strategische Umweltprüfung wozu? ►
Ein neuer Bestandteil des Nahverkehrsplans 2008
der Region Hannover mit fokussierender Betrachtung der Monitoringmaßnahmen
Zusammenfassung
Nach dem Niedersächsischen Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung (NUVPG) müssen Nahverkehrspläne in Niedersachsen einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen werden, wenn der Schienenverkehr betroffen ist. Beim Nahverkehrsplan der Region Hannover 2008 wurde daher erstmalig für schienenrelevante Maßnahmen eine SUP (mit Monitoringmaßnahmen) durchgeführt. Dabei sind eine GIS-gestützte Datengrundlage sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche (Verkehr, Umwelt, Naturschutz etc.) von besonderer Wichtigkeit.
Summary
Why a strategic environmental assessment? According to § 9 of the NUVPG (Niedersächsisches Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung) a Strategic Environmental Assessment (SEA) has to be done for local traffic plans if rail traffic is affected. Therefore a SEA (including monitoring measures) has been carried out for the first time for the local traffic plan of Region Hanover 2008. A GIS-founded database as well as the cooperation of the different departments (Traffic, Environment, Nature Protection etc.) are highly important, to in the end, get a helpful and clear SEA.
Wirtschaft
Dipl.-Ing. Raimund Breuker / Dipl.-Kfm. Matthias Laise / Dipl.-oec. Monika Herkendell / Dipl.-Soz. Dieter Meisel
Vergütungssystem für Kooperationsverträge neu gestaltet ►
RVM und Partner wenden Wibera-Kalkulationsmodell zur Gewährleistung marktorientierter Preise für Anmietleistungen an
Zusammenfassung
Der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) hat mit privaten Verkehrsunternehmen die über eigene Liniengenehmigungen verfügten, Kooperationsverträge abgeschlossen. Um diese bisher erfolgreiche Kooperation auch unter dem primären Fokus der Kosteneinsparung fortzusetzen, wurde in einem Gemeinschaftsprojekt geprüft, ob die Kooperationsleistungen aktuell zu marktorientierten Preisen vergütet werden. Die Grundlage bildet das Wibera-Kalkulationsmodell, das auf detaillierten, unternehmensindividuellen Mengengerüsten und einem benchmark orientierten, für alle Kooperationspartner gültigen Wertgerüst basiert.
Summary
Draw up new compensation system for cooperation agreements The regional transport company Münsterland GmbH (RVM) has drawn up cooperation agreements with some private transport companies which were in possession of own licences. In order to continue this successful cooperation especially with the main focus on cost reduction, in a joint project was checked for the financial year 2006, whether all cooperation benefits are currently compensated in a market oriented way. As a basis serves the Wibera calculation model, predicated on detailed and company individual quantity structures as well as on a benchmark oriented value structure being effective for all cooperation partners.
Dipl.-Ing. Helmut Leuthardt / Volker Rahm
Buszüge: betriebswirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft ►
Ökonomisch-ökologische Untersuchung am Beispiel zweier Buslinien
Zusammenfassung
Anhand eines praktischen Beispiels werden in einer Vergleichsrechnung die betriebswirtschaftlichen und ökologischen Vorteile eines Buszuges zahlenmäßig dargestellt. Ausgehend von einem konkreten Linienbündel im Main-Kinzig-Kreis werden im ersten Schritt die beiden Varianten Ist-Zustand und die Alternative Buszug definiert. Im zweiten Schritt werden in einer Vollkostenrechnung die Kapitalkosten, die Personalkosten, die Material- und Energiekosten sowie die sonstigen Kosten ermittelt. Aus diesen Berechnungen werden die Differenzen der Platzkapazitäten, im Energieverbrauch und in den Jahresbetriebskosten aufgezeigt. Die Buszugvariante ist in diesen Komponenten gegenüber dem Ist-Zustand mit 15 bis 18 Prozent besser aufgestellt. Die Verminderung der Umweltbelastung durch NOx und CO2 beträgt ebenfalls rund 18 Prozent.
Summary
Coach trains and their economic and ecological advantages With the aid of a practical example the economic and ecological advantages of a coach train are shown in a comparative calculation. Both alternatives, the existing situation
and the alternative coach train are defined in the first step based on a concrete line
bundle near Frankfurt am Main. In the second step the capital costs, personnel costs,
material and energy costs as well as the other costs are determined in a full cost
accounting. These calculations show the differences in the place capacity, energy consumption and annual operating costs. It is shown that where these factors are concerned the alternative Ñcoach trainî is 15 to 18 p.c. better and more favourably than the existing situation. The reduction in the environmental impact by NOx and CO2 also amounts
to about 18 p.c.
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