Alba Fachverlag, BestNr. nv200801
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Der Nahverkehr, Heft 1-2/2008
Inhaltsverzeichnis
Kommentar
Professor Dr. Ing. Adolf Müller-Hellmann
Vernetzung des ÖPNV durch Telematik
Betrieb
Drs. Ing. Jozef A. L. Janssen
Chipkarte in den Niederlanden: Ihre Entwicklung und Einführung ►
Ein Vergleich zwischen den Niederlanden und Deutschland
Zusammenfassung
In den Niederlanden wird momentan ein elektronisches Fahrgeldmanagement auf Basis einer Chipkarte flächendeckend eingeführt. In diesem Aufsatz werden die Entwicklung und das Konzept der Chipkarte beschrieben. Außerdem werden einige Aspekte erläutert, die eng mit der Chipkarte verbunden sind. Dabei werden die wichtigsten Unterschiede zwischen deutschen und niederländischen Ansätzen bei Fahrgeldmanagement-Systemen präsentiert.
Summary
Chip cards in the Netherlands: Development and introduction At the moment chip cards are being introduced in public transport in the Netherlands nationwide. In this article the development and the concept of the chip card will be presented. Some aspects of the chip card will be described in detail. Finally, a global overview of the differences in chip card system approaches between Germany and The Netherlands will be given.
Manfred Novy / Ernest Neubauer
Transmobil: Interoperables Fahrgeldmanagement in Österreich ►
Standards und Realisierung anhand eines Piloten
Zusammenfassung
Der ÖPNV-Kunde soll zukünftig mit einer einzigen für den ÖPV initialisierten Applikation auf einem mobilen Trägermedium Österreichweit fahren können. Dieses Ziel erfordert das Vorhandensein von Standards für Österreich, was durch das Projekt Transmobil erreicht werden soll. In der ersten Projektstufe Transmobil 1 (TM1), wurden die Anforderungen an ein interoperables EFM in technischer, applikatorischer, organisatorischer und rechtlicher Sicht ausgearbeitet. Transmobil 2 (TM 2) soll, aufbauend auf den Ergebnissen von TM1, zur Erreichung einer Empfehlung für ein interoperables EFM in Österreich unter Beachtung europäischer Referenzlösungen (ITSO und VDV KA) und internationaler Standards, detaillierte Vorgaben für eine technische Umsetzung auszuarbeiten und die technische Machbarkeit in einem Piloten nachzuweisen.
Summary
Transmobil: Interoperable fare management in Austria In the future customers will realize journeys in public transport with a single application on a mobile supporting medium, which is initialised for public transport throughout Austria. This objective target demands the existence of Austrian standards, which shall be achieved by the project Transmobil. In the first project level, Transmobil (TM1), requirements are worked out on interoperable EFM, in technical, applicational, organisational and judicial view. Goal of project Transmobil 2 (TM2) is based on results of TM1, to achieve a commendation for an interoperable EFM in Austria, under attention of European reference solutions (ITSO and VDV KA) and international standards, to elaborate detailed specifications for technical conversion and verify technical feasibility in a pilot.
Dipl.-Kfm. Stefan Klöppel / Dipl.-Ing. Roland Suckrow / Dipl.-Ing. Christian Scheiter
Verkehrsleitung, Information und Abrechnung aus einer Hand ►
Verkehrsgesellschaft Oberhessen setzt auf LIAS
Zusammenfassung
Ziel der Entwicklung von LIAS Leit-, Informations- und Abrechnungssystem) war es, ein System zu realisieren, das für beide Busverkehrsarten (Linien- und Bedarfsverkehr) eingesetzt werden kann. Im Ergebnis wurde eine einheitliche Lösung sowohl im Fahrzeug als auch anwenderseitig realisiert. Anstelle fest eingebauter Bordrechner kommen handelsübliche Handys und Mobile Digital Assistants (MDA) der Business-Klasse zum Einsatz. Diese Geräte verfügen über einen integrierten GPS-Empfänger für die Ortung und unterstützen mit kostengünstigen Volumentarifen die mobile Datenübertragung über die GPRS-Dienste.
Summary
Dispatching, information and controlling in one single system The goal of the development of LIAS was to implement a system compatible for both types of bus traffic (regular services as well as on-demand/non-scheduled bus transport). This resulted in a uniform solution with regards to in-vehicle infrastructure as well as user handling. Instead of permanently installed on-board computers commercially available mobile phones, respectively business-class Mobile Digital Assistants are applied. These devices possess an integrated GPS-receiver for positioning purposes. Furthermore they support the mobile data transfer by means of GPRS-services with their cost-efficient rates for high volume utilization.
Literatur
Dr. Klaus-Albrecht Sellmann
Personenbeförderungsrecht Aktualisierungen des ÑBidingerì
Marketing
Ingrid Kühnel / Hans-Andreas Hoffmann
Flink und schnell mit Kolibri ►
Mit der Kolibri-Card ist die neue Generation des E-Ticketings beim Kreisverkehr Schwäbisch Hall angekommen
Zusammenfassung
Die Fahrgäste im Verkehrsgebiet der Kreisverkehr Schwäbisch Hall GmbH erleben täglich, wie einfach es der Verkehrsverbund seinen Fahrgästen macht: denn mit der KolibriCard wurde deutschlandweit erstmals nach dem Standard des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (Kernapplikation Stufe 3a) Check-in/Check-out mit automatischer Fahrpreisfindung umgesetzt. Die Umsetzung und die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Entscheidung für die ÑKAì richtig war.
Summary
Speedy by using the KolibriCard Every day, passengers in the traffic zone of the KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH find out how easy the transport association makes travelling for them: as with the KolibriCard an electronic fare management (check-in/check-out) has been established throughout Germany for the first time according to the standard of the Association of German Transport Undertakings (VDV)(core application level 3a). The implementation and first results confirm the decision for the VDV core application ÑKAì.
Dipl.-Betr.wirtin Susanne Strasser / Dr. Markus Haller / Dr. Hartmut Krietemeyer
Kundenpotenziale ausschöpfen ►
ÖPNV-Marktanteile und Zielgruppen für das Marketing im Großraum München
Zusammenfassung
Zur konzeptionellen Gestaltung seines Angebotes sowie zur Optimierung des Marketing-Mix-Einsatzes benötigt der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) ständig aktuelle Daten über den Mobilitätsmarkt im Großraum München. Mit Hilfe einer jüngst durchgeführten Analyse werden Marktdaten bereitgestellt, die einen Überblick über die derzeitige Markt-Situation des MVV geben und noch offene Potenziale für den MVV aufzeigen.
Summary
Indicating and using open potentials For the creation of its supply as well as for the continuous improvement of its marketing mix the Munich Traffic and Tariff Association (MVV) requires constantly topical data about the mobility market in the metropolitan area of Munich. By means of a recently carried out survey on the share of the market and potential analysis MVV obtained market data giving an overview of the present market situation and still indicating open potentials.
RA Sara Heinzen / Dipl.-Kfm. Holger Borberg
Potenziale der Bahnanbindung zum Flughafen Köln/Bonn ►
Erfolgreich durch unterstützendes Marketing der DB Regio NRW?
Zusammenfassung
Wurden die Erwartungen erfüllt, die in die Schienenanbindung des Flughafens Köln/Bonn gesetzt wurden? Die Prognosen über den Modal Split des Verkehrsaufkommens waren sehr optimistisch. Die Rahmenbedingungen am Flughafen erschweren die Erfüllung der prognostizierten Entwicklung. Gezielte Marketingmaßnahmen der DB Regio NRW haben den positiven Trend im SPNV am Köln/Bonn Airport nachhaltig unterstützt.
Summary
Potentials of railway connections to the airport Cologne/Bonn Could the anticipations, expected from the railway connection of the Cologne/Bonn Airport be realized? The prognostic profile of the modal split has been quite optimistic. However, the basic conditions presently established at the airport afflict the efforts of the anticipated expectations, though the positive trend towards further development was strongly supported from the present marketing activities of the DB Regio NRW.
Personalwirtschaft
Dr. rer. sec. Thomas Langhoff / Dipl.-Psych. Daniela Marino / Dipl.-Wirt.-Ing. Kai Beutler / Dipl.-Pol. Michael Weber-Wernz
Unternehmen demografiefest machen ►
Gestaltung des demografischen Wandels in Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs
Zusammenfassung
Der Beitrag stellt Ergebnisse des Projekts Innova dar. In diese Projekt sind erstmals für die Branche des ÖPNV tragfähige und repräsentative Altersstrukturdaten erhoben worden. Sie stellen die Grundlage für die Entwicklung von Konzepten und Instrumenten eines aktiven Alternsmanagements in den Betrieben dar. Beteiligt waren sechs Modellbetriebe. Zur Bewältigung und aktiven Gestaltung des demografischen Wandels wurden in Innova Instrumente und Vorgehensweisen erarbeitet.
Summary
Managing the demographic change The article shows results of a research project called Innova. For the very first time representative analysis data of age structures are ascertained and assessed in the branch. This provides a culture medium for developing concepts and tools for the age management in the pilot enterprises. Six enterprises were involved in the project. Especially in the key function group of drivers there will be quite higher rates, up to 60 and 70 per cent. In order to manage demographic change tools and procedures are developed.
Praxis
Marina Abbrederis
Stadtbus Buchholz setzt auf neueste Bordrechner und Anschlusssicherung
Recht
RA Thomas Hilpert
Fahrgastrechte im Bahnverkehr auf EU-Ebene neu geregelt ►
Was bringt die neue EU-Verordnung den Kunden? Was bedeutet sie für die Bahnunternehmen?
Zusammenfassung
Am 3. Dezember 2007 wurde im EU-Amtsblatt die neue Kundenrechteverordnung (EG) Nr. 1371/07 veröffentlicht. Der Beitrag erläutert die meist diskutierten neuen Regelungen der Verordnung und problematisiert Themen wie Reisekette, Bagatellgrenze, Zeitkarten sowie Haftung und Verschulden. Ferner zeigt er mögliche Spielräume für Ausweitungen, Einschränkungen und Anwendungen der Verordnung in Deutschland auf. Zum Schluss unterstreicht der Beitrag die Bedeutung der Infrastruktur für die Dienstleistungsqualität.
Summary
New EU regulation for rail passengersí rights On December 3rd, 2007, the new regulation on rail passengersí rights and obligations (EC) No. 1371/07 was published in the Official Journal of the EU. The article informs on the most discussed new regulations and argues the problems like travel chain, minimum claims limit, season tickets as well as liability and fault. Furthermore, it shows possibities for the extension, restriction and application of this regulation in Germany and finally, the article emphasizes the importance of the infrastructure for service quality.
Technik
Dipl.-Ing. Markus Omers
Elektronische Einstiegskontrolle von Chipkarten mit NFC-Handys ►
Pilotprojekt von Rheinbahn, Stadtwerken Remscheid und VRR
Zusammenfassung
Im August 2006 schlossen Rheinbahn, Remscheider Stadtwerke, VRR und Telefunken ID-Systems einen Kooperationsvertrag, um NFC-Handys als Geräte für die automatisierte elektronische Einstiegskontrolle in einem Pilotversuch zu erproben. Es ist geplant, im Frühjahr 2008 erforschen zu lassen, wie die neue Form der Einstiegskontrolle bei Fahrgästen und Fahrpersonal ankommt.
Summary
New ways of controlling access with NFC mobiles In August 2006 Rheinbahn, Remscheider Stadtwerke, VRR and Telefunken ID-Systems concluded a cooperation agreement to test the suitability of NFC mobiles as an automatic access control system in a pilot project. A survey of the passenger and crew acceptance of this new form of access control is planned for spring 2008. It is the first technology based ticket control system at a vehicle entrance in the entire VRR area.
Peter Wolfgang Berndt
Nachtaktiver und leistungsstarker Staubsauger für Wiener U-Bahn ►
Stark wie 300 Haushaltsstaubsauger hält der neue
Riesenstaubsauger der Wiener Linien die Gleise sauber
Zusammenfassung
Speziell für die Wiener Linien entwickelt und gebaut, hält ein Staubsaugerfahrzeug die Strecken und Stationsbereiche des U-Bahn-Netzes sauber. Nachts fährt der leistungsstarke Staubsauger das Netz ab und beseitigt den weggeworfenen Abfall.
Summary
A night-active and gigantic dust bag for Viennaís tube Made-to-measure for the ÑWiener Linienì, a gigantic dust bag keeps clean the route and the areas of the stations of the tube. The powerful dust bag sets off the net and disposes of the thrown away litter at night. A public issue for safety and cleanness of the tube.
Verkehrsplanung
Dipl.-Kfm. Axel Mulitze / Dipl.-Wirt.-Ing. Alexander Pilz / Jörg Franzen, M. A. / Bert Lange
Barrierefreies Routing im ÖPNV ►
Datenerhebung und Datenmanagement im Projekt BAIM
Zusammenfassung
Die Bereitstellung von Informationen zur barrierefreien Reisekette im öffentlichen Personennahverkehr für mobilitätseingeschränkte Personen bedingt ein komplexes Datenmanagement. Die Erfassung und Aufbereitung der Daten in der Datenbank bedeutet ein erhöhtes Maß an Vielschichtigkeit, da der Umfang der benötigten Merkmale und deren Zusammenspiel weit über die Anforderungen einer Standardauskunft hinausgehen. Transparente und performante Datenmanagementprozesse sind die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Fahrgastinformation zur barrierefreien Reisekette.
Summary
Barrier-free travelling in public transport Providing information for barrier-free travelling chains by public transport requires a multifaceted data management. Itís necessary to revise the ascertainment of data on location as well as getting further data about vehicle-equipment from the transport authorities and transportation companies. Extending the conventional time table information means arising the requirements for administering and processing the more numerous and more complex data. To offer a high-quality information service for people with reduced mobility, it is inevitable to have a transparent database management with high performance.
Harald Hellwig / Ulrich Schmidt / Dipl-Ing. (FH) Gregor Niessen
Neuplanung des Linienverkehrs mit Planungssystem Mobile-Plan ►
Optimaler Fahrzeug- und Personaleinsatz bei der Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz
Zusammenfassung
Um die durch den Nahverkehrsplan 2007 bis 2011 geforderten Einsparungen zu erreichen, entschied sich die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz mbH für die neue Erweiterungsfunktion des Planungssystems Mobile-Plan zur Optimierungen im regionalen Raum. Zur Reduzierung von Leerfahrten wurden die Koordinaten aller Haltestellen im Bedienungsgebiet geographisch erfasst. Damit wurden alle im Netz möglichen Leerfahrten exakt ermittelt und den Optimierungsalgorithmen zur Verfügung gestellt.
Summary
New planning of the network with mobile-plan In order to achieve the savings demanded by the public transport plan 2007ñ2011 the transport association Oberspreewald-Lausitz mbH decided in favour of the new extension function of the mobile-plan planning system to optimize services in the region. First, the coordinates of all stops in the service area were geographically collected to reduce the number of dead runs. Thus, all possible dead runs throughout the network could be determined and optimization algorithms applied.
Prof. Dr.-Ing. Dirk Zumkeller / Dr.-Ing. Jörg Last
Intermodaler Personenverkehr und die Bedeutung der letzten Meile ►
Europäisches Forschungsprojekt KITE sammelt Wissen
zur Personen-Intermodalität und füllt bestehende Informationslücken
Zusammenfassung
Personen-Intermodalität kann das Reisen in Europas vereinfachen, doch noch sind Informationen zu diesem Themenbereich nicht einfach abrufbar. Moderne Technologien und innovative Konzepte bieten neue Lösungsansätze. Hierbei müssen alle Abschnitte einer Reisekette berücksichtigt werden ñ insbesondere der ÖPNV am Ziel der Reise.
Summary
Intermodal long-distance travel and the relevance of the last urban mile Passenger intermodality can ease the travel within Europe but until now information on these issues can not easily be accessed. Modern technologies and innovative concepts provide new approaches but have to consider all segments of a trip chain equally ñ especially the local transport system at a journeyís destination.
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