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Eisenbahnen auf Usedom

Alba Publikation, BestNr. 2410
3. komplett überarbeitete Auflage, Paperback,
192 Seiten, 184 Abbildungen

ISBN 978-3-87094-241-0


18,50 €   inkl. MwSt.,
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Bernd Kuhlmann
Eisenbahnen auf Usedom

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5
Aus der Geschichte Vorpommerns7

Zwischen Greifswalder Bodden und Oderhaff

7

Als das Freibaden Mode wurde

9

Der Generalstab im Hintergrund

10
Die Strecke Ducherow–Heringsdorf12

Der Streit um die Linienführung

12

Der Bau der Strecke und der Drehbrücke Karnin

19

Die Strecke wird komplett

24
Die Bäderbahn dehnt sich aus36

Von Badegästen, Land und Leuten

36

Die Heringsdorfer Spitzkehre

37
Der frühere Zugverkehr zur Insel Usedom45

Die Betriebsmittel

45

Mit Schnell- und Eilzügen zur Insel

49

Fische, Kohle und Militär

62

Die Hubbrücke bei Karnin von 1932

64
Die Werkbahn Zinnowitz–Peenemünde71

Usedom wird zum Heerlager

71

Eine Werkbahn von 100 km Länge

72

Von der Kleinlokomotive bis zum S-Bahn-Zug

82

Raketenteile und Dienstverpflichtete

98
Das Jahr 1945 brachte die Wende109

„Erst siegen, dann reisen“

109

Eine neue Grenze wird gezogen

115

Eine Strecke verschwindet von der Landkarte

119

Die Werkbahn gelangt zur Deutschen Reichsbahn

126
Der Zugverkehr zur Insel Usedom133

Ferien nach dem Krieg auf Usedom

133

Das unvermeidbare Umsteigen

134

Einst Blockstellen – heute Dienstruhe

136

Aufschwung, Konzentration und Ende des Güterverkehrs

138

Vom Wandel in der Zugförderung

144
Die Usedomer Bäderbahn (UBB)160

Sanierte Strecken – kürzere Fahrzeiten – modernisierte Fahrzeuge

160

Vom Sanierungsfall auf Erfolgskurs

165

Brückenschlag in Wolgast – Ersatz für Karnin?

166

Die Peene-Klappbrücke in Wolgast

167

Die UBB fährt nach Züssow und Stralsund

170

2010 wieder über Hubbrücke Karnin?

178
Swinouj´scie – Stadt auf zwei Inseln mit Verkehrsproblemen180
Literatur192


Umschlagtext
 
Das Netz der heutigen „Usedomer Bäderbahn“ (UBB) ist auf 71,8 Kilometer gewachsen: Im Mai 2000 konnte über die neue Wolgaster Klappbrücke die Schienenanbindung auf das Festland in Betrieb genommen werden, und die UBB dehnte ihre Strecke bis nach Züssow aus.

Ein Schienenanschluss der Insel Usedom bestand für knapp 70 Jahre bis 1945 mit einer über 40 Kilometer langen, heute fast vergessenen Strecke, die zur "Badewanne der Berliner" führte. An diese 1876 in Betrieb genommene Strecke Ducherow–Swinemünde erinnert das Buch. Heute kündet nur das einsam im Peenestrom stehende Stahlgerüst der damals modernsten Hubbrücke Europas von dieser ehemaligen Hauptbahn. 1894 verlängerte man die Bahn um weitere 7 Kilometer bis nach Seebad Heringsdorf und 1911 nochmals um 35 Kilometer bis Wolgaster Fähre als Nebenbahn. Die eingesetzten Betriebsmittel werden ebenso beschrieben wie die Bahnanlagen.

Ein ausführliches Kapitel ist dem Raketenversuchszentrum Peenemünde mit seiner Werkbahn und ihren Fahrzeugen gewidmet. Von dem einst über 100 Kilometer langen Gleisnetz sind heute nur ein Dutzend Kilometer übrig geblieben.

Nach Kriegsende entstand mit der neuen polnischen Westgrenze eine völlig andere Situation. Im nunmehr polnischen Swinouj´scie arbeiteten bis Mai 1946 deutsche Eisenbahner. Von Dezember 1945 bis November 1990 trajektierte das 1890 gebaute Eisenbahn-Fährschiff Stralsund in Wolgast Güterwagen und Lokomotiven. Das heutige Museumsschiff liegt am Kai vor Anker und kündet von seiner wechselvollen Vergangenheit.

Das Nachbarland Polen bekundete bereits vor seinem Beitritt zur Europäischen Union (EU) Interesse an einer direkten Bahnverbindung von Usedom nach Süden, besonders nach Berlin. Deshalb soll die Bahn über polnisches Territorium und weiter auf der abgebauten Trasse nach Ducherow führen. Im polnischen Swinouj´scie auf der Insel Wolin wurden nach Kriegsende ein Rangier-, ein Hafen- und ein Reisezug-Abstellbahnhof errichtet sowie die zum Hafen führende Strecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.